Steve Cotten

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Das Prinzessinnenspiel

Das Prinzessinnenspiel

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Erschienen am 29.05.2015
Vampirvirus: Die Studentin und das Biest

Vampirvirus: Die Studentin und das Biest

 (0)
Erschienen am 22.07.2012

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Rezension zu "Das Prinzessinnenspiel" von Steve Cotten

Prinz und Königreich zu gewinnen!
annluvor 3 Jahren

„Es ist noch nicht vorbei mit Lusandria. Es soll ein Spiel geben, das ist Rubandas Testament. Ein Spiel, in dem entschieden wird, wer ihre Nachfolgerin wird. Zwölf Prinzessinnen werden kommen und gegen die Bestien der Unterwelt kämpfen. Die Prinzessin, die die letzte Bestie tötet, bekommt Prinz Minal zum Manne und die ganze Macht der Laora.“

Vor Jahren haben die drei Laoradrachen ein Mädchen ausgesucht und ihr Macht und ein Königreich geschenkt. Nachdem das Mädchen als Königin viele Menschen geheilt hat, stirbt sie plötzlich. Dabei wird der ganze Königshof in Schlaf versetzt. Doch der letzte Wille der Königin gibt Hoffnung: die Prinzessin, die alle Bestien tötet wird die Macht der Laora erben und den Prinzen heiraten. Die junge Karen weiß nichts von den Geschehnissen in Lusandria. Sie wächst mit ihrer Stiefmutter und Stiefschwester alleine im Wald auf. Obwohl sie keine Erinnerung an ihre Vergangenheit hat, spürt sie, dass sie hier nicht hergehört. Kurz vor der Verzweiflung wird sie von Prinzessin Jelena gerettet und kehrt ihrem alten Leben den Rücken zu. Obwohl sie nur ein wenig Wissen über das Bereiten von magischen Tränken hat, will sie Jelena nach Lusandria begleiten und ihr helfen, das Spiel zu gewinnen – als Dank soll sie den Prinzen heiraten dürfen. Erst angekommen, fallen ihr immer mehr Ungereimtheiten.

Die Geschichte hat zwar Ansätze eines Märchens, die Handlung ist aber nicht so vorhersehbar, die „Guten“ und die „Bösen“ sind nicht von Beginn an als solche ersichtlich. Die Welt in der sie spielt mit ihren Legenden und Überlieferungen erinnert zwar an die klassischen Märchen. Auch Karens Vorstellung einen Prinz zu heiraten, den sie noch nicht mal gesprochen hat, tendiert in diese Richtung. Allerdings gibt es auch einiges was sich davon unterscheidet. So befassen sich viele Teile der Geschichte neben der Handlung auch mit den Gefühlen der Charaktere, die von ihnen öfters auch tiefgehender analysiert werden. Dadurch kommt es zu sehr vielen Selbsterkenntnissen der Charaktere. So stellt Karen fest, dass sie es eigentlich gut hat bei ihrer Stiefmutter, dass deren Depression und die erdrückende Stimmung dort sie aber innerlich auffressen würden und sie flüchtet bei der ersten Gelegenheit, auch wenn sie Gewissensbisse verspürt. Die Freundschaft, die sich zwischen ihr und Jelena entwickelt, spielt eine große Rolle. Auch hier wird der Versuch unternommen, die gegenseitige Zuneigung und Abhängigkeit tiefgehender zu beschreiben. Dabei kommt es immer wieder zu Erkenntnissen, die mehr sind, als eine reine Gefühlsbeschreibung. Das hätte störend sein können, hat mir aber sehr gut gefallen. Die Charaktere entwickelten sich im Laufe der Geschichte. Dabei sind die Prinzessinnen nicht wirklich prinzessinnenhaft. Fast alle von ihnen sind Kämpferinnen und sehr selbstbewusst. Während Jelena von Beginn an stark anmutete, ihre eigenen Unsicherheiten aber erst mit der Zeit aufkamen, war Karen zu Beginn sehr weltfremd und dadurch leicht verschüchtert. Als sie aber in Lusandria ein Geheimnis vermutet und zu ermitteln beginnt, kommt ihr selbstbewusster, intelligenter und hinter-die-Kulissen-schauender – Charakter erst richtig zur Geltung. Da konnte ich ihr sogar ihren kindischen Traum vom Prinzen verzeihen, den ich als recht dämlich einstufte. Da sie selbst eine Hexe ist, dies aber als Schimpfwort gilt und Magie verboten ist, kommt es zu netten Umschreibungen für Hexen. So sind die, die wenig Magie beherrschen die Blüten, die Stärkeren die Früchte. Die Magie, die sie wirken, ist eng verbunden mit ihrer Seele. Tränke und Pflanzen lösen in der Seele Gefühle und Empfindungen aus, sodass sie genutzt werden können. Diese eigene Definition von Magie fand ich nett durchdacht – sie ist eindeutig etwas Besonderes, wenn ich mich auch erst an die Bezeichnung „Frucht“ für einen Menschen gewöhnen musste. Die Geschichte nimmt in der zweiten Hälfte an immer wieder überraschende Wendungen. Dadurch baut sich die Spannung auf. Auch das Ende war ganz anders, als ich es mir erwartet hatte.

Fazit: Bezaubernd!

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