Steve Ayan

 3.8 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Hilfe, wir machen uns verrückt!, Lockerlassen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Steve Ayan (©)

Lebenslauf von Steve Ayan

Steve Ayan wurde 1971 in Berlin geboren. Er studierte Psychologie, Literaturübersetzen und Wissenschaftsjournalismus. Seit 2003 arbeitet er beim Verlag Spektrum der WIssenschaft in Heidelberg, wo er heute die Redaktion von "Gehirn und Geist" leitet.

Alle Bücher von Steve Ayan

Cover des Buches Lockerlassen9783608980493

Lockerlassen

 (3)
Erschienen am 19.12.2016
Cover des Buches Hilfe, wir machen uns verrückt!9783866123380

Hilfe, wir machen uns verrückt!

 (4)
Erschienen am 01.10.2012
Cover des Buches Ich und andere Irrtümer9783608963533

Ich und andere Irrtümer

 (2)
Erschienen am 08.09.2019

Neue Rezensionen zu Steve Ayan

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Rezension zu "Ich und andere Irrtümer" von Steve Ayan

Informativ und gut zu lesen, zum Teil aber ein bisschen viel Information
sleepwalker1303vor 3 Monaten

„Ich und andere Irrtümer“ von Steve Ayan ist eine gelungene Mischung aus Fachbuch (gespickt mit zahllosen Querverweisen auf Studien und Zitaten), Sachbuch (er erklärt schwierige Themen gekonnt auch für Laien) und Roman, denn er bereitet das Thema zum Teil sehr unterhaltsam auf. Was das Buch natürlich nicht ist, ist eine Anleitung zur Selbsthilfe, es ist, wie der Autor selbst im Vorwort konstatiert, „Kein Fahrplan zum Ich, keine Charakterkunde“.

Vielmehr ist es eine sehr ausführliche und kompetente Anleitung und Aufforderung, sich zu hinterfragen und sein eigenes Ich zu suchen. Das Buch ist klar gegliedert, hervorragend recherchiert und aufgebaut und noch dazu liest es sich flüssig. Zu keinem Zeitpunkt gibt sich der Autor (er ist Diplompsychologe und Wissenschaftsjournalist mit dem besonderen Focus auf Neuropsychologie und Bewusstseinsforschung) arrogant und allwissend. Vielmehr beruft er sich immer wieder auf die Arbeiten anderer (mehr oder weniger Fach-) leute quer durch die Jahrhunderte. So bezieht er sich auf Sigmund Freud ebenso wie auf Descartes oder Leibniz. 

Insgesamt hat mir das Buch einen ziemlich guten Einblick in die Thematik gegeben, viele Themen und Namen für weitere Lektüre genannt und mich tatsächlich auch für ein Buch dieser Art gut unterhalten. Vielleicht waren es ein bisschen viele Namen und Denk-Ansätze, an manchen Stellen hat mich das Buch trotz meiner Vorbildung zugegebenermaßen auch ein bisschen überfordert. Aber alles in allem für diejenigen, die sich informieren wollen aber keine Strickanleitung für ein glückliches Leben suchen eine klare Lese-Empfehlung.

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Rezension zu "Ich und andere Irrtümer" von Steve Ayan

Inhalt sehr lohnenswert, Form etwas anstrengend
helena33vor einem Jahr

Im Kern geht es hier um folgende Fragen: Wer bin ich? Was ist das Ich? Wie führe ich ein gutes Leben? Kann ich nur ein gutes Leben führen, wenn ich mich ganz genau kenne und so authentisch wie möglich lebe?

Ayan zeigt hier anhand psychologischer Studien, dass wir uns selbst, das Ich, nicht sonderlich gut erkennen und auch nicht sehr realistisch bewerten können. Hier stehen Glaubenssätze, Annahmen, Moral, Rollen, Erinnerung, Gedächtnis, innere Motive; Wünsche und vieles mehr "im Weg" und verzerren die Wahrnehmung. Selbsttäuschung sei tief verwurzelt. Es gehe im praktischen auch nicht darum, die Wahrheit über sich selbst zu erkennen, denn wer sich sehr realistisch einschätze, neige zu "milder Schwermut". Um ein gutes Leben zu führen sei daher z.B. eher hilfreich, sich ein wenig "schön zu denken", um damit handlungsfähig und frohgemut zu sein.

Dies und einige Antworten mehr, gibt es in diesem Buch zu entdecken.

Ayan stellt eine Vielzahl an neueren und auch älteren Studien sowie Theorien vor. Die Studienergebnisse sind sehr interessant und einige wirklich verblüffend, manchmal durchaus auch widersprüchlich. Ayan stellt sie gegenüber und zieht daraus eigene Schlüsse. Seine Argumentation ist dabei plausibel, seine Perspektive sehr erfrischend und modern. Allerdings, so wie er selbst sagt, geht sie eher gegen den aktuellen Zeitgeist. So kann man manches sicherlich kontrovers diskutieren, ich habe hier aber vieles mitnehmen können.

Abschließend gibt ein ausführliches Quellenverzeichnis, ein Personen- und Sachregister.

Die Sprache ist gut verständlich. Leider ist es jedoch etwas schwierig, auch aufgrund der hohen Dichte an Informationen, die Übersicht zu wahren. Die Fülle wirkt teilweise etwas erschlagend und verwirrend. Außerdem fand ich die Strukturierung inklusive der Kapitelüberschriften nicht sehr gelungen. Sie waren für mich nicht klar genug voneinander abgegrenzt, so dass ich insgesamt manchmal den roten Faden verlor.

Leider schreibt Ayan auch etwas redundant, was mich hin und wieder nervte.

Nichtsdestotrotz sind hier spannende Gedanken und Erkenntnisse zu finden, die auch einen ganz praktischen Nutzen für das eigene Leben haben. Es wird klar herausgearbeitet, welche Möglichkeiten und Grenzen Selbstbetrachtung und Selbsterkenntnis haben. Menschliches Verhalten wird besser erklärbar gemacht. Und es wird deutlich, welche "Zutaten" wichtig für ein gutes Leben sind. Neben bekanntem Wissen gibt es hierbei tatsächlich einige überraschende Erkenntnisse.

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Rezension zu "Lockerlassen" von Steve Ayan

Warum wir nicht alles zerdenken sollten
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

„Warum weniger denken mehr bringt“ lautet der Untertitel und beschreibt recht gut den Inhalt dieses Buches. Allerdings geht es dem Autor nicht darum, sich generell gegen das Denken auszusprechen. Es gibt Situationen, in denen es wichtig und sinnvoll ist, aber eben auch solche, in denen wir uns keinen Gefallen tun, wenn wir sie allzu lange durchdenken. Wer schon einmal in grüblerische Selbstzweifel verfallen ist und weiß, wie schwer es ist, sich daraus wieder zu befreien, dürfte dies aus eigener Erfahrung bestätigen können. Außerdem hinterfragt Steve Ayan den Trend zu mehr Bewusstsein im Tun und Handeln. Liegt daran wirklich der Weg zur Glückseligkeit oder ist es manchmal besser, sich selbst für eine Weile zu vergessen?


Von Zufällen, Intuition und geistigem Leerlauf


Dass sich das Leben nicht komplett im Kopf durchplanen lässt, dürfte den meisten einleuchten. Oft sind es gerade die Zufälle, die eine entscheidende Änderung bewirken. Außerdem lernt der Körper oft am besten, wenn die Aufmerksamkeit nicht auf den konkreten Bewegungen liegt. Der Autor erklärt dies am Beispiel eines Klavierspielers, der nicht etwa daran denkt, wann er welchen Finger wohin setzen muss, sondern sich die Partitur vor Augen führt. Auch gibt es Situationen, in denen unsere Intuition uns weiterbringt als jedes Grübeln. Nicht zuletzt geht es um das Glückspotential, das darin liegt, geistig loslassen zu können und mit dem eigenen Tun zu verschmelzen. Im Anhang gibt es einige Listen, die daran erinnern, in welche Denkfallen wir gerne tappen, welche Gedanken wir besser loslassen sollten und wie wir unser Denken im Notfall in die Schranken weisen können.


Anschaulich und leicht verständlich


Steve Ayan erklärt den Ursprung seiner Theorien sowie den aktuellen Forschungsstand auch für Laien verständlich und veranschaulicht seine Ausführungen mit aus dem Leben gegriffenen Beispielen sowie Erläuterungen zu diversen Experimenten. Das ist kurzweilig und informativ, zumal der Autor an passender Stelle betont, dass es ihm nicht darum geht, sich per se gegen das Denken auszusprechen. „Lockerlassen“ ist kein Plädoyer für Gedankenlosigkeit, sondern dafür, unseren Geist dann zur Ruhe kommen zu lassen, wenn uns Grübeleien nicht weiterbringen.

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