Einfach gehen

von Steven Amsterdam 
3,8 Sterne bei4 Bewertungen
Einfach gehen
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Positiv (3):
SarahVs avatar

Sterbehilfe - ein wirklich heikles Thema - wird hier in ganz unaufgeregter Art und Weise thematisiert. Brilliant!

Kritisch (1):
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Einfach gehen ist ein Buch mit vielen Facetten zum Thema selbstbestimmtes Sterben.

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Inhaltsangabe zu "Einfach gehen"

Evan ist Krankenpfleger, und sein Leben ist chaotisch. Seine energiegeladene Mutter hält ihn trotz ihrer Krankheit ordentlich auf Trab. Seine Freunde Lon und Simon, mit denen er soeben eine Dreiecksbeziehung begonnen hat, wünschen sich mehr als nur ein Abenteuer, was ihn ziemlich beunruhigt. Zu alldem kommt noch sein neuer Job: Im Krankenhaus soll er Menschen, die Sterbehilfe beantragen, auf ihrem Weg begleiten.

Witzig und ernsthaft, leicht und tiefgründig, mit Humor und radikaler Liebe erzählt dieser Roman vom Sterben und feiert dabei das Leben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783293005273
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Unionsverlag
Erscheinungsdatum:19.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    SarahVs avatar
    SarahVvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Sterbehilfe - ein wirklich heikles Thema - wird hier in ganz unaufgeregter Art und Weise thematisiert. Brilliant!
    Ein unbeschwerter Roman über Leben und Tod

    „Einfach gehen“ – Evan ist Krankenpfleger und arbeitet seit kurzem als Sterbebegleiter in einem Projekt, das diesen Wunsch kranken und verzweifelten Menschen ermöglichen möchte.
    Obwohl sich Steven Amsterdam damit einem schwierigen und heftig diskutierten Thema widmet, entsteht während der Lektüre dieses Romans nicht einmal dieses bedrückende Gefühl, dass so oft auftritt, wenn es um die Themen Tod und Sterbehilfe geht. Ganz im Gegenteil: Steven Amsterdam, der neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller selbst als Palliativpfleger arbeitet, erzählt in einem lockeren und unaufgeregten Ton von Evans Leben als Krankenpfleger. Dabei bietet die neutrale Erzählweise des Autors den Leserinnen und Lesern viel Raum, über diese heikle Tätigkeit des Protagonisten nachzudenken und sich eine entsprechende Meinung zu bilden. Ein ganz ausgezeichneter Roman!  

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    graphidas avatar
    graphidavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach gehen ist ein Buch mit vielen Facetten zum Thema selbstbestimmtes Sterben.
    Einfach gehen ist gar nicht so einfach...

    Mit Steven Amsterdam und seinem Buch 'Einfach gehen' war ich in - ja wo eigentlich ? Der Autor lebt in Melbourne, also ordne ich es auf der Literarischen Weltreise auch Australien zu.
    Einfach gehen ist gar nicht so einfach, das wird dem Leser schnell klar. Steven Amsterdam beschäftigt sich mit einem heiklen Thema: der Sterbehilfe. Er selbst ist Palliativpfleger und spricht sich für einen angenehmen, schmerzfreien Tod aus, aber die eigene Philosophie und die Umsetzung sind zweierlei.
    Wie geht ein Pflegender damit um ?
    Wie ist es dem Patienten die tödliche Dosis zu geben ?
    Was geschieht danach ? Wie geht jemand mit den Nachwirkungen um ? Wie kompensiert er das, was er täglich beruflich und professionell erlebt ?
    Viele Fragen und vielschichtige Sichtweisen machen das Buch aus, dazu eine grosse Portion Ironie, familiäre Verstrickungen, Empathie und der Versuch selbst im Chaos der Gefühle zu überleben. Die Dreiecksbeziehung in der sich der Protagonist befindet, macht die Bewältigung nicht unbedingt leichter.
    Einfach gehen ist ein Buch mit vielen Facetten zum Thema selbstbestimmtes Sterben, für meinen Geschmack stellenweise zu wenig achtsam,zu viele Nebenschauplätze, zu viel, was vom eigentlichen Thema wegführt.

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    Petriss avatar
    Petrisvor 5 Monaten
    Schweres Thema, leichtfüßiger Roman

    Bücher fallen einem auf unterschiedliche Weise zu. Man bekommt sie geschenkt, man bekommt sie empfohlen von Freunden oder Buchhändlern*innen, man kennt den*die Autor*in und will den neuen Roman unbedingt lesen, man studiert Verlagsvorschauen, man liest Rezensionen,…
    Dieses hier hat mich beim Schmökern in der Buchhandlung einfach angelacht, ganz ohne menschliches Zutun. Es lag da, das bunte Cover leuchtete, der Titel klang geheimnisvoll, Klappentext und Zitat des Australian Book Reviews klangen vielversprechend.

    Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass es so gekommen ist, denn Klappentext und Beschreibung haben nicht zu viel versprochen. Es ist ein wunderbarer Roman ganz nach meinem Geschmack.

    Das Thema: Im Mittelpunkt steht das Thema Sterbehilfe. In einem fiktiven Land ist sie gerade legal geworden, der Protagonist, Evan, ein Krankenpfleger, arbeitet auf einer dieser neuen Stationen. Beim Einstieg begleiten wir ihn gleich bei seiner ersten „Assistenz“. Sie wird aus seiner Sicht beschrieben. Und es bleibt nicht bei dieser einen Szene.
    Interessant ist, wie neutral der Autor einfach nur beschreibt,. Er wertet nicht, er erzählt einfach und überlässt es dem*der Leser*in, sich eine eigene Meinung zu bilden. Man darf nicht überrascht sein, wenn sich diese während der Lektüre verändert. Ich kann gut verstehen, dass schwerkranke, verzweifelte Menschen diese Option suchen, dennoch ist es für mich eine Tötung, etwas, was dem Menschen nicht zusteht. Aber für Betroffene ist es eine ganz persönliche Entscheidung, die nur sie selber treffen können.
    Neben seiner Arbeit hat Evan auch einige private Baustellen. Seine Mutter hat eine degenerative Krankheit, ihr Zustand scheint sich zwar zu verbessern, aber niemand glaubt, dass es dabei bleiben wird. Und dann ist da noch das nette schwule Paar, mit dem er Sex hat, die ihn aber mehr zu mögen scheinen und mit denen sich so etwas wie Häuslichkeit einschleicht. Verbindlichkeit, Stabilität, Sesshaftigkeit, Dinge, mit den Evan nicht so kann.

    Ich fand es faszinierend, wie man mit einem so schweren Thema, einen so leichtfüßigen Roman schreiben kann. Auch wie viel der Autor dadurch, dass er selber nicht wertet, aber alle Seiten und Aspekte des Todeswunsches zeigt, auch Suizid generell thematisiert, den*die Leser*in dazu bringt, über die eigene Meinung nachzudenken. Es ist eine Sache über Sterbehilfe allgemein zu sprechen und eine Meinung zu haben, eine völlig andere, wenn diese detailliert beschrieben wird.

    Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Ich mochte die Protagonisten, ich fand den Aufbau faszinierend, mir gefiel die Sprache,… Eine runde Geschichte, die noch lange nachwirken wird.

    Kommentare: 1
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    Sumsi1990s avatar
    Sumsi1990vor 6 Monaten
    Sterbehilfe

    Evan ist Anfang 30, Krankenpfleger und Sohn der Parkison kranken Viv. Er führt ein unbeschwertes Leben und welchselt seine Bettgefährten zirka gleich schnell wie die Stationen auf denen er arbeitet. Doch als sich Vivs Zustand verschlechtert und er wieder in ihre Nähe zieht, verändert nicht nur diese Verantwortung, sondern auch diejenige gegenüber dem schwulen Pärchen mit dem er Spaß hat und die es ernster mit ihm meinen als gedacht, seine Denkweise und sein Leben! Abgesehen vom Privaten wirbt er auch noch in einem Projekt an, das aktive Sterbehilfe legal testet, was ihn mehr verändert als gedacht!


    Das klingt jetzt vielleicht nach ganz schön viel Story für ein 340 Seiten langes Buch, doch der Autor schafft es geschickt, alle Erzählebenen schlau miteinander zu vernetzen, sodass der Inhalt keinesfalls überladen ist. Die Sprache ist angenehm und trotz des eher schwierigen Themas gut und leicht zu lesen. 

    Der Autor wertet in diesem Buch nicht und hält sich mit seiner eigenen Überzeugung zurück, was für die Thematik meiner Meinung nach der beste Weg ist, vor allem um dem Leser sein eigenes Urteil zu erlauben. Und dieses wird sich auch bei Menschen mit gefestigten Meinungen im Laufe dieser Lektüre das ein oder andere Mal wandeln. Daher zeichnet dieses Buch für mich jedenfalls aus, dass ich das Gefühl habe, dass es meine Denkweise zum ein oder anderen Thema erweitert hat. 

    Es handelt sich im Endeffekt um einen wirklich gelungenen Roman, zu einem aktuellen Thema, der aufgrund seiner Sidestory auch extrem aktuell ist und jeden Leser prägen wird. 

    Kommentare: 3
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