Steve Hockensmith

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Rezension zu "Weiße Magie - mordsgünstig" von Steve Hockensmith

Die Karten sagen...
Seitenhainvor 3 Monaten

Alanis hatte seit 30 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter, die sich als Verbrecherin durch ihr Leben gaunerte. Jetzt ist Mutti gestorben und hat Alanis ihren Laden hinterlassen, einen Esoterikshop, in dem sie ahnungslosen Kunden die Zukunft interpretiert hat. Trotz ihrer Abneigung fährt Alanis hin, denn Mutti ist nicht nur tot, sondern wurde ermordet und Alanis beschließt, den Mörder zu finden. Da sie ihn unter dem Kundenstamm vermutet, muss sie selbst in das abstruse Geschäft des Wahrsagens einsteigen...



Erstmal fand ich das Cover wunderschön, die Blumen und floralen Ornamente und die Andeutung auf magische Ereignisse. Da das Buch eher bösartig-sarkastisch als magisch-esoterisch ist, hat es mich zunächst überrascht, dann habe ich mich aber öfters gekringelt vor lachen. Die abstrusen Interpretationen der Tarot-Karten, die sich Alanis notgedrungen aus den Finger saugt, sind herrlich und die Reaktionen der treudoofen Kundschaft kann ich mir bildhaft vorstellen.



Trotzdem gibt es ein, zwei interessante Wendungen und am Ende ... aber das steht in den Karten, das verrate ich nicht ;)

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Rezension zu "Weiße Magie - Vorsicht Stufe!" von Steve Hockensmith

Cosy Crime unter Arizonas Wüstensonne
Sidnyvor 7 Monaten

Alanis McLachlan ist in Berdache geblieben, nachdem sie den Mörder ihrer Mutter dingfest machen konnte. Es gibt dort noch so einiges für sie zu tun, denn sie muss die Opfer ihrer trickbetrügerischen Mutter (sie hätte sie "Kunden" genannt) ausfindig machen und entschädigen, was sich als weniger einfach als gedacht herausstellt. Vor allem, weil schon wieder jemand ermordet wird, und Alanis daran womöglich nicht ganz unbeteiligt ist...

"Weiße Magie - Vorsicht, Stufe!" ist der zweite Fall für Hobby-Detektivin und Tarotkartenleserin Alanis, er schließt direkt an den Vorgängerband "Weiße Magie - Mordsgünstig" an. Obwohl die beiden Mordfälle in sich abgeschlossen sind, würde ich nicht empfehlen, diesen Band ohne Vorkenntnis des ersten Teils zu lesen, denn auch Alanis' recht turbulentes Privatleben spielt eine große Rolle. Im ersten Band gab es einige Rückblenden in ihre Kindheit, und wer direkt mit der Fortsetzung einsteigt, wird wohl mit relativ großen Wissenslücken zu kämpfen haben.

Mir hat der zweite Band genauso gut gefallen, wie der erste - die Lösung des Falls war wieder recht verzwickt und ich war sehr lange auf falschen Fährten unterwegs, was den Täter betraf - es blieb also bis zum Schluss spannend. Da auch diesmal der humoristische Teil nicht zu kurz kam, war das Buch insgesamt ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen.

Ich-Erzählerin Alanis ist eine etwas zwiespältige Figur - einerseits hat sie eine sehr witzige und entspannte Art, das Leben anzugehen. Andererseits biegt sie sich die Regeln aber auch manches mal etwas arg zurecht. Auch wenn es ihr nicht bewusst ist, ist sie ihrer Mutter sicher deutlich ähnlicher als ihr lieb ist. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich weiterhin entwickeln wird, und ob sie wirklich irgendwann so anständig wird, wie sie sich jetzt schon sieht.

Die einzelnen Kapitel werden wieder (wie schon aus "Mordsgünstig" bekannt) mit der Abbildung einer Tarotkarte und deren Deutung aus Alanis unverzichtbarem Tarotratgeber "Der Weisheit unerschöpfliche Wege" eingeleitet. Sie bilden einen roten Faden im Buch, einen Übergang zwischen den einzelnen Kapiteln und stehen immer in einem Zusammenhang mit den Geschehnissen im folgenden Abschnitt. Mir gefällt dieser Aufbau nach wie vor sehr gut, und die Illustrationen sind zudem hübsch anzusehen.

Da dieser Band am Ende noch einen richtig großen Aha-Moment für den Leser bereithielt, freue ich mich schon sehr darauf, im dritten Band "Weiße Magie - direkt ins Schwarze" mehr zu erfahren.

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Rezension zu "Weiße Magie - mordsgünstig" von Steve Hockensmith

Kennen die Karten die Antwort?
Sidnyvor 7 Monaten

Alanis McLachlan bekommt einen Anruf aus Arizona: Ihre Mutter wurde ermordet und sie ist ihre Alleinerbin. Alanis ist irritiert, schließlich hatte sie seit über zwanzig Jahren nichts mehr voneinander gehört. Obwohl sie diejenige war, die den Kontakt abgebrochen hat, lässt es Alanis keine Ruhe, dass ihre Mutter einem Verbrechen zum Opfer fiel. Sie reist kurzerhand nach Berdache, wo sie erstaunt feststellt, dass ihre Mutter, die Trickbetrügerin mit einem guten Dutzend verschiedener Identitäten, sesshaft geworden ist und Besitzerin eines Ladens mit dem geheimnisvollen Namen "Weiße Magie - gut und günstig" gewesen ist. War das Kartenlegen ihre neueste Masche, um abergläubischen Leuten ihre Ersparnisse aus der Tasche zu ziehen? Alanis tritt das Erbe an, wirft sich in ein schickes Ethno-Outfit und schaltet die Leuchtreklame ein: So schwer kann Kartenlegen schließlich nicht sein, und ein Mörder kehrt doch immer an den Ort des Verbrechens zurück, oder?

Die Reihe "Weiße Magie" ist eine meiner neuesten Entdeckungen, der erste Band hat mir gleich richtig Spaß gemacht, obwohl er anders war, als ich erwartet hatte: Ich dachte, es ginge mehr in die Richtung von Lars Simons "Lennart Malmqvist", und hatte mit einer Mischung aus Fantasy und Krimi gerechnet.
Tatsächlich gibt es aber gar keinen übernatürlichen Anteil, auch wenn Skeptikerin Alanis sich mit ihren zutreffenden Kartendeutungen manchmal selbst verblüfft - eigentlich nutzt sie den Trick aller Kartenleger, Handleser und anderer In-die-Zukunft-Seher und mischt die Dinge, die sie über ihre neuen Kunden bereits weiß, mit schön allgemeingültigen, in unterschiedliche Richtung interpretierbaren Phrasen, sodass es ihr tatsächlich gelingt, ihr Gegenüber glücklich zu machen und hilfreiche Kartendeutungen an den Mann zu bringen.

Alanis ist eine sehr unterhaltsame Ich-Erzählerin, ihre Humorpalette reicht von leichter Ironie bis zu tiefschwarzem Galgenhumor, und damit hat sie sich prompt schon in den ersten Kapiteln einen Platz in meinem Leserherz gesichert.
Dass sie sich als Mittdreißigerin immer noch hauptsächlich in Abgrenzung zu ihrer Mutter definiert (die auch sicher niemals Mutter des Jahres geworden wäre), weil sie deren Laufbahn als Kleinkriminelle abstößt, während sie selbst in einem Call-Center arbeitet und genauso auf der Jagd nach unbedarften, leichtgläubigen Menschen ist, denen sie irgendwelchen Schrott andrehen oder das Geld aus der Tasche ziehen kann, entbehrt dann tatsächlich nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik.

Der Krimi selbst ist in der Cosy-Ecke anzusiedeln, es geht mehr ums Miträtseln als um blutüberströmte, geschundene Mordopfer. Meistens spielen solche Krimis um eine schrullige Hobby-Detektivin ja eher in England, mir hat es sehr gefallen, dass Steve Hockensmith hier mit der Lesererwartung bricht und Alanis in Arizona ermitteln lässt.

Für alle Lese-Ästheten darf der Hinweis nicht fehlen, dass das Buch sehr hübsch aufgemacht ist, und vor jedem neuen Kapitel eine Tarotkarte abgebildet ist, auf die eine kurze Erklärung zur Deutung aus Miss Chance' unverzichtbarem Nachschlagewerk "Der Weisheit unerschöpfliche Wege" folgt. Eine wirklich witzige Idee, die im Buch einen roten Faden bildet, und mir sehr gefallen hat.

Es gibt bereits zwei Fortsetzungen: "Weiße Magie - Vorsicht, Stufe!" und ganz aktuell "Weiße Magie - Direkt ins Schwarze" - es ist also gleich für Nachschub gesorgt.

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