Steven Erikson Das Spiel der Götter - Kinder des Schattens

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Inhaltsangabe zu „Das Spiel der Götter - Kinder des Schattens“ von Steven Erikson

Trull Sengar vom Volk der Tiste Edur entdeckt als Erster, dass das Reich Lether die Grenzen seines Volkes verletzt hat. Ihm ist sofort klar, dass diese Missachtung der alten Verträge Krieg für die Kinder des Schattens bedeutet. Das Reich Lether beherrscht bereits den gesamten übrigen Kontinent, und sein Eroberungswille ist ungebrochen. Doch die Edur sind nicht die leichte Beute, die sie einst waren, denn zum ersten Mal in der Geschichte der Kinder des Schattens sind die sechs Stämme unter einem einzigen Herrscher vereint dem Hexerkönig!

unbedingt bei Band eins beginne und dann endlos viel Zeit einplanen, weil man nicht mehr loskommt

— phantastische_fluchten
phantastische_fluchten

Das Reich Lether ist machthungrig. Es will den gesamten Kontinent beherrschen. Doch ihr neuster Vorstoß stößt auf ernstzunehmende ...

— Splashbooks
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  • Ein Krieg um Bestimmung und Identität

    Das Spiel der Götter - Kinder des Schattens
    Wortmagie

    Wortmagie

    25. December 2016 um 21:31

    +++Hinweis+++Diese Rezension bespricht sowohl „Kinder des Schattens“ als auch „Gezeiten der Nacht“. Im Original erschien der fünfte Band unter dem Titel "Midnight Tides", für den deutschen Markt wurde dieser geteilt.Lange Zeit lebten die Völker der Letherii und der Tiste Edur friedlich nebeneinander. Verträge legten ihre Territorien fest und bestimmten den Handel. Das Leid, das die Letherii den indigenen Stämmen antaten, berührte die langlebigen Kinder von Vater Schatten kaum. Aus der Ferne beobachteten sie die gnadenlosen Eroberungsfeldzüge, die weit häufiger mit Münze und Feder geführt wurden als mit Waffen und Soldaten; die perfiden Pläne, die die Stämme in die Abhängigkeit tricksten; Lügen, Verrat und Betrug. Erst als das gierige Auge Lethers auf die Gebiete und Rohstoffe der Edur fällt und die Kontrakte vorsätzlich gebrochen werden, sind sie gezwungen, zu reagieren. Der unausweichliche Konflikt ängstigt die Edur nicht, denn erstmals seit Generation sind sie unter der Führung des Hexenkönigs vereint. Doch auch die Letherii glauben fest an ihre Unbezwingbarkeit. Im Namen des Sieges entfesseln beide Völker schreckliche, unberechenbare Mächte, die niemand zu kontrollieren vermag. Tod, Schmerz und Verzweiflung sind die Banner der unfassbaren Gewalt zwischen Letherii und Tiste Edur, die eine gesamte Kultur auszulöschen droht. Eine uralte Prophezeiung sagt den nahenden Morgen eines neuen Imperiums voraus – wer wird sich aus der Asche des Krieges erheben? Steven Erikson hat es wieder einmal geschafft. Mit jedem neuen Band von „Das Spiel der Götter“ nehme ich mir vor, auf alles gefasst zu sein und mich nicht von den unberechenbaren Wendungen aus dem Konzept bringen zu lassen. Es gelingt mir nicht. Erikson ist einfach zu gut. „Kinder des Schattens“ und „Gezeiten der Nacht“ überraschten mich in jeglicher Hinsicht, weil dieser fünfte Band all meine Annahmen zum Verlauf der Handlung der Reihe über den Haufen warf. Er führte mich an ein neues Setting, konfrontierte mich mit neuen Figuren und – der wohl spektakulärste Faktor – katapultierte mich offenbar rückwärts durch die Zeit. Trotz fehlender konkreter Hinweise, in welchem Verhältnis die Zeitrechnung der Letherii und Tiste Edur zur Zeitrechnung im malazanischen Imperium steht, glaube ich, dass es sich um ein Prequel handelt, das chronologisch vor den Ereignissen der vorangegangenen Bände angesiedelt ist. Ich wusste bereits, dass Erikson seinen Leser_innen gern Verwicklungen vorsetzt, die sich erst sehr viel später aufklären, doch mit einem so umfassenden Twist habe ich nicht gerechnet. Die Verbindung zu den bisherigen Bänden ist schmal, tatsächlich taucht lediglich eine Figur auf, die ich schon kannte: der Tiste Edur Trull Sengar, der mir im letzten Band als Ausgestoßener vorgestellt wurde. Dadurch hatte ich zugegebenermaßen Schwierigkeiten, in diesen neuen Handlungsstrang hineinzufinden, weil ich erst spät begriff, wie sich dieser vermutlich einordnet. Trulls Geschichte ist die Brücke zu dem Konflikt zwischen Tiste Edur und Letherii, der wiederum von Bedeutung für das gigantische Gesamtbild ist, da er von jahrhundertealten Mächten beeinflusst wird, die auch für das malazanische Imperium Pläne schmieden. Es erschütterte mich, wie unsagbar brutal dieser Krieg ausfällt. Erikson behandelt seine Figuren zwar niemals zimperlich, aber die überbordende, grenzenlose Gewaltbereitschaft, die in diesem Band zu Tage tritt, schockierte mich dennoch. Sowohl Tiste Edur als auch Letherii nehmen enorme Opferzahlen billigend in Kauf; die Situation eskaliert katastrophal, weil es in Wahrheit nicht um eine Auseinandersetzung über territoriale Ansprüche geht. Der Krieg zwischen Tiste Edur und Letherii ist ein Kampf um Bestimmung und Identität. Beide Völker sehen ihre verzweifelte Aggressivität durch einen höheren Zweck gerechtfertigt. Die Alternative wäre ein Leben in bewusster Bedeutungslosigkeit. Beide Völker verzehren sich nach einer Aufgabe, durch die ihre Kultur bestätigt wird und ein Ziel erhält, weil sie verloren sind und ohne Halt dahindriften. Die Edur glauben an uralte Lügen und mischen ihre faktische Geschichte mit Mythen und Legenden – die Letherii hingegen glauben an gar nichts außer dem Profit. Sie beten einen Leeren Thron an, ein hervorragendes Symbol für das Werte-Vakuum und Wesen ihrer Gesellschaft, die sich auf selbstgerechter, selbstzersetzender Gier aufbaut. Dieser fünfte Band ist voller ähnlich symbolträchtiger und sprachlich herausragender Metaphern und Gleichnissen, die die Handlung mit verschlüsselten Bedeutungen aufladen und Spannung zwischen Oberfläche und Metaebene erzeugen. Ich hatte das Gefühl, zwischen den Zeilen versteckte sich eine weitere, viel tiefere Geschichte, die besonders in kryptischen Traumsequenzen aufblitzte und sich mir möglicherweise absichtlich noch nicht offenbarte. Ich vertraue Steven Erikson, dass er mich zum richtigen Zeitpunkt einweihen und sich alles fügen wird. „Kinder des Schattens“ und „Gezeiten der Nacht“ forderten mich mehr als die vorangegangenen Bände von „Das Spiel der Götter“. Nicht nur musste ich mich in einer völlig neuen Umgebung akklimatisieren und mich mit den Kulturen neuer Völker vertraut machen, ich empfand auch die inhaltlichen Entwicklungen als Herausforderung. Diese ins Verhältnis zur übergeordneten Handlung der Reihe zu setzen war schwierig, weil ich die Verbindungen selbstständig herstellen musste und keine Hilfe vom Autor erwarten konnte. Ich lief oft Gefahr, mich in Details zu verlieren, da mich all die kleinen und großen tragischen Schicksale dieses fünften Bandes dermaßen faszinierten. Ich war gezwungen, mich beim Lesen stark zu konzentrieren, was allerdings nicht bedeutet, dass ich weniger Spaß an der Lektüre hatte. Anderen Autor_innen würde ich den Mangel an Hintergrundinformationen vielleicht vorwerfen, aber ich kenne Steven Erikson mittlerweile gut genug, um ihm soweit zu vertrauen, dass er mir zu gegebener Zeit alles erklären wird, was ich jetzt noch nicht verstehe. Der Aha-Moment wird kommen. Ich weiß es.

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  • Das Spiel der Götter 8: Kinder des Schattens, rezensiert von Götz Piesbergen

    Das Spiel der Götter - Kinder des Schattens
    Splashbooks

    Splashbooks

    01. September 2015 um 08:30

    Das Reich Lether ist machthungrig. Es will den gesamten Kontinent beherrschen. Doch ihr neuster Vorstoß stößt auf ernstzunehmende Gegner: Die Tiste Edur haben etwas dagegen, dass ihre Heimat erobert werden soll. "Kinder des Schattens" ist der achte Titel von Steven Eriksons "Das Spiel der Götter"-Reihe. Und zum ersten Mal seit einiger Zeit wechseln wir den Schauplatz des Geschehens. Das Reich Lether ist hungrig. Hungrig auf mehr Land. Es hat schon einen Großteil des Kontinents erobert. Und nur noch ein Gebiet bleibt über. Es ist das Land der Tiste Edur. Ein stolzes Volk, das nach seinen eigenen Gesetzen und Regeln lebt. Und das unter sich eigentlich sehr zerstritten ist. Doch jetzt, mit der Bedrohung der Lether versammeln sie sich unter einem Oberhaupt: Dem Hexerkönig! Nach dem wir die letzten Bände überwiegend uns in der Wüste aufhielten, wechselt Steven Erikson jetzt einfach mal komplett den Handlungsort. Und nicht nur das! Ebenso tauchen auch keine bekannten Völker auf. Geschweige denn, bekannte Gesichter. Alles neu. Ist das überhaupt noch "Das Spiel der Götter", fragt man sich? Ist es immer noch. Das zeigt schon allein der Prolog, in dem der Gefallene Gott einen Auftritt hat. Und auch danach gibt es immer wieder Anspielungen auf die vorherigen Ereignisse. Also keine Sorge "Kinder des Schatten" existiert nicht im luftleeren Raum. Es ist eben nur ein komplett anderer Handlungsort, bei dem man sich zunächst fragt, wie der überhaupt in die Serie hineinpasst. Nur um dann am Ende gebannt die Seiten weiterblättert, weil man einfach wissen will, wie die Geschichte weitergeht.Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22283/das_spiel_der_goetter_8_kinder_des_schattens

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  • Ganz anders als die Vorbände aber gut

    Das Spiel der Götter - Kinder des Schattens
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. August 2015 um 09:45

    Wow, diesesmal wurde ich echt überrascht, denn Steven Erikson hat komplett den Schauplatz gewechselt. Eben war ich noch im reich der sieben Städte und finde mich jetzt im Königreich Lether wieder. Doch damit nicht genug, mit Trull wurde ja bereits das Volk der Tiste Edur eingeführt. Nun kommt wieder ein neues hinzu; die Letherii. Und auch hier hat wieder jeder der beiden Völker seine ganz eigene Kultur. Dabei hat Steven Erikson sich wieder einmal selbst übertroffen in dem er die beiden wieder geschickt mit der bisherigen Handlung verstrickt hat. Die Lether wollen sich ausbreiten und bis jetzt haben sie das auch sehr gut hinbekommen. Einzig ein Gebiet ist ihnen noch nicht anheim gefallen: das der Tiste Edur. Doch die sind nicht mehr so schwach wie sie es einmal waren, denn nun sind sie unter dem Hexenkönig Mosag vereint. Und damit längst nicht mehr so einfach zu besiegen. Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten mit dem Buch weil es hier wirklich sehr viel neues gibt.Neue Völker, neuer Schauplatz und nur wenig Verbindung zu den Charakteren aus den Vorbänden. Dazu kommt das es mitunter schon ziemlich schwer für mich war mich durch die Handlung zu finden. alleine das Trull und seine Brüder ein wenig für Verwirrung sorgten, waren es auch noch die Brüder der Beddict die ebenfalls jeweils eigene Wege gingen. Da war es nicht so einfach den Überblick zu behalten. Trotzdem ist aber genau die Geschichte der Familien Sengar und Beddict sehr interessant zu lesen, es gibt wieder eine Menge Konfliktpotential und wenn man sich erst durch die vielen neuen Namen gekämpft hat, macht es auch wirklich Spaß dieses Buch zu lesen. Auch der neue Schauplatz lässt auf einige interessante Neuerungen hoffen. Trotz der vielen Neuerungen ist Steven Erikson auch dieses Mal wieder ein klasse Buch gelungen das Spaß zu lesen macht. An Ideenreichtum mangelt es in keinem Fall und wer sich erst durch die ersten Seiten gelesen hat wird sicher auch eine Menge Spaß mit diesem Teil der Buchreihe haben. Dieses mal habe ich jedoch einen Punkt abzuziehen weil mir einige der Charakternamen einfach zu ähnlich geklungen hatten. Das war schwer die Leute auseinander zu halten. In einem Satz: Etwas schwerer zu lesen als der Vorgänger aber trotzdem toll Das Spiel der Götter (8) Kinder der Schatten erhält 4 von 5 Sternen

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