Steven Heighton Letzte Welten

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Inhaltsangabe zu „Letzte Welten“ von Steven Heighton

1872: Durch ein Unglück im Packeis werden Bootsmaat Roland Kruger und 18 weitere Menschen auf der Nordpolexpedition Polaris zu Schiffbrüchigen. Auf einer Eisscholle im Meer treibend kämpfen sie ums Überleben. In der Dunkelheit des polaren Winters kommt es zur Meuterei. Zwei Lager bilden sich und Kruger gerät zwischen die Fronten

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  • Die Fahrt der USS Polaris

    Letzte Welten

    Stefan83

    23. October 2011 um 10:46

    Wir schreiben das Jahr 1871. Die "USS-Polaris" unter dem Kommando des Polarforschers Captain Charles Francis Hall durchfährt den Robeson-Kanal zwischen der Ellesmere-Insel und Grönland und erreicht dabei 82°11`nördliche Bereite. Zu jenem Zeitpunkt ist kein Mensch dem Nordpol näher gewesen. Ein Riesenerfolg für die von der US-Regierung finanzierte und ausgestattete Expedition, an der auch eine größere Gruppe Europäer teilnimmt. Richtig Freude vermag allerdings nicht aufzukommen, denn im Winterquartier, dem eisigen Thank God Harbor im Norden Grönlands, verstirbt Hall plötzlich. Unter mehr als mysteriösen Umständen. Aufgrund der sich häufenden schlechten Vorzeichen macht sich die Polaris auf die Rückreise, bis sie von einer riesigen Eisscholle gerammt wird. Neunzehn Menschen können sich auf die gen Süden treibende Scholle retten und kämpfen von nun an in der klirrenden Kälte der Arktis ums nackte Überleben. Autor Steven Heighton orientiert sich in "Letzte Welten" an George Tysons Buch "Arctic Experiences", welches rückblickend die Ereignisse der Polaris-Expedition schildert. Tyson, damals selber Mitglied der Expedition, der Deutsche Kruger und die Eskimo-Frau Tukulito stehen auch im Mittelpunkt der Geschichte, die sich mehr wie ein Tatsachenbericht, denn ein Abenteuerroman liest, wie uns der Klappentext weismachen will. Dies liegt in erster Linie daran, dass Heighton es nicht schafft ein Gefahrengefühl zu erzeugen. Da der Leser schon von Beginn an, der nach den Ereignissen der Expedition spielt, weiß, welche Mitglieder überleben, vermag keine Spannung geschweige denn eine gespannte Atmosphäre aufkommen. Zudem hat Heighton mit der damaligen Sprache zwar eine authentische Erzählform gewählt, die uns direkt in die Zeit zurückkatapultiert. Der Plot und insbesondere den Lesefluss auf Dauer werden dadurch aber mehr gestört als gefördert. Desöfteren gerät man in Versuchung die sich nur zäh entwickelnde Geschichte zur Seite zu legen. Auch die Protagonisten bleiben bis Mitte des Buches blass und lassen erstaunlich viel Tiefe vermissen. Der Leser fühlt sich nicht wirklich im Geschehen, sondern mehr als stiller Beobachter, der das Ganze aus dem warmen Fernsehsessel verfolgt. Die Hungersnöte der Gestrandeten, die Spannungen zwischen den unterschiedlichen Nationen und die angedeutete Liebesgeschichte haben mich hier merkwürdigerweise total kalt gelassen. Fahrt nimmt das Buch erst dann auf, wenn Heighton das Schicksal der einzelnen Personen nach ihren Erlebnissen auf der Scholle schildert. Wenn im heißen Mexiko Kruger im Kampf für die Indios zu den Waffen greift, kommt endlich so etwas wie Spannung und Abenteuerflair auf. Das ein Buch über eine Arktis-Expedition aber erst im brütend heißen Mittelamerika zu überzeugen weiß, wird sicher nicht die Absicht des Autors gewesen sein. Das Ende stimmt versöhnlich, wenngleich es auch etwas offensichtlich gerät. Insgesamt ist "Letzte Welten" ein solider, aber schwer lesbarer Roman über ein interessantes Thema, der viel Potenzial verschenkt und in Sachen Unterhaltung letztendlich enttäuscht hat. Wer näheres über die Polaris-Expedition wissen möchte, sollte lieber zu dem weitaus gelungeneren Buch von Richard Parry, "Die Männer der Polaris", greifen.

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