Steven Bloom Stellt mir eine Frage

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Inhaltsangabe zu „Stellt mir eine Frage“ von Steven Bloom

1950 im Brooklyner Viertel Brownsville. Fast täglich kommen Meyer Woolf, Archie Feinstein, Izzy und ihre Freunde in Sams Cafeteria, um beim Kaffee über Gott und die Welt zu debattieren: Liebe, Ehe, Eifersucht, Alltagssorgen, Koreakrieg und Rassismus sind nur einige der Themen. Zu jedem weiß einer einen Witz zu erzählen. Einer Meinung sind die Männer selten, auch wenn ihr Jüdischsein sie verbindet. Und ständig fallen sie sich ins Wort, frotzeln, auch wenn sie sich mögen. Oder gerade deshalb.
Die Schrecken antisemitischer Verfolgung haben sie alle ins amerikanische Exil geführt. Immerhin sind sie dem Schlimmsten entronnen, aber sie schleppen doch an ihrer Vergangenheit, und so amerikanisch sie sich geben, so wenig selbstverständlich ist ihnen vieles.
'Steven Blooms Texte verdanken ihren Charme nicht zuletzt den punktgenauen, sehr flotten Dialogen, die an bessere Screwball-Komödien erinnern', schrieb Ulrich Rüdenauer in einer Kritik. Silvia Morawetz hat sie brillant und stilsicher ins Deutsche übertragen.

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    Stellt mir eine Frage

    Clari

    12. August 2011 um 19:54

    Jüdisches Leben um 1950 in Brooklyn/ New York: Einwandererschicksale, Freunde und der Zusammenhalt als Lebensnotwendigkeit. Ein bunt zusammen gewürfelter Haufen jüdischer Männer trifft sich in den fünfziger Jahren regelmäßig in einer Cafeteria in Brooklyn, um sich zu verlustieren. Was haben sie sich wohl zu erzählen? Sprechen sie über Alltagssorgen, über Gott und die Welt, Politik, Sport, Weibergeschichten und den Koreakrieg, oder tauschen sie womöglich Witze aus? Meyer Woolf, Archie Feinstein, Izzy, Jack Goldfarb und noch ein paar andere sind Stammgäste in Sams Cafeteria. Sie alle haben ihr Emigrantenschicksal hinter sich, das sie verbindet. Ihre Gespräche sind zuweilen frozzelnd, dann wieder lustig, ernst, heiter aber auch traurig. Und immer weiß einer einen Witz bei passender Gelegenheit hervor zu zaubern, mit dem man sich selber oder die Welt auf den Arm nimmt. Der jüdische Witz mit seiner feinsinnigen Selbstironie, mit seinem tiefgründigen Menschenverständnis und seiner oft naiven Freude am Widerspruch in sich gibt den einzelnen Episoden einen besonderen Reiz. Die Männer sind alle nicht besonders begütert und schlagen sich durch als Taxifahrer, mit ihrem Hungerlohn als Straßenmusikant oder anderen Gelegenheitsverdiensten. Das Wichtigste jedoch bleibt der Humor, mit dem sich auch noch das schwerste Schicksal meistern lässt. Spontan reiht sich eine Episode an die andere, und man meint dabei zu sein! Man hört sie lachen, sich streiten, necken und ernsthaft am Schicksal von Sonya, Meyer Woolfs Frau, teilnehmen, die schwer krank ist. Die langen Diskussionen über Ehe, Kinder und das Glück sind ernst und amüsant zugleich. Die Handlung wird alleine von den Gesprächen in der Kneipe getragen. Gebannt folgt man den schnellen und spritzigen Dialogen, und ehe man sich’s versieht, ist man selber mit allgemeinen Lebensfragen konfrontiert. Vom Witz zum Ernst ist ein kurzer Schritt und ohne Freude ist kein Leben, ohne Unglück kein Glück zu finden. Die Politik und der Sport, das Essen und Izzys Frauensuche beleben ein Spektakel, das vom Alltäglichen lebt. Die zusammen gewürfelte Männerschar hält uns am Lachen und macht uns Weinen und gibt uns Einblicke in die jüdische Lebensart und Mentalität, die oftmals vom Schicksal mit bestimmt war. Der Prediger Salomo, 4.11 mit seinem Text „.. legen zwei sich zusammen nieder, so wird ihnen warm werden; aber einem einzelnen, wie soll ihm warm werden?“ ...als Leitspruch der Erzählung vorangestellt, zeigt deutlicher als viele Worte, wie sehr Zusammenhalt in guten und in schlechten Tagen unser aller Leben trägt. Für Juden ist diese Lebensweisheit überlebenswichtig! Hier erleben wir einige von ihnen, die sich wohl gesonnen sind und um den anderen kümmern, sich gelegentlich ärgern und doch in Freude und Leid zusammenstehen. „ Jeder ist Fachmann für das Leben des anderen “ äußert Archie Feinstein, der mit seiner Frau kein Glück zu haben glaubt. Das Buch zeigt einen anrührenden und unsentimentalen Ausschnitt aus dem Leben jüdischer Immigranten in Amerika. Unprätentiös und gewitzt bietet es einen breiten Kanon voller Lebensweisheiten. Steven Bloom, 1942 geboren und selber polnischer Immigrant jüdischer Herkunft, weiß vom Leben in Amerika zu erzählen. In einem Nachwort bietet er eine kurze eigene Lebensskizze, sie sich wie ein weiteres Kapitel in die Geschichte eingliedert. Er ist ein großartiger Erzähler!

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