Steve Hamilton Das zweite Leben des Nick Mason

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(0)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das zweite Leben des Nick Mason“ von Steve Hamilton

Nick Mason war immer ein sauberer Gangster. Bis einer seiner Kumpels einen verdeckten Ermittler erschoss. Nick hielt sich an den Ehrenkodex, verriet seinen Komplizen nicht und ging in den Bau. Totschlag, Mindeststrafe: 25 Jahre. Im Gefängnis wird Darius Cole, der Pate von Chicago, auf ihn aufmerksam und macht ihm ein verlockendes Angebot: Nick soll Coles Mann für besondere Aufgaben werden, sein Ausputzer. Und so ist Nick nach fünf Jahren wieder raus. Eigentlich könnte er jetzt sein Leben in Freiheit genießen. Wenn da nicht dieses Handy wäre, das man ihm bei der Rückkehr nach Chicago überreicht hat. Wann wird es das erste Mal klingeln?

Tempo- und actionreich, liest sich schnell weg. Aber so richtig originell ist es nicht, sondern man erkennt zu viele bekannte Versatzstücke.

— Gulan
Gulan

Stöbern in Krimi & Thriller

Ich will brav sein

Atmosphärisch, beklemmend, gut

Nisnis

Gezeitenspiel

Eigentlich empfehlenswert, aber ein Ärgernis trübt den guten Eindruck

Matzbach

Die gute Tochter

Wie immer spannend bis zum Schluss

Sassenach123

Bruderlüge

Auch, wenn ich einige kleine Abstriche mache, ist der Zweiteiler sehr zu empfehlen. Hat mir gefallen.

AUSGEbuchT-PetraMolitor

Wildfutter

Deftige und amüsante bayrische Krimikomödie

Tine13

Death Call - Er bringt den Tod

Typisch Carter, blutig, fesselnd, erschreckend und genial

Frau-Aragorn

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Déjà-lu.

    Das zweite Leben des Nick Mason
    Gulan

    Gulan

    03. May 2017 um 21:21

    „In der Nacht da am Hafen“, sagte Cole, der immer noch vor ihm stand. „Wir wissen beide, was du da verloren hast. Deine Frau. Deine Tochter. Alles, was du hattest.“[...]Ich muss das machen, dachte Mason. Ich muss die Chance ergreifen. Koste es, was es wolle.„Aber hör mir genau zu, ehe du antwortest“, sagte Cole. „Es ist wichtig, dass du verstehst, was ich sage. Dieser ganze Quatsch von wegen niemand besitzt dich? Damit ist jetzt Schluss. Du legst dir eine neue Scheißdenkweise zu. Du machst den Vertrag mir mir, du bekommst zwanzig Jahre, die du nicht hier abzusitzen brauchst. Aber in diesen zwanzig Jahren...gehört dein Leben nicht mehr dir.“Cole beugte sich zu Mason herunter, so dicht, dass seine Stimme ein tiefes Grollen in seinem Ohr war.„In den nächsten zwanzig Jahren gehört dein Leben mir.“ (S.105) Nick Mason war eigentlich raus aus dem Business. Früher hatte er Autos und Safes geknackt, doch er hatte eine Familie gegründet und sein kriminelles Leben hinter sich gelassen. Doch dann reizte ein letzter großer Coup mit den alten Kumpels. Der ging schief, ein Polizist starb. Nun sitzt Nick seit fünf Jahren ein, noch voraussichtlich 20 Jahre liegen vor ihm. Da bietet ihm der Mithäftling und heimlicher Herrscher über den Knast, Darius Cole, einen Deal an: Cole sorgt für Nicks Freilassung, dafür steht Nick ihm für die kommenden zwanzig Jahre zur Verfügung. Nick nimmt den Deal an und schließt damit natürlich einen Pakt mit dem Teufel. Als er draußen ist, wird er zwar in einem schicken Townhouse einquartiert und großzügig mit Geld versorgt. Doch Cole Statthalter Quintero drückt ihm ein Handy in die Hand und macht ihm deutlich, dass er alle Anweisungen hieraus umgehend zu erfüllen hat. Und es dauert nicht lange, da klingelt das Handy und Nick erhält seinen ersten Auftrag: Einen Mord. Eigentlich sollte man sich neuen Büchern ja unvoreingenommen nähern. Aber leider klappt das viel zu selten. Man wälzt Vorschauen, vergleicht Klappentexte und erinnert sich an vorherige Glanzleistungen des Autors. Und so kommt es manchmal zwangsläufig, dass ein Buch nicht ganz den hohen Erwartungen entspricht. Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut, das eigentlich schon für letztes Jahr angekündigt war. Der Autor Steve Hamilton hatte mich nämlich bei seinem letzten (ins Deutsche übersetzte) Werk mal so richtig gepackt: „Der Mann aus dem Safe“ war für mich einer besten Thriller der letzten Jahre. Eine irre Gangsterstory, ein Coming-Of-Age-Roman, eine Liebesgeschichte. Hart, witzig, berührend und originell. Nun folgt mit „Das zweite Leben des Nick Mason“ der Auftakt zu einer neuen Reihe. Und leider muss ich für mich feststellen, dass es mit der Originalität hier nicht so weit her ist. Viel zu viele Momente in diesem Thriller sind altbekannt oder gar vorhersehbar. Das beginnt schon bei der Figur des Nick Mason. Er wird einfach viel zu zwanghaft als „gar nicht übler“ Gangster skizziert. Beim letzten Coup hereingelegt, zwar ein taffer Typ, aber kein Gewaltverbrecher. Er sehnt sich nach Frau und Kind (die ihn fünf Jahre lang nicht besucht und sich umorientiert haben – was der Leser deutlich vor Nick erahnt). Und die Typen, die er umlegt, das sind ja wohl mal richtig miese Kerle. Beim ersten Mal ist es ja quasi Notwehr gewesen. Auch sonst lauern genretypische Versatzstücke wie der allmächtige Gangsterboss im Knast oder die korrupte Polizei-Sondereinheit. Vielleicht wäre mein Urteil erheblich milder, wenn ich nicht vorher „Der Mann aus dem Safe“ gelesen hätte. Hamilton kann schreiben, ohne jede Frage. Grundsätzlich ist „Das zweite Leben des Nick Mason“ ein Pageturner, sehr rasant, liest sich flott weg. Aber man hat immer wieder ein Déjà-vu (oder „Déjà-lu“), alles kommt mir schon mal gesehen oder gelesen vor. So bin ich dann doch ein wenig enttäuscht.

    Mehr
    • 7
  • sehr lesenswert

    Das zweite Leben des Nick Mason
    gagamaus

    gagamaus

    15. March 2017 um 20:59

    Mason ist ein mehr oder weniger erfolgreicher Langzeitverbrecher. Er stiehlt, betrügt und lebt nach jeder Menge eiserner Regeln, die ihn schützen sollen. Dennoch landet er nach einem misslungenen Coup im Gefängnis. 25 lange Jahre muss er absitzen. Als nach vier Jahren der ausgefuchste Gangsterboss Darius Cole ihm einen Deal vorschlägt, willigt er ein, auch wenn er damit jede Menge seiner goldenen Überlebensregeln über Bord schmeißen muss. Aber er möchte unbedingt Frau und Tochter wiedersehen. Und Cole bringt ihn tatsächlich schon wenig später raus aus dem Knast, lässt ihn in ein luxuriöses Haus verfrachten und ein Handy in die Hand drücken. Jetzt gehört er mit Haut und Haaren Cole. Und er wartet auf einen Anruf. Auf den ersten Auftrag, mit dem er seine Freiheit bezahlen soll. Aber leider entwickelt sich das Leben in Freiheit nicht so, wie er es sich erhofft hat. Weder nimmt ihn seine Ehefrau mit offenen Armen wieder auf, noch kann er so ohne weiteres seine Tochter besuchen. Und dann gibt es auch noch den ersten Auftrag von Cole und wie erwartet handelt es sich um einen Mordauftrag. Steve Hamilton kenne ich schon aus der Zeit, als er seine Reihe über den Detektiv Alex schrieb. Schon da mochte ich seinen lakonischen Witz und die Art, wie er seine Helden schildert. Sie sind weder strahlend gut noch unverwundbar. Im Falle von Nick Mason ist es ein Dieb und Einbrecher, der unversehens in eine noch größere Misere schliddert, als er sie durch seinen langen Gefängnisaufenthalt schon erlebt hat. Bald sind ihm Polizei und FBI auf den Fersen und die Vereinbarung mit Gangsterboss Cole verspricht auch nicht unbedingt ein langes Leben in Ruhe und Frieden. Und als Leser fürchtet man, dass das Alles für Nick und die Menschen die ihm wichtig sind, kein gutes Ende nehmen könnte. Wobei man gleichzeitig auch hofft, dass der Autor doch noch ein Schlupfloch für seinen Hauptdarsteller parat hat und den Leser damit überrascht. Ich wurde von der ersten Seite an in die Geschichte sogartig hineingezogen und kann sie nur jedem Thrillerfan wärmstens empfehlen.

    Mehr