Steven Dunne Abgott

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Inhaltsangabe zu „Abgott“ von Steven Dunne

Derby ist eine ruhige, beinahe idyllische Stadt, stolz auf seine zweitausendjährige Geschichte. Als ein College dort vier Studenten als vermisst meldet, ist zunächst kaum jemand von der Polizei beunruhigt, auch DI Damen Brook nicht. Aber dann taucht im Internet ein Film auf, der behauptet, den kollektiven Selbstmord der vier zu zeigen. Ein Fake? Aber was soll diese Inszenierung? Und wo stecken die Studenten? Ist der Film echt? Aber warum sollten diese vier begabten jungen Leute mit besten Zukunftsschancen sich umgebracht haben? Oder wurden sie ermordet? Und wenn ja, wer könnte ihnen ein derart absurdes,schreckliches Ende gesetzt haben? Ausgeklügelte Forensik, großartige Polizeiarbeit und ein unheimlicher Psychopath - Hochspannung um einen unheimlichen Serienmörder.

Manchmal etwas langatmig, dann wieder rasant, verwirrend und total durchgeknallt - gut, aber nicht überragend.

— tootsy3000
tootsy3000

ein guter britischer Thriller

— harlekin1109
harlekin1109

Gute Hauptgeschichte, glaubwürdige Umsetzung - leider mit verwirrendem und unbefriedigendem Ende!

— DieBuchkolumnistin
DieBuchkolumnistin

Intelligent konstruiert, spannend geschrieben und ein faszinierender Bösewicht - ganz großes Kino in Buchform!

— LinusGeschke
LinusGeschke

Ein genialer Thriller, der das Beste der Besten vereint. Komplex, intelligent und absolut unvorhersehbar!

— Floh
Floh

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    Abgott
    SusanneSH68

    SusanneSH68

    12. July 2015 um 21:36

    Mit „Abgott“ ist Steven Dunne ein ungewöhnlicher Thriller gelungen. Zwei Obdachlose werden tot aufgefunden und vier Jugendliche verschwinden, regelmäßige Videobotschaften tauchen auf. Für die Polizei stellt sich die Frage, ob diese Fälle überhaupt miteinander zusammenhängen oder nicht. Detective Inspector Damen Brook vermutet gleich einen Zusammenhang, was sein Vorgesetzter zunächst ganz anders sieht. Brook ist ein interessanter Ermittler, der schon viel erlebt hat und ein wenig mit seinem Leben hadert, dafür aber sehr überlegt ermittelt und über ein gutes Gespür verfügt. Der Fall ist interessant zu lesen und die Auflösung zumindest ungewöhnlich. Man muss konzentriert bei diesem Thriller bleiben, da sehr viele Personen vorkommen und man sonst leicht den Überblick verlieren kann. Dafür wird man dann aber mit einem spannenden Buch belohnt, denn es bleibt lange unklar, ob die Jugendlichen lebend gefunden werden oder nicht.

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  • Absoluter Wahnsinn!

    Abgott
    Samy86

    Samy86

    21. May 2015 um 12:19

    Inhalt: Derby ist eine Stadt, die durch ihre Ruhe und Idylle überzeugt, aber vor allem ist sie stolz auf ihre weit zurückreichende Geschichte. Daher bricht keinerlei Panik aus, als vier Studenten als vermisst gemeldet werden. Doch das ändert sich je als ein Video auftaucht, welches den Selbstmord der Vier beweisen soll. Mord oder Selbstmord?Die Indizien sprechen eine deutliche Sprache, doch das Bauchgefühl von DI Dame Brook eine ganz Andere und so werden die Karten neu gemischt um die Wahrheit ans Licht zu bringen! Meine Meinung: " Abgott " von Steven Dunne hat mich begeistert und erschüttert zugleich! Eine ultimative Hochspannung, die Nervenkitzel pur verspricht, Protagonisten mit denen man sich verbunden fühlt oder sie verabscheut und ein Handlungsverlauf, der durch unzählige Wendungen nicht nur den Ermittler im Dunkeln tappen lässt - dies Alles und noch viel mehr verstecken sich in den 592 Seiten von " Abgott" !Das Aufgebot an ausgeklügelte Forensik, großartige Polizeiarbeit und ein unheimlicher Psychopath - Hochspannung um einen Serienmörder der schlimmsten Sorte, ist einfach phänomenal und lässt den Leser nicht nur einmal erschaudern. Die Konfrontation mit einem enormen Gewaltpotential und der Lust am Morden durch den Psychopathen und der Vorgehensweise der Ermittel ist sehr viel versprechend, man wird zu einem Teil der Handlung und erleidet nicht nur einmal eine Gänsehaut, die das Blut in den Adern gefrieren lässt. Ein absolutes Thriller-Highlight der besonderen Art mit dem der Autor sich im Nu an die Spitze meiner Liste der " Besten Thrillerautoren " geschrieben hat! Steven Dunne hat einen Schreibstil, der unglaublich detaillierten, fesselnden und wie soll man sagen " beängstigend " ist und seinem Thriller das sogenannte Sahnehäuptchen aufsetzt und man ihn als Leser einfach verschlingen muss. Fazit: Nervenkitzel vom aller Feinsten und absolut nichts für schwache Nerven! Ein Thriller der Extraklasse, welcher durch ausgeklügelte Forensik, großartige Polizeiarbeit und ein unheimlicher Psychopath - Hochspannung um einen Serienmörder der schlimmsten Sorte, mehr als nur überzeugen kann!

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  • Das nahezu perfekte Meisterwerk in geballter Thriller-Manier. DI Brooks erster Fall.

    Abgott
    Floh

    Floh

    Bei diesem Thriller war es wirklich der vielversprechende Klapptext, der mich absolut neugierig machte. In "Abgott" schickt der Autor Steven Dunne einen ganz besonderen Protagonisten und Detective ins Rennen. Ich habe schon viel gelesen, und auch schon viele Themenbereiche des (Psycho-) Thriller beschritten, aber das was mich in "Abgott" des Autors S. Dunne mit seinem Ermittler Damen Brook erwartete, das hat mich definitiv sprachlos gemacht, sprachlos in der Form der Umsetzung, und fasziniert in der Form der Komplexität, des Ausmaßes und der genialen Strategie des serienmordenden Psychopathen in der Kleinstadt Derby. Der Autor Steven Dunne hat sich mit seiner Art der Schriftstellerei und komplexen Umsetzung seines Thriller-Auftaktes eine Marke gesetzt und besitzt absoluten Wiedererkennungswert und bewegt sich auf der Ebene großer Größen. Ich empfinde seinen Schreibstil und seine Intelligenz als eine gelungene Mischung aus den besten Eigenschaften bereits erfolgreicher Autoren. Hier einen sich Noten bekannter Schreiber wie zum Beispiel Simon Beckett, John Grisham, Robert Harris usw. Erschienen im Berlin Verlag (http://www.berlinverlag.de/) Inhalt: "Derby ist eine ruhige, beinahe idyllische Stadt, stolz auf seine zweitausendjährige Geschichte. Als ein College dort vier Studenten als vermisst meldet, ist zunächst kaum jemand von der Polizei beunruhigt, auch DI Damen Brook nicht. Aber dann taucht im Internet ein Film auf, der behauptet, den kollektiven Selbstmord der vier zu zeigen. Ein Fake? Aber was soll diese Inszenierung? Und wo stecken die Studenten? Ist der Film echt? Aber warum sollten diese vier begabten jungen Leute mit besten Zukunftschancen sich umgebracht haben? Oder wurden sie ermordet? Und wenn ja, wer könnte ihnen ein derart absurdes, schreckliches Ende gesetzt haben? Ausgeklügelte Forensik, großartige Polizeiarbeit und ein unheimlicher Psychopath - Hochspannung um einen unheimlichen Serienmörder." "Schaun und Scheinen ist nur Schaum, Nichts als Traum in einem Traum!" (Seite 287) Handlung: Das einzige was an diesem Buch nach Schema F oder Standard erscheinen könnte ist der Prolog, der erste Rätsel aufgibt und den Leser zunächst schockiert und entsetzt und spekulativ zurück lässt. Dieser Einstieg ist sehr gelungen. Nun beginnt die Story ihren Lauf, und dieser ist gewiss kein Standard. Wir lernen zunächst die Teenager, dessen Elternhaus, dessen Leben und ihre jungen Probleme kennnen. Zudem dürfen wir Detective Inspector Damen Brooks bei einem ganz subtilen Fall bei seinen Ermittlungen begleiten. Damen Brook ist aufgrund seiner sozialen Eigenarten im Team nicht sonderlich beliebt. Nach und nach erfahren wir weiteres aus seiner früheren Vergangenheit und zurückliegenden Fälle. Auch wenn es noch keinen vorherigen Band gibt, könnte man meinen, Brook ist ein geprägter Ermittler mit einer düsteren Vergangenheit. Seine Vergangenheit wird dem gespannten Leser nach und nach deutlich gemacht und reiht sich gekonnt in den Fall des "Einbalsamierers" ein, der zum psychopathischen und überaus gefährlichen Serienkiller mutiert. Waren die "wertlosen" Obdachlosen bloß der Anfang seiner Übungen? Wie weit wird er gehen? Und in wie weit hängt der zweite aufwühlende Fall der vier vermissten Teenager mit den abscheulichen Vorgehen dieses Serienkillers zusammen? Oder hat Damen Brook einfach das üble Los gleich zwei dominierende Fälle lösen zu müssen? Und wie sehr steht er selbst in Gefahr Opfer des kaltblütigen und besessenen Killers zu werden? Brook erscheint den Leser zunächst als etwas gescheiterten und depressiven Detective, der nur für seinen Dienst lebt und sonst keinerlei Kontakte pflegt. Aber nicht nur sein chaotisches, vereinsamtes, schlafloses und gebeuteltes Leben als Einsiedler wird uns schonungslos gezeigt, sondern auch gleich die ganze gescheiterte Persönlichkeit von Brook und seiner Vergangenheit als Sinnbild eines Häufchen Elends. Eine unmenschlich präparierte Wasserleiche eines Mannes wird gefunden und Brook erhält eine letzte Chance sich im Team unter Beweis zu stellen. Mit seinem Seargent Noble begibt er sich an die Ermittlungen im Fall des "Einbalsamierers" und wird den Leser ab da mit gnadenloser Genialität, Intelligenz, Kombinationsgabe und Intuition verblüffen und überraschen. Auch im zweiten parallel laufenden Fall zieht Damen Brook die wichtigen Strippen und später darf der Leser gebannt einer Wendung in beiden Fällen beiwohnen, die man so nie für möglich gehalten hätte. Hochspannung, Thrill, Nervenkitzel und Gänsehautgarantie. "Liebe gehorcht keinen Gesetzen" (Seite 296) Schreibstil: Der Schreibstil ist unter anderem dass, was diesen Thriller zu diesem Lesehighlight und zu dieser Besonderheit macht. Der Autor Steven Dunne hat hier einen Stil geschaffen, der die allerbesten Noten und Merkmale meiner Lieblingsthriller- und Krimiautoren vereint. So eine geballte und verblüffende Form der Umsetzung und Genialität habe ich zuvor selten gelesen. Hat man anfangs den verheißungsvollen Prolog verdaut, muss sich der Leser an die Bekanntschaft einiger Protagonisten gewöhnen, die für den Thrillerverlauf und für die Handlung allesamt gleich wichtig sein werden. Das ist das Interessante an diesem undurchsichtigen Ermittlungen, alles ist möglich, doch nichts scheint wie es zu sein scheint. Das wusste schon der reich zitierte Autor Edgar Allan Poe. Hat man diese minimale Bürde gern gemeistert, so beschert der Autor seinen Lesern höchsten Lesegenuß und absolut wahrhafte Sinnbilder, Situationen und grandiosen Thrill und Nervenkitzel. Die Umstände erschüttern, lassen erschaudern und die Anatomie, die Pathologie, die Gerichtsmedizinischen Fakten, die Polizeiarbeit, die gedanklichen Wege.... all das ist unsagbar intelligent und nahezu genial und detailliert recherchiert wiedergegeben worden. Hier macht der Autor definitiv keine halben Sachen und überzeugt mit einem grandiosen Schreibstil. Das Lesen gestaltete sich so zu einer ganz neuen und anderen Art des Lesens. Steven Dunne berichtet aus Sicht des immer sympathischer werdenden DI Brook und gibt auch unglaublich authentische Einblicke in die Welt der Jugendlichen, in die Welt der alkoholranken Obdachlosen und in die verworrene Polizeiarbeit gepaart mit verzwickten Familienkonstellationen. Mit Brook muss sich der Leser erst anfreunden, aber hat man seine Stärken erkannt, so wird man diesen besonderen Detective Inspector mit seinen Methoden nicht mehr missen wollen. Im Laufe der Story und im Laufe der hochtrabenden Ermittlungen gelingt es dem Autor eine Tür zum Leser zu öffnen, und DI Brook dort, samt Charakterzüge und Psychogramm, zu platzieren. Eine weitere Besonderheit ist das weitreichende Spektrum an Wissen, was uns hier nahegebracht wird. Zu jedem Alltäglichem hat der Autor eine sagenhafte Wissenschaft, Anekdote, ein Nähkästchenplausch oder eine Weisheit, eine These oder einen Fakt, eine Alltagssituation, ein Geistesblitz oder einen frechen Dialog auf Lager. Sagenhaft! Die Spannung und der Nervenkitzel sind stetig auf Hochniveau, da der Leser nicht wissen wird, wohin uns die Ermittlungen führen werden. Auch hier kann Edgar Allan Poe gern zitiert werden: "Schaun und Scheinen ist nur Schaum, Nichts als Traum in einem Traum!" Hier dominieren in Sachen Thriller aber nicht nur ausschließlich atemberaubende Hochspannung, sondern auch sagenhafte Genialität, Wissen, Komplexität und Vorgehensweise. Durch sein Knowhow schreibt der Autor S. Dunne klar, intelligent, überzeugt, selbstbewusst und lässt durch Vielseitigkeit und Unglaublichkeit diesen (Psycho-) Thriller so einzigartig werden. Einzig im Showdown, in den letzten 80 Seiten, hätte diesem Werk etwas weniger Unvorhergesehenes und Konstruiertes besser getan. Stellenweise erweckt es den Eindruck von zu weit her geholt und leider dann auch etwas irreal. Im Gesamten ist es jedoch ein wahres Erlebnis all diesen ermittlerischen und aber auch den psychopathischen Gedankengängen zu folgen und all diesen vielen Details und Entdeckungen im Verlaufe der Story zu erleben. "Sie reden, als sei dieser Abgott eine Entität. Ein Wesen, das über diese Kids Macht hat." (Seite 414) Charaktere: Was wäre dieses Buch bloß ohne seine genialen und einzigartigen Protagonisten? Mit Gold nicht aufzuwiegen sind die besonders gestalteten Charaktere hier in dieser Story. Hier schöpft der Autor aus den Vollen und hat eine Welt aus unbeschreiblichen Darstellern geschaffen, so filmreif, so detailgetreu, so authentisch, so unglaublich abwechslungsreich und vielseitig. Hier habe ich den Eindruck, dass der Autor die beliebtesten und gern gelesensten Eigenschaften eines Detective auf Brook und seinem Team umgemünzt hat. Einfach nur perfekt. Auch all die anderen Charaktere weisen ganz besondere Noten auf, die Eltern der vermissten Teens, der Freundeskreis, das Leben der armseligen Obdachlosen, die Fähigkeiten und Macken der Einsatzkräfte und und und ... Nicht zuletzt die unmenschliche Grausamkeit des psychopathischen Serienkillers. 5 Sterne Psychogramme und höchster Unterhaltungswert. Charaktere und Blickwinkel aus tiefsten Abgründen, kranken Seelen, gescheiterten Existenzen, helfenden Händen und der Moral der Gerechtigkeit. Wenn ich ehrlich bin, so möchte ich so manchen aus dem Buch gerne mal real kennenlernen, andere wiederum möchte ich niemals nie im Leben begegnen müssen. Eine raffinierte Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir durch diese grausame Geschichte in diesem so unscheinbaren Örtchen Derby in Großbritanien. Autor Steven Dunne hat so viele Charaktere erschaffen, die so sonderbar sind, wie keine anderen. Wer den Horror-Thriller Streifen SAW kennt, der wird Parallelen in der Art der Genialität entdecken. Hier gibt es nicht nur ein Spiel mit der Genialität und Unvorhersehbarkeit, hier gibt es auch ein perfides Spiel mit kranken Psychen und deren Opfer, und einer Auswahl an großartigen Hauptakteuren. "Jemand hat erkannt, dass man nur im Gedächtnis bleibt, wenn man ein Opfer bringt. Manchmal muss man eben sterben, um ewig zu leben." (Seite 445) Schauplätze: Neben dem einzigartigen Schreibstil mit Wiedererkennungswert, den sonderbaren Charakteren, spielen die Schauplätze in diesem Buch ebenso eine große Rolle wie der Fall selbst. Die Schauplätze sind ebenso detailliert, real, authentisch und getreu wiedergegeben und spiegeln das jeweilige Bild der Protagonisten, die dort agieren, wieder. Eine sensationelles Rundumpaket. Der Autor lässt dem Leser viel Raum für Spekulationen und Fantasie, zeichnet jedoch genaueste Bilder der Umgebung, gepaart mit Atmosphäre, Emotion, Gefühl, Idyll, Schrecken, Witterung, Vegetation und Alltag. Er beschreibt Orte, die jeder meint zu kennen und schafft somit Nähe und das Gefühl, selbst einmal dort gewesen zu sein. Hier nutzt er gut und gern Details und kleine Alltäglichkeiten. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Welten, entsetzliche Kulissen, aber auch die gute biedere Gemütlichkeit und Geborgenheit eines fast heilen Familienlebens mit fragwürdiger Vergangenheit und aktuellem schrecklichen Ereignissen. Der Autor Steven Dunne bietet dem Leser einen Blick in die Welt der häuslichen Not, Alkoholismus, frühes Erwachsenwerden, wechselnde Bekanntschaften, Aktionismus, Spürsinn, Gerechtigkeit, Skrupellosigkeit, die verflossene junge Liebe, das verkorkste Dasein, die labilen Phasen eines manischen Ermittlers....und und und. Das ist das Leben des DI Damen Brook. Meinung: Dieser Thriller ist wahrlich keine leichte Kost, liest sich anspruchsvoll und ist geballt mit Spezialwissen und enormen Besonderheiten. Ich war von Beginn an gefesselt, war entsetzt und fasziniert sogleich. Diese Neuartigkeit, diese Andersartigkeit, diese Erkennungsmarke, diese Novität, all diese vielen Details, das Leben des Damen Brook und seiner Tochter Terri und die bestialisch erschütternden Fälle, der Bezug zu großen Poeten und Schriftstellern, diese Melancholie, die Filmzitate und Jugendlichkeit.... hat mich gleich auf seine Seite geholt und mich ans Buch gefesselt. Ich bewundere und lobe diese Einzigartigkeit des Autors. Ein geniales Spiel mit dem Wort und ein genialer Dialog mit den Lesern. Ganz besonders großartig. Die Handlung gefällt mir gut, auch wenn mich der etwas überladene und herbeigezauberte Showdown verärgert hat. Aber für dieses kleine Manko möchte ich dem sonst so empfehlenswerten Thriller keinen Stern abziehen. Daher würde und werde ungehindert 5 Sterne vergeben. Dieses Buch hat es verdient gelesen und bewundert zu werden! Verdiente 5 Sterne, da sich das Buch von der Masse abhebt, neuartig und mutig ist! Zudem hat es mich gut unterhalten und die Spannung mit Wissen unterfüttert. Einzigartiger Bezug auf das jugendliche Leben der verzagten Teens, aktuelle Themen, gegenwärtige Medien, Presseinteresse, reale Polizeiarbeit und kleinste Details mit grandiosen Charakteren und zwei dicken Handlungssträngen, die sich zu einem festen Tau verbinden. "Ich bin Abgott. Ich bin alles und nichts. Der Unbekannte, der stets hinter Ihnen steht und nie im Sichtfeld ist." (Seite 534) Cover / Buch: Das Buch ist hochwertig und ansprechend verarbeitet. Das Cover deutet auf ein verzweigtes Netz, ein Konstrukt hin. Das ist stimmig und sogar fühlbar. Das Schriftbild ist sehr angenehm, die Kapitel von angenehmer Länge. Das Cover gefällt mir mehr als gut, der Klapptext hatte es mir angetan. Wunderbar. Der Autor: "Seit dem Abschluss seines Studiums an der Kent University hat Steven Dunne immer geschrieben, meistens eher zum Vergnügen. Eine Zeitlang hat er sich – allerdings wenig erfolgreich – als Comedy-Autor versucht und als freier Journalist für die Times, den Independent und den Guardian gearbeitet. Daneben spielte er Theater. Weil er zunächst keinen Verlag für seinen ersten Kriminalroman, »Der Schlitzer« fand, brachte Dunne ihn im Selbstverlag heraus. Der Erfolg war so groß, dass der Verlag Harper Collins es kaufte und Dunne ermutigte, mit seinem Helden DI Brooke weiterzumachen. Gerade erschien in England der vierte Fall des Kommissars aus Derby. Steven Dunne lebt mit seiner Frau selbst in Derby und arbeitet als Englischlehrer." Fazit: Ein genialer Thriller, der das Beste der Besten vereint und absolut überzeugt und gerne 5 Sterne verdient hat! Ein Lesehighlight!

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  • Gute Unterhaltung mit vielfachen überraschenden Wendungen

    Abgott
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    Gute Unterhaltung mit vielfachen überraschenden Wendungen Zwei Fälle sind es, von denen John Brooks einen zunächst auf eine sehr leichte Schulter nimmt, die zunächst unverbunden in dieser sonst so ruhigen Stadt Derby Brooks gesamte Konzentration erfordern werden. Eine Leiche wird gefunden (die nicht die letzte bleiben wird), die in sehr merkwürdiger, unbekannter Form „entleert“ wurde und das mit einem sehr speziellen Werkzeug zudem noch. Und ein Toter, der nirgends registriert zu sein scheint, dessen Identität einfach nicht herauszufinden ist. Fast zur gleichen Zeit verschwinden vier Teenager von einer Geburtstagsparty eines der Teenager. Einfach so, wie vom Erdboden verschluckt. Schüler, die kurz zuvor den Film „Valentines Day“ in der Schule geschaut hatten. Als zudem noch Brooks Tochter Terry in Derbi auftaucht, ein wenig durch den Wind des Lebens, innerlich noch zerrissen vom Tod eines Mannes, der ihr als fast noch Kind Gewalt angetan hat, hat Brooks dann wirklich alle Hände voll zu tun. Vor allem, als ihm deutlich wird, dass weder die vier Jugendlichen „einfach so“ verschwunden sind (sondern einen gefährlichen und tödlichen Plan haben), noch das die gefundene Leiche „einfach so“ so zugerichtet war, wie sie war. Mehr Leichen tauchen auf, mehr „entleerte Körper“ finden ihren Weg in die Pathologie, bis klar wird, dass hier ein Mann am Werk ist, der übt. Der seine „Technik“ zu perfektionieren gedenkt, um ein Ziel zu erreichen, dass in seinen Wirren Gedanken über das irdische Leben weit hinausreicht. Während die Teenager auf einer eigenen Internetseite täglich ein Video der Welt zeigen, dass ihre Resignation, ihren Verdruss, ihre Ablehnung genau dieser Welt gegenüber hart und massiv zum Ausdruck bringen werden. Videos und eine Haltung, die zeigen, dass die Jugendlichen dem Tod entgegen gehen. Während die Mutter eines der Teenager sich äußerst merkwürdig verhält und im Zimmer dieses Jungen keinerlei DNA Spuren zu finden sind. Während die Mutter eines der anderen Jungen mit einem Mann liiert ist, der hintergründig noch ganz andere Verbindungen pflegt. Und ganz langsam wird sich zeigen, dass in all dem Geschehen Zusammenhänge zu finden sein werden, die auch Brooks und seine Tochter in höchste Gefahr bringen werden. Ohne dass jene Person, die alle Fäden zieht, je selbst Hand an jemanden legen würde. Sagt diese Person zumindest. Während die Motive für die „entleerten Leichen“ ein anregender und kreativer, durchaus realistisch anmutenden Ansatz darstellen, fällt es beim zweiten Erzählfaden der Geschichte zunächst nicht einfach, dieses „Gruppenfreiwilligkeit“ mit Realismus zu versehen, auch wenn Dunne sich genügend Zeit nimmt, die Motive der einzelnen Teenager und der Jugendlichen als Gruppe darzulegen. Und doch, auch das kann sein, wenn man sich als Leser ein wenig mit bestimmten Internetseiten beschäftigt und die emotionale Anfälligkeit gerade in diesem Alter berücksichtigt. Dennoch, im Mittelteil dieses breit verfassten Thrillers bleiben manche Längen nicht aus, geht Dunne manchen Fäden zu weitschweifig nach (Brooke als Obdachloser, Terry als „Assistentin“). Zum Ende hin jedoch entschädigt Dunne mit einem Verwirrspiel par excellence, in dem nichts bleibt, wie es schien und immer noch eine Wendung mehr in das Geschehen hineinfließt. Jene Person, die Fäden zieht scheint einfach alles bedacht, alles geplant und alle Fäden in der Hand zu halten. Mit einem überzeugenden, vom Leben mitgenommenen und in diesem Leben oft leicht abwesend wirkenden Ermittler, mit einer komplexen Geschichte und fein gewebten Zusammenhängen samt überraschenden Enthüllungen und einem überaus spannenden Ende bietet „Abgott“ eine sehr anregende und flüssige Unterhaltung.

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