Steven Saylor Roman Blood

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Inhaltsangabe zu „Roman Blood“ von Steven Saylor

Steven Saylor's historical mysteries set in ancient Rome and featuring investigator Gordianus the Finder enjoy a widespread following in America. Over the next two years, Robinson will publish the whole series - five novels to date - in the UK.
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  • Rezension zu "Roman Blood" von Steven Saylor

    Roman Blood

    couchpotatogirl

    11. July 2007 um 09:16

    Rom, 80 v. Chr.: Der Ermittler „Gordianus the Finder“, der Ich-Erzähler des Romans, wird von Cicero um Hilfe in dessen ersten öffentlichen Gerichtsfall gebeten: die Verteidigung von Sextus Roscius von Ameria, der wegen Vatermord, zur damaligen Zeit das schlimmste Verbrechen, angeklagt ist. Bis zur Verhandlung in 8 Tagen hat Gordianus Zeit, Sextus Roscius zu entlasten. Die Suche nach den wahren Tätern führt ihn bis in die obersten Reihen der Politik, was Gordianus und sein Umfeld in Lebensgefahr bringt. Cicero lässt sich davon jedoch nicht einschüchtern und klagt in seiner Rede die von Gordianus entlarvten Täter, allen voran den Sulla-Günstling Chrysogonus, als die wahren Mörder an und gewinnt den Prozess. Hauptthema ist somit nicht nur Mord, sondern Vatermord, aus Sicht der damaligen Zeit eines der schlimmsten Verbrechen. Das Buch genügt in erster Linie den Voraussetzungen des Historischen Romans, um Geschichte zu vermitteln, stützt sich Saylor auf Ereignisgeschichte, und auf Sozialgeschichte. Für ihn ist der historische Anspruch wichtiger als Unterhaltung. So gibt es etwa in seinen Romanen vergleichsweise wenige humoristische Elemente, dafür viele geschichtliche Details. Das Gerüst des Romans stellt eine Rede Ciceros dar, die er 80 v. Chr. zur Verteidigung eines Sextus Roscius von Ameria hielt (Pro Sexto Roscio Amerino). Neben Ciceros Schriften verwendet Saylor viele weitere Quellen, etwa Sallusts Bellum Iugurthinum, Plutarchs Sulla Biographie, Kahns The Education of Julius Caesar und Ciceros Schriften, die er im Nachwort aufzählt. Neben der politischen Situation (Sulla erklärte sich 82. v. Chr. zum Diktator auf Lebenszeit, es folgen die Proskriptionslisten) werden die LeserInnen vor allem mit den Aspekten des täglichen Lebens in Rom vertraut gemacht. Saylor zeigt vor allem die negativen Seiten, indem er nicht nur die Ausschweifungen der Senatoren und die Intrigen der Politiker, sondern vor allem das Leben in den Hinterhöfen der subura und die Probleme der Sklaven und des Volkes schildert. Er vermittelt somit ein Bild Roms, das nicht dem entspricht, welches in Schulbüchern gezeigt wird. Es geht nicht vorrangig um Machtwechsel und Kriege, sondern um die Auswirkungen auf die Menschen und die wirtschaftliche und soziale Situation des Staates. Trotzdem findet sich in Roman Blood das typische Schema des Kriminalromans (sie E.A. Poe). Gordianus trägt einige Merkmale des „hard boiled detective“ in sich. Er ist nicht (ausschließlich) Ermittler aus Überzeugung, sondern um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Als Cicero erklärt, wieso Gordianus den Fall annehmen sollte, gibt er als ersten Grund das Geld an. Erst als zweiten und dritten Grund sieht er Gordianus Liebe zur Aufklärung eines Rätsels und dessen Gerechtigkeitssinn. Andererseits hat er auch Merkmale des klassischen Detektivs, da er seinen Verstand seinen Fäusten vorzieht, und durch seine logische Deduktion beeindrucken will. Er verfügt über eine auf Kunstfertigkeit bedachte Sprache, hohe Bildung und nur geringe Gewaltbereitschaft. Da er sehr besonnen handelt, überwiegen die analysis-Elemente gegenüber den action-Elementen. Ein weiteres typisches Merkmal des Kriminalromans, welches in Roman Blood vorkommt, sind die falschen Spuren („red herring“), die im Laufe der Erzählung ausgelegt werden, und zu enigen Überraschungseffekten führen.

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