Steven Bloom Die menschliche Schwäche

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Inhaltsangabe zu „Die menschliche Schwäche“ von Steven Bloom

'Moses steigt vom Berg herab und sagt: Ich hab eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute ist, ich hab Ihn auf zehn runtergehandelt. Die schlechte ist, Ehebruch ist noch dabei' – diesen alten jüdischen Witz stellt Steven Bloom seinem Roman voran, und in der Tat dreht sich vieles in seinem Roman um eben diese menschliche Schwäche. Aber für alles ist sie nun auch wieder nicht verantwortlich zu machen, selbst wenn sie gar nicht die schlechteste Erklärung wäre für den Mord auf dem Schlossplatz in Heidelberg, der die Stadt in Aufregung versetzt. Der Tote ist Amerikaner. Jude! Jedenfalls sieht er so aus. Oder ist das schon ein antisemitisches Klischee? Nichts fürchten der Oberbürgermeister und der Tourismusverantwortliche der Stadt jedenfalls mehr als politische Verwicklungen und Reisestornierungen. Wilde Spekulationen schießen ins Kraut. Der Stadtrat gerät in höchste Aufregung, und umfassende Untersuchungen voller guter Vorsätze und Ränkespiele nehmen ihren Lauf, in denen unerwartete Geschehnisse, Hilflosigkeiten und Vorurteile von Bloom in einen irrwitzigen Wirbel gebracht werden, der sämtliche gerade Linien verwischt. Es entsteht eine groteske Szenerie, in der hinter einer korrekten politischen Kulisse die merkwürdigsten privaten Verwicklungen sichtbar werden.So viele Witze und Pointen wie Steven Bloom bringt kaum ein anderer Autor auf so wenig Platz unter. Und doch geht es dabei nicht nur lustig, ironisch und sarkastisch zu. Denn unter der so leicht erscheinenden Alltäglichkeit ist tiefe Trauer zu spüren.Rheinischer Merkur

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    Die menschliche Schwäche

    dominona

    08. November 2015 um 10:14

    Was auf den ersten Blick nach einem Theaterstück und einem Krimi aussieht, ist eigentlich eine Vorurteilsstudie, die alles gegeneinander anrennen lässt, das man sich vorstellen kann. Im Sinne der einzelnen Personen gibt es sogar Happy Ends, eben nur charakterspezifisch. Ich hatte meinen Spaß, obwohl manches, natürlich absichtlich, überzeichnet wurde.  

  • Rezension zu "Die menschliche Schwäche" von Steven Bloom

    Die menschliche Schwäche

    Clari

    12. August 2011 um 18:02

    Szenen aus einer kleinen Stadt! Einem Kammerspiel gleicht der Auftakt des Romans von Steven Bloom, in dem er die menschliche Schwäche abhandelt. Ein jüdischer Witz steht zu Beginn und weist auf die Thematik hin, in der es um das Judentum, um das Anderssein und einen Mord und seine Folgen geht. Mr. Stone ist auf dem Heidelberger Domplatz ermordet worden! Er ist Amerikaner und auch noch Jude nach seinem Aussehen zu schließen! Achtung: auch das Vorurteil wird eine Rolle spielen in diesem Theaterstück! Die handelnden Personen werden vorab aufgeführt, was den Theatereffekt der ganzen Geschichte verstärkt. Der Oberbürgermeister und seine Stadträte sind beunruhigt bis aufgebracht: könnte doch der Tourismus unter dieser Nachricht leiden. Wir haben das Jahr 1991, das Jahr des zweiten Golfkriegs zwischen den USA und dem Irak. Auch Mozarts Tod jährt sich just zum zweihundertsten Male wie es in einem Nachtrag vom Autor heißt. In einem kleinen Gesellschaftspanorama dreht sich alles um Beziehungen, Geschichten aus dem Alltag und natürlich um die Aufklärung des für die Stadt Heidelberg unrühmlichen Mordfalls. Dabei fällt so manche Einzelheit aus dem Privatleben der Protagonisten an; Treue und Untreue, Nazivergangenheit und Antisemitismus bilden den Rahmen, in dem Bloom seine skurrilen Beobachtungen am Menschen abspult. Humorvolle Dialoge, kleine Geheimnisse und Boshaftigkeiten beleben die Gespräche und machen sie zu einer unterhaltsamen Geschichte, in der das Menschliche und Allzumenschliche seinen Platz findet. Es sind Szenen aus dem wirklichen Leben, die keinen Anfang und kein Ende zu haben scheinen. Erst in einem Nachtrag liest man, wie es mit den einzelnen Protagonisten in ihrem Leben weiterging. Steven Bloom ist ein amüsanter Unterhalter. So ganz reicht er mit dieser Geschichte aber nicht an seinen Roman „ Stellt mir eine Frage“ heran.

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