Steven Herrick Wir beide wussten, es war was passiert

(24)

Lovelybooks Bewertung

  • 24 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 12 Rezensionen
(13)
(6)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Wir beide wussten, es war was passiert“ von Steven Herrick

. und wie ich mich abmühte, selbstsicher zu erscheinen. Und er antwortete: Ja, toll. Und ich sagte auch: Toll. Und danach machte ich mich wieder ans Wischen und versuchte zu wirken, als wenn nichts passiert wär, obwohl wir beide wussten, es war was passiert. Eine poetische Geschichte vom und zum Verlieben, übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn

Ein wunderschöne Geschichte mit einem außergewöhnlichen Schreibstil, dennoch hat mich etwas gestört in dem Buch.

— Mondprinzessin

Diese Geschichte brauchte nicht viele Worte um mich zu berühren. Ich werde viele Gedanken aus diesem Buch noch lange behalten.

— rainybooks

Sehr poetisch, schöne Sprache, dennoch fand ich die Geschichte an sich etwas holprig.

— Mausezahn

Etwas ganz besonderes. So hab ich noch keine Geschichte wahrgenommen!

— michitheblubb

Eine besondere und außergewöhnliche Geschichte.

— LillianMcCarthy

Beeindruckend und anrührend

— vormi

Idealisierte Darstellung des Lebens von Obdachlosen. Ich befürchte, dass unglückliche Jugendliche sich daran ein Beispiel nehmen könnten!

— TochterAlice

Beeindruckend, wie wenig Worte es benötigt, um so viel auszudrücken! Ein zauberhaftes, wundervolles Buch.

— MissStrawberry

Eine sehr schöne Geschichte für zwischendurch, die einen zum Nachdenken anregt und viele Weisheiten lehrt.

— startbeingabooklover

Stöbern in Jugendbücher

Iskari - Der Sturm naht

Geniales Setting, fesselnder Schreibstil, wunderbare Charaktere - und DRACHEN!! Definitiv ein persönliches Jahreshighlight von mir! 10/5 ;-)

Weltenwandlerin98

Luna

Ein wunderschöne und süße Geschichte, die ich nicht aus der Hand legen konnte. Eine Welt die bezaubert und einfach vollkommen mitreißt

aly53

Ich und die Heartbreakers

Eine zuckersüße Geschichte mit sympathischen Charakteren. Perfekt für etwas leichtes zwischendurch.

igbuchblueten

Blutrosen

total kranker Typ, bei dem die Frau da gelandet ist

kidcat283

Scherben der Dunkelheit

Einfach magisch. Ich wurde in ein Gefühlswechsel hier geschmissen vom feinsten. Düsteres Zirkus Feeling. Leider das Ende etwas verhauen.

KayvanTee

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...

Wundervoll illustriert

melaniehella

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Toll!!!

    Wir beide wussten, es war was passiert

    buecherfuechschen

    17. October 2016 um 23:52

    Ehrlich gesagt habe ich vorher noch nie eine Geschichte wie diese gelesen. Am Anfang fand ich es ein bisschen komisch, aber man gewöhnt sich schnell an die Art und Weise wie das Buch geschrieben ist. Die Geschichte von Billy, Old Bill und Caitlin ist wirklich schön und erzählt davon, dass nicht immer alles im Leben glatt läuft. Das guten Menschen, schlimme Dinge passieren und das man leicht vom „richtigen“ Weg abkommen kann. Man jedoch auch irgendwann wieder aufstehen und weiter machen kann. Ich habe glaube ich nicht mehr als 1,5 Stunden für die 205 Seiten gebraucht und das auch nur weil ich zwischendurch auch andere Sachen gemacht habe. Also wie man sieht, schnell und leicht zu lesen.

    Mehr
  • Poetische Jugendbuch-Perle

    Wir beide wussten, es war was passiert

    kleinfriedelchen

    11. September 2016 um 21:17

    "Tschüss, Dad.Den Alkohol hab ich mitgenommen.Trink das hier stattdessen zur Feier, dass sich dein Sohnaus dem Staub macht."Der alte Dreckskerl kriegt einen Anfall.Und ich?Bin weg." (S. 8) Weil er es mit seinem ewig betrunkenem und Schläge verteilenden Vater nicht mehr unter einem Dach aushält, reißt Billy von Zuhause aus. Er springt auf den nächstbesten Güterzug und landet in Bendarat, wo er sich ein neues Leben aufbauen will. Hier lernt er den Obdachlosen Old Bill kennen, der im Güterwaggon neben ihm wohnt und der die Last seiner traurigen Vergangenheit nur mit Alkohol ertragen kann. Und er verliebt sich in Caitlin, die trotz des Reichtums ihrer Eltern freiwillig bie McDonalds die Böden wischt. Und obwohl die Drei nicht unterschiedlicher sein könnten, entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen ihnen. Keiner ahnt, dass sie alle drei das Leben der anderen verändern werden...Was für ein Überraschungshit! Da es keine wirkliche Inhaltsbeschreibung zu diesem Buch gab, als ich dazu griff, bin ich ohne jegliche Erwartungen an die Geschichte herangegangen und war schon nach den ersten Seiten gebannt von Billys Erzählung. Es ist die Geschichte eines Ausreißers, der sich in dem kleinen Städtchen ein neues Leben erschafft, dabei eine ungewöhnliche Freundschaft knüpft und die erste große Liebe findet.Billy erschien mir reifer als seine sechzehn Jahre es vermuten lassen. Ohne jeglichen Plan reißt er von Zuhause aus, schlägt sich aber echt gut und weiß sich zu helfen. Einerseits beeindruckte mich, wie er scheinbar mühelos mit der Situation zurechtkommt und sich Nahrung und Unterkunft besorgt, andererseits hat es mich auch sehr traurig gemacht, dass er überhaupt in dieser Situation ist und sich bei McDonalds Essensreste zusammenklauen muss. Ausgerechnet dabei lernt er Caitlin kennen, die ihn aus irgendeinem Grund nicht verachtend anschaut, sondern fasziniert ist von dem ungewöhnlichen Jungen, der zwar kein Geld für Essen hat, aber belesener ist als die meisten ihrer Mitschüler an ihrer Privatschule.Der Stil des Buches ist so ungewöhnlich wie fesselnd, denn die Geschichte wird in Strophen erzählt, sehr kurz, prägnant und kurzweilig. Es ist dabei echt unglaublich, wie viel Gefühl und Handlung mit diesen wenigen Worten und auf den wenigen Seiten transportiert wird. Man erlebt nicht nur den zarten Beginn der ersten Liebe zwischen Billy und Caitlin und fühlt mit ihnen, sondern erfährt auch von Old Bills sehr berührendem, traurigen Schicksal, welches ihn auf die Straße und in die Alkoholsucht getrieben hat. Aber obwohl hier sehr ernste und emotionale Themen angesprochen werden, wird die Erzählung nie pathetisch oder drückt künstlich auf die Tränendrüse. Die Emotionen kommen trotz der wenigen Worte von ganz allein. Eben weil es klare Worte sind, die einen mitten ins Herz treffen.Ungewöhnliche Charaktere, ein genialer Erzählstil und jede Menge Emotionen - ganz klar, ich fand das Buch wirklich toll und kann es den Jugendbuch-Fans unter euch nur ans Herz legen!

    Mehr
  • Wir beide wussten, es war was passiert / Steven Herrick

    Wir beide wussten, es war was passiert

    MosquitoDiao

    11. September 2016 um 18:36

    Ich weiß nicht, wen sie in mir sieht. ich hoffe, einen, mit dem man reden kann, dem man ins Auge sieht und weiß, dass er zurückschaut. Inhalt Eine poetische Geschichte vom und zum Verlieben. Der junge Billy nimmt all seinen Mut zusammen und verlässt sein altes aber auch verhasstes Zuhause. Der Weg führt ihn zu Caitlin und Old Bill. Die junge Kellnerin hat es ihm von Anfang an angetan und so pendelt er von einem Zeitvertreib zum nächsten, bis er wieder in ihre Nähe kann. Doch ohne Geld und Arbeit lebt es sich nicht leicht, so stößt er auf den älteren Old Bill, der in einen der stillgelegten Wagons am Bahnhof wohnt. nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft, die es dem jeweils anderem ermöglicht, wieder etwas am eigenen Leben zu finden, was ihnen wohl sonst verwehrt geblieben wäre. Und in dem Moment weiß ich, ich höre dem traurigsten Menschen In poetischer Versform wird hier die Geschichte dreier Menschen erzählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dessen leben dennoch miteinander verstrickt sind. Meinung Wieder vielen Dank an Netgalley und Thienemann, das ich diesen Titel lesen durfte! Die Art des Buches hat mich sofort angesprochen, nicht nur dass ich den Inhalt sehr vielversprechend fand, vor allem die Versform hat mich interessiert. Bisher hatte ich das nur bei Eins von Sarah Crossan und dieses Buch hatte mich wirklich absolut umgehauen. Bei dieser Geschichte jedoch geht es nicht ganz so sehr in die Tiefe, was zum einen sehr schade ist, vielleicht aber auch einfach stimmiger. Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte berührt und einmal nachdenken lassen, was im Leben wirklich wichtig ist. Auch wenn ich hier gerne noch mehr in die Gedanken der Charaktere eingetaucht wäre. Der kurze direkte Schreibstil sorgt für ein schnelles Lesen und eine gute Verständlichkeit und bringt hoffentlich damit vielen Lesern diese Thematik ein wenig näher, vom Leben, lieben und Umgang mit anderen Menschen. 3,5/5 Herzen ♥♥♥♥♥

    Mehr
  • Wenn dein Herz goldrichtig schlägt...

    Wir beide wussten, es war was passiert

    klaudia96

    05. September 2016 um 12:39

    InhaltBilly ist ein Ausreißer, obdachlos, jung, ein Taugenichts. Er hat nichts und will nichts, außer seiner Freiheit. Ganze Tage in Bibliotheken verbringen, in stillgelegten Zügen schlafen, mit anderen Obdachlosen teilen, die reiche Caitlin begeistern. Mit einem Herz aus Gold ist all das nicht schwer, und am Ende des Tages wartet immer ein neuer Himmel auf die ungleichen Menschen.Meine BewertungIn letzter Zeit entdecke ich immer wieder neue Verlage, von denen ich vorher nicht allzu viel gehört habe. Thienemann gehört auch dazu, allerdings konnte ich ein Buch aus dem Programm etwas näher kennenlernen. „Wir beide wussten, es war was passiert“ besitzt nämlich vom Haus aus einen ziemlich nichtssagenden Klappentext, einen Ausschnitt aus dem Buch selbst. Und trotzdem waren die wenigen Worte so anziehend, dass ich Steven Herricks Werk lesen wollte. Gelohnt hat sich diese Entscheidung allemal!Manch einer mag sich fragen, ob knapp 200 Buchseiten für den Preis noch angemessen sind. Ich kann nur sagen: Vom Inhalt her hat das Buch so überzeugen können, dass der Preis für mich gerechtfertigt ist. Billy ist ein außergewöhnlicher Protagonist mit einem großen Herzen, der es versteht, die Menschen für sich einzunehmen. Subtile kleine Angewohnheiten machen ihn einerseits zum Außenseiter, andererseits zum Philantropen. Er unterscheidet nicht zwischen Obdachlosen und Reichen, zwischen Männern und Frauen, zwischen Jung und Alt – mit wem er sich versteht, der ist sein Freund. Und für Freunde kämpft er bis zum Schluss.Ich möchte gar nicht wirklich auf den Inhalt eingehen, denn die Story an sich ist recht kurz. Trotzdem trifft sie voll ins Herz. Einerseits sind es die liebenswerten Charaktere, die die guten Facetten der Menschen ebenso zeigen wie die schlechten, die selbstreflektiert denken und sich dabei nicht verlieren, sondern wiederfinden.Andererseits macht auch der Schreibstil des Autors so vieles richtig. Was Steven Herrick da abliefert ist eine interessante Mischung aus Prosa und Lyrik, einen klangvollen Text, der durch wenig Worte mit viel Inhalt dahinter besticht. Mir ist während des Lesens klar geworden, dass Bücher nicht dick sein müssen, sich nicht in ausschweifenden Detailbeschreibungen zu verlieren brauchen, solange der Inhalt dahinter stimmt. Ein wohlplatzierter Satz mit einer tieferen Bedeutung kann den Leser genauso lange fesseln wie ein Buch mit tausend Seiten. Und dieses Buch hat es wirklich geschafft, mich zu fesseln, denn Billys Geschichte ist so tiefgreifend, deckt menschliche Schicksale und die Grausamkeit des Schicksal an sich ab, dass mir diese Lektüre sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.So kurz das Buch auch anmuten mag – kurzweilig ist es nicht. Ich denke auch noch am nächsten Tag darüber nach, wünsche mich zu der Geschichte zurück, die so ins Herz geht, dass es wirklich außergewöhnlich ist. Eine klare Leseempfehlung und gleich ein erstes Highlight in diesem Monat!

    Mehr
  • Ungewöhnlich und auch wieder nicht

    Wir beide wussten, es war was passiert

    sapadi

    28. August 2016 um 10:32

    Der Klappentext spricht von einer poetischen Geschichte vom und zum Verlieben. Das liegt vor allem daran, dass die komplette Handlung in Versform geschrieben ist. Die Versform ist dann auch schon die gesamte literarische Form.Die Handlung mit dem 16 jährigen Billy, der von zu Hause ausreist und den Obdachlosen Old Bill und die etwas ältere Caitleen trifft. Er freundet sich mit Old Bill an und verliebt sich in Caitleen die aus gutem Hause stammt.Es ist aus der Sicht der drei o. g. Hauptpersonen geschrieben, vor allem aber aus der Sicht Billys. So ergibt sich eine umfassende Sichtweise.Von der Idee des Buches ist es durchaus gelungen und der Schreibstil von Autor Steven Herrick ist angenehm zu lesen. Durch diese Kombination habe ich das Buch allerdings innerhalb von einer guten Stunde durchgelesen gehabt. Hier wäre ein wenig mehr Tiefgang und weitere literarische Kniffe sinnvoll gewesen, so bleibt das Buch an der Oberfläche hängen und gaukelt mehr vor als es wirklich ist.Fazit: Ein kleines und nettes Buch, vielleicht wagt der Autor beim nächsten Mal ein wenig mehr, so dass es wirklich langfristig Unterhaltung bietet, so sind es für mich nur drei Sterne.

    Mehr
  • Nur 69 Seiten - mehr braucht es nicht

    Wir beide wussten, es war was passiert

    michitheblubb

    24. August 2016 um 10:49

    Mein erster Gedanke: nur 69 Seiten? Ja ihr lest richtig. Wir wussten, es war was passiert ist nicht besonders lang, aber das braucht es auch gar nicht. Die einzelnen Kapitel sind in Abschnitte unterteilt, die entweder aus Billys, Old Bills oder Caitlins Sicht geschildert werden und sind in Versform verfasst. Keine Angst, es handelt sich jetzt nicht um seitenlange Reime! Es liest sich wie eine normale Geschichte, kommt aber ohne viele Worte aus. Die Worte reichen, um das Wichtigste hervorzuheben und zu erzählen. Ich glaube ich habe noch nie eine Geschichte wirklich so bewusst mit jedem Wort gelesen. Der Einstieg ist daher erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber man findet schnell in die Geschichte rein. Die Charaktere sind alle drei ganz besonders und sehr sympathisch. Das sind echte Menschen, ein Leben, über das man im Nachhinein noch viel Nachdenken kann über das eigene Handeln. Drei Menschen – verschiedene Generationen, verschiedenes Alter, verschiedener Hintergrund – und doch irgendwo alle gleich. Es gibt einige Wendungen in der Geschichte, die ich so nicht erwartet habe und es lief auch eigentlich gänzlich anders, als ich mir das vorgestellt hatte. Das Ende fand ich besonders schön. Das Buch ist einfach wahnsinnig toll und beschert Gänsehaut beim Lesen. Das Fazit Auf gerade einmal 69 Seiten wird so viel ausgedrückt, wie ich das selten in einem Buch erlebt habe. Ein wahrer Schatz der Jugendliteratur, der zum Nachdenken anregt. Einfach umwerfend! Eine klare Kaufempfehlung!

    Mehr
  • So besonders.

    Wir beide wussten, es war was passiert

    LillianMcCarthy

    05. August 2016 um 20:42

    Inhalt: Und wie ich mich abmühte, selbstsicher zu erscheinen. Und er antwortete: Ja, toll. Und ich sagte auch: Toll. Und danach machte ich mich wieder ans Wischen und versuchte zu wirken, als wenn nichts passiert wär, obwohl wir beide wussten, es war was passiert. Eine poetische Geschichte vom und zum Verlieben, übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn. (Quelle: Verlag)Meine Meinung: Mit Wir beide wussten, es war was passiert habe ich, ohne es zu wissen, zu einem ganz besonderen Buch gegriffen. Das ziemlich kurze Buch ist in Versen verfasst und somit noch ein wenig kürzer und damit eigentlich sehr schön an einem Abend zu lesen. Zuerst störte mich das Versmaß sehr denn es hat mich immer und immer wieder aus dem Lesen herausgebracht. Nach einer Weile hat man sich aber daran gewöhnt, es ging leichter und irgendwie muss ich letztendlich sagen, dass es die Geschichte umso schöner macht. Poetischer irgendwie. Die Geschichte beginnt zugegebener Maßen ziemlich merkwürdig. Der 16-jährige Billy haut von zu Hause ab und flieht somit vor seinem alkoholabhängigen Vater. Er landet in der Kleinstadt Bendarat und lernt dort den Obdachlosen Old Bill kennen, der für ihn eine Art Vaterfigur wird und Caitlin, eine Tochter aus reichem Haus, die bei McDonalds jobbt. Die beiden verlieben sich und die ganze Geschichte entwickelt sich zu einem positiven Ende, dem aber einiges im Weg steht. Eine wundervolle Geschichte, die sehr zum Nachdenken anregt und gerade durch die poetische Form und den außergewöhnlichen Aufbau. Durch dieses Gesamtpaket wird sie auch wertvoll und trägt sehr viel in sich, was man gar nicht so in Worte fassen kann. Dennoch habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt. Was durch die Form des Romans definitiv wegfällt, dass ist Nähe. Nähe zu den Protagonisten, Nähe zu den Schicksalen, Nähe zu der Geschichte und ihrer Entwicklung. Wir betrachten alles aus der Ferne, aus einer Art Vogelperspektive und können nicht so wirklich Zugang finden. Fazit: Wir wussten beide, es war was passiert wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Die besondere Form und die ungewöhnliche Story passen perfekt zusammen und lassen noch lange über das Buch nachdenken. Was damit jedoch auch einhergeht ist eine gewisse Distanz zu den Charakteren und ihren Schicksälen, was ich ein wenig schade fand. Vielen Dank an den Thienemann Verlag, der mir ein digitales *Rezensionsexemplar über Netgalley zur Verfügung gestellt hat. 

    Mehr
  • Wir beide wussten, es war was passiert

    Wir beide wussten, es war was passiert

    vormi

    01. August 2016 um 00:00

    Billy läuft von seinem gewalttätigen Vater und seinem Zuhause weg.Er springt auf einen stehenden Güterwaggon und fährt einfach los.In dem kleinen Städtchen Bendarat springt er runter und überlegt erstmal wo er schlafen kann und was zu Essen herbekommt.Bei seiner Suche entdeckt er bald einen leerstehenden, ausrangierten Waggon und versucht da sich häuslich einzurichten.Ein paar Wagen weiter lebt auch Old Bill.Schon seit Jahren. Und so beginnen die beiden sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen. Erst sehr zaghaft, aber besonders Billy mit seiner offenen und unerschütterlichen Art lacht oft das Gefluche und Gebrumme des Älteren einfach wegIn der Nähe des Waggons gibt es einen McDonalds. Da gewöhnt er sich an, sich eine Limo zu kaufen und in den oberen Bereich des Schnellrestaurants zu gehen. Denn da ist er vor den meisten Blicken der Angestellten und besonders der Chefin sicher.Dort wartet er in aller Ruhe ab, bis jemand geht und sein angefangenes Essen auf dem Tisch stehen lässt.So kommt er gut durch die ersten Tage.Bis ihn eines Tages Caitlin dabei beobachtet. Sie ist die Tochter reicher Eltern und arbeitet aus Trotz bei McDonalds, nur um ihren Eltern was zu beweisen. Dort wischt sie lustlos die Böden und will Billy schon an die Chefin verraten, bis sie bemerkt, mit welcher stolzen Haltung er das Essen nimmt. Das beeindrckt sie doch sehr.Eine tolle Geschichte, sehr anrührend, wie Billy es schafft, sich Caitlin und Old Bill zu nähern.Wie sich alle gegenseitig irgendwie beeinflussen und wie gut Menschen miteinander interagieren können. Beekndruckend.Eine Art modernes Märchen.Am Anfang fand ich den Schreibstil, das komplette Bich ist in Gedichtform verfasst, sehr gewöhnungsbedürftig.Ich musste beim Lesen nur aufhören, nach dem Versrhythmus zu suchen, ab da hat es dann ganz hervorragend geklappt.Trotzdem entwickelt das Buch aber einen ganz besonderen und eigenen Rhythmus. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen.Und ich war so skeptisch und hatte befürchtet, daß es nichts für mich ist.Also ruhig öfter mal was trauen...

    Mehr
  • Vom Schüler zum Penner

    Wir beide wussten, es war was passiert

    TochterAlice

    31. July 2016 um 15:18

    Das ist die fragwürdige Karriere des 16jährigen Australiers Billy, der von jetzt auf gleich seinen alkoholabhängigen und gewalttätigen Vater verlässt, um anderswo ein friedlicheres und glücklicheres Leben zu beginnen.Nach einer Zugfahrt, bei der er auf einen verständnisvollen Bahnangestellten trifft, landet er in der Kleinstadt Bendarat, in der er ein neues Heim in einem ausrangierten Zugwaggon findet und mit Old Bill einen adäquaten und vor allem entgegenkommenden Nachbar. Auch eine holde Maid lässt nicht lange auf sich warten - gar bald ist mit Caitlin, einer Tochter aus gutem Hause, die bei McDonalds jobbt, die passende Heldin gefunden.Tja, manchmal findet man das Glück auf der Straße - das ist auf jeden Fall eine wichtige Botschaft des Buches, aus meiner Sicht ein wenig idealisiert. Von den Unbillen des Alltags von Pennern erfährt man eher wenig, denn Billy und Old Bill haben zwar einige Päckchen mit sich rumzuschleppen, aber viele davon sind Altlasten, oder aber Faktoren, die mit Ereignissen aus der Vergangenheit zusammenhängen. Das echte und wahre Leben auf der Straße erscheint hier gar nicht so schlimm und mich plagt ein wenig die Sorge, dass unzufriedene Jugendliche auf die Idee kommen könnten, es Billy nachzutun! Nicht jeder wird so liebenswerte Weggefährten finden wie er, davon bin ich überzeugt - aber ob das auf unglückliche, verzweifelte Jugendliche ebenfalls zutrifft.Falls sich jemand an meiner Wortwahl in Bezug auf den Penner stößt - ich orientiere mich am Buch; Billy selbst gebraucht den Begriff. Caitlin hingegen spricht von "Obdachlosen" - ein gelungener Schachzug von Autor und Übersetzer, um die Charaktere voneinander abzusetzen.Also: ganz nett, aber mit einem kleinen Geschmäckle. Ich würde es jedenfalls nicht unbedingt jungen Leuten schenken!

    Mehr
  • Mich hat dieses Buch be- und verzaubert

    Wir beide wussten, es war was passiert

    MissStrawberry

    30. July 2016 um 11:50

    Drei völlig unterschiedliche Menschen treffen aufeinander: Billy, der 16Jährige Ausreißer, der seinem trinkenden und schlagendem Vater entflieht; Old Bill, der Penner, der eigentlich Anwalt ist und den Geistern seiner Vergangenheit entflieht und Caitlin, das Mädchen aus reichem Elternhaus, das freiwillig bei McDonalds arbeitet und dem Zwang und der Kontrolle ihres Vaters entflieht. Die drei Leben könnten unterschiedlicher nicht sein und doch sind sie miteinander verbunden. Alle drei profitieren voneinander und lernen durch ihre Begegnung mehr über das Leben, die Liebe und Familie, als sie sonst gelernt hätten.Das Ganze ist eine poetische Geschichte, das stimmt. Doch damit ist nicht gemeint, dass die Kapitel in Versform geschrieben wären, sondern der Zauber der Geschichte. Denn die Wörter sind nur außergewöhnlich aufs Papier gebracht, eben optisch in Form eines Gedichtes. Doch liest man sie hintereinander weg, übersieht die Zeilenumbrüche, dann hat man eine wunderbare Geschichte, die durch die optische Gestaltung dafür sorgt, dass man bewusster liest.Ohne diese optische Gestaltung wäre das Buch sehr viel dünner. Doch bestünde die Gefahr, dass man dann nicht so tief zwischen den Zeilen versinken würde und die alles überflutende Liebe zwischen den Menschen nicht in vollem Umfang erkennen würde. Alle drei Protagonisten können nur so sein, wie sie sind, weil es die anderen beiden gibt. Für sich genommen wären sie nicht mehr außergewöhnlich und könnten sich nicht so weiterentwickeln, wie sie es durch ihr Aufeinandertreffen tun.Man kann das Buch in einem Rutsch durchlesen und staunt, wie sehr es bewegt hat. Sein Aufbau, die Idee, die Umsetzung und die Tatsache, wie wenige Worte so viel sagen können, fasziniert mich und das belohne ich mit den vollen fünf Sternen.

    Mehr
  • Eine wunderschöne, poetische Geschichte

    Wir beide wussten, es war was passiert

    startbeingabooklover

    20. July 2016 um 14:19

    “Wir beide wussten, es war was passiert” von dem australischen Autor Steven Herrick erzählt eine wunderschöne, poetische Geschichte, die einem auf einfache Art und Weise vor Augen führt, was im Leben wirklich von Bedeutung ist. Inhalt: Als der 16-jährige Billy es nicht länger zu Hause bei seinem all zu oft betrunkenen Vater aushält, läuft er von zu Hause weg. Ohne Geld und einen richtigen Plan, wirkt sein Vorhaben wie zum Scheitern verurteilt, doch als er von einem Lokomotivführer in die nächste Stadt mitgenommen wird, scheint er einen Neuanfang ohne seinen Vater und die schmerzhaften Erinnerungen an ihn machen zu können. In der neuen Stadt lernt Billy sowohl den “traurigsten Mann der Welt” kennen, den er Old Bill nennt und als auch das wunderschöne, wohlhabende Mädchen Caitlin. Gegenseitig verdeutlichen sie sich, was im Leben wirklich wichtig ist und was es bedeutet reich oder auch glücklich zu sein. Meinung: Von Anfang an war ich fasziniert, wie es einem Autor möglich ist mit so wenigen Worten eine Geschichte zu erzählen, die so viel Tiefe hat. Denn das Buch besteht nur aus kleinen Gedichten, die die ganze Handlung und Geschichte tragen und dem Leser übermitteln. Das Buch umfasst gerade einmal 208 Seiten und ist deswegen schnell zu lesen, doch das heißt noch lange nicht, dass man es schnell lesen sollte. Dieses Buch gehört zu den wenigen, für die man sich Zeit nehmen sollte oder eher gesagt muss, um die Geschichte zwischen den Zeilen zu lesen und die Aussageintentionen des Autors zu verstehen. An vielen Stellen im Buch habe ich mir persönlich etwas Zeit genommen, um darüber nachzudenken, was genau ich gelesen habe und was ich daraus lernen kann - oder eher gesagt sollte. Allgemein kann ich sagen, dass mir die Geschichte des Buches sehr gefallen hat und auch der Schreibstil des Autors sehr angenehm zu lesen war, nur das Ende konnte mich nicht zu hundert Prozent überzeugen.

    Mehr
  • Eine wunderbare Geschichte

    Wir beide wussten, es war was passiert

    ejtnaj

    12. July 2016 um 15:45

    Billy haut mit 16 Jahren von zuhause ab um endlich seinem Vater der trinkt und ihn schlägt zu entkommen.In einer Stadt lässt er sich nieder und erklärt einen alten ausrangierten Bahnwaggon zu seinem neuen Zuhause.Dort lernt er Old Bill kennen, mit dem ihm bald eine Freundschaft verbindet und dann gibt es ja da auch noch Caitlin die Billy auch irgendwie fasziniert.Ich bin ganz ehrlich, von dem Autoren Steven Herrick hatte ich noch nie was gehört bzw. gelesen.Der Klappentext hier hatte mich gleich angesprochen und so war ich sehr gespannt wie das Buch wohl sein würde.Als es hier ankam, gefiel mir der Einband sehr gut. Dieser ist zwar sehr zurückhaltend, aber genau deshalb finde ich ihn sehr toll.Ins Buch in ich dann sehr schnell reingekommen und ich bin mehr oder weniger nur so durch die Seiten geflogen. Die Geschichte wird zwar Hauptsächlich aus der Sicht von Billy erzählt, aber auch Caitlin und Old Bill haben ihre Erzählstränge und alles zusammen ergibt dann alles für den Leser ein schönes rundes Bild.Auch die Handlung fand ich sehr gut aufgebaut und man konnte wirklich alle sehr gut folgen.Billy hatte ich sehr schnell in mein Leserherz geschlossen und ja ich hatte Mitleid mit ihm, denn was er in seinem Leben schon alles erdulden musste lässt wohl keinen kalt. Es waren wirklich alle Figuren des Romans sehr detailreich beschrieben, so dass man sie sich alle gut während des Lesens vorstellen konnte.Die verschiedenen Handlungsorte waren gut beschrieben, nur sie sind etwas blass geblieben wobei dies auch nicht anders machbar gewesen wäre bei nur ca. 200 Seiten.Alles in allem hat mir das Buch wirklich mehr als nur sehr gut gefallen und deshalb vergebe ich auch für das Buch fünf von fünf Sternen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks