Steve Crist Marilyn

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Inhaltsangabe zu „Marilyn“ von Steve Crist

Als Marilyn noch Norma Jeane hieß. Fotos und Erinnerungen von Marilyn Monroes erstem Fotografen und lebenslangem Freund

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  • Rezension zu "André De Dienes - Marilyn Monroe: Fotografien / Memoiren"

    Marilyn

    SinjeB

    09. July 2012 um 21:49

    "Definitive" Sammlung von Bildern und Erinnerungen in liebevoller, edler Ausstattung Buch und Meinung: Da die Persönlichkeiten dieses 2011 im Taschen Verlag neu aufgelegten Schmuckstücks (Originalausgabe 2002) entweder hinlänglich bekannt sind oder im Handumdrehen im Netz recherchiert werden können, will ich nur wenig auf biografisches Drumherum eingehen. Die Memoiren des Fotografen André de Dienes, dem das Attribut "Marilyns erster Fotograf" anhaftet, entstanden 1983 - nicht lang vor seinem Krebstod 1985 -, wurden aber erst 1988 aufgefunden. Sie sollen erstmals einen umfassenden Überblick über sein Schaffen bieten. ABER: Bei dem hier vorliegenden Buch handelt es sich um "die definitive Sammlung seiner Aufnahmen und Aufzeichnungen, die mit der jungen Norma Jeane zu tun haben" (Editorische Notiz Seite 17). De Dienes' zweite Frau, Shirley T. Ellis de Dienes, und Steve Crist machten diese Memoiren über den Taschen Verlag zugänglich. Herausgekommen ist, wie mein "ABER" oben andeutet, weniger ein De-Dienes-Buch als vielmehr ein Marilyn-Buch. Letztens Endes bleibt der Fotograf selbst hinter der Kamera, erzählt durch seine Bilder. André de Dienes liefert weitere Puzzlestücke für all jene, die Marilyn Monroe umfassend zu ergründen suchen, bleibt aber selbst, wenn man so will, ein Mysterium und, unabhängig von seinem über vierzig Jahre umspannenden fotografischen Schaffens, irgendwie, der Fotograf, der Marilyn Monroe liebte. Aus dem Norma Jeane gewidmetem Part des ursprünglichen Manuskripts von De Dienes' Memoiren wurden für diese Ausgabe Exzerpte übernommen, überarbeitet und ins Deutsche übersetzt. Gemeinsam mit zahlreichen Fotos in s/w und Farbe auf festem Fotopapier bildet dieser deutsche Text den ersten Band und erzählt chronologisch von De Dienes' erster Begegnung mit der jungen Norma Jeane im Jahr 1945 und der gemeinsamen Zeit, die sie anlässlich dieses ersten Auftrages miteinander verbrachten, und verfolgt auch die späteren Fotosessions und nicht zuletzt die intensive Freundschaft zwischen Fotograf und Modell/Aktrice. Zusätzlich enthalten sind eingangs kurze von Steve Crist aufbereitete Informationen über André de Dienes' Leben und Schaffen. In der Danksagung kommt neben Steve Crist auch Shirley T. Ellis de Dienes zu Wort. Abschließend findet sich eine ausgewählte Bibliografie, die insbesondere all jenen Lesern, die sich auch über Marilyn Monroe hinaus für De Dienes' fotografisches Schaffen interessieren, weiterführende Literatur - leider vornehmlich vergriffene Fotobände - bietet. De Dienes schildert seine Zeit mit Norma Jeane und der späteren Marilyn Monroe schwankend, als könne er sich nicht entscheiden, was er erzählen darf und was nicht. Nach eigenen Angaben war er nie an Gossip interessiert und arbeitete dem Klatsch nie zu. Über die Jahre hinweg sind unzählige Bildbände, Erinnerungen und Biografien rund um Marilyn Monroe erschienen, und während so manchem (Mach)Werk ein "Hier kann ich noch mal mitverdienen" anhaftet, machen André de Dienes, die sich auf knapp 200 Seiten mit Norma Jeane befassen, nicht den Anschein, in einer Tell-All-Laune geschrieben worden zu sein. Da schwingen Zuneigung, aber auch ein Funken Verbitterung mit, dass er zwar einst ihr Liebhaber war, sie aber nie zur Frau an seiner Seite wurde, ganz gleich, wie sehr er sie immer wieder gern vom Fleck weg geehelicht hätte. Oft hat es den Anschein, als waren die Fotositzungen mit De Dienes für Marilyn eine Art Therapiesitzung. Wie andere Fotografen bestätigen, hatte sie selbst einen Blick für die "technische" Seite des Fotografierens, der es ihr ermöglichte, Augenblicke, die sie in besonderes Licht tauchten, ausgezeichnet zu nutzen. In De Dienes fand sie gleich zu Beginn ihrer Modell-Karriere einen Partner, dem es wiederum wie kaum einen anderen Fotografen gelang, sie, selbst wenn zwischen den Fotobegegnungen längere Zwischenräume und enorme äußerliche Entwicklungsschritte lagen, ungekünstelt einzufangen. Seine Bilder zeigen in erster Linie die junge Marilyn ausgelassen, verspielt strahlend und lebensfroh, aber auch nachdenklich und versonnen Der 233 Seiten starke 1. Band enthält eine Vielzahl von Fotografien, die man zum Teil anderweitig schon einmal gesehen haben kann, ist aber das visuelle Herzstück dieser zweibändigen Ausgabe, die in einem stabilen Schuber erhältlich ist. Beide Bücher dieser Ausgabe liegen in Festeinband vor, Band 1 verfügt zudem über einen leicht schimmernden Stoffbezug. Ich muss zugeben, dass ich mich kaum traue, dieses Buch anzufassen, weil ich Angst habe, diesen Bezug, der auf Buchrücken und Rückseite silbrig weiß ist, auch mit gründlich gewaschenen Händen noch zu beschmutzen. Das schmälert geringfügig den Genuss des Betrachtens und vermittelt den Eindruck, man hielte ein Buch in den Händen, das man vorsorglich lieber nur im Regal stehend betrachtet bzw. mit Spezialhandschuhen berührt. Nicht auf Hochglanz getrimmt, aber, zumindest für den der englischen Sprache mächtigen Fan, interessanter ist der zweite Band, der äußerlich ganz in Schwarz gehalten ist und nur eine verhältnismäßig kleine Fotomontage von Norma Jeane und De Dienes' Geschäftsadresse trägt. Dieser nüchterne Einband birgt ein Faksimile von De Dienes' Manuskriptseiten 157 bis 344, im englischen Original, maschinegeschrieben mit unzähligen handschriftlichen Korrekturen und Ergänzungen. Der Leser, der Englisch versteht, muss im Grunde den deutschen 1. Band nicht zwingend lesen, denn De Dienes' Ausführungen sind hier, in Band 2, unbearbeitet wiederzufinden. Interessant wäre an dieser Stelle, einen Blick in die englische Ausgabe zu werfen, die ebenfalls zweibändig erhältlich ist. Ich mutmaße, dass der erste Band ebenfalls adaptierte, korrigierte Exzerpte aus den Manuskriptseiten von Band 2 enthält. Dazwischen und auch im Anschluss an den Manuskriptteil finden sich unzählige Fotografien, nicht nur von Norma Jeane/Marilyn Monroe, sondern unter anderem auch von der Shirley Temple, die den Kinderstarschuhen entwachsen war. Das Papier ist recht dünn, erinnert an altes Schreibmaschinenpapier. Die Bilder sind allesamt schwarz-weiß, handschriftlich nummeriert und zum Teil mit handschriftlichen Anmerkungen versehen. Die Qualität ist sehr unterschiedlich, neben weniger Scharfem ist bereits als Schwarz-weiß-Abzug oder kolorierter Print Veröffentlichtes zu sehen, und als besonderes Extra werden eine Reihe von Fotomontagen aus dem Analogzeitalter gezeigt. Besonders letztere hatte ich persönlich noch nie gesehen, und ich bin beeindruckt, was mit ganz traditionellen Fototechniken ohne digitale Hilfsmittel bereits möglich ist. Diese Montagen stammen von De Dienes selbst und wurden nicht etwa nachträglich von Bildbearbeitungsexperten für diesen Band zusammengebastelt. Auf einigen Seiten befinden sich ca. 10 Fotografien auf einmal (Seitenformat 23,6 x 18,5 cm), sodass diese in der Regel recht klein ausfallen. Einige haben gerade einmal Passbildgröße. Zu sehen sind ganze Posenreihen, die vielleicht für einen Leser, der sich weniger für Fotos interessiert, langweilig werden können. Ausgewählte kolorierte Abzüge sind in ansehnlicher Größe im ersten Band zu finden und stellen damit die Verbindung zwischen beiden Bänden her. Man kann beide Bände problemlos getrennt von einander lesen und betrachten, ganz, wonach einem der Sinn steht. Während Band 1, dessen Text im Schriftbild dem Manuskript nachempfunden ist, eher zum Schauen einlädt, zwingt Band 2 geradezu zum langsamen Lesen und Ruhenlassen. "Marilyn Monroe: Memoiren/Fotografien" ist ein umfangreiches Bildwerk, das insbesondere im zweiten Band viel zum Entdecken bereithält und jede Buchsammlung über Marilyn Monroe wunderbar ergänzt. Es besticht mit durchdachter Ausstattung und verleiht durch "Imitation" von De Dienes Originaldokument ein besonderes Lesegefühl. Für zwei Hardcover-Bände in solidem Schuber ist außerdem der Preis absolut verführerisch. Auch wenn ich noch immer auf ein "echtes" De-Dienes-Buch mit seiner Geschichte - über sich und seine Fotografie - warte, spreche ich eine uneingeschränkte Blätter- und Leseempfehlung für Monroe-Fans und -Sammler aus.

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