Steve Silberman Geniale Störung

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(3)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Geniale Störung“ von Steve Silberman

Was ist Autismus? Eine verheerende Entwicklungsstörung, eine lebenslange Behinderung? Oder aber eine ganz normale kognitive Eigenheit, verwandt mit Formen des Genies? In Wahrheit ist Autismus das alles und noch mehr. In einer einzigartigen Mischung aus Historie, Reportage und wissenschaftlicher Studie kommt Steve Silberman in seinem bahnbrechenden Buch dieser bis heute mysteriösen neuronalen Besonderheit auf die Spur. Er hat jahrelang die geheime Geschichte des Autismus recherchiert. Zudem findet er überraschende Antworten auf die Frage, warum die Zahl der Diagnosen in den letzten Jahren gestiegen ist. Dabei nimmt Silberman den Leser mit auf eine Kreuzfahrt nach Alaska – an Bord die führenden Programmierer des Silicon Valley. Oder auch ins London des 18. Jahrhunderts, wo der exzentrische Henry Cavendish das ohmsche Gesetz entdeckte – aber niemandem davon erzählte. Und wir hören die Geschichte von Hans Asperger, der seine kleinen Patienten vor den Nazis zu beschützen versuchte. Am Ende aber zeigt uns Steve Silberman in seinem wunderbar erzählten, empathischen Buch, dass wir Autisten und ihre Art zu denken brauchen.

Ein Fachbuch, das sich wie ein Roman liest!

— DasBuecherregal
DasBuecherregal

Der Genialität auf der Spur. Ein allumfassendes und fundiertes Sachbuch. Ein Querschnitt des Gehirns.

— Floh
Floh

Stöbern in Sachbuch

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

Homo Deus

Hararis Buch polarisiert, regt zum Nachdenken an und lässt kaum jemanden kalt.

Bellis-Perennis

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Geschichte des Autismus, sachlich und doch spannend

    Geniale Störung
    DasBuecherregal

    DasBuecherregal

    21. March 2017 um 14:15

    „Die geheime Geschichte des Autismus und warum wir Menschen brauchen, die anders denken“, so steht es auf dem unauffälligen Buchcover mit der Schnecke vorne drauf. So aufmerksamkeitsheischend das auch klingen mag, diese Beschreibung hat definitiv ihre Berechtigung. Mal mehr, mal weniger chronologisch führt Silbermann uns vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart und beleuchtet dabei nicht nur wichtige Meilensteine in der Autismusforschung, sondern vor allem auch die Menschen, die zu ihr beitragen. Sowohl Forschende wie Hans Asperger und Leo Kanner, als auch Erforschte werden in einem an Romane erinnernden Schreibstil vorgestellt. Aus den Reihen der „Erforschten“ werden nicht nur „Versuchskinder“ vorgestellt, sondern auch beispielsweise Paul Dirac, der bedeutende Erkenntnisse für die Physik gewann oder die Vorbilder für die Figur des Raymond Babbitt aus „Rainman“- dem Film, der Autismus erstmals einem breiten Publikum jenseits der Psychiatrien und Labore dieser Welt zugänglich machte. Immer wieder werden auch „alltägliche“ Situationen geschildert, mit denen Autisten und ihre Familien leben (müssen) und wie sich das Leben für sie danke moderner Kommunikationstechnologie veränderte. Es wird von Elektroschocktherapien und Kongressen, die mehr oder weniger von Autisten geleitet werden, berichtet und all den wichtigen Ereignissen, die zwischen diesen beiden Lebensmöglichkeiten lagen. Beispielsweise Hierbei geht Silbermann zwar analytisch vor, erlaubt es dem Leser aber dennoch, Emotionen zu entwickeln, die Andersartigkeit, die Betroffene der Autismusspektrumsstörung ausmacht, näher kennen zu lernen und vor allem ein Stück weit zu verstehen. Dem Leser wird die ganze Bandbreite der Ansichten zu Autismus präsentiert, von seltener und ausgesprochen verheerender geistiger Behinderung, bis zur Bereicherung für die Gesellschaft, die in verschiedenen Ausprägungen weitaus häufiger vorkommt, als die meisten ahnen. Über dieses Buch ließe sich noch stundenlang schwärmen, doch auf den Punkt gebracht lässt sich sagen: Ein überraschend „unterhaltsames“ Sachbuch, dass voller Details steckt und auch für Laien, die noch in keiner Weise mit dem Thema Autismus vertraut sind geeignet ist. Mein einziger Kritikpunkt: Da Silbermann ab und zu in der Zeit springt und zwischen den verschiedenen Schicksalen (von denen es so einige im Buch gibt), wird es manchmal ein wenig unübersichtlich, aber insgesamt würde ich jedem Interessierten dieses Buch wärmstens empfehlen.

    Mehr
  • "Wir halten unseren eigenen Autismus immer unter Verschluss"

    Geniale Störung
    R_Manthey

    R_Manthey

    18. December 2016 um 12:38

    Dieser Satz stammt von Dustin Hoffman, der mit seiner Rolle als Raymond Babbitt in "Rain Man" dem Autismus ein Gesicht und endlich gesellschaftliche Akzeptanz gab. Obwohl dieser Satz in einem etwas anderen Zusammenhang fiel, spricht er unbeabsichtigt eine Wahrheit aus, die sich nur langsam durchsetzt. Steve Silberman formuliert sie so: "In letzter Zeit gelangten Forscher zu der Feststellung, dass die meisten Fälle von Autismus keineswegs auf seltene De-novo-Mutationen, also spontane genetische Veränderungen, die erstmalig bei einem Familienmitglied auftreten und nicht ererbt sind, sondern im Gegenteil auf uralte Gene zurückgehen, die in der Bevölkerung weit verbreitet sind und in manchen Familien lediglich konzentrierter auftreten als in anderen. Was immer Autismus ist - er ist kein singuläres Produkt der modernen Zivilisation, sondern ein eigenartiges Erbe aus der Vergangenheit, das durch Millionen Jahre der Evolution weitergegeben wurde." Dieses Buch erzählt die Geschichte der Autismus-Forschung, wobei der Begriff "Forschung" dabei in vielen Fällen nicht wirklich gerechtfertigt zu sein scheint. In der Psychologie oder der Psychiatrie lassen sich Erscheinungen und Prozesse eben nicht wirklich vermessen. Damit können Theorien nicht in jedem Fall experimentell bestätigt oder abgelehnt werden. Glaubwürdige Irrlehren besitzen deshalb ein hohes Durchsetzungspotential, wenn ihre Vertreter Machtpositionen im Wissenschaftsbetrieb einnehmen. Die Geschichte des Autismus-Begriffes ist dafür geradezu ein Lehrbeispiel. Man kann dieses umfangreiche und sehr gut recherchierte Buch deshalb sowohl unter dem Gesichtspunkt des Autismus-Verständnisses als auch als eine Offenbarung über den Wahrheitsbegriff in nicht exakten Wissenschaften lesen. In der westlichen Welt nimmt die Wissenschaft inzwischen den Platz einer Ersatzreligion ein. Wenn etwas als wissenschaftlich bewiesen gilt, dann glauben viele Zeitgenossen, dass es sich um eine Art göttliche und damit nicht anzuzweifelnde Aussage handelt. Sie verstehen weder den Wahrheitsbegriff in der Wissenschaft, noch die treibende Kraft des Zweifels. Dieses Buch belegt am Beispiel des Autismus-Begriffes, wie ein einziger Mensch und unglückliche Umstände eine Forschung, die ursprünglich auf einem guten Weg war, in eine ganz andere Richtung lenken und um Jahrzehnte zurückwerfen können. Und es zeigt, wieviel Kraft es kostet, den Irrweg aufzugeben und die richtige Richtung wiederzufinden. Hans Asperger beobachtete zu Beginn des letzten Jahrhunderts in der "Heilpädagogischen Abteilung" der Wiener Universität Kinder, die man gerne wegsperrte, weil sie irgendwie unnormal waren. Er verstand, dass es sich bei sogenannten Autisten um eine sehr breites Spektrum von "Verhaltensauffäligkeiten" handelt. Von ihm stammt die damals sehr kühne Behauptung: "Es scheint so, als sei für Erfolge in Wissenschaft und Kunst ein Quantum Autismus erforderlich. Für den Erfolg mag es unabdingbar sein, sich von der Alltagswelt, vom einfach Praktischen abwenden zu können und einen Gegenstand mit Originalität neu überdenken zu können und auf unbetretenen Pfaden Neues zu schaffen." Allerdings war sich Asperger auch bewusst, dass in der Mehrzahl der Fälle die positiven Aspekte des Autismus nicht die negativen überwiegen würden. Seine Kernaussage jedoch, dass Autismus ein kontinuierliches Spektrum besitzen würde, hätte die weitere Forschung befruchten können. Doch es kam anders. Die in den USA in elitären Kreisen damals sehr beliebten Eugenik-Vorstellungen trafen in Europa auf fruchtbaren Boden und führten zur Euthanasie im Dritten Reich. Aspergers Gruppe löste sich in alle Himmelsrichtungen auf. Der Schwerpunkt der Forschung verlagerte sich in die USA zu Leo Kanner, der von Asperger nie etwas wissen wollte. Der Autor schreibt dazu: "Kanner war ein scharfsinniger klinischer Beobachter und ein überzeugender Autor, doch in diesem Fall hatten seine Fehldeutungen des Verhaltens seiner Patienten weitreichende Folgen. Indem er Eltern vorwarf, den Autismus ihrer Kinder ungewollt zu verursachen, sorgte er dafür dass das ein Syndrom für Familien in aller Welt zu einer Quelle der Scham und zu einem Stigma wurde und dass die Autismusforschung ein halbes Jahrhundert lang in die falsche Richtung gelenkt wurde." Man kann diese für alle Beteiligten leidvolle Zeit in diesem Buch hervorragend nachvollziehen. Ebenso beschreibt Steve Silberman, welche Kraft vor allem von den Betroffenen nötig war, um sich von dieser Irrlehre zu befreien. Es lohnt sich, diesen umfangreichen und interessant geschriebenen Text zu lesen. Autismus wird (sicher gerechtfertigt) als eine Art Störung definiert, wenn sie abnormale Züge aufweist, die man inzwischen recht genau definiert hat. Nicht immer ist sie genial, wie es der Titel dieses Buches behauptet. Vielmehr handelt es sich - wie von Asperger sehr früh und richtig beschrieben - um eine Art Kontinuum der Ausprägung. Manche haben nichts davon, andere viel zu viel. Dazwischen liegen partielle Erscheinungsformen, die weder genial noch wesentlich sind und die man vielleicht als Macke abtut, etwa wenn man nicht angefasst werden will, Menschenansammlungen oder Krach nicht ausstehen kann. Richtig fassbar scheint das alles nicht zu sein, aber es ist eben nicht selten, sondern offenbar weit verbreitet. Auch eher unauffällige Autisten fühlen sich als nicht zugehörig zu den "Normalen" oder als Außerirdische, die hier irgendwie falsch sind. Dieses überragende Buch wird diesen Menschen und ihren Angehörigen (vielleicht etwas anders als die literarischen Berichte einiger weniger Autisten) zeigen, dass es recht viele Menschen auf diesem Planeten gibt, die ganz ähnlich empfinden. Und es erzählt die Geschichte des jahrzehntelangen wissenschaftlichen Unverständnisses mit all seinen tragischen Folgen.

    Mehr
  • Wunderschöne Biographie!

    Buntschatten und Fledermäuse
    Raven

    Raven

    Das Buch "Buntschatten und Fledermäuse" von Axel Brauns ist in einer Softcover- und Hardcoverausgabe verlegt worden. In der Hardcoverausgabe von Hoffmann und Campe ist das Buch 352 Seiten lang. Die Hardcoverausgabe ist qualitativ sehr wertig und hat schöne dicke Leseseiten und einen stabilen Einband. Buntschatten verhalten sich ruhiger, während Fledermäuse wild umherflattern. Bei den Buntschatten fühlt Axel sich relativ wohl, während er vor Fledermäusen am liebsten flüchten möchte.  Allerdings ist es nicht immer so einfach mit den Buntschatten und Fledermäusen denn aus einem Buntschatten kann schnell eine Fledermaus werden und umgekehrt. Axel ist Autist und er lebt in seiner eigenen Welt. Er gibt in diesem Buch tiefe Einblicke von seiner Kindheit bis zum Erwachsenenalter. Dabei muss er notgedrungen seine Welt immer wieder verlassen, um in der Gesellschaft zurecht zu kommen. Als high function Autist gelingt ihm das Stück für Stück. Ein Autist ist ein Mensch, der einfach ein anderes Betriebssystem hat und er ist anders, aber weder besser noch schlechter als ein Buntschatten oder eine Fledermaus. Axel kann dadurch das er high function Autist ist und irgendwann die Wörter zu seinem Hobby gemacht hat eindrucksvoll beschreiben und erklären wie es in der Welt eines Autisten aussieht und wie er die Welt wahrnimmt. Erstaunlich ist, dass die meisten Autisten die frühkindliche Amnesie nicht besitzen und so kann auch Axel detailliert von seiner frühen Kindheit berichten und uns in seine Welt entführen. Axel ist in einem sehr liebevollen Umfeld groß geworden und seine Mutter hat ihn nie anders behandelt als seinen Bruder. Gerade deshalb ist das Buch auch unglaublich herzig und schön. Es berichtet nicht von Tragödien, sondern von einem ganz normalen heranreifen als Autist. Dabei schenkt Axel uns tiefe Einblicke in seine Welt und lüftet so manche Fragen. Mein Sohn ist selbst Autist und 10 Jahre alt. Ich hab ihm das Buch vorgelesen und er ist genauso begeistert wie ich. Es hat ihn sehr bestärkt und ermutigt auf seinem Weg.  Ich habe Axels Buch sogar schon mehrfach gelesen und ihn auch schon auf einer Vorlesung kennengelernt. Er ist wirklich ein ganz außergewöhnlicher Mensch mit einer magischen Anziehungskraft, die einen völlig umhüllt und in seine Welt hineinzieht. Ich kann das Buch allen Betroffenen, aber auch interessierten Lesern ans Herz legen. Eine wunderschöne Lektüre in ganz eigener Sprache mit einem wundervollen Klang und einer harmonischen Atmosphäre, die oft zum Schmunzeln verführt und einen tief rührt. Fazit: Ein wunderschönes Buch, welches in die Welt eines high function Autisten entführt und mit seiner eigenen Sprache, Klang und Atmosphäre zu einem ganz außergewöhnlichen Werk wird, welches sich mit keinem anderen Buch auf dem Markt vergleichen lässt. Absolut individuell, harmonisch, atmosphärisch und höchst interessant stellt sich Axels Biographie dar. Eine absolute Leseempfehlung!

    Mehr
    • 6
  • Leserunde zu "Geister" von Nathan Hill

    Geister
    LaLeser

    LaLeser

    Die Geister der Vergangenheit. "Geister" von Nathan Hill ist das Erfolgs-Debüt des Jahres! Der Roman wird derzeit weltweit diskutiert und mit der Literatur von John Irving, Jonathan Franzen oder Charles Dickens verglichen. Die Ausgangslage des Plots ist brisant: Eine Frau greift den republikanischen Präsidentschaftskandidaten an. Ihr Sohn, der seine Mutter kaum kennt und sie seit Jahren nicht gesehen hat, wird mit der Tat konfrontiert. Wie positioniert er sich zu seiner Mutter und welche Auswirkungen hat das Ereignis auf sein Leben?Nathan Hill ist mit "Geister" ein großes Familienepos, ein tiefgründiges Psychodrama und ein Gesellschaftsroman der Extraklasse gelungen! Unterhaltsam und psychologisch meisterhaft erzählt, ist dieser fast 900 Seiten schwere Roman ein absolutes Must-Read für alle Literaturbegeisterten! Mehr zum Buch:Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson. Er, der als kleines Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach ihrem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, die Integrität einer Frau zu bezeugen, die er seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint. Doch Samuel will auch endlich begreifen, was damals wirklich geschehen ist. Ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street.>> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!Mehr zum Autor:Nathan Hill wurde 1978 geboren und wuchs im mittleren Westen der USA auf. Eine Zeit lang lebte er außerdem in New England, New York und Chicago. Er arbeitete als Journalist, kümmerte sich um die Website Poets.org an der Academy of American poets und unterrichtete Schreiben an der Florida Gulf Coast University. Heute lehrt er Kreatives Schreiben und Literatur an der University of St. Thomas in St. Paul, Minnesota. "Geister" ist sein Debütroman, der zurzeit in über zwanzig Sprachen übersetzt wird.Gemeinsam mit dem Piper Verlag vergeben wir in dieser Leserunde 22 Exemplare von "Geister" an alle, die sich den Geistern der Vergangenheit stellen möchten.Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 06.11. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, teilt folgendes Video bei Twitter oder Facebook mit dem Hashtag#beGeistert und fügt den Link zu eurem Posting in euren Bewerbungsbeitrag ein:Wenn ihr dieses Video mindestens 222 mal mit dem Hashtag #beGeistert bei Facebook oder Twitter teilt, steigt die Anzahl der Gewinner von 22 auf 44. Schaffen wir es, das Video 444 mal zu teilen, werden es sogar 66 Bücher, die wir verlosen können! Aber das ist noch längst nicht alles! Einige der Exemplare von "Geister" werden wir in einer besonderen Box versenden. Wer keine Social-Media-Kanäle hat, beantwortet einfach diese Frage, um sich für ein Exemplar von "Geister" zu bewerben: Wurdet ihr schon mal von eurer Vergangenheit eingeholt? Teilt einen Moment mit uns, in dem die Vergangenheit plötzlich Einbruch in euer Leben gefunden hat!Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und freue mich auf die Leserunde mit euch!Bitte beachte vor deiner Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.

    Mehr
    • 941
    Floh

    Floh

    22. November 2016 um 03:24
    andrea_strickliesel schreibt Ist nicht mein Gedanke gewesen. Der kam von @floh https://www.lovelybooks.de/autor/Nathan-Hill/Geister-1283005600-w/leserunde/1352691276/1361165422

    Ich habe da erst kürzlich ganz interessante Literatur zum Thema Autismus gelesen. https://www.lovelybooks.de/autor/Steve-Silberman/Geniale-St%C3%B6rung-1231885408-w/rezension/1354586285/ Daher ...

  • Der Genialität auf der Spur. Ein allumfassendes und fundiertes Sachbuch zum Thema Autismus.

    Geniale Störung
    Floh

    Floh

    27. October 2016 um 08:29

    Eine wissenschaftlich, ausgefeilte, fundierte, thematisch geballte und hoch interessante Ausarbeitung in einem Kompendium, was mehr als eine Zusammenfassung darbietet, dargeboten und begreifbar gemacht. Enthüllend, lehrreich, renommiert und sachlich authentisch geschildert. Eine bildende Lektüre aus der Feder des passionierten und ambitionierten Autors Steve Silberman. In "Geniale Störung – Die geheime Geschichte des Autismus und warum wir Menschen brauchen, die anders denken" bietet der Autor eine faktenreiche, ehrliche, authentische, bildhafte, brillierende und gut recherchierte Zeitreise und einen Querschnitt des Gehirns. Sein Werk widmet er Keith Karraker. Die historischen, kulturellen, bahnbrechenden, überlieferten, belegten und wissenschaftlichen Fakten und Erzählungen zu einem fundierten und ausgesprochen stimmig recherchierten Kompendium verarbeitet und bietet interessante und faktenreiche Lektüre für neugierige und wissenshungrige Leser, die Anspruch mögen und nicht so sehr auf romanartige und schmachtende Romanzen oder Rahmenhandlungen stehen. Dieses stets begründete Wissenswerk liegt schwer im Gewicht, aber es lohnt sich, so ein Buch zu besitzen und diese Studien und Analysen zu unternehmen. Erschienen im Dumont Verlag (http://www.dumont-buchverlag.de/)Warum mich gerade dieses Werk so sehr interessierte:Ich habe schon einige bewegende, spannende, verblüffende, faszinierende, traurige, atemberaubende, facettenreiche, überraschende und schier überwältigende Romane und auch Erzählungen und Biografien gelesen, in dem das Thema Autismus und / oder Asperger Thema oder Randthema waren. So fällt mir ganz besonders Jodi Picoult mit „In den Augen der anderen“ oder Nuala Gardner mit „Ein Freund namens Henry“, „Wunschgeflüster“ von Melisa Gerona Bellows, „Obsession“ von Simon Beckett…ein. Das Thema und die Merkmale dieser Erkrankung (dieses Segens) sind bemerkenswert. Steve Silbermann hat über viele Jahre hinweg auf dem Gebiet recherchiert und hinterfragt. Mit journalistischem Gespür und einer neugierigen Ader. Bis hin zurück in die Historie. Dieses Sachbuch wollte ich einfach haben, um mehr über diese Störung des menschlichen Gehirns zu erfahren. Wissenschaftlicher Hintergrund:Ich muss einfach zugeben, dass ich vom Themenkomplex und von der überaus intensiven Ausarbeitung des Autors schier überwältigt bin. An mehreren Abenden habe ich dieses Buch gewälzt und mich nach und nach vorgearbeitet. Als würde man beim Lesen und erarbeiten dieses unglaublichen Werkes in einem absolut ruhigen Hörsaal sitzen und mit angehaltenem Atem den neuesten Ausführungen und Erkenntnissen dieses Autors folgen. Steve Silbermann hat mit Betroffenen, Angehörigen, Ärzten, Psychologen, Familien, Einrichtungen, Leiter bestimmter Einrichtungen, Kliniken, Therapeuten und Erkrankten selbst gesprochen. Er ist für dieses Buch beinahe rund um den Globus gereist, hat Archive gewälzt, Studien und Reportagen ausgewertet, Steve Silberman hat Rückschlüsse gezogen, Vergleiche angestellt, Trends ermittelt, Entwicklungen analysiert und stets den objektiven Blick auf die Funktionen des Gehirns bewahrt, folglich auch den Einfluss der Umwelt und der gesunden Menschen. Dieses Buch begann auf einem Kreuzfahrtschiff und Endet in einem Fachbuch, voller verblüffender Offenbarungen, Mutmaßungen, Rückschlüsse und Fakten. Nichts was hier zu lesen ist, bleibt unbegründet. Im weitreichenden Glossar finden wir Quellenverweise, Literaturtipps und Urheber. Wir erfahren nicht nur davon, wie sich das Krankheitsbild und die Diagnose entwickelt haben, sondern auch, wie die Gesellschaft mit der Krankheit umgeht. Eine Entwicklung weit zurück bis ins heute. Ein Querschnitt durch das menschliche Gehirn. Wir erfahren und ermitteln den damaligen Umgang mit der Erkrankung, bzw. den Umgang mit Betroffenen und Erkrankten, die Stigmatisierung, aber auch die neuzeitliche Entwicklung und das Umdenken der Gesellschaft, sowie die Akzeptanz der Besonderheiten autistischer Kinder und Erwachsene. Im der Schule, für die Berufswelt und im alltäglichen Leben. Kirche, Medizin, Aberglaube, Wissenschaft, Forschung, Historie, Mythologien und Stereotypen… Dieses Buch umfasst beinahe alles, was es zu erfahren und zu wissen gilt. Von Damals bis heute. Wie die Zukunft aussehen wird, das überlassen wir unseren Genies. Inhalt / Klapptext:„Faszinierend – für jeden, der sich für Autismus und das menschliche Gehirn interessiert.-Was ist Autismus? Eine verheerende Entwicklungsstörung, eine lebenslange Behinderung? Oder aber eine ganz normale kognitive Eigenheit, verwandt mit Formen des Genies? In Wahrheit ist Autismus das alles und noch mehr. In einer einzigartigen Mischung aus Historie, Reportage und wissenschaftlicher Studie kommt Steve Silberman in seinem bahnbrechenden Buch dieser bis heute mysteriösen neuronalen Besonderheit auf die Spur. Er hat jahrelang die geheime Geschichte des Autismus recherchiert. Zudem findet er überraschende Antworten auf die Frage, warum die Zahl der Diagnosen in den letzten Jahren gestiegen ist. Dabei nimmt Silberman den Leser mit auf eine Kreuzfahrt nach Alaska – an Bord die führenden Programmierer des Silicon Valley. Oder auch ins London des 18. Jahrhunderts, wo der exzentrische Henry Cavendish das ohmsche Gesetz entdeckte – aber niemandem davon erzählte. Und wir hören die Geschichte von Hans Asperger, der seine kleinen Patienten vor den Nazis zu beschützen versuchte. Am Ende aber zeigt uns Steve Silberman in seinem wunderbar erzählten, empathischen Buch, dass wir Autisten und ihre Art zu denken brauchen.“Erzählweise/Schreibstil:Dieses Buch beginnt mit einem Vorwort von Oliver Sacks. Seine Person musste ich zunächst nachlesen, da ich von Oliver Sacks bisher noch nichts gehört oder gelesen habe, das wird sich nun nach diesem Buch ändern. Oliver Sacks beschreibt in diesem informativen und ermutigenden Vorwort das Buch, welches man hier schwer und gewichtig in den Händen hält so: „ Steves Buch (meine Anmerkung: als würde er über einen sehr guten eigenen alten Freund schreiben) ist eine ebenso in die Breite wie in die Tiefe gehende Chronik all dieser Facetten, die mit seltenem Verständnis und Einfühlungsvermögen vorgestellt werden. Das Buch ist spannend zu lesen und wird den Blick auf das Thema Autismus verändern.“ (Zitat aus dem Vorwort von Seite 9). Und genau diese Aussage von O. Sacks hat mich immer wieder vorangetrieben und ermutigt. Denn Steve Silberman beginnt sein Buch mit einer interessanten Einleitung, die uns mit ihm auf ein Kreuzfahrtschiff voller Computerprogrammierer schickt. Zunächst weiß man wirklich nicht, wohin Silberman seine Leser führen will. Doch nach und nach fügt sich Kapitel um Kapitel ein Puzzzle zusammen und eine Chronologie wird erkennbar. Auf dieser Schifffahrt ist der Gedanke geboren, sich mit dem Thema Genialität und Autismus zu befassen. Hier lag der Grundstein für Steve Silberman seine Recherchen zu beginnen und für die Leserschaft dieses Buch zu schreiben. Silbermans Schreibstil ist nicht immer leicht. Er stützt sich auf Interviews, Beobachtungen, Themengebiete, Studien, Wissenschaft und Archive, sowie Trends und Tendenzen. All sein Wissen, seine Gespräche, seine eigenen Analysen, sein Blick auf diese Erkrankung des Gehirns, sowie die Funktionen des Gehirns, die Quintessenz und den Nutzen für die Gesellschaft autistisch Veranlagter Menschen, Gewissenskonflikte, Konflikte im Allgemeinen, die Industrie, die Weltentwicklung, Meilensteine etc… dass alles und noch viel mehr, bringt Steve Silbermann anspruchsvoll, fundiert aber auch klar und verständlich zu Papier. Hier formt er gut und gern auch mal sehr lange Sätze und Ausführungen. Und ich bemerke gerade, wie mir das gerade selbst bei dieser Rezension und meinen Eindrücken zum Buch passiert. Das Buch ist so gehaltvoll, dass man versucht ist, alles widerzugeben und zu spiegeln, was man in diesem großartigen Werk erfährt. Der Autor Steve Silberman schafft es, durch penible Recherche einer Vielzahl von geschichtlichen und wissenschaftlichen Details die Welt aus den Augen von Autisten oder Angehörigen und deren Umwelt und Umfeld vor uns Lesern auszubreiten und aufzuklären, sowie zu informieren und zu reflektieren. Silberman geizt nicht mit seinem Wissen, er nutzt das schriftstellerische Werkzeug sich auf weitere Literatur und Quellen zu beziehen, zitiert aus seinen Interviews und gliedert sein Werk in mehrere Sparten, die das Thema oder Randthema betreffen. Er erklärt in endlos langen und geballten Sätzen, dass, was der Leser zu erfahren wünscht. Dabei vermittelt er das Wissen so geschickt, dass der Leser niemals den Eindruck hat, Wissen vermittelt zu bekommen, sondern einfach nur in den Genuss flüssiger Aneinanderreihungen und Themenschwerpunkte gepaart mit einer gestützten Basis von Quellen und Fundamenten geboten zu bekommen. Die Informationen werden zwar sachlich und klar, wenig subtil und spielerisch dargeboten, wirken aber keinesfalls trocken oder spröde. Eher ist es so als würde man Psychologie, Wissenschaft, Medizin, Technik, Humanität und Bahnbrechendes deutlich und in verständlichen und zeitgemäßen Worten vermittelt bekommen. Ein gehobener Schulbesuch zwischen zwei Buchdeckeln, ein Studium, eine Weiterbildung. Eine Expertise. Da kann man bei Silberman selbst von einer gewissen Genialität sprechen und man fragt sich, ob er sich selbst in seinen Beobachtungen, die er gemacht hat, oder in den Studien die er betrieben oder analysiert hat, selbst wiedererkannt haben mag?!?. Alles was sich zu in der Entwicklung zum Autismus, die ersten Diagnosen, Krankheitsbilder, Symptome, Forschungen und Diagnostik verschiedener Namensgeber und Professoren und Doktoren zugetragen hat, wird anschaulich, erlebbar und greifbar geschildert und dem Leser erklärt und thematisiert. Der Autor zeigt sich mutig, indem er zahlreiche Fakten und Wissen in verschachtelte und ausgiebig ausgeschmückte Sätze bindet. Da muss man als Leser gute Konzentration und Muße, sowie Ruhe aufbringen, um diesem Studium und dieser Sachkenntnis zu folgen. Anspruchsvoll und lobenswert. Kein alltägliches Stilmittel für ein Sachbuch, was einem Lehrbuch sehr nahe kommt. Ein bemerkenswertes Werk, was weit über das Grundwissen hinausreicht. Ohne moralischen Zeigefinger, aber dafür erhält der Leser eine große Menge an Wissen und fundierten Fakten wunderbar verpackt. Es passt. Die Leser können sich selbst ein Urteil über die Meilensteine der Medizin und Gesellschaft bilden, da der Autor dem Leser keine Vorlage gibt und keine Partei ergreift. Er schildert und erklärt und der Leser darf sich mit dem gebotenen Stoff auseinandersetzen.Durch geschicktes Aneinanderreihen von Zeiten, Interviews, Recherchen, Fakten bzw. Aussparen derselben ist der Leser verführt, ständig und unablässig weiterzulesen, um die Geschichte, die eigentlich keine Geschichte, oder kein Roman ist, zu einem Abschluss zu bringen.Sehr klug und sehr spannend! Einige bekannte Namensgeber und wichtige Personen in Bezug auf das Themenfeld Autismus werden unvermutet eingeführt und in Zusammenhang gebracht. Ein paralleles Wirken dieser bekannten und historischen Personen und Menschen. Nicht immer ist deren Rolle gleich sichtbar, wird aber mit verblüffender Ausarbeitung zu einem Aha-Moment. Umsetzung und Informationsgehalt:Ich hätte das Buch, ohne es zu kennen als Kompendium betitelt. Doch dieser Eindruck ist nicht passend, denn dieses Buch ist weit mehr als ein kurzgefasstes Lehrbuch, es ist ein Gesamtwerk für neugierige Leser und auch für Leser, die mit dem Themengebiet betraut sind. Geniale Störung – Die geheime Geschichte des Autismus und warum wir Menschen brauchen, die anders denken! So lautet der Titel dieses gehaltvollen und investigativen Sachbuches. Und alle Hintergründe und Essenzen daraus werden aufgegriffen und auch in Bezug gesetzt. Autismus. Ein Fluch oder ein Segen? Eine Epidemie, ein Gendefekt. Anerzogen? Nachweisbar? Gehäuft?... Sind unsere großen Denker, Philosophen, Professoren, Entwickler und Genies betroffen? Und womit erklärt und begründet sich die Wissenschaft und Gesellschaft? Sozialkritisch und gesellschaftskritisch. Ein Buch so ertragreich und fundiert wie ein Besuch an einer Universität, eine Lesung im Hörsaal oder einem historischen Museum über die Entwicklung einer Gehirnstörung, der Wirtschaft und Entwicklung. Pioniere, Objekte, Hintergründe, Meilensteine und Geschichten… Hier ist der Name des Buches Programm. Der Dumont Verlag hat mit dem Autor, Journalisten und Initiator Steve Silberman des Buches einen sehr guten und gelehrten Wissenschaftler und Autor, der all das Wissen und die Erkenntnisse für interessierte Leser bildhaft und fundiert zu Papier bringt. Dieses Buch ist überwältigend von der Qualität und Ausstattung und besonders überwältigend in der Reichweite des Wissens und der Sachkenntnis. Toll, grandios, empfehlenswert! Der Anhang und das Glossar sind ein Buch an sich und sehr hilfreich für eigene weitere Recherchen. Ich interessiere mich für Psychologie, menschliches Denken und Handeln, für besondere Gaben, Geschichte, Historie und Wissen zu medizinischen Entwicklungen und Ereignissen. Ich lese jedoch auch gerne Romane, die das Thema Autismus in irgendeiner Weise behandeln und zum Thema machen. Dieses Fachbuch kam mir daher gerade recht. Dieses Werk ist ein Sachbuch, eine Enzyklopädie, ein Kompendium. Durch seinen Pressetext und den vielen Lobeshymnen zu Autor und zu diesem Werk, bin ich auf dieses unglaubliche Buch gestoßen. Das ist ein Themengebiet, wo ich gern Dokumentationen schaue, Fachartikel lese, Erkenntnisse wahrnehme, mich informiere oder zu Fachliteratur und Sachbüchern greife. Dieses vorliegende Buch hat sofort mein Interesse geweckt. Allein dieses überwältigende Buch in den Händen zu halten bereichert mich als interessierte und buchverliebte Leserin sehr. Gewichtig, stark und mächtig. Der Inhalt des Buches steht dem ersten Eindruck vom Buch im Nichts nach. Sehr organisiert, strukturiert und verständlich bietet dieses Buch allerhand Wissen und chronologisches Material. Zwar brauchte ich eine Weile, um zu erkennen, wohin mich der Autor führen möchte, bzw. wie er seine Arbeit umsetzt und verständlich zu machen wünscht, aber als ich dann einmal mit Steve Silbermans Stilmittel vertraut war, gab es kaum noch ein Halten bei diesem dynamischen Buch. Viele erstaunliche und verwundernde Fakten und Meilensteine. Manches war mir völlig neu und ich hätte gewisse Entwicklungen und Fortschritte niemals mit dem Autismus in Relation oder Bezug gebracht. Sehr verblüffend und überwältigend. Dieses Buch ist erklärend, besitzt ein interessantes Vorwort als Einleitung und überzeugt durch Chronologie und gezielter Struktur. Sehr durchdacht und absolut stimmig. Die Literaturverweise, Fußnoten, Erklärungen und Quellen zeugen von großem Interesse des Autors an seinen Aufführungen, Fußnoten und Literaturverweise, unterschiedliche Schriftarten und O-Ton. Das vermittelte Wissen geht weit über die übliche Kenntnis hinaus. Der Autor Steve Silberman vertritt eine Passion, er wollte aufklären, verstehen und sein Wissen teilen. Er versteht sein Fach, man merk ihm hier seine Kenntnis und Erfahrung an. Dennoch kann er all sein Hintergrund und Portfolio verständlich und bürgerlich vermitteln und wirkt dennoch intelligent und genial. Ich habe viele Anreize für mich gefunden in gewissen Bereichen weiter nachzulesen und mir bestimmte Fakten näher zu betrachten. Eine Bereicherung ist dieses Buch für Geist und inneres Auge, sowie für das Verständnis dieser stereotypen Randgruppen und Menschen unter uns. Verbesserungen / Kritikpunkt:Autor Steve Silbermann bedient leider nur wenige Emotionen, wenn er von seinen eigenen Zusammentreffen und Berührungen mit Autisten und dessen Umfeld schreibt. Ich denke, ihn muss sehr viel bewegt haben, aber diese persönliche Gefühlswelt seinerseits bei seinen Recherchen und Begegnungen lässt er uns nicht spüren. Silberman glänzt eher mit Recherche und Fakt, anstatt sich auf eine emotionale mit Romancharakter umschmeichelte Ebene zu begeben. Hier hält er an seinem Sachbuchcharakter fest. Ich hätte mir gern eine Mischung aus beidem gewünscht um mehr Empathie zu empfinden und nachfühlen zu können. Aber dafür gibt es ja dann die Romanwelt, in der das Thema auch hin und wieder Fokus ist.Außerdem würde ich dem Buch mindestens drei Lesebändchen gönnen. Man bewegt sich doch sehr dynamisch durch das Werk und die ein oder andere Passage hätte ich mir gern mit weiteren Lesebändchen markiert. Einige Grafiken oder Fotografien, oder Zeitungsberichte und Literaturabbildungen wären das i-Tüpferlchen im Buch gewesen. So wirkt es doch sehr dicht und bietet optisch wenig Auflockerung im Text. Kurzmeinung:Ein sachliches und sogleich wunderbares Buch, das den interessierten Lesern das Phänomen und alle Hintergründe und fakten zum Autismus Früher und Heute signalisiert und darbietet. Genial, anders und von höchstem Respekt. Ein Gesamtwerk mit Lehrbuchcharakter und Sachbuchmanier, dass fundiert auftritt, Hintergründe und Fakten veranschaulicht, mit Wissen und Informationswert glänzt, aber leider wenig emotionale Ebenen bietet und durch die dichte Fülle an Themen fast erschlagend und überrollend wirkt. Schwer lässt sich zu Anfang ein roter Faden erkennen, dafür aber stets bereicherndes Wissen und Hintergrund. Ist man mit Silbermans Art Dinge zu schildern warm geworden, so erlebt man ein Buch, was man niemals mehr aus der Hand geben möchte und sich einfach nur beim Autor und allen Mitwirkenden bedanken möchte, dieses Wissen und dieses Thema so unglaublich intensiv nahegebracht und verständlich gemacht zu bekommen. Ein echter Glücksgriff und eine ehrliche Empfehlung für die Liebhaber von sachlich-psychologisch-wissenschaftlichen Gesamtwerken mit einer vielseitigen Themenauswahl zur Genialen Störung des menschlichen Gehirns.Der Autor:„STEVE SILBERMAN arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Wissenschafts- und Kulturjournalist, u. a. für Wired, The New Yorker und Time Magazin. Er lebt in San Francisco. 2015 wurde sein Buch ›Geniale Störung‹ mit dem renommierten Samuel-Johnson-Preis ausgezeichnet.“Fazit:Dieses aufklärende und informierende Sachbuch ist eine wirkliche Bereicherung für interessierte Leser, Psychologen, Betroffene, Mediziner, Wirtschafter und Leser informativer und investigativer Fachlektüre zum Thema. Ich bin dankbar, diesen Einblick in die verschlossene Welt gewonnen zu haben. WOW. Gerne vergebe ich 5 geniale Sterne!

    Mehr
    • 9