Steven Piziks Star Trek Voyager

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Inhaltsangabe zu „Star Trek Voyager“ von Steven Piziks

"The Nanotech War" Dieser Roman gehört mit Sicherheit zu den gut durchdachten und geschickt erzählten Geschichten des Star Trek Universums.

— diegute
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  • Spannend mit kleinen Mängeln

    Star Trek Voyager

    diegute

    21. June 2015 um 11:58

    Die Voyager wird in einem Ionensturm stark beschädigt, rettet dort aber gleichzeitig ein kleines Schiff der Chiar. Eine hoch entwickelte Spezies, versiert in der Nanotechnologie, die ebenda ihren Warp-Jungfernflug absolvierte. Für Janeway, die auf die angebotene Hilfe der Chiar nicht verzichten kann, beginnt ein Eiertanz zwischen dem Interesse, ihr Schiff wieder Instand zu setzen und , gemäß der Ersten Direktive, dabei den Chiar keinen Zugriff auf die begehrte Föderatinstechnologie zu gewähren. Die Regierung des Planeten Chi erscheint beim Erstkontakt mit einer ihr fremden Rasse aufgeschlossen, freundlich, ja geradezu ehrerbietig. Vom ersten Moment an offenbaren sich aber auch Anzeichen für starke, interplanetare Konflikte, die Captain Janeway zur Vorsicht mahnen und in ihr den Wunsch wecken, den Orbit des Planeten so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Doch bevor sie es sich versieht, lernen Tom Paris und Seven Of Nine den Planeten besser kennen, was letzten Endes eine Intervention in die Auseinandersetzungen der Chiar erzwingt, um eine Katastrophe zu verhindern, die auch die Voyager einholen könnte. Der Titel des Buches verrät auf jeden Fall mehr, als der Leser lange erahnt. Dieser Roman gehört mit Sicherheit zu den gut durchdachten und geschickt erzählten Geschichten des Star Trek Universums. Er profitiert dabei sehr von einigen einfachen, aber originellen Ideen und ist insgesamt in sich sehr stimmig, bsiweilen sogar tiefgründig. Abgesehen von der Aufteilung des Plots in zwei Erzählstränge, jeweils um Tom Paris und Seven Of Nine herum, ist die Handlung selbst keine, die besonders aus dem von der Serie bekannten Episodenformat herausfällt. Zunächst fängt der Roman gemächlich an, spart nicht mit Humor und vermittelt einen ersten Eindruck der Chiar, gespickt mit einigen Fragezeichen, die immer größer werden und den wachsenden Argwohn von Janeway (und dem Leser) begründen. Durch einige turbulente Ereignisse verwandelt sich die Handlung dann aber in ein mysteriöses Puzzle, das den Leser zusammen mit den Protagonisten einige Zeit im Dunklen tappen lässt. Schließlich werden einige Intrigen zu Tage gefördert, in denen sich das Puzzle mit einem Schlag auflöst. Der Roman ist zeitlich einzuordnen in die 7. Season, kurz vor der Episode Abstammung, in der Tom Paris und B'Ellana Torres erfahren, dass sie Eltern werden. Tom Paris kehrt nach dem Zusammenstoß mit den Chiar verändert auf die Voyager zurück, was eine harte Probe für das frisch verheiratete Paar darstellt, in der sie in ihre allzu vertrauten, alten Verhaltensmuster zurückfallen. Sofern es den Leser interessiert, erhält er eine Vorstellung davon, wie es aussieht, wenn es in der menschlich-klingonischen Zweisamkeit einmal auf beiden Seiten rumpelt. Zudem wird der Erstkontakt zwischen Chakotay und Seven Of Nine verhalten eingeleitet, der in der Serie ja reichlich nebulös blieb. Neben den hier erwähnten Charakteren, treten die anderen Hauptfiguren der Serie nur als Randerscheinungen auf. Tuvok wird dabei etwas überzogen dargestellt, was aber ziemlich gut einen allgemeinen Hauch von der Arroganz der Voyager Crew gegenüber den Chiar zu Beginn des Romans widerspiegelt, die (allen Ernstes?) Neelix' Kochrezepte gegen Dilithium tauschen wollen. Womit wir bei der Begründung für 4 von 5 Sternen angelangt wären. Nicht nur bei Tuvok, sondern auch bei vielen anderen Nebencharakteren der Crew, wirken die spärlichen Dialoge leicht aufgesetzt. Das gilt ebenfalls, mit Einschränkungen, für die Interaktionen zwischen Chakotay und Seven, wenn diese auch in eine sehr originelle Rahmenhandlung eingebettet sind. Dabei fallen beide bestimmt nicht aus ihren Charakteren heraus. Sie handeln ganz in gewohnter Manier, aber es passt irgendwie einfach nicht zusammen, wofür Piziks vielleich nicht einmal verantwortlich zeichnet. So wie er die private Seite der einen Hauptfigur, Tom Paris, aufgreift, sucht er ebenfalls den Auftritt von Seven Of Nine abzurunden. Das sind aber eher kleine, zu vernachlässigende, Kritikpunkte. Das größte Manko geht für mich auf die Erzählung um Seven Of Nine herum zurück, die meiner Meinung nach einige Längen aufweist und zwischendurch etwas zu viel Luft aus der sonst spannenden Handlung entweichen lässt. Schade, dass es dieser Roman nicht mehr geschafft hat, bei dem Heyne-Verlag ins Deutsche übersetzt zu werden. Bei Cross Cult, der ja erst bei der Relaunch wieder ansetzt, besteht da höchstwahrscheinlich keine Hoffnung darauf. Verdient hätte es dieser Roman allemal. Steven Piziks hatte offensichtlich Spaß daran, nicht nur Janeway und andere Romanfiguren, sondern auch seine Leser an der Nase herum zu führen. Ich kann den Roman jedenfalls nur wärmstens empfehlen.

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