Die „Malazan Chronik“ (Das Spiel der Götter) von Steven Erikson ist für mich eines der komplexesten und beeindruckendsten Fantasy-Epen überhaupt. Die Dichte an Figuren, Intrigen und Magie ist überwältigend – und gerade darin liegt der Reiz: Man taucht immer tiefer in eine Welt voller Rätsel, Tragödien und kleiner Triumphe ab. Besonders die Figur Quick Ben habe ich sofort ins Herz geschlossen. Seine Cleverness, Vielschichtigkeit und sein Humor machen ihn für mich zu einer der faszinierendsten Figuren der modernen Fantasy.
Steven Erikson
Lebenslauf
Alle Bücher von Steven Erikson
Das Spiel der Götter (1)
Das Spiel der Götter (2)
Das Spiel der Götter (3)
Das Spiel der Götter (4)
Das Spiel der Götter (5)
Das Spiel der Götter (6)
Das Spiel der Götter (7)
Das Spiel der Götter (9)
Neue Rezensionen zu Steven Erikson
Hier kommt ein echtes Highlight unter den Fantasy-Serien, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Roman entführt uns in eine Welt voller Intrigen, Krieg und Magie. Diese Welt ist so vielschichtig und tiefgehend, dass sie uns Leser:innen schnell in ihren Bann zieht.
Erikson startet die Geschichte direkt inmitten eines Krieges und verzichtet dabei auf den üblichen "langsamen Einstieg". Die Malazanischen Imperiums-Armeen belagern die Stadt Pale, eine der letzten Hochburgen des aufständischen Fürsten Caladan Brood und seiner mächtigen Verbündeten. Schon zu Beginn wird klar, dass dieser Krieg nicht nur eine militärische Angelegenheit ist, sondern dass auch Magier, uralte Wesen und Götter selbst ihre Hände im Spiel haben. Die Handlung ist ziemlich komplex und entwickelt sich immer weiter in neue, miteinander verflochtene Handlungsstränge. Das ist schon eine Herausforderung für die Leserschaft, aber auch faszinierend und macht es möglich, richtig tief in das Geschehen einzutauchen.
Erikson hat eine ganze Menge an Charakteren geschaffen, die alle ihre eigene, komplexe Hintergrundgeschichte und Motivation haben. Die enthüllt sich aber oft erst nach und nach. Die Figuren sind alles andere als "klassische" Helden. Sie sind moralisch ambivalent und mitunter schwer zu durchschauen. Besonders erwähnenswert ist die Assassinenlegende Anomander Rake. Seine kryptischen Ziele und übermenschlichen Kräfte sorgen für eine bedrohliche und gleichzeitig fesselnde Präsenz.
Eriksons Schreibstil ist anspruchsvoll und intensiv, ohne viele Erklärungen oder Einführungen. Der Autor überlässt es dem Leser, die Welt und die Regeln dieser Fantasie-Realität selbst zu entdecken. Die Sprache ist stellenweise poetisch und oft philosophisch, was das Leseerlebnis zusätzlich vertieft.
Was das Buch wirklich auszeichnet, ist die Art und Weise, wie es eine faszinierende Welt erschafft. Das "Malazanische Reich" und seine Nachbarstaaten sind voll von Geschichte, mythischen Wesen, unterschiedlichen Kulturen und miteinander verbundenen Intrigen. Dadurch entsteht eine lebendige, vielseitige Welt. Auch das Magiesystem ist einzigartig und geheimnisvoll. Es basiert auf sogenannten "Warrens", magischen Bereichen, die die Zauberer für ihre Kräfte anzapfen. Erikson enthüllt die Regeln und Feinheiten der Magie nur stückweise, was die Spannung und den mystischen Charakter verstärkt.
Mein Fazit:
"Die Gärten des Mondes" ist keine leichte Lektüre und erfordert Aufmerksamkeit und Geduld. Die Belohnung dafür ist eine reichhaltige, immersive und fordernde Welt, die mit jedem Kapitel mehr Tiefe gewinnt. Steven Erikson bricht mit klassischen Erzählmustern und bietet eine kompromisslos komplexe und düstere Fantasy-Erfahrung, die begeistert.
Für Leser, die bereit sind, sich auf die anspruchsvolle Reise einzulassen, eröffnet sich ein unvergleichliches literarisches Abenteuer – das Spiel der Götter hat begonnen.
Neuer Kontinent, weitgehend neue Charaktere, eine neue Story, neue Gottheiten, eine Menge magisches Gewirr und am Ende eine wuchtige, trickreiche Schlacht.
Ich hatte wirklich gehofft, dass Band 2 mich mit einer warmen, willkommen Umarmung empfängt und die Geschichte aus Band 1 fortführt. Aber nicht mit »Das Spiel der Götter«! Hier heißt es erstmal wieder freischwimmen im kalten Wasser, bis man wieder Land unter den Füßen spürt und langsam aus dem unklaren Tümpel herausklettert.
Danach allerdings hat mich Steven Erikson mit seinem gigantischen Werk wieder gepackt, selbst wenn ich an manchen Stellen meine Verwirrung kaum verhehlen konnte. Es ist üppig, vielschichtig, tiefgehend, eingebettet in ein Worldbuilding, das kaum zu überschauen oder einzugrenzen ist. Das ist auf der einen Seite fordernd, auf der anderen Seite aber auch der Punkt, der diese Geschichte zu einem außergewöhnlichen Werk macht.
Ich mag die Charaktere, die Epik und die Vielzahl der Völker und Stämme mit all ihren Eigenarten.
Lese ich weiter? Ja! Nach einer kurzen Verschnaufpause und immer mit der Hoffnung im Gepäck, dass sich die Reihe für mich irgendwann vollkommen öffnet und mir nicht jedes Mal ein Eisbad anbietet, bevor sie mich hereinbittet.
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Zusätzliche Informationen
Steven Erikson wurde am 07. Oktober 1959 in Toronto (Kanada) geboren.
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