Steve Stern

 2.7 Sterne bei 54 Bewertungen
Autor von Der gefrorene Rabbi, The Frozen Rabbi und weiteren Büchern.
Steve Stern

Lebenslauf von Steve Stern

Steve Stern wurde 1947 in Memphis, Tennessee geboren. Er studierte unter anderem an der University of Arkansas, reiste durch Europa und die USA um schließlich einige Jahre in einer Kommune zu leben. Seine Werke orientieren sich zumeist an jiddischer Folklore. Eine seiner bemerkenswertesten Kritiken erhielt er von Susan Sontag. Er lebt heute in Ballston Spa, New York und lehr am Skidmore College. Für sein Werk erhielt er verschiedene Auszeichnungen, darunter den » Pushcart Writers 'Choice Award« oder den »O. Henry Award« sowie den »National Jewish Book Award«.

Alle Bücher von Steve Stern

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Steve SternDer gefrorene Rabbi
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Der gefrorene Rabbi
Der gefrorene Rabbi
 (53)
Erschienen am 08.06.2012
Steve SternThe Frozen Rabbi
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The Frozen Rabbi
The Frozen Rabbi
 (1)
Erschienen am 11.05.2010
Steve SternHarry Kaplan's Adventures Underground
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Harry Kaplan's Adventures Underground
Harry Kaplan's Adventures Underground
 (0)
Erschienen am 01.03.1991
Steve SternMickey & the Golem
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Mickey & the Golem
Mickey & the Golem
 (0)
Erschienen am 01.10.1986
Steve SternThe Moon and Ruben Shein
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The Moon and Ruben Shein
The Moon and Ruben Shein
 (0)
Erschienen am 01.10.1984
Steve SternChina Today
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China Today
China Today
 (0)
Erschienen am 01.12.1990
Steve SternThe Wedding Jester
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The Wedding Jester
The Wedding Jester
 (0)
Erschienen am 01.05.1999
Steve SternA Quick Reference to Essay Writing
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A Quick Reference to Essay Writing
A Quick Reference to Essay Writing
 (0)
Erschienen am 01.05.2002

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Neue Rezensionen zu Steve Stern

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awogflis avatar

Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

Nebbich
awogflivor einem Jahr

Dieser Roman hat eigentlich alle Ingredienzien, die mich zu Begeisterung hinreissen könnten.

Jiddische Geschichte einer Familie quer durch die Jahrhunderte ganz so wie ich es mag, in Rückblenden a bissal polnisches Ghetto, a bissal Shoa, a bissal Auswanderung nach USA, a bissal kabbalistische Mystik versus gottloses kapitalistisches amerikanisches Judentum, a bissal Israel, Terrorismus (sorry Freiheitskampf) bei Staatengründung und Kibbutz - über mehrere Generationen verteilt. Jiddische Witze meist sexuell anzüglich bis fast schon unverschämt dreckig, ausschweifend erzählt mit Anekdöteln gespickt,  jüdisches Leiden in jeder Situation und eingeflochtene jiddische Sprach. Dazu noch ein Familienfluch und das Versprechen einer skurrilen Familiengeschichte.

Leider waren diese wundervollen Komponenten für mich im völlig falschen Mischungsverhältnis vorhanden. Die Story zog sich permanent und zäh wie Strudelteig und ich habe lange gerätselt, was mich tatsächlich so derart gestört hat bei einer für mich so perfekten Ausgangessituation: Es war  der Skurillitätszwang, den sich der Autor bei der Erzählung der jiddischen Familiengeschichte selbst auferlegt hat, der mich derart nervte. Sobald irgendwas in der Familienchronik einen Hauch von (spiessiger) Normalität versprühte, wie beispielsweise eine klassische Liebesgeschichte mit Hochzeit, normalen Kindern mit normalen Problemen und relativ normaler glücklicher Ehe wurde vom Autor sofort weggeblendet, ein paar Jahre übersprungen und das nächste Kuriosum erzählt. Somit ergab sich keine normale Familiengeschichte, sondern lediglich eine Aneinanderreihung im Kuriositätenkabinett. Ich fand den Autor einfach zu bemüht und angestrengt, sich bei all den Generationen nur die Skurillitäten herauszupicken, die mehr oder weniger doch jede Familie hat. Kuriositäten sollten wie Gewaltsszenen in einem Roman wohldosiert, in den Plot eingewebt und teilweise überraschend eingesetzt werden, sonst stumpft der Leser einfach ab und langweilt sich nur.

In die andere Richtung bin ich natürlich auch geneigt, Romane mit totalem fiktionalen Wahnwitz, der sich bei schwarzhumorigen Irrsinnspunkten ganz vorne einreihen, sehr zu schätzen zu wissen. In dem Fall war aber dann die Story eigentlich wieder viel zu normal, um in diese Kategorie zu fallen. So pendelte für mich das Werk permanent auf der Kippe zwischen Fisch und Fleisch (im Jiddischen selbstverständlich zwischen Fleisch und Milchprodukten herum). Was ich durch diese Erkenntnis aber gewonnen habe ist, dass ich verstehe, das dieses Buch sehr polarisierend rezensiert wurde, und dass es die einen lieben und die anderen hassen. Für mich war es gleichzeitig zu wenig und zuviel Skurrilität und deshalb bleibt meine Bewertung genauso wie die Geschichte auf dem Grad auf der mediokren Mittellinie.

Fazit: Nebbich mit guten Ansätzen hätte 2 komplett unterschiedliche gute Romane ergeben können.

Kommentare: 4
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buchstabentraeumes avatar

Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

Der gefrorene Rabbi
buchstabentraeumevor 3 Jahren

Es klingt wirklich verrückt: Da liegt ein gefrorener Rabbi in einer Tiefkühltruhe einer amerikanischen Familie, weil er als Glücksbringer von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Doch während eines Stromausfalls geschieht das Unvermeidliche: Der Rabbi taut! Seit 100 Jahren eingefroren, findet er sich plötzlich in einer modernen Welt wieder.

Die Geschichte hätte interessant sein können, wäre der Erzählstil des Autors nicht so umständlich. Er schreibt seitenweise Hintergründe zusammen, ohne zum Punkt zu kommen. Das Buch besteht aus zwei Erzählsträngen: Dem einen aus der Neuzeit und dem anderen, der 100 Jahre zurückliegt und davon erzählt, wie der Rabbi letztlich in die Tiefkühltruhe gelangt ist. Dabei nimmt der zweite Erzählstrang fast mehr Umfang ein, obwohl er doch eigentlich nur Hintergründe erläutern soll.

Das Buch strotzt vor jiddischer Begriffe und Redewendungen, die leider nicht erklärt werden. Man muss sich schon gut in dieser Religion auskennen, um alles zu verstehen. Ist dies nicht der Fall, sind die Erläuterungen des Autors zu dürftig, um daraus schlau zu werden.

Keiner der Charaktere ist sympathisch und so wecken sie auch kaum Interesse.

Wirklich schade, vom Klappentext her klang das Buch so gut!

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YvisLeseeckes avatar

Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

Schwierige Texte, gute historische Recherche
YvisLeseeckevor 3 Jahren

Meine Meinung:
 
Das Buch erzählt 2 Geschichten. Einmal die Vergangenheit ab 1889, wo der Rabbi Elieser ben Zaphir eingefroren wurde und dann nach Amerika kam, und dann ab 1999, wie der Rabbi im "Jetzt" auftaut.

Den Anfang des Buches fand ich recht schwierig, da der Autor viele Schachtelsätze und ebenfalls viele  jüdische "Fachwörter" verwendet. Das Glossar am Ende ist nicht so hilfreich, da ich keine Lust habe, bei jeden dritten Satz nachzuschlagen. Fußnoten mit kurzen Erklärungen hätte ich, bei den vielen Fremdwörtern, besser gefunden.

Ein Beispiel Zitat: "Bis dahin hatte sich der Weise immer darauf verlassen können, das ihm der schulklaper, der die Gläubigen zum Gebet rief, den Zeitpunkt der Wiedervereinigung von Körper und Seele anzeigte, doch die Sturzflut übertönte alle Geräusche über der Oberfläche des Teiches, der rasch zum See anschwoll." 

Ich mag zwar auch lange Sätze, aber hier stand ich doch manchmal vor den Abbruch des Buches. Ich kann ja noch verstehen, dass man diese Schreibweise bei der Geschichte ab 1889 verwendet, aber ab 1999 hätte ich mir modernere Formulierungen gewünscht. Dadurch wirkte das Buch sehr sehr langatmig. 

Die Geschichte an sich fand ich gut obwohl es mir teilweise an Spannung gefehlt hat. Es konnte mich irgendwie nicht komplett überzeugen und berühren.

Die Charakter hatten teilweise zu übertriebene Eigenschaften, so dass sie für mich, eher als "Karikaturen" rüber kamen. Am besten haben mir Jochebed und Schmerl gefallen. Ich fand ebenfalls das die Geschichte um Jochebed die spannendste war.

3 Sterne habe ich vergeben, da ich denke, dass der Autor sehr gut über die historischen Hintergründe recherchiert hat und das man einen guten Einblick in das damalige jüdische Leben bekommen hat.

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