Steve Stern Der gefrorene Rabbi

(52)

Lovelybooks Bewertung

  • 55 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 34 Rezensionen
(2)
(9)
(18)
(15)
(8)

Inhaltsangabe zu „Der gefrorene Rabbi“ von Steve Stern

Eine scharfsinnige Gesellschaftssatire, eine skurrile Zeitreise und ein spannender Familienroman Beim Durchwühlen der Gefriertruhe seiner Eltern stößt Bernie Karp zufällig auf einen Eisblock, in dem ein bärtiger alter Mann eingefroren ist. Ein Rabbi, wie sich herausstellt, der in der Familie als eine Art Talisman von Generation zu Generation weitergereicht wird. Bei einem Stromausfall taut der Rabbi auf und erwacht zu neuem Leben – und Bernie findet nach und nach heraus, wie er von einem galizischen Schtetl des 19. Jahrhunderts in eine Gefriertruhe im Memphis der Gegenwart geraten ist.

Die Geschichte an sich fand ich gut obwohl es mir teilweise an Spannung gefehlt hat. Es konnte mich irgendwie nicht komplett überzeugen und

— YvisLeseecke
YvisLeseecke

Stöbern in Romane

Ich, Eleanor Oliphant

Ein Highlight für mich. Wunderbar ehrliche Protagonisten in einer erschreckenden, aber auch berührenden Geschichte mit witzigen Momenten.

Lisbeth76

Und es schmilzt

Ein wenig umständlich geschrieben in meinen Augen, aber auch tiefgründig, erschreckend und düster.

Lisbeth76

Im siebten Sommer

Ein tolles Wohlfühlbuch über Mut für einen Neuanfang, Vater-Kind-Beziehung und natürlich auch Liebe

lenisvea

Underground Railroad

Eine düstere Geschichte, die unvorstellbare Grausamkeiten bereithält, aber auch einen Hoffnungsschimmer erkennen lässt.

Johanna_Jay

Der Junge auf dem Berg

Verlust der Menschlichkeit – Eindrucksvoll, bedrückend und auf die heutige Zeit übertragbar

Nisnis

Liebe zwischen den Zeilen

Alles in allem ist „Liebe zwischen den Zeilen“ so herrlich kitschig schön und hat mein Leserherz erwärmt.

LadyDC

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Nebbich

    Der gefrorene Rabbi
    awogfli

    awogfli

    11. May 2017 um 12:03

    Dieser Roman hat eigentlich alle Ingredienzien, die mich zu Begeisterung hinreissen könnten.Jiddische Geschichte einer Familie quer durch die Jahrhunderte ganz so wie ich es mag, in Rückblenden a bissal polnisches Ghetto, a bissal Shoa, a bissal Auswanderung nach USA, a bissal kabbalistische Mystik versus gottloses kapitalistisches amerikanisches Judentum, a bissal Israel, Terrorismus (sorry Freiheitskampf) bei Staatengründung und Kibbutz - über mehrere Generationen verteilt. Jiddische Witze meist sexuell anzüglich bis fast schon unverschämt dreckig, ausschweifend erzählt mit Anekdöteln gespickt,  jüdisches Leiden in jeder Situation und eingeflochtene jiddische Sprach. Dazu noch ein Familienfluch und das Versprechen einer skurrilen Familiengeschichte.Leider waren diese wundervollen Komponenten für mich im völlig falschen Mischungsverhältnis vorhanden. Die Story zog sich permanent und zäh wie Strudelteig und ich habe lange gerätselt, was mich tatsächlich so derart gestört hat bei einer für mich so perfekten Ausgangessituation: Es war  der Skurillitätszwang, den sich der Autor bei der Erzählung der jiddischen Familiengeschichte selbst auferlegt hat, der mich derart nervte. Sobald irgendwas in der Familienchronik einen Hauch von (spiessiger) Normalität versprühte, wie beispielsweise eine klassische Liebesgeschichte mit Hochzeit, normalen Kindern mit normalen Problemen und relativ normaler glücklicher Ehe wurde vom Autor sofort weggeblendet, ein paar Jahre übersprungen und das nächste Kuriosum erzählt. Somit ergab sich keine normale Familiengeschichte, sondern lediglich eine Aneinanderreihung im Kuriositätenkabinett. Ich fand den Autor einfach zu bemüht und angestrengt, sich bei all den Generationen nur die Skurillitäten herauszupicken, die mehr oder weniger doch jede Familie hat. Kuriositäten sollten wie Gewaltsszenen in einem Roman wohldosiert, in den Plot eingewebt und teilweise überraschend eingesetzt werden, sonst stumpft der Leser einfach ab und langweilt sich nur.In die andere Richtung bin ich natürlich auch geneigt, Romane mit totalem fiktionalen Wahnwitz, der sich bei schwarzhumorigen Irrsinnspunkten ganz vorne einreihen, sehr zu schätzen zu wissen. In dem Fall war aber dann die Story eigentlich wieder viel zu normal, um in diese Kategorie zu fallen. So pendelte für mich das Werk permanent auf der Kippe zwischen Fisch und Fleisch (im Jiddischen selbstverständlich zwischen Fleisch und Milchprodukten herum). Was ich durch diese Erkenntnis aber gewonnen habe ist, dass ich verstehe, das dieses Buch sehr polarisierend rezensiert wurde, und dass es die einen lieben und die anderen hassen. Für mich war es gleichzeitig zu wenig und zuviel Skurrilität und deshalb bleibt meine Bewertung genauso wie die Geschichte auf dem Grad auf der mediokren Mittellinie.Fazit: Nebbich mit guten Ansätzen hätte 2 komplett unterschiedliche gute Romane ergeben können.

    Mehr
    • 5
  • Der gefrorene Rabbi

    Der gefrorene Rabbi
    buchstabentraeume

    buchstabentraeume

    15. September 2015 um 10:55

    Es klingt wirklich verrückt: Da liegt ein gefrorener Rabbi in einer Tiefkühltruhe einer amerikanischen Familie, weil er als Glücksbringer von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Doch während eines Stromausfalls geschieht das Unvermeidliche: Der Rabbi taut! Seit 100 Jahren eingefroren, findet er sich plötzlich in einer modernen Welt wieder. Die Geschichte hätte interessant sein können, wäre der Erzählstil des Autors nicht so umständlich. Er schreibt seitenweise Hintergründe zusammen, ohne zum Punkt zu kommen. Das Buch besteht aus zwei Erzählsträngen: Dem einen aus der Neuzeit und dem anderen, der 100 Jahre zurückliegt und davon erzählt, wie der Rabbi letztlich in die Tiefkühltruhe gelangt ist. Dabei nimmt der zweite Erzählstrang fast mehr Umfang ein, obwohl er doch eigentlich nur Hintergründe erläutern soll. Das Buch strotzt vor jiddischer Begriffe und Redewendungen, die leider nicht erklärt werden. Man muss sich schon gut in dieser Religion auskennen, um alles zu verstehen. Ist dies nicht der Fall, sind die Erläuterungen des Autors zu dürftig, um daraus schlau zu werden. Keiner der Charaktere ist sympathisch und so wecken sie auch kaum Interesse. Wirklich schade, vom Klappentext her klang das Buch so gut!

    Mehr
  • Schwierige Texte, gute historische Recherche

    Der gefrorene Rabbi
    YvisLeseecke

    YvisLeseecke

    12. August 2015 um 18:02

    Meine Meinung:   Das Buch erzählt 2 Geschichten. Einmal die Vergangenheit ab 1889, wo der Rabbi Elieser ben Zaphir eingefroren wurde und dann nach Amerika kam, und dann ab 1999, wie der Rabbi im "Jetzt" auftaut. Den Anfang des Buches fand ich recht schwierig, da der Autor viele Schachtelsätze und ebenfalls viele  jüdische "Fachwörter" verwendet. Das Glossar am Ende ist nicht so hilfreich, da ich keine Lust habe, bei jeden dritten Satz nachzuschlagen. Fußnoten mit kurzen Erklärungen hätte ich, bei den vielen Fremdwörtern, besser gefunden. Ein Beispiel Zitat: "Bis dahin hatte sich der Weise immer darauf verlassen können, das ihm der schulklaper, der die Gläubigen zum Gebet rief, den Zeitpunkt der Wiedervereinigung von Körper und Seele anzeigte, doch die Sturzflut übertönte alle Geräusche über der Oberfläche des Teiches, der rasch zum See anschwoll."  Ich mag zwar auch lange Sätze, aber hier stand ich doch manchmal vor den Abbruch des Buches. Ich kann ja noch verstehen, dass man diese Schreibweise bei der Geschichte ab 1889 verwendet, aber ab 1999 hätte ich mir modernere Formulierungen gewünscht. Dadurch wirkte das Buch sehr sehr langatmig.  Die Geschichte an sich fand ich gut obwohl es mir teilweise an Spannung gefehlt hat. Es konnte mich irgendwie nicht komplett überzeugen und berühren. Die Charakter hatten teilweise zu übertriebene Eigenschaften, so dass sie für mich, eher als "Karikaturen" rüber kamen. Am besten haben mir Jochebed und Schmerl gefallen. Ich fand ebenfalls das die Geschichte um Jochebed die spannendste war. 3 Sterne habe ich vergeben, da ich denke, dass der Autor sehr gut über die historischen Hintergründe recherchiert hat und das man einen guten Einblick in das damalige jüdische Leben bekommen hat.

    Mehr
  • Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi
    jansdarling2002

    jansdarling2002

    - - - Story 1890-1907 Während einer tiefen Meditation an einem See steigt das Wasser eben dieses Sees an. Der neben dem See liegende und meditierende Rabbi ist so in Trance und bekommt dieses nicht mit. Durch den jahreszeitenbedingten Winter friert der Rabbi ein. Entdeckt wird der Trabbi erst von dem bleichen und dümmlichen Sohn Salo eines Eis-Sägers (damals wurden Eisblöcke zum Frischhalten von Lebensmitteln gesägt). Helle Aufregung im Ort, sollte der Rabbi ein Wunder sein? Der Rabbi im Eisblock wird in einer Eishöhle aufgebahrt und als Boibiczer Wunder angepriesen. Da Salo eh zu nichts zu gebrauchen ist, sitzt dieser in der kalten Grotte und bewacht den Rabbi. Um ihn herum geht das Leben weiter. Nun sind die Zeiten nicht so besonders, dass man unbedingt seinen Lebensabend n den eher ärmlichen Landen verbringen möchte und der kurze Zeit später folgende Pogrom in Polen veranlasst viele zur Flucht. Eigentlich hat Salo alles verloren, alles bis auf einen klapperigen Gaul mit deftigen Blähungen, einen ebenso klapperigen Karren und diesen Eisblock samt Rabbi. Ohne Recht zu wissen, was ihm der gefrorene Rabbi bringen soll, zieht Salo mit ihm durch die Lande. Im Laufe der Zeit heiratet Salo, bekommt zwei Söhne und eine Tochter. Das Ghettoleben ist nicht sonderlich angenehm. Salos Söhne haben sich schon längst abgesetzt. Seine hübsche Tochter wird eines Tages auf dem Rückweg vom Markt geschändet. Aus der darauf folgenden Fehde zwischen Salo und einem Zuhälter geht Salo als Toter hervor. Salos Frau stirbt an Einsamkeit. Seine Tochter hingegen flieht nach Amerika. Im kargen Reisegepäck: Der Rabbi im Eisklotz… . 1999 Der bleiche unförmige Bernie Karp kramt in der elterlichen Gefriertruhe nach einem Stück Fleisch – nicht um es zu essen, nein, er braucht es für andere Zwecke: So hatte er in einem skandalösen Roman seiner Eltern gelesen, dass der dortige Protagonist mit einem Stück Leber erotische Handlungen praktizierte … vielleicht ist das ja für Bernie eine Chance zur Luststeigerung, statt sich immer des Staubsaugers bedienen zu müssen? Bei der Wühlerei in der Gefriertruhe entdeckt er den eingefrorenen Rabbi … er ist geschockt, erfährt aber beim Abendessen von seinen Eltern, dass der gefrorene Rabbi wie eine Art Tradition immer weiter gereicht wird … . 2001 Bernie hängt mal wieder auf der Couch vor der Glotze und lässt sich berieseln, in Lethargie versunken bekommt er nicht mit, dass der Strom ausfällt … er kommt erst wieder zu sich, als er Geräusche hört … aus der Gefriertruhe, er öffnet den Deckel und ihm fällt der Rabbi in die Arme. Gemeinsam knallen sie vor der Truhe auf den Boden …Das Schicksal nimmt seinen Lauf, und Bernie ist ganz vernarrt in seinen aufgetauten ledrigen Rabbi … - - - Kritik Ich gestehe, von den 495 Seiten samt Glossar der jiddischen Begriffe habe ich exakt 329 Seiten gelesen, und dann abgebrochen, denn mir wurde es echt zu dämlich, warum? Nun, das möchte ich dann gerne begründen: Mir gingen die Zeitsprünge auf die Nerven. Zwar sind die Kapitel mit den Jahreszahlen versehen, aber eben diese Kapitel springen von 1890 auf 1999, dann auf 1907 und 2001, dann wieder auf 1890 und so weiter. Jedes Kapitel bringt eine kleine Handlung mit sich, welche sich im Kontext um den gefrorenen Rabbi sowie einen immer stets dümmlich und nichtsnutzig dargestellten Jugendlichen dreht. Ferner tauchen immer wieder weitere dunkle Gestalten als Figur auf, auf die man sich aufgrund mangelnder Beziehungsansätze zu den schon agierenden Figuren keinen Reim bilden kann, weil eben die Zusammenhänge fehlen. Davon aber mal abgesehen werden die Figuren zwar als ärmlich dargestellt, doch ihnen entspringt immer wieder, dass sie nichts Besseres zu tun haben, als sich stets eine neue Erfindung einfallen zu lassen und diese an einen gutgläubigen "Reichen" zu vermarkten. . Was mich in diesem Zusammenhang auch noch Massiv gestört hat: Die Charakterzeichnung! Es werden viele Figuren in der Handlung verewigt, wobei gut 90% der Figuren als arm und um sich selbst bedacht dargestellte werden. Die knapp 10% an Figuren, die auch "andersdenkend" – ob nun gut oder Böse – dargestellt werden, wirken so aufgesetzt, klischeehaft und unglaubwürdig – vor allem im Zusammenhang mit den Umfeldbeschreibungen … Das ist aber noch nicht die Spitze meines Ärgers in puncto Charakterzeichnung: Nein, sondern die abfällige Wertschätzung der hier agierenden Jugendlichen. Alle Jugendlichen in der Handlung werden stets und ständig als Nichtsnutze, als fette und lethargische Jugendliche dargestellt – so als ob sie der Luft nicht wert wären, die sie atmen. Das empfinde ich als menschenverachtend – es mag ja sein, dass dieses vielleicht eine fiktive Geschichte ist, aber in Bezug auf die Handlungszeit und den damaligen Ereignissen (Pogrom, Judenverfolgung etc.) kann man auch in fiktiven Handlungen ein wenig Fingerspitzengefühl walten lassen, und eben nicht die Jugend als Nichtsnutz, dumm oder schwabbelig-hässlich abstempeln. Solche Umschreibungen kann man galanter umschreiben, oder diese eben weglassen. Beim Lesen keimte in mir eh der Gedanke auf, dass in dieser Handlung irgendwo auch die Lebensgeschichte des Autors mit eingeflossen ist, oder es sich teilweise sogar um seine Erlebnisse aus der Jugend handelt??? . Doch weiter: Der Rabbi wird hier als der "Überheilige" schlechthin dargestellt, Ja, nee ist klar, das geheiligte Amerika hat jahrelang nur darauf gewartet, dass eben dieser Rabbi auftaut und ihnen vom Pferd erzählend das Geld aus der Tasche zieht. Sollte dieses die angepriesene "scharfsinnige Gesellschaftssatire" sein? Ohweia, diese Praktik ist / war sei je her eine normale Begleiterscheinung unserer Gesellschaft, welche sich gerne durch scheinheilige Versprechen oder Werbungen verleiten lässt. Hmpf, mir ist beim Lesen echt der Kamm geschwollen, je mehr ich gelesen habe. Apropos Lesen: Dieses gestaltet sich als schwierig, denn neben zahlreichen jiddischen, hebräischen, arabischen aber auch russischen Ausdrücken – deren Übersetzung im angehängten Glossar vermerkt ist – kommt ein polnisch-deutsches Kauderwelsch vor, welches sich trotz mehrmaligem Lesen nicht direkt übersetzen lässt, sodass einem schnell der Faden des Verständnisses abhandenkommt. Ich hätte es mir gewünscht, dass diese teils gleichlautenden / gleich geschriebenen Fremdwörter mittels Fußnote gleich auf der Seite erläutert worden wären, sonst passiert es, dass man u.U. 5-6 Mal pro Seite zum Glossar blättern muss, um die jeweilige Übersetzung zu lesen. In diesem Zusammenhang muss ich auch gleich den Schreibstil, den Spannungsaufbau und die eingeschlichenen Fehler bemängeln. Der Schreibstil ist ausufernd und in Hinblick auf das Gesamtbild auch nicht spannungsfördernd. So wird z. B. ein Schwall an Sätzen über ein klappriges Pferd verloren, warum denn dieses an Dauerblähungen leidet und dass eben diese Blähungen einen ekelerregenden Gestank mit sich bringen. Es kann durchaus passieren, dass sich auch mal der eine oder andere Fehler einschleicht, das ist ja auch legitim, denn wir sind alles nur Menschen, aber wenn es sich dann summiert, und mal hier und mal dort ein Wort fehlt, oder Buchstabendreher drin ist … dann finde ich das nicht mehr so lesefördernd. . - - - Gesamteindruck Um endlich mal ein Ende zu finden: ich bin so froh, dass ich mir das Buch nur aus der örtlichen Bücherhalle ausgeliehen habe, so ist der Ärger nicht ganz so groß, obwohl ich mich nun schon darüber ärgere, Zeit verplempert zu haben. Der Ansatzgedanke für die Handlung ist ja nicht schlecht, wenn auch nicht neu, aber die Umsetzung ist in meinen Augen einfach total daneben. Eine scharfsinnige Gesellschaftssatire sieht einfach anders aus .. und mein schon geäußerter Verdacht – dass es sich hier um die Lebensgeschichte des Autors handelt – konnte bis hierher nicht revidiert werden. Im Nachhinein habe ich noch die letzten Seiten quer gelesen, in der Hoffnung noch eine spannenden Passage zu finde, aber Fehlanzeige. Nichts mit Spannung, Unterhaltung oder Satire … Sorry, Herr Stern, aber mehr als den 1 Pflichtstern habe ich nicht über.

    Mehr
    • 3
    Sabine17

    Sabine17

    06. March 2014 um 13:06
  • na ja, etwas zu langatmig!

    Der gefrorene Rabbi
    kassandra1010

    kassandra1010

    Der kleine picklige pubertierende Bernie entdeckt in deren Tiefkühltruhe eines Abends einen gefrorenen Rabbi. Gelangweilt und ungeschockt erzählt ihm sein Vater, das es sich dabei um ein altes Erbstück handele und das es der Familie Glück bringen würde, doch Bernie kann sich vor lauter Grusen kaum noch retten. Doch als Bernie über das Wochenende allein bleibt und ein noch nie da gewesener Sturm aufzieht, schlägt der Blitz ein und der Strom fällt aus. Bernie, der eigentlich außer Sex nichts im Hirn hat, begutachtet nach einem Geistesblitz dann die Gefriertruhe und siehe da, der Rabbi ist bereits wach und begrüßt ihn auf jiddisch. Die anfangs scheinbar aberwitzige Story über so manch nichtgescheiten Juden und über einen Rabbi, der ein Jahrhundert eingefroren war endet in einem für mich persönlich etwas zu langweiligen Ton.

    Mehr
    • 2
    Sabine17

    Sabine17

    06. March 2014 um 13:03
  • Ich fand es schrecklich

    Der gefrorene Rabbi
    Sabine17

    Sabine17

    Das Buch hat 480 Seiten und ich habe nach etwas über 100 Seiten abgebrochen. Die Idee war nett und amüsant und deshalb habe ich auch noch einen Stern vergeben. Erzählt wird die Geschichte von Bernie Karp, der in der Kühltruhe seiner Eltern einen gefrorenen Rabbi entdeckt. Als bei einem Gewitter der Strom ausfällt, taut der Rabbi auf und steigt aus der Kühltruhe. Im Jahre 1889 sitzt der Rabbi an einem See beim Meditieren, wird von einem Sturm überrascht, der See läuft über ihn und später gefriert er in diesem. Von nun an wird im Buch abwechselnd erzählt, wie der gefrorene Rabbi bis nach Amerika geschleppt wird und was er bei Bernie im heutigen Amerika erlebt. Die Geschichte war nicht so witzig erzählt, wie ich es mir erhofft hätte. Was mich aber zum Abbruch geführt hat, waren die sehr vielen jiddischen Ausdrücke und Gespräche. Bei dem vorablesen-Exemplar fehlte das Glossar. Aber selbst, wenn es eines gegeben hätte, wäre es mir zu anstrengend gewesen, wegen jeder Buchseite dort nachzusehen. Schade, denn ich hatte mir von dem Buch einiges erhofft. Außerdem bin ich kein Mensch, der ein Buch abbricht. Das ist mir erst zweimal bisher passiert. Bei vorablesen habe ich gesehen, dass es mehrere so empfunden haben wie ich, aber einige fanden das Buch auch gut. Leider bin ich momentan nicht in der Stimmung, mich da durchzuquälen.  

    Mehr
    • 2
    Arun

    Arun

    04. March 2014 um 13:10
  • Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi
    sybille

    sybille

    08. August 2012 um 11:33

    bin sehr gespannt auf dieses buch!

  • Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi
    hanniball

    hanniball

    23. April 2012 um 10:36

    *Ein manchmal schwieriges*, manchmal auch unausgewogenes Buch. Es strotzt vor trockenem, manchmal auch schwarzem Humor. Aber der Humor wird nie verletzend, macht keinen lächerlich. Die Geschichte des modernen, etwas tumben Teenagers, der auf der Suche nach einem Mittel zur Befriedigung seiner sexuellen Phantasien in der elterlichen Tiefkühltruhe einen Eisblock mit einem tiefgefrorenen Rabbi findet, ist bei aller Groteskheit sehr ernsthaft und liebevoll erzählt. Das gleiche gilt für die Rückschau in die Zeit der Judenprogrome in Osteuropa am Ende des 19. Jahrhunderts, in der Rabbi Elieser bin Zephir während einer Meditation eingefroren wird und zum Familienerbstück von Bernies Vorfahren wird. Auch die Geschichte seiner (tiefgekühlten) Wanderungen, bis er in der heutigen Zeit wieder auftaut, die gleichzeitig Bernies Familiengeschichte ist, wird liebevoll erzählt. Aber bei aller Kunstfertigkeit wirkt das Buch manchmal auf mich gestückelt und zwar weniger in dem Zusammenspiel zwischen historischen Rückblicken und heutiger Zeit, sondern vor allen innerhalb der Versatzstücke, die heute spielen. Hier kommt mir vieles zu sehr übertrieben vor, insbesondere gegen Ende des Romans habe ich den Eindruck, dass Herrn Stern hier die zwar skurrilen und grotesken, aber wenigstens noch irgendwie realitätsnah erscheinenden Ideen ausgegangen sind. Trotzdem: ein erfreulich unkonventionelles Buch, das ich mit Genuss gelesen habe und auch gerne weiterempfehlen werde. Jedenfalls an Leute, die zwischendurch auch gerne mal etwas anspruchsvollere und gleichzeitig auch mindestens in Grenzen experimentelle Literatur lesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi
    Maggi

    Maggi

    02. January 2012 um 18:12

    Beim Durchwühlen der elterlichen Tiefkühltruhe stößt der dickliche, unmotivierte amerikanische Teenager Bernie Karp unter den Vorräten auf einen alten Mann, der in einem Eisblock eingefroren ist. Seine Eltern erklären ihm, mehr oder weniger gelangweilt, dass es sich bei diesem ungewöhnlichen Fund um einen Rabbi, ein Familienerbstück handelt, welches seit Generationen von Generation zu Generation weiter gereicht wird. Bei einem Stromausfall während eines Sturms taut der alte Mann auf und erwacht zu neuem Leben. Seit 110 Jahren tiefgefroren muss der Rabbi sich in der ihm völlig fremden Welt neu sortieren und alles neu kennen lernen. Bernie hilft ihm dabei, indem er ihm ins Gartenhaus seiner Eltern einen Fernseher stellt, ihm allerhand erklärt und ihn mit ungewohntem Essen konfrontiert. Schon nach kurzer Zeit genießt der Rabbi, von der Zeit nicht in Mitleidenschaft gezogen, sein neues Leben, das so viel komfortabler ist als sein altes im Osteuropa des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Bernie wiederum lernt durch den alten Sonderling in seinem Leben eine völlig neue Bedeutung kennen und interessiert sich auf einmal für jüdische Mystik, Meditation, die Thora und die Lehren von Talmud und Kaballah statt fürs Fernsehprogramm, Chips und Burger. Parrallel zu der Geschichte in der Neuzeit wird von hinten nach vorne in chronologischer Reihenfolge die Familiengeschichte der Karps erzählt. Im Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart spannt sich die Familiengeschichte. Stets skurril und ungewöhnlich erzählt Ausgehend vom Jahre 1889 mit Salo und seinem Vater, dem Betreiber des örtlichen Eishauses, im Schtetl, wohin der Rabbi zuerst gebracht wird, bis in die Großstadt New York, bis zur heutigen Zeit. Insgesamt sechs Generationen der Karps lernt der Leser so kennen, die letzte repräsentiert von Bernie. Allesamt sind die leicht sonderbar, das scheint in der Familie zu liegen, aber das gibt der Geschichte meiner Meinung nach einen besonderen Charme. Nachdem ich etwa 50 Seiten gebraucht habe, um mit der teils absonderlichen Geschichte warm zu werden hat mir der Roman sehr gut gefallen. Vieles wird schwarzhumorig und unterhaltsam geschildert und man erfährt viel über das Leben in den Schtetln und den schon Jahrzehnte vor dem Dritten Reich existierenden Antisemitismus und Pogrome, vor allem in Osteuropa, sowie über ein typisches Einwandererschicksal zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das fand ich alles sehr interessant zu lesen und während der Lektüre war es ein 4 Sterne-Buch. Ich tendierte schon zu einer 5 Sterne Bewertung, allerdings war mir bei dem Buch schon klar, dass hier das Ende den Ausschlag in die eine oder andere Richtung geben würde. Leider fand ich dann eben dieses Ende gewollt provokativ und überzogen und das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Ich muss leider sagen, dass das letzte Kapitel mich sehr enttäuscht hat. Daher kann ich für ein ansonsten sehr lesenswertes und außergewöhnliches Buch leider nur drei Sterne vergeben.

    Mehr
  • Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    20. September 2011 um 21:46

    Selten schaue ich Filme, doch gleich zu Anfang dieses Buches habe ich einen ganz bestimmten im Kopf. „Steinzeit Junior“. In diesem finden zwei Jungs aus Kalifornien in einer Grube einen eingefrorenen Menschen. 1999 Bernie ist zwar alleine, aber er lebt auch in Amerika und es geht ihm ganz ähnlich. Er gräbt zwar keine Grube aus, ganz im Gegenteil, er will seinen Hunger befriedigen. Dazu geht er in die Gefriertruhe um sich daraus ein Stück Fleisch zu holen. Dazwischen entdeckt er einen eingefrorenen Mann. Verwundert, verschreckt und doch etwas neugierig schaut der 15-Jährige erneute in die Truhe. Dann passiert das Vorhersehbare. Der Eisbrocken taut. Schuld ist ein Stromausfall und Bernie versteckt den Rabbi, der sich später mit dem Namen, Elieser ben Zephir, vorstellt. Seine Eltern merken, der Rabbi, der Talismann der von Generation zu Generation weitergereicht wird, ist weg. Bernie und seine Schwester schweigen und behalten ihr Wissen für sich. 1889 Rabbi Elieser ben Zaphir liegt wieder an einem bestimmten Weiher in seinem Dorf und meditiert. Er will Gott ganz nah sein und seine Seele beginnt in höheren Sphären zu schweben. Obwohl ein Unwetter naht, meditiert der Rabbi in aller Ruhe weiter und das Wasser des Weihers umhüllt seinen Körper. Unterwassermeditation über lange Zeit. Im Winter wird er gefunden. Salo findet den alten Mann, als er mit seiner Fußsohle einen Kreis auf der verharschten Oberfläche zieht. Er ruft seinen Vater und gemeinsam mit anderen Jungen bergen sie den verschollenen geistigen Führer. Ein Wechselspiel zwischen den Jahren folgt von Kapitel zu Kapitel. Ich bin froh mich eine Weile in der Gegenwart aufzuhalten, da es spannend ist mit Bernie den Rabbi kennenzulernen. In der Vergangenheit aber erfahre ich, welchen Weg und welche Zeit der Rabbi durch fremde Hilfe zurücklegte, um schließlich zum Talismann zu werden und in der Gefriertruhe zu landen. Die wohl gewollt umständliche und altertümliche Sprache zwischen den Jahren machen es mir schwer, den Lesefluss am Fließen zu halten. Hätte ich mich anfangs gern länger in der Gegenwart aufgehalten wird mir diese zu zäh und ich würde lieber nur die Vergangenheit erfahren. Mehrfach lege ich das Buch zur Seite, um viele der jüdischen Begriffe nachzuschauen. „Der gefrorene Rabbi“ konnte mich nicht in seinen Bann ziehen, mit geteilten Gefühlen lege ich das Buch aus der Hand. Zum einen froh aus der etwas zähflüssig zu lesenden Geschichte auszusteigen, zum anderen hätte schon gern gewusst, wie der Rabbi letztendlich in die Gefriertruhe gekommen ist. Vielleicht überwiegt ja eines Tages die andere Seite und das Buch bekommt noch eine zweite Chance von mir. Vielleicht.

    Mehr
  • Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi
    Eeyorele

    Eeyorele

    31. July 2011 um 18:19

    Leseprobe und Klappentext hatten mich auf mehr hoffen lassen. Suche nach den eigenen Wurzeln, ein Rabbi aus dem neunzehnten Jahrhundert im Amerika der Gegenwart, dass alles hat mich dazu bewogen, mich sehr zu freuen, dass ich ein Vorabexemplar dieses Buches erhalten habe. Und dann auch die Leseprobe, die zwar schon ein wenig eigen zu lesen war, aber durchaus Lust auf mehr machte. Das Buch selbst aber, ist eher enttäuschent. Da dies nur ein Vorabexemplar ist und das Buch im Einzelhandel ein Glossar haben wird, wird sich den späteren Lesern auf jeden Fall nicht das Problem stellem welches ich zum Teil mit den jiddischen Ausdrücken hatte. Doch denke ich nicht, dass auch wenn ich alle Wörter im einzelnen verstanden hätte, ich immer den Sinn des Textes hätte ausmachen können, vor allem dann, wenn Bernie in seinem neu entdeckten spirituellen "Wahn" sich zu immer neuen Sphären aufschwingt und seiner Freundin Lou davon erzählt oder einfach nur mit sich darüber nachdenkt. Der Rabbi selbst, der nach 5 Wochen Dauerbestrahlung des Amerikanischen Fernsehens und mit der Hilfe von Bernies Vater innerhalbt kürzester Zeit zu einem Mogul der Meditation aufsteigt und sich nur zu gern von den strengen Regeln seines frührern Lebens abwendet und offen sein Liebesleben auslebt, ist zwar Titelgeber des Buches, doch bleibt, wie auch Bernie irgendwie farblos, so das mein Interesse an der Entwicklung der Geschichte eher gering war. Sowieso war mein Drang, unbedingt weiterlesen zu wollen von vielen langatmigen Stellen unterbrochen, da sich, wie schon gesagt auch die Charaktere nicht entwickeln und auch nicht so dargestellt sind, als das man sich mit ihnen identifizieren könnte. Der einzige Abschnitt im Buch, der mich wirklich gefesselt hat, war die Geschichte von Jochebed und Schmerl. Hier lässt sich ein wenig Entwicklung und Charakterisierung erkennen, sowie auch eine Möglichkeit sich überhaupt in die Figuren einzufühlen. Ansonsten läuft dich Geschichte, mit immer wieder eingestreuten und (leider) nicht weitererklärten jiddischen Begriffen und Ritualen so vor sich hin. Neben dem Ende, welches ich hier nicht verraten werden, obowhl es mich wirklich sehr enttäuscht und fast schon verstört hat, ist mir besonders die immer wieder aufkommende Beschreibung sexuelle Handlungen aufgefallen, die in der Art und Weise und in der Häufigkeit für die Geschichte weder weiterbringend, noch Vorteilhaft war. Wird nicht gerade von irgendwelchen außerkörperlichen Erlsbnissen berichtet, so wird dem körperlichen (als Gegenstück wie es scheint) die absolute Aufmerksamkeit zuteil. In meinen Augen unnötig. Leider erfährt man auch nicht so richtig etwas über den jüdischen Glauben oder die Traditionen und die Geschichte des jüdischen Volkes, sondern muss sich alles ein wenig selbtszusammenreimen, aus wagen Beschreibungen der Protagonisten, die ihre Lage selbst scheinbar überhaupt nicht zu verstehen scheinen und keinen Blick für das Weltgeschehen haben. Der Stil ist teilweise wirklich langatmig und wechselt nach der GEschichte von Jochebed und Schmerl in eine komische Form, da Bernie seiner Freudin dann die Geschichte seiner Ahnen aus dem Buch seines Großvaters vorliest. Nur die Geschichte von Jochebed und Schmerl, die leider dann viel zu plötzlich zu Ende geht, lässt mich diesem Buch zwei Sterne geben. Ich bin leider sehr enttäuscht und hatte mir viel mehr von der Idee versprochen.

    Mehr
  • Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi
    Ruth_liest

    Ruth_liest

    07. July 2011 um 12:25

    Kaum eine Literaturbeilage, die im Frühjahr 2011 nicht auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Verständlich, denn es ist unterhaltsam und beschwert Geist und Seele nicht allzu sehr. Schmunzelnd liest man die Geschichte des 15-jährigen Bernie - einem Musterexemplar von übergewichtigem Computerfreak, der eines Tages einen gefrorenen Rabbi in der Tiefkühltruhe seiner Eltern findet. Der Rabbi ist quasi ein Erbstück der Familie, die vor Jahrzehnten aus Osteuropa eingewandert ist. Eines Tages fällt der Strom aus und der Rabbi erwacht zum Leben. Natürlich findet er schnell gefallen am sündigen Leben im Überfluss. Und ebenso natürlich bringt er gerade dadurch Bernie dazu, über sein Leben nachzudenken. Eine schöne Idee, die aber allzu seicht ausgeführt wurde.

    Mehr
  • Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi
    Peanutsky

    Peanutsky

    03. April 2011 um 09:01

    Steve Stern erzählt hier eine Geschichte über eine Familie, verfolgt über mehrere Generationen. Jedes Familienmitglied wird dabei bei seinem Kampf durchs Leben, von dem gefrorenen Rabbi begleitet. Dieser wird allerdings in der Gegenwart wieder aufgetaut und beginnt sein Leben ganz den weltlichen Freuden zugewandt. Dies war durchaus sehr amüsant mit anzusehen, gerade auch weil der Rabbi und der Junge Bernie, dem Ur...enkel der oben erwähnten Familie, hierbei die Rollen vertauscht haben. Hier möchte ich aber dem zukünftigen Leser nicht zuviel verraten. Das gesamte Ende hat die Geschichte zu einem "würdigen", passenden Ende geführt und hat mir dadurch sehr gut gefallen! Auch ich hatte so meine Probleme mit dem Lesen dieses Buches. Der Schreibstil von Stern ist, ohne Frage, wunderbar. All die jiddischen Begriffe haben mir diesen aber leider immer wieder etwas erschwert. Dadurch kam kein flüßiges Lesen zustande und ich konnte das Buch nicht so genießen, wie es ein anderer könnte, der des jiddisch mächtig ist. Ausserdem werden einige Kenntnise bezüglich der jüdischen Kultur vorausgesetzt, die ich ebenfalls nicht komplett besitze. Dies soll hier aber kein negativer Kritikpunkt sein. Ich verstehe nicht warum ein Buch nicht auch einen belehrenden, zusätzlich zu einem unterhaltenden Wert haben sollte. So freut sich Steve Stern sicherlich über jeden der durch dieses Buch auch auf anderweitige Literatur über die jüdische Literatur zugegriffen hat, um sicher weiterzubilden und der Geschichte dadurch besser folgen zu können. Zudem wurden hier die Informationen und Anspielungen in einer kreativen und anregenden Geschichte verpackt. Ich verstehe daher diesen Kritikpunkt (schwer zu Lesen; Zuviel fremde, unbekannte Kultur...) der anderen Rezensenten als keinen negativen gegenüber des Buches. Ich habe die Entwicklung von Bernie aufgrund des Rabbis, mit Freunden verfolgt. Zudem habe ich dieses Buch mittlerweile schon an zwei weiteren Personen verliehen die darauf brannten dies zu lesen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

    Mehr
  • Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi
    gst

    gst

    18. March 2011 um 14:53

    Durch die Beschreibung auf der Coverrückseite wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Die versprach viel. Doch leider hat der Inhalt das nicht gehalten. Trotz mehrerer Anläufe gelang es mir nicht, mich in diesem Buch festzulesen. Nach 160 Seiten gab ich schließlich auf,obwohl ich noch nicht einmal ein Drittel geschafft hatte. Abwechselnd beleuchten die Kapitel die Gegenwart und die Vergangenheit. Nach und nach erfährt der Leser, wie der Rabbi einfror, zum Familienerbstück wurde und wie er aus Europa nach Amerika gekommen ist. Zwischendurch wird immer wieder ein Blick auf die heutige Familie des Rabbis und dessen Leben nach einem Stromausfall, der ihn auftauen ließ, geworfen. Das Buch verfügt durchaus über lustige Passagen: nicht nur einmal konnte ich beim Lesen lauthals auflachen. Meist aber las ich, ohne in die Geschichte hineingezogen zu werden. Die jiddischen Ausdrücke waren mir fremd und wurden oft nur durch laute Aussprache verständlich. Auch der Aufbau der Kapitel war für mich konfus - oft wusste ich nicht, wo ich mich gerade befand. Warum das Buch trotzdem drei Sterne bekommt? Ich meine, dass es einen enormen Rechercheaufwand bedeutete, das jüdische Leben Anfang des 20. Jahrhunderts so genau zu beschreiben. Die Bauernschläue, die immer wieder zwischen den Zeilen auftaucht ist ausgesprochen witzig und es sind einige durchaus bemerkenswerte Ideen zu sehen. Ob ich es jemals schaffe, dieses Buch zu Ende zu lesen, ist fraglich...

    Mehr
  • Rezension zu "Der gefrorene Rabbi" von Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi
    Lupus

    Lupus

    19. February 2011 um 22:22

    Was inspiriert Sie dazu, endlich ihre Familienforschung zu beginnen, sich in alte Kirchenbücher zu vergraben, mit Onkels und Tanten alte Familienfotos zu ordnen? Der Urahn im Eisschrank ihrer Eltern? . Bernie entdeckt in der elterlichen Gefriertruhe den Talisman seiner Familie, einen Rabbi. Durch einen Stromausfall aufgetaut, entwickelt der alte Herr aus dem 19. Jahrhundert ungeahnte Energien und wirbelt das Leben seiner Nachfahren gehörig durcheinander. Bernie nutzt die Gelegenheit und begibt sich auf die Spurensuche nach den Wurzeln seiner Familie. . Ein aufregender, scharfsinniger und etwas skurriler Familienroman.

    Mehr
  • weitere