Steven Millhauser

 3,7 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Martin Dressler, Ein Protest gegen die Sonne und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Steven Millhauser

Steven Millhauser, geboren 1943, verbrachte seine Kindheit in New York und Connecticut. Er studierte bis 1965 an der Columbia University. Von 1968 bis 1971 studierte er an der Brown University mit dem Ziel einer Promotion über die Literatur des Mittelalters und der Renaissance. 1971 brach er dieses Studium ab und wandte sich der Schriftstellerei zu. Er erhielt für Edwin Mullhouse unter anderem 1975 den französischen »Prix Médicis Étranger«, es folgten 1990 der »World Fantasy Award« und 1997 der »Pulitzer-Preis« für seinen Roman Martin Dressler.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Steven Millhauser

Cover des Buches Ein Protest gegen die Sonne (ISBN: 9783833306709)

Ein Protest gegen die Sonne

 (3)
Erschienen am 21.08.2010
Cover des Buches Zaubernacht (ISBN: 9783902711540)

Zaubernacht

 (2)
Erschienen am 05.09.2016
Cover des Buches Edwin Mullhouse (ISBN: 9783902711328)

Edwin Mullhouse

 (1)
Erschienen am 25.05.2015
Cover des Buches Stimmen in der Nacht (ISBN: 9783902711700)

Stimmen in der Nacht

 (0)
Erschienen am 15.01.2018
Cover des Buches Martin Dressler (ISBN: 9780307763860)

Martin Dressler

 (5)
Erschienen am 01.09.2010
Cover des Buches Dangerous Laughter (ISBN: 030738747X)

Dangerous Laughter

 (0)
Erschienen am 10.02.2009

Neue Rezensionen zu Steven Millhauser

Cover des Buches Zaubernacht (ISBN: 9783902711540)C

Rezension zu "Zaubernacht" von Steven Millhauser

Vollmond
Claudia92vor einem Jahr

Eine ehr kurzweilieg Lektüre, die aber noch lange nachhängt. 

In der Nacht erwachen nicht nur die Geister zum Leben, sondern auch alle die Seelen, die einsam sind und Rastlos. 

Wenn man auf den Straßen umherwandet, dann kann man in den hellerleuchteten Fenstern das Leben der Menschen sehen. Manchmal voll Liebe, manchmal voll Einsamkeit.

Aber jedes Leben hat seine eigene Geschichte. 

Ein Büchlein voll Poesie und Magie. Traumhaft schön

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Edwin Mullhouse (ISBN: 9783902711328)S

Rezension zu "Edwin Mullhouse" von Steven Millhauser

Empfehlenswert!
storiesonpapervor 6 Jahren

 In dem Roman schreibt Jeffrey Cartwright als Biografie aufgebaut über das Leben seines Kinderfreundes Edwin Mullhouse, den er für einer der größten Schriftsteller seiner Zeit hält. Von der Geburt an sind beide die besten Freunde und über 468 Seiten erzählt Jeffrey in bewunderter Weise von den verschiedenen Stationen seines Freundes. Vom ersten Wort, dem ersten Schritt, bis hin zur ersten Liebe und dem ersten Roman „Cartoons“, den Edwin schreibt, ist Jeffrey hautnah dabei und skizziert diese Momente in seinem Bericht. Auch in der letzten Nacht ist er an Edwins Seite und beendet mit dieser die Biografie.

Als Leserin bin ich gemeinsam mit Edwin und Jeffrey aufgewachsen und konnte mich in einigen Situationen wiederfinden. Millhauser schafft es in diesem Roman wunderbar, sich auf die Charaktere einzulassen und diese authentisch wiederzugeben. Zwar wirkt gerade Jeffrey manchmal etwas alter, als er in Wirklichkeit ist (denn er beginnt mit der Biografie direkt nach dem Tod Edwins), doch sowohl er als auch Edwin scheinen in der Entwicklung weiter fortgeschritten zu sein, als manch andere in ihrem Alter. Edwin ist nicht unbedingt ein Sympathieträger, dennoch konnte ich ihn und seine Eigenarten in mein Herz schließen, nicht zuletzt durch die intensive Zeit, die man mit den Freunden verbringt. In einer Bewertung des Buches auf Goodreads habe ich gelesen, dass der Rezensent diesen Roman als Jugendlicher gelesen und anschließend so gut wie vergessen hat. Als er es dann wieder zur Hand nahm, fiel ihm auf, dass „Edwin Mullhouse“ mittlerweile zu seinen Lieblingen gehört. Diese Meinung kann ich voll und ganz verstehen, denn die Erzählung mag über die Seiten manchmal langweilig, manchmal sehr schleppend erscheinen, doch am Ende steht das Gefühl, ein halbes Leben miterlebt zu haben und wenn man den Roman mit der letzten Seite beendet, bleibt eine merkwürdige Stimmung zurück. Der Titel und Klappentext impliziert schon die Tatsache, dass Edwin nur 11 Jahre alt sein wird, wenn er stirbt, dennoch habe ich gehofft, dass es doch noch eine Wendung geben könnte – die leichte Magie, die „Edwin Mullhouse“ nicht ganz so realistisch macht. Was das Ende und den Tod Edwins so besonders macht, muss jeder selbst herausfinden und das lohnt sich auf jeden Fall! Von mir bekommt der Roman 4 Sterne mit eventueller Steigerung über die Monate, denn wie auch der Goodreadsrezensent glaube ich, dass auch ich nach einiger Zeit noch mehr gefallen an der Geschichte finden werde.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Zaubernacht (ISBN: 9783902711540)S

Rezension zu "Zaubernacht" von Steven Millhauser

Eine tolle Novelle!
storiesonpapervor 6 Jahren

Die Novelle „Zaubernacht“ handelt von einer einzigen Nacht, in der sich die verschiedensten Menschen aufmachen, um die dunklen Stunden zum Tag werden zu lassen. Eine Jungsgruppe bricht in die Bibliothek ein, um sich zu unterhalten, ein Liebespaar trifft sich, eine Mädchengruppe bricht in Häuser ein, um Essen zu stehlen und die Botschaft „Wir sind eure Töchter“ zu hinterlassen. Doch neben den realen Personen erwachen auch Figuren des nachts zum Leben, so genießt eine Schaufensterpuppe ihre Freiheit und wandelt durch die Straßen, während die älteren, vergessenen Puppen auf den Dachböden zum Takt des Mondes tanzen.

Steven Millhauser erzählt mit „Zaubernacht“ verträumte Geschichten der Dunkelheit, die mal real, mal mystisch wirken. Die 142 Seiten lesen sich wie in einem Rausch, in dem die Erzählungen durch die Stunden um Mitternacht verbunden sind. Millhauser schafft eine Atmosphäre, die aus der Zeit, zu der die meisten Menschen schlafen, eine ganz besondere macht. Die wenigen Seiten reichen aus, um diverse Welten entstehen zu lassen und den Wunsch zu erwecken, die Figuren auch einmal bei Tage kennenzulernen – wer weiß, vielleicht erschafft Steven Millhauser ja auch einmal den „Zaubertag“? Aus einer Novelle werden in „Zaubernacht“ viele noch viel kleinere, die sicher jede eine Novelle an sich wert wären.

Ich habe „Zaubernacht“ fast in einem Rutsch durchgelesen und möchte 4 Sterne vergeben. Ursprünglich sollten es 3,5 sein, doch beim Schreiben dieser Rezension viel mir außer dem Punkt, dass es nicht mein neues Lieblingsbuch werden wird, nicht viel mehr ein, was ich kritisieren möchte, daher ist dieser halbe Tag keines Abzuges wert. Die Novelle ist für all die empfehlenswert, die gerne in kurzen Erzählungen schwelgen und sich fallen lassen möchten – fallen lassen in eine Welt, die existiert, aber in „Zaubernacht“ dennoch surreal erscheint.

Kommentieren0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks