Stephen May Wir kommen schon klar

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Inhaltsangabe zu „Wir kommen schon klar“ von Stephen May

Billy liest am liebsten Boulevardzeitungen: All die grausamen Schreckensmeldungen erinnern ihn daran, dass anderen Menschen noch schlimmere Dinge passieren als ihm. Dabei ist seine Mutter gerade bei einem Überfall ums Leben gekommen und er ist der Einzige, der jetzt für seinen sechsjährigen Halbbruder Oscar sorgen kann. Aus Billys Wut und Verzweifl ung werden Kraft und Mut, und aus den beiden Geschwistern ein unschlagbares Team. Eine lakonisch erzählte, herzzerreißende Geschichte vom frühen Erwachsenwerden.

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  • Wir kommen schon klar von Stephen May.

    Wir kommen schon klar
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. April 2013 um 02:53

    Nach dem Mord an ihrer Mutter leben der 19jährige Billy und sein kleiner Bruder Oscar alleine in ihrem Elternhaus. Doch nach den Wünschen von Tante Antonia soll das nicht lange so bleiben, und auch Oscars Vater Dean verlangt nun auf einmal das Sorgerecht für ein Kind, von dem er sechs Jahre zuvor nichts wissen wollte. Egal was die Elterngeneration sagt, Billy ist davon überzeugt, dass er und Oscar es auch alleine schaffen. Wenn da nur nicht der Mörder ihrer Mutter wäre, der Billy schon seit geraumer Zeit verfolgt. Ein tragisch komisches Portrait Englands und seiner Schwäche  für Geschichten, die an den Strängen des Herzens spielen. Frech und von der Leber weg erzählt von Hauptfigur Billy, manchmal sich am Leben freuend oder zu Mindest in der Gewissheit, dass es andere schlechter getroffen haben, manchmal daran zerbrechend. So steigt der Leser in seine Achterbahn und fährt und fährt und fährt bis es im Kopf surrt und man sich nicht einmal mehr wundert, warum im Bus scheinbar willkürlich deutsche Künstler zusammen geschlagen werden. Doch wie hat mir das Buch eigentlich gefallen, ganz gut, eigentlich ziemlich gut, ein bisschen durchwachsen aber durchaus empfehlenswert. Warum durchwachsen, nun, ein bisschen schwärzt der Roman schon die Stimmung. Die Verhältnisse sind trist nach dem Tod der Mutter aber auch in England und vor allem in Billys Kopf, der für den Leser die Handlung filtert. Ständig sieht er den Mörder seiner Mutter aus dem Augenwinkel, doch sobald er sich umdreht bereit zur Hetzjagd ist dieser verschwunden. Denn was soll er auch in Billys Vorgarten herumstehen hat er doch seine eigenen Dämonen mit denen er zu kämpfen hat, zu Mindest stellt sich Billy das so vor oder so ähnlich – ein bisschen inspiriert von den Schicksalsgeschichten aus den Wochenblättchen, die er immer liest. Die ständigen, in England üblichen, Seitenhiebe auf Deutsche und ihre vermeintlichen Eigenarten, wie auch Witze über Hitler, die es in diesem Buch im Überfluss gibt, gehen zwar irgendwann mächtig auf die Nerven, aber wer gerne liest steht über den Dingen – wir Deutsche machen ja auch Witze über Engländer. Also ist dieser Roman ein bisschen Wochenblättchen, ein bisschen Satire auf die selbigen, tragisch aber hoffnungsvoll. Nur das Ende war mir zu weit hergeholt, nach einem Jahr Chaos findet sich auf einmal alles und färbt sich spontan rosarot ein, das kann ich dem Autor dann doch nicht so einfach nachsehen. Ein durchwachsenes Buch, dass manchmal hier und da ein bisschen zwickt, sich aber insgesamt lohnt.

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