Steven Bloom Immer dieselben Witze

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Inhaltsangabe zu „Immer dieselben Witze“ von Steven Bloom

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    Immer dieselben Witze

    joergmcfly

    12. June 2013 um 17:01

    Brooklyn, kurz vor Ausbruch des Koreakriegs. Wie gewöhnlich sitzen Izzy und seine Stammtischfreunde in Bald Sam's Diner und filosofieren über Baseball, die Atombombe, den Kommunismus. Am laufenden Band erzählen sie sich Witze, zumeist jüdische, die ihnen helfen, ihre von den Schatten des Holocaust gezeichneten Leben vor dem endgültigen Zusammenbruch zu bewahren. Izzy, erst Boxer, dann Soldat, muss sich inzwischen als Straßenmusikant durchschlagen. In seinem Kopf blieben vom Krieg nicht nur Granatsplitter, sondern auch die Erinnerung an die Schrecknisse der Judenpogrome in Europa, die seinen Vater das Leben kosteten. Er vermutet zu Recht, er habe darüber alle seine Emotionen und den Bezug zur Aussenwelt verloren. In der Tat wirkt er oft in seine eigene Welt zurückgezogen, derweil seine Freunde Archie Feinstein und Jack Goldfarb in dem Lokal Frauenwitze zum Besten geben, Benny Kubbleman sich um seinen Job im Lagerhaus sorgt und der väterliche Meyer Woolf versucht, Izzy mit seiner alternden Nichte Celia zu verkuppeln... Es mag ja angehen, dass einem nicht-Amerikanischen Leser ganz einfach der kulturelle Hintergrund fehlt, um zu einem tieferen Verständnis zu gelangen. Dennoch scheint die Form des Romans nicht immer glücklich gewählt: Er vermittelt in verschiedenen Passagen den Eindruck, als ob der Autor ursprünglich eine Witzesammlung zu veröffentlichen plante und sich dann entschied, eine Romanhandlung darum zu konstruieren. Das Werk schafft seine Balance zwischen grimmig-pessimistischer Weltsicht und comic relief oft in Sprüngen, die Filmschnitten ähneln. Die Dialoge haben stellenweise unerwarteten Tiefgang und stellen die zwischen Realitätsannahme und Realitätsflucht pendelnden Charaktere sehr überzeugend dar. Manchmal dagegen wirkt das Konzept der eingestreuten Witze unglaubwürdig - besonders beispielsweise bei Izzys intimer Begegnung mit einer Frau, der er auf einer seiner Hinterhofmusik-Touren begegnet: Sie teilt sie die Angewohnheit Izzys und seiner Freunde, unvermittelt Witze in den Raum zu werfen. Störend wirkt sich gelegentlich auch die typisch Amerikanische Variantenarmut bei den Verben des Sprechens aus. Die beabsichtigte Wirkung, nämlich das Gesagte für sich selbst stehen zu lassen, wird oft durch entnervende Wiederholung beeinträchtigt. Dass diese stilistische Kleinigkeit oft so ablenkend wirken kann, liegt natürlich an der Dialoglastigkeit des Textes an sich. Dennoch: Für Nicht-Amerikaner kann das Buch eine sehr fesselnde Einführung in mehr als nur die darin zitierten ethnisch-jüdischen Witze sein. Anschaulich werden auch in die Sorgen einer Generation in der Schwebe zwischen zwei Kriegen gemacht, zumal der Autor das damalige Zeitgeschehen mit einbindet und seine Charaktere darauf reagieren lässt. Der 1942 in Brooklyn geborene Steven Bloom, der mit "Immer dieselben Witze" seinen Debütroman veröffentlicht, liefert trotz aller Kritik ein insgesamt doch interessantes Bild des Nachkriegs-New York ab.

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