Biss zum ersten Sonnenstrahl

von Stephenie Meyer 
3,6 Sterne bei2,485 Bewertungen
Biss zum ersten Sonnenstrahl
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Positiv (1410):
S

Ich mochte die Story total. Auch wenn sie nur ein kurzer Abstecher war, hat sie mich gefesselt.

Kritisch (360):
kerstin71s avatar

Die Geschichte von Bree ist traurig, konnte mein Herz aber nicht erreichen.

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Inhaltsangabe zu "Biss zum ersten Sonnenstrahl"

An ihr erstes Leben kann Bree sich kaum erinnern. Was jetzt zählt, sind ihre übermenschlichen Kräfte und der unstillbare Durst nach Blut - denn Bree ist ein Vampir. Und sie hält sich an die Regeln: Sei wachsam, bleib im Hintergrund, kehre immer vor Sonnenaufgang zurück ins Dunkel.
Doch dann erfährt Bree, dass ihr neues Leben auf einer Lüge beruht. Dass sie Teil eines Spiels ist, dessen Dimensionen sie nicht mal ahnen kann. Und dass sie niemandem trauen kann. Außer - vielleicht - Diego.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551317421
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:29.09.2017

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    tsukitia16s avatar
    tsukitia16vor 4 Monaten
    Unnötiger Spin-Off?

    ~~~

    Autorin: Stephenie Meyer
    Genre: Fantasy, Spin-Off, Jugendb uch
    Verlag: Carlsen Verlag
    Erschienen: 2010
    Seitenanzahl: 208
    Amerikanische Originalausgabe:  The Short Second Life of Bree Tanner: An Eclipse Novella
    Amerikanischer Verlag: Little, Brown and Company; erschienen 2010
    Übersetzung: Katharina Diestelmeier
    ~~~

    Bree Tanner erinnert sich kaum noch an ihr Menschenleben. Mit 15 Jahren hörte ihr Herz auf zu schlagen und ein neues Leben begann. Das Leben eines neugeborenen Vampires. Inmitten einer kampflustigen und unersättlichen Horde Jungvampire findet sie sich wieder. Ohne Nachzudenken hört sie nur auf ihre Instinkte und bleibt im Hintergrund. Durch Diego findet sie heraus, dass ihr zweites Leben auf Lügen beruht und sie nur eine Marionette vom großen Ganzen ist. Was steckt hinter all diesen Lügen? Und wohin verschwindet plötzlich ihr Vertrauter?
    Wer mehr zu der Welt von Bella und Edward erfahren möchte, der kann gerne hier stöbern :)

    Stephenie Meyer (geb. 24. Dezember 1973; Hartford, Conneticut ) lebt mir ihrem Ehemann und drei Kindern in Arizona, USA. Die Bis(s) Tetralogie gehört zu ihren bekanntesten Romanen und trafen weltweit auf begeisterte Leser. Die Romane wurden zusätzlich verfilmt. Mit dem Spin-Off Roman Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl lädt sie uns ein, einen Einblick in das Leben und Denken eines Jungvampires zu blicken. 

    Meine Meinung:
    Jeder der dieses Buch anfängt - dem sollte bewusst sein, dass wir hier kein überraschendes Ende vor uns haben und das eine oder andere wissen die meisten schon im Voraus. Zumindest gilt das für die, die mindestens Bis(s) zum Ende der Nacht gelesen haben. Wir erfahren lediglich wie Bree Tanner nach und nach die Wahrheit erfährt und wie sie sich als Jungvampir fühlt und ihre Umgebung wahrnimmt. Außerdem haben wir einen, wie ich finde, sehr interessanten Einblick in das Leben eines neugeborenen Vampires. Und da wir aus der Sicht eines dieser Vampire lesen und für diese Person kaum mehr eine Erinnerung an das alte Leben geblieben ist, so ist es für Bree Tanner völlig normal, dass bei Streitigkeiten sofort Arme und Beine herausgerissen werden, als hätte man nur ein paar Haare des anderen herausgezogen. Und das wird von ihr in einem ziemlich trocknen Ton erklärt, dass es schon fast ulkig ist. Was ich nicht schlimm fand den für SIE IST es ja normal.
    Das Buch ist nicht besonders dick und ist schnell durchgelesen und ich hatte es auch schnell durch. Denn es ließ sich flüssig lesen und die eher lockere Schreibweise haben es mir noch einfacher gemacht schnell zum Ende zu kommen. Allerdings merkt man das. Meyer schreibt normalerweise sehr viel detaillierter und mit mehr Gefühl als in diesem Buch. Im Gegensatz zu den anderen Bis(s) Roman ist die Schreibweise hier deutlich abgespeckter/abgeflachter. Also wer dieses Buch als erstes liest (man muss nämlich die anderen Teile dazu nicht gelesen haben), darf nicht vergessen, dass die Autorin normalerweise sehr viel besser schreibt. Aber es handelt sich auch nur um einen Spin-Off Roman. 
    Zum anderen war ich sehr überrascht, dass der Kitsch komplett gefehlt hat. Meyer ist doch bekannt für ihre kitschigen Romane (zumindest die der Twilight Bücher). Aber hier wurde nicht auf eine Liebesbeziehung verzichtet, dennoch ist der kitschige Teil nicht da. Für mich war das super (manchmal war es bei den anderen Teilen viel zu viel des Guten) - für andere ist das vielleicht genau, dass was sie blöd finden. Und was mir auch Gefallen hat, dass die Vampire auch mal etwas bedrohlicher wirkten, was sie eigentlich schon immer sein sollten. Aber Edward und seine Familie wirkten auf mich genauso bedrohlich wie ein niedlicher Yorkshire Terrier. Endlich wird uns gezeigt, dass Vampire nicht immer Kuscheltiere sind. 
    Die Charaktere waren sympathisch, aber nicht besonders fein ausgearbeitet (ist ja nur ein Spin-Off) (vor allem Diego) und interessant. Ich fand sogar die böseren gut (z.B. Raoul). Denn mit ihrer Art zu leben zwischen wummernder Musik und Videospielen muss ich immer an typische Jugendliche denken. Und irgendwo sind sie genau das. Jung und unerfahren und vielleicht auch etwas zu naiv.

    Empfehle ich dieses Buch und für wen?
    Das Buch war ruckzuck durch und es ließ sich flüssig lesen. Überraschend ist das Ende und viele andere Dinge nicht wirklich (wer die anderen Bis(s) Romane gelesen hat). Aber trotzdem hat es mir ganz gut gefallen. Man sollte nur kein sehr anspruchsvolles Buch erwarten - mit einem besonders ausgefeilten Schreibstil. Und auf Kitsch, wie sonst, wird man vergeblich warten. Dennoch ist es interessant aus der Sicht der Jungvampire zu lesen und für zwischendurch hat es mir auch Spaß gemacht. Übrigens muss man für dieses Buch nicht die anderen Teile gelesen haben. Man kann mit diesem Teil anfangen oder nur diesen Teil lesen. Aber unbedingt nötig war dieser Roman nicht. Selbst für große Fans würde es kein Weltuntergang bedeuten, wenn es ihn nicht gäbe. Insgesamt war das Buch in Ordnung, aber auch keine Bereicherung.

    Wenn es Fragen gibt, ihr dürft mich gerne anschreiben. Ich beantworte auch Fragen, die Spoiler enthalten. Allerdings möchte ich diese Fragen nicht öffentlich beantworten, also schreibt mich am besten privat an. Wer zum Beispiel wissen möchte, ob es ein Happy End gibt, damit er dieses Buch beruhigt lesen kann - dem werde ich keine Antworten verwehren :)

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    Chrissy87s avatar
    Chrissy87vor einem Jahr
    Stephenie Meyer - Biss zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner

    Das Buch ist der fünfte Teil der Twilight Saga und spielt zeitgleich mit dem dritten Teil. Es geht um die neugeborene Vampirin Bree, die auch am Ende des dritten Teils kurz vorkommt. Hier wird ihre Geschichte erzählt, wie es dazu kam das sie zum Vampir wurde und wie sie mit diesem neuen Leben zurecht kam, bevor es ein viel zu schnelles Ende fand.
    Die Geschichte ist auf jeden Fall lesenswert, aber kein Muss.

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    GothicQueens avatar
    GothicQueenvor einem Jahr
    Biss zum ersten Sonnenstrahl

    "Biss zum ersten Sonnenstrahl" von Stephenie Meyer war ja quasi der fünfte Teil der Twilight-Reihe. Er gab Hintergrundwissen aus dem dritten Band (Biss zum Abendrot) um die "Neugeborene" Vampirin Bree Tanner wieder. Im dritten Teil wird die Szene mit den Neugeborenen nur kurz angerissen und wer die Reihe kennt, weiß was für ein Schicksal Bree blüht. Doch das ist in diesem Buch nicht wichtig. Obwohl man das Ende kennt, möchte man mehr über über Bree erfahren. Die Autorin schafft es den Leser zum Mitfühlen anzuregen. Bree, die im dritten Twilight-Teil nur als blutrünstige Tötungsmaschine gesehen wird, wird hier zu einem realen Wesen, das tatsächlich einmal Gefühle zu haben schien. Bevor sie eigens dafür geschaffen wurde, um Bella und die Cullens zu töten. An ihre Zeit als Mensch kann sie sich nicht mehr richtig erinnern. Doch sie beginnt ihre Existenz und ihren Anführer zu hinterfragen. Sie erkennt, dass sie nur als Marionette fungiert. Und dass Victoria ihre Fäden zieht. Dass sie nicht mehr einfach nur noch ihre Befehle ausführt, ohne nachzudenken, zeugt von einem starken Charakter. Ich habe das Buch gern gelesen, wenngleich es nicht mehr so gut war wie die vierteilige Twilight-Reihe. Empfehlen kann ich es allen Twilight-Fans. 

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    Jewegos avatar
    Jewegovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schönes, wenn auch kurzweiliges, Bonusmaterial zu der Bis(s) Reihe. Lohnt sich zu lesen.
    Oh süße Nostalgie ...

    Nachdem ich vor einigen Jahren (man, ist das schon lange her ...) einen Band nach dem anderen verschlungen hatte, wollte ich jetzt noch mal der süßen Nostalgie nachgeben und dieses "Bonusmaterial" rund um Bree Tanner lesen. Gesagt, getan. Und wieder erwartete mich der gewohnte locker leichte Schreibstil, der einem die Worte verbildlichte und die Seiten nur so dahinfliegen ließ, wie selten eine anderer.


    Wie gewohnt waren (in diesem Fall die wichtigen) Charaktere gut ausgeleuchtet und obwohl man schon wusste, wie das Buch enden wird, hat Meyer es geschafft, dass man sie noch so ins Herz schließt, dass man ihnen auch bis zu diesem bekannten Ende gerne folgt.


    Auf dem Weg dorthin lernen wir die Umstände besser kennen, bekommen Hintergrundwissen zu der ganzen Aktion die "sie" (Victoria) im geheimen geleitet hat und lernen auch die Volturi noch mal von einer anderen Seite kennen. 


    Wem also die Hauptbände gefallen haben, kann ich dieses Werk nur empfehlen. Es ist zwar kurzweilig, aber dadurch nicht weniger schön zu lesen. Daher auch von mir wohlverdiente 5 Sterne. :)

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Es ist meiner Meinung nach überflüssig und es hat an Spannung gefehlt :/
    Wofür wurden wir erschaffen?

    Handlung

    An ihr erstes Leben kann Bree sich kaum erinnern. Was jetzt zählt, sind ihre übermenschlichen Kräfte und der unstillbare Durst nach Blut - denn Bree ist ein Vampir. Und sie hält sich an die Regeln: Sei wachsam, bleib im Hintergrund, kehre immer vor Sonnenaufgang zurück ins Dunkel. Doch dann erfährt Bree, dass ihr neues Leben auf einer Lüge beruht. Dass sie Teil eines Spiels ist, dessen Dimensionen sie nicht mal ahnen kann. Und dass sie niemandem trauen kann. Außer - vielleicht - Diego.

    Meine Meinung

    Bree Tanner ist erst fünfzehn Jahre alt, als sie von Riley verführt und in einen Vampir verwandelt wurde. In ihrer Gruppe fühlt sie sich nicht wohl und zieht sich die meiste Zeit zurück. Dem einzigen, dem sie vertraut ist Diego. Die beiden merken schnell, dass sie in Vampire verwandelt worden sind, um einem gewissen Zweck zu dienen.
    Welchen genau, wollen sie noch herausfinden...
    Riley ist der Anführer und macht seinen Neulingen klar, wer hier das sagen hat und das es sehr wichtig ist, sich an seine Regeln zu halten, um nicht aufzufallen.
    Diejenigen, die sich nicht benehmen, werden bestraft, indem ihnen Körperteile herausgerissen werden..
    Bree und Diego sind mit am vernünftigsten und fangen an sich gegenseitig zu vertrauen. Gemeinsam decken sie Geheimnisse auf, die ihnen das Leben kosten können.
    Mit eines der Geheimnisse ist Sie.. Diejenigen, die die Twilight Bücher kennen, wissen um wen es sich handelt. Diese Person benutzt Riley, um Rache zu üben.
    Bree verhält sich für ihre fünfzehn Jahre schon sehr erwachsen. Sie hat eine miese Vergangenheit und hinterfragt sehr viel.
    Diego ist achtzehn Jahre alt und mit einer von Riley´s stärksten Verbündeten. Bree und er tun sich zusammen und wollen gemeinsam den Zweck ihrer Erschaffung herausfinden und versuchen dagegen anzugehen.
    Als die beiden Riley verfolgen, müssen sie sich trennen, um keinen Verdacht zu erregen....

    Die Chemie zwischen Bree und Diego stimmt absolut! Sie freunden sich an und vertrauen sich gegenseitig.
    Riley hingegen ist sehr aggressiv und launisch. Er lässt sich von Ihr manipulieren und beeinflussen.
    Die Volturi, die oberen Vampire sozusagen, die darauf achten, dass sich alle an die Regeln halten, bekommen mit, dass Frischlinge für Unruhe sorgen.

    Beim großen Showdown, treffen Riley und seine Armee auf Edward und die anderen. Diese bekommen wiederum Unterstützung von den Werwölfen...

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich bin gut durch das Buch gekommen, wobei es nicht so viele Seiten zu lesen gibt.
    Es war interessant, zu erfahren, wie Riley seine Armee zusammengestellt hat und die Geschehnisse aus dieser Sicht mitzuverfolgen.
    Auf der anderen Seite, finde ich dieses Buch überflüssig, weil ich jetzt nicht soo viel neues erfahren habe. Vielleicht wäre es besser gewesen, mehr in diese Geschichte rein zu gehen und nicht nur ein paar Tage zu beschreiben. Es hat sehr an Spannung gefehlt. Besonders zum Ende hin...

    Fazit

    Diese Perspektive war interessant, aber zu kurz. Ich habe nicht viel neues erfahren und die Spannung hat gefehlt.

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    LaraStvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, aber nicht überwältigend
    Leider nicht ganz meinen Erwartungen entsprechend

    Als die Biss-Reihe herauskam, war ich ein riesiger Fan. Nun fiel mir auf einem Flohmarkt dieses Buch in die Hände. Ich dachte, es versetzt mich nochmal komplett in die "Twilight"-Zeit zurück. Aber so sehr gepackt hat es mich leider nicht. Trotzdem habe ich es relativ zügig gelesen und fand es angenehm zu lesen. 

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    igbuchbluetens avatar
    igbuchbluetenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Es war schön mal wieder nach Forks zurückzukehren :) leider etwas kurz und der Fokus lag für mich auf Nebensächlichem.
    REZENSION: Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl

    Die kurze Geschichte rund um Bree, die man als eingefleischter Twilight-Fan noch aus Bis(s) zum Abendrot kennt, hat mich wieder vollkommen in die Welt der Vampire und Werwölfe von Forks katapultiert. Es hat sich ehrlich gesagt schon ein wenig nach "Heimkehren" angefühlt, da mich die Bücher von Stephenie Meyer doch sehr geprägt haben.

    Über das Setting müssen wir nicht sprechen, das wechselt schneller, als man "Vampir" sagen kann, aber die meisten Schauplätze sind eh schon bekannt, weshalb mir das nicht negativ aufgefallen ist.

    Bree fand ich wirklich sehr sypathisch, sie war mit Sicherheit mal ein nettes Mädchen von nebenan, das im Herzen aber immer genau wusste, was sie will. Der Aspekt, dass sie in Victorias Armee einen Verbündeten und sogar einen Geliebten hat, fand ich sehr interessant und auch eine weitere Geschichte würdig.

    Victorias und zum Teil auch Rileys Manipulation aus der Sicht eines "Betroffenen" zu sehen, hat es für mich noch viel lebendiger gemacht. Auch wenn vieles einfach nichts neues war, jeder, der Twilight kennt, weiß, wie es mit Bree ausgeht, war es doch eine schöne Geschichte. Es gibt Autoren, die ihre Welten bis aufs äußerste ausschlachten, eine Spin-Off Reihe des Prequels schreiben und es gibt Autoren wie Stephenie Meyer, die erkennen, dass ein Charakter noch nicht alles erzählen durfte, ihm diese Zeit gewähren und das Buch dann aber doch schließen. Meiner Meinung nach, brauchen wir mehr solcher Autoren.

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    Wortmagies avatar
    Wortmagievor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schließt eine Wissenlücke
    Eine wertvolle Ergänzung der "Twilight"-Reihe

    Die letzte Aufgabe des Lesebingos 2016 verlangte von mir, ein Buch mit einer Zeitangabe im Titel zu lesen. Ich entschied mich für „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“, eine Novelle aus Stephenie Meyers „Twilight“-Universum, die schon ewig bei mir versauerte. Ich denke, ich habe dieses Buch damals einfach zu spät gekauft. Meine Begeisterung für die „Twilight“-Reihe war bereits abgekühlt, sodass ich kein Bedürfnis verspürte, „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“ sofort zu lesen. Es bekam seinen Platz im Regal und blieb dort jahrelang. Erstaunlicherweise sorgte ich mich jedoch nie, dass meine Erinnerungen an Bellas und Edwards Geschichte verblassen könnten. Ich fühlte mich stets gewappnet für die Novelle. Nun war es Zeit, herauszufinden, ob ich mit diesem Gefühl richtiglag.

    Falle nicht auf. Halte dich an die Regeln. Vermeide Konfrontationen. Diese drei einfachen Grundsätze helfen Bree Tanner, zu überleben. Als eine von vielen in einem Nest neugeborener Vampire muss sie täglich um ihre Existenz fürchten. Täglich besteht die Gefahr, von den anderen Neugeborenen in einem Wutanfall ausgelöscht zu werden. Bree hat keine Freunde. Sie vertraut niemandem. Als sie Diego kennenlernt, fällt es ihr schwer, ihr schützendes Misstrauen abzulegen. Doch der ältere Vampir zeigt ihr, dass Freundschaft auch unter ihresgleichen möglich ist. Bree träumt von einer gemeinsamen Zukunft, weit entfernt von den anderen. Sie ahnt nicht, dass sie zu einem bestimmten Zweck erschaffen wurde. Sie weiß nichts von den Cullens oder Bella Swan und erkennt das Vampirnest nicht als das, was es ist: eine Armee. Sie ist einfach nur ein Mädchen, das Pech hatte. Dies ist ihre Geschichte.

    Ich empfinde „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“ als Bereicherung für die „Twilight“-Reihe. Wie leicht haben wir uns damals von den Cullens einlullen lassen, glaubten an die Kultiviertheit der Vampire, an die absolute Kontrolle, die sie selbst in Momenten höchster Grausamkeit pflegten und vergaßen darüber, dass Vampire in ihrer Essenz Raubtiere sind, die erst mit zunehmendem Alter lernen, sich nicht von ihren Trieben beherrschen zu lassen. Wir lasen davon, dass es Neugeborenen angeblich schwerfalle, sich zu zügeln und erfuhren doch nie, wie das Leben eines durchschnittlichen neu erschaffenen Vampirs aussieht. „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“ schließt diese Lücke. Bree Tanner ist eine Nebenfigur, die im dritten Band „Bis(s) zum Abendrot“ als Teil der Vampirarmee auftaucht, die die rachsüchtige Victoria zusammenstellt, um den Cullens zu schaden und Bella zu töten. Meyer fasst es im Vorwort dieser Novelle sehr schön zusammen: „Aus Bellas Perspektive lebt sie gerade mal fünf Minuten“. Durch die – wie Meyer es nennt – „Ich-Erzählungs-Scheuklappen“ widmete auch ich Bree damals kaum mehr als zwei Gedanken. Ich habe mich nie gefragt, wie dieses junge Mädchen überhaupt dort endete und vergaß sie schnell wieder. Nun wird sie mir wohl im Gedächtnis bleiben. Bree ist clever, nachdenklich und eher introvertiert. Sie liest gern. Na, an wen erinnert euch das? Richtig, sie ist Bella in ihrer Charakterkonstruktion sehr ähnlich. Ich hätte mir eine deutlichere Abgrenzung zur Heldin der Reihe gewünscht, weil es die veränderte Herangehensweise an die Thematik der Vampire betont hätte. Brees Geschichte erlaubte mir einen Einblick in die Lebensrealität Neugeborener. Ich erlebte ihre Triebhaftigkeit, ihre fehlende Impulskontrolle und spürte Brees Angst, ihre permanente Anspannung. Ohne Führung sind die Vampire im Nest völlig unberechenbar. Sie wissen nichts über ihre eigene Art und werden mit den Auswirkungen der Verwandlung allein gelassen. Victoria mag ihre Schöpferin sein, doch sie hat keinerlei Interesse daran, sie anzulernen oder sich um sie zu kümmern. Die Rolle des Babysitters überlässt sie einem gewissen Riley, der den wilden Haufen mehr schlecht als recht beaufsichtigt. Nichtsdestotrotz ist Riley die einzige Konstante im Leben der jungen Vampire, weshalb sie an seinen Lippen hängen und jeden Mist glauben, den er ihnen auftischt. Lediglich Bree und Diego hinterfragen seine Worte. Die Beziehung zwischen Bree und Diego entwickelt sich schneller, als man „insta-love“ sagen kann. Dieses rasante Aufflammen schicksalhafter Liebe war meiner Ansicht nach vollkommen vorhersehbar und überflüssig. Mir hätte es gereicht, wären die beiden Freunde geblieben, weil die Geschichte auch so funktioniert hätte. Die Lebensumstände im Nest sind unerträglich; ihre Fluchtgedanken hätten mich auch ohne Romanze überzeugt. Unglücklicherweise kommt es dazu gar nicht erst, was mir für Bree sehr leidtat, da ich sie trotz ihrer Ähnlichkeit mit Bella mochte. Ich wusste von Vorneherein, wie es ausgeht und doch hoffte ein Teil von mir auf ein Happy End.

    Es war interessant, nach all den Jahren aus einer anderen Perspektive in Stephenie Meyers „Twilight“-Universum zurückzukehren. Tatsächlich spiele ich mit dem Gedanken, die komplette Reihe noch einmal zu lesen, weil ich während der Lektüre von „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“ meine alte Begeisterung aufflackern spürte. Natürlich sind die Bücher in vielerlei Hinsicht nicht perfekt und diese Novelle ist es ebenfalls nicht, aber die Idee, mit Ende 20 zu überprüfen, was ich heute für die Reihe empfinde, reizt mich. Ich denke, ich bin bereit, mit den Konsequenzen zu leben, denn ich rechne bereits damit, einige Kritikpunkte zu finden, die ich früher übersehen oder ignoriert habe. Vielleicht ist es Zeit.
    Wenn ihr die „Twilight“-Reihe mochtet, kann ich euch „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“ guten Gewissens empfehlen. Das schmale Buch ist eine wertvolle Ergänzung der Hauptgeschichte, weil es eine Wissenslücke füllt. Kultiviertheit muss erst kultiviert werden. Selbst in der Sonne funkelnde Halbgötter sind zu Beginn ihres Daseins rohe Wilde. Es ist schade, dass Bree Tanner nie die Chance erhielt, über diesen Status hinauszuwachsen. Das Potential hatte sie.

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    Tiffigs avatar
    Tiffigvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Klasse Nebengeschichte über Bree Tanner ein muss für alle Biss-Reihen Leser!
    Ein Einblick in das Leben von Bree Tanner

    Wer die Biss-Reihe verschlungen und geliebt hat. Sollte den Fünften Band über Bree Tanner unbedingt lesen. Ein kleiner Einblick in ihr Leben als Vampir. Die Story aus Biss zum Abendrot aus der Sicht eines Neuvampires welcher von Riley Biers erschaffen wurde. Einfach Klasse. 

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    rememberkikis avatar
    rememberkikivor 2 Jahren
    Eine (kurzes) Wiedersehen mit Bella & Edward

    Dieses Buch war eine spannende kurze Geschichte über Bree Tanner, die wir ja im dritten Teil der Twilight Saga kennengelernt hatten. Ich fand es total interessant, die Geschichte des dritten Buches auch mal aus der anderen Perspektive zu sehen. Außerdem war es schön, noch einmal in die Welt von Bella & Edward einzutauchen, auch wenn die beiden keine große Rolle in diesem Buch spielten.

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    Die dunkle Seite von Bellas und Edwards Welt

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