Steven Uhly Glückskind

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Inhaltsangabe zu „Glückskind“ von Steven Uhly

Deutschland 2012. 'Warum war ich überhaupt so, wie ich war?', fragt sich Hans D. Jahrelang hatte er keine Fragen mehr. Im Gegenteil, er war kurz davor, fraglos aufzugeben. Und dann? Dann bringt er den Müll hinunter, geht zu den Tonnen, findet im Müll ein Kind. Es beginnt ein berührender Prozess über die Entscheidung, was geschehen muss. Das Kind behalten, es verbergen? Und die Mutter? Eine Mordanklage zulassen, wider besseres Wissen? Was ist gerecht? Wie handeln? Am Ende der Geschichte sind die Dinge neu geordnet. Ein Kind wird überlebt haben, und mit Hans D. werden wir wissen, dass Liebe der Schlüssel ist für Erkenntnis, Veränderung, ein gutes Leben.

Ein Roman, der ans Herz geht und sehr authentisch und gefühlvoll die Geschichte eines Mannes erzählt, der alles im Leben verloren hat

— Osilla

Seht gute Geschichte, über Freundschaft, das Leben verändern und leben

— Federzauber

Schön wie ein kleines Baby das beste aus dem Menschen hervorholen kann

— Tanja123

Ein Glücksfall, dieses Buch!

— Kuelwalda

Glückskind ist ein Buch, über Menschen, die sich gegenseitig retten.

— Esme--

Weil es nie zu spät ist, weil das Leben auch für Außenseiter und vermeintliche Verlierer besondere Überraschungen parat hält. Einfach schön.

— Buchstabenliebhaberin

schön zu sehen, dass ein einziger Moment alles auf den Kopf stellen kann - und sich gut anfühlt.

— Ann_cki

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  • Wie ein Baby das Leben der Menschen verändert

    Glückskind

    Osilla

    24. March 2017 um 16:40

    Ein Roman, der ans Herz geht und sehr authentisch und gefühlvoll die Geschichte eines Mannes erzählt, der alles im Leben verloren zu haben scheint. Durch den Fund eines Babys in der Mülltonne erobert er sich sein Leben Stück für Stück zurück. Steven Uhly (geboren 1964 in Köln) studierte Literatur. Er übersetzt Lyrik und Prosa aus dem Spanischen, Portugiesischen und Englischen. Inzwischen lebt er mit seiner Familie in München. Im Mittelpunkt der Handlung steht Hans. Ein Mann, der sich und sein Leben vor langem aufgegeben hat. Er verwahrlost in seiner eigenen Wohnung, hat keine sozialen Kontakte mehr, geht selbst in dem Mietshaus, in dem er wohnt nur vor die Tür, wenn er sicher sein kann, dass er keinem begegnet. Eines Tages bringt er seinen Müll nach draußen. Dabei findet er ein neugeborenes Baby in der Mülltonne. Kurzerhand nimmt er das kleine Bündel mit auf seine Wohnung und versteckt es vor der Polizei, die kurz darauf nach dem Baby sucht. Das Baby gibt ihm neue Energie und den Willen, sein Leben wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Es ermöglicht ihm sogar den Kontakt zu seinen Nachbarn, die auch die Wandlung an Hans festgestellt haben. Doch damit ist die Geschichte nicht vorbei, jetzt erst kommen die sozialen und ethischen Fragen zur Sprache. Darf Hans das Kind einfach so behalten? Was ist mit der Mutter, muss er nicht auch sie retten, bevor die Mordanklage erhoben werden kann? Wie kann eine Mutter überhaupt sein Kind in den Müll werfen? Wie verzweifelt muss sie sein oder wie kalt und gefühllos? Was ist das Beste für das Kind? Es fühlt sich bei Hans wohl und gedeiht auch prima, aber hat es nicht auch ein Recht auf einen Vater und eine Mutter? All diese Fragen werden liebevoll und einfühlsam behandelt. Sie sind keinesfalls leicht zu beantworten, oftmals gibt es nicht nur eine richtige Antwort. Der Schreibstil ist dem Thema angepasst. Man kann hier keine ausschweifenden Tiraden erwarten. Es geht schließlich um einen Mann, der am Boden zerstört ist und sich wieder aufrappelt. Seine anfängliche Unbeholfenheit wirkt sich auch im Stil der Sprache aus. Man könnte diesen vielleicht als spröde oder langweilig ansehen, ich empfinde ihn aber als sehr treffend und zu der Geschichte passend. Dieses Buch ist zu einem meiner Lieblingsbücher geworden. Es beschreibt so echt und authentisch die Geschichte eines Mannes, der seinen Weg ins Leben zurückfindet, ohne dabei kitschig oder weltfremd zu sein. Immer wieder berührt es den Leser bis tief in die Seele hinein. So hat doch jeder seine Stärken und seine Schwächen. Jeder ist auf der Suche auf Anerkennung und ist enttäuscht, wenn sie ausbleibt. Eine Geschichte über allzu schnell gefasste Vorurteile. Ein Buch, dass man unbedingt gelesen haben sollte.

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  • Eine rührende Geschichte

    Glückskind

    UteSeiberth

    27. June 2016 um 18:59

    Hans ist ein älterer alleinstehender Hartz-IV-Empfänder,der sich selbst aufgegeben hat ,seit ihn seine Frau mit den Kindern verlassen hat.Eines Tages findet er ein Baby in der Mülletonne und nimmt es zu sich.Plötzlich fühlt er sich gefordert und verantwortlich für das Kind.Es ist so schön,wie sich jetzt alle seine Bekannten mit um das Kind kümmern und ihm Geld für die Windeln und das Essen leihen.Bis er eines Tages einen Weg findet,mit der Mutter des Kindes in Kontakt zu treten und das Kind an seinen Vater und seine Geschwister zurückgeben kann.Dadurch entgeht diese Mutter auch einer Mordanklage.Mich hat diese Geschichte wsirklich sehr angesprochen und berührt und kann sie als positives Buch nur weiterempfehlen!

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  • Ein berührendes Buch darüber, wie eine einzige Entscheidung ein Leben verändern kann

    Glückskind

    Pocci

    23. May 2015 um 14:58

    Hans D. ist ein ziemlich verwahrloster Hartz-IV-Empfänger, der in einer heruntergekommenen Wohnung wohnt und sich selbst komplett aufgegeben hat. Eines Tages findet er in der Mülltonne ein Baby und beschließt, es mit nach Hause zu nehmen und zu versorgen. Er tauft es Felizia und beschließt, für sie sein Leben zu verändern. Er entrümpelt seine Wohnung und beginnt wieder auf sich selbst zu achten. Unterstützt wird er dabei von seinen Nachbarn und einem Kioskbesitzer, zu denen er bisher jeden Kontakt vermieden hatte. Doch allen ist klar, dass Felizia nicht für immer bei ihm bleiben kann. Und so beginnt ein für alle schmerzlicher Prozess, dessen Ziel es ist, das Richtige zu tun. Das Buch schildert sehr berührend, wie Felizia zunächst die Herzen aller Beteiligten erobert und diese anschließend versuchen, die - besonders für Felizia - richtigen Entscheidungen zu treffen. Dabei muss Hans sich auch mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen, die er bisher verdrängt hat. Das Buch ist eingängig geschrieben und durch die Erzählperspektive hat man auch an den inneren Entscheidungen von Hans teil. Ein schön zu lesendes Buch und eine eindringliche, berührende Geschichte.

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  • Hans im Glück

    Glückskind

    freiegedanken

    06. January 2015 um 14:14

    Steven Uhly legt mit „Glückskind“ seinen dritten Roman vor und er hat es geschafft, mich mit diesem Buch sehr zu begeistern. Hans ist allein und arbeitslos. In seiner Wohnung vegetiert er so vor sich hin, die Müllberge stapeln sich, er pflegt sich nicht, kommt kaum aus dem Bett, sieht in seinem Leben keinen rechten Sinn mehr. Hans ist einsam und verbittert, er hat den Kontakt zu seiner Familie verloren. Als er sich nun in seiner Lethargie auf macht, um doch den stinkenden Müll zu entsorgen, entdeckt er ein Baby in der Mülltonne. Er nimmt es mit sich und ist sofort wild entschlossen das kleine Mädchen zu behalten und groß zu ziehen. Es ist offensichtlich, dass die kleine Felizia einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist und so berichtet die Presse bald von einer überforderten Mutter, die keinen anderen Weg wusste, als ihr eigenes Kind auszusetzen. Mit Felizias Einzug beginnt der alte Mann schlagartig wieder Ordnung und Routine in sein Leben zu bringen. Doch es ist nicht leicht das Kind geheim zu halten. So werden schnell die wunderbaren Nachbarn Herr und Frau Tarsi auf die Kleine aufmerksam und auch der Kioskbesitzer von Nebenan bietet Hans seine Hilfe an. Während Hans also mit den kleinen und großen Freuden und Mühen, die ein Baby so mit sich bringt, beschäftigt ist, rekapituliert er sein Leben. Der Leser erfährt die Gründe seiner Verbitterung und Resignation, wir lernen einen Mann kennen, der sehr mit seinem Schicksal und seiner eigenen Fehlbarkeit hadert. Uhly hat einen sehr warmen Roman geschrieben, einen der tiefes Mitgefühl für seine Protagonisten weckt. Es ist ein modernes Märchen von Hans im Glück, es zeigt wie sehr Menschen einander brauchen, wie sehr sie einander helfen und reinigen können. Seine Figuren sind sehr ausgereift und authentisch dargestellt... so sehr, dass ich eigentlich mal so unfassbar toll wie Frau Tarsi werden möchte. Schon allein wegen diesem Charakter lohnt sich die Lektüre. Uhly ist eine wirklich herzergreifende Geschichte gelungen, die kürzlich auch verfilmt wurde.

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  • Ein Buch über Menschen, die sich gegenseitig retten und zueinander finden

    Glückskind

    Esme--

    06. December 2014 um 16:36

    Charaktere: Hans D. beginnt diesen Roman als verwahrloster Mensch. Er kommt kaum aus dem Bett, in seiner Wohnung stapelt sich Müll und dreckige Wäsche. Er hat sich seit Ewigkeiten nicht rasiert. In seinem Bart hängen Essensreste. Er ist träge. Hans ist alt, vom Leben enttäuscht. Er ist verbittert. Herr Wenzel wird nur selten von seiner Tochter besucht. Er ist alt, einsam und gebrechlich. Sein Lebensinhalt füllt er mit dem Betreiben eines Toto-Lotto-Ladens. Er kauft sich mit seinem Geld als „Großvater“ für Felizias und somit auch in Hans Leben ein. Der Unterschied zwischen Hans und ihm ist der, dass Herr Wenzels Leben nur noch aus geregelten Abläufen bestand. Hans hatte gar keine geregelten Abläufe. Felizia hat beide Männer gerettet. Karin ist Hans Exfrau. Sie existiert in diesem Roman nur in Hans Erinnerungen. Sie erinnert ihn an eine Vergangenheit, in der er Hausmann war und seinen Job aufgegeben hat; in der Hans sich als Versager gefühlt hat, weil Karin ihn darauf hinwies, dass er die Kinderbetreuung nicht zufriedenstellend erfüllte. Frau Tarsi zitiert gerne Worte aus der Bibel. Sie kommt aus dem Iran. Als sie noch gearbeitet hat, war sie Beamtin in der deutschen Ausländerbehörde. Gerne hätte sie fünf Kinder gehabt, was sich aber allein schon deswegen nicht realisieren ließ, da sie aufgrund einer Berufsunfähigkeit ihres Mannes arbeiten gehen musste. Sie ist selbstbewusst und nimmt die Dinge in die Hand. Herr Tarsi hat ein verletztes Bein. Er hat ein großes Herz. Seine Frau hat im Haus eindeutig das Sagen. Dennoch spielt dieser Umstand keine große Rolle. Beide Ehepartner wissen sich zu nehmen und zu lieben. Die Story: Als Hans D. eines Tages beschließt den Müll rauszubringen, findet er mitten im Hausmüll der Gemeinschaftstonne ein Baby. Hans zögert nicht lange. Er nennt das kleine Mädchen Felizia und nimmt es mit zu sich nach Hause. Mit dem Kind erwacht in dem alten Mann etwas, was er lange begraben hat. Er beginnt seine Vergangenheit zu verarbeiten, öffnet sein Herz für die Menschen in seinem Umfeld und findet langsam aber sicher zu sich selbst zurück. Schreibstil und Plot: Der Roman wurde im Präsens verfasst. Gelegentlich werden Zukunftsaussichten in Futur eingebunden. Steven Uhly beginnt seinen Roman mit einer ungemeinen Dichte. Alles, was er schreibt greift ineinander; alles hat eine Bedeutung: Die Art, wie Hans ist, dass er gerne Nachrichten sieht, der Nachbar, der Handlungsstrang, die Figuren, Szenerie, Hans Träume und die Rückblenden. Hans verändert sich mit dem Fund des Kindes. Er durchläuft eine vollständige Metamorphose. Steven Uhly gibt seinem Hauptcharakter einen Tiefpunkt mit auf den Weg, wo er fast wieder rückfällig wird, er geleitet ihn bis hin zu dem Gefühl, wie ein normaler Bürger zu sein, der ein Ziel hat und der einen Sinn im Leben erkennt. Er lässt ihn über sich selbst nachsinnen und letztlich zu sich selbst finden. Vor dem Mittelpunkt des Romanes jedoch, wirken die Rückblicke und Gedanken, die Hans mit sich trägt, nicht mehr wie ein gutes Fundament, dass die Handlung trägt. Die Ausschweifungen über Karin, Hans Exfrau, und seine Familie, die Selbstvorwürfe und an einer Stelle auch eine über mehrere Seiten gehende Landschaftsbeschreibung, nehmen fast ein wenig Überhand und wirken somit stellenweise überladend auf die Erzählung. Dieser Roman ist sozialkritisch; er befasst sich mit der Menschlichkeit und der Frage, wie weit man in einer Extremsituation gehen kann und sollte. Der Grad zwischen dem, was richtig und falsch ist in Verbindung mit dem Gesetz und aus dem Blickwinkel der persönlichen Wahrnehmung wird dem Leser bildlich vor Augen geführt. Durch Felizia findet Hans den Anschluss an die Gesellschaft wieder. Er wird aus seiner Gedankenwelt, was andere von ihm halten und seinen eigenen Vorurteilen über die Nachbarn herausgerissen. Er beginnt zu begreifen, dass das Leben lebenswert sein kann, wenn man sich ihm öffnet. Fazit: Dieser Roman handelt von alten Herren, die eine Freundschaft schließen, starken Frauen und die gegen sie machtlosen Männer. Er zeigt, wie schnell man fallen kann und konfrontiert mit der Einsamkeit, die das Alter mit sich bringt. Er öffnet die Gedanken für einen Ausweg und schafft Hoffnung. Stellenweise wirkte der Roman auf mich etwas langgezogen. Er lebt jedoch von gut ausgearbeiteten Charakteren, lädt zum Nachdenken ein und setzt sich stark mit gesellschaftlichen Normen auseinander. Ein für mich empfehlenswerter Roman, der mit einem gelungenen Ende belohnt. Buchzitate: Kann es sein, dass Familie, Geborgenheit und Liebe gar nichts mit Glück zu tun haben? Dass das Glück etwas ganz anderes ist, etwas eigenes, das sich nicht automatisch einstellt, wenn man alle Zutaten in einen Topf gibt. Das Viertel sieht nicht mehr aus wie eine Neubausiedlung, sondern eher wie ein gebrauchter Gegenstand, nicht mehr sauber, nicht mehr unbenutzt, aber persönlicher und wärmer. … seit er überhaupt wieder lebt und nicht bloß endet … Fremde dürfen alles, denkt er. Bekannte nicht, Freunde weniger, und am wenigsten darf die Familie. Wenn es einen Gott gibt, denkt er, muss er geahnt haben, wie schlimm es um mich steht. Sonst hatte er mir nicht dich geschickt, ein so starkes Gegenmittel. Die Sadeghis verabschieden sich ausführlich, sie beherrschen die Kunst, bis zum letzten Moment dazubleiben und nicht schon in Gedanken vorauszueilen.

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  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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    • 1362
  • Glückskinder sind beide – Der Finder und die Gefundene

    Glückskind

    Nil

    09. July 2013 um 20:15

    Hier geht es um ein Glückskind wie der Titel leicht erkennen lässt. Die Frage ist wohl eher wer hier das Glückskind ist oder ob es gar 2 gibt. Eine sehr traurige Geschichte ist bei diesem Roman der Dreh- und Angelpunkt. Ein kleiner Säugling wird von seiner Mutter in einer Restmülltonne entsorgt. Hier wird sie von dem alten Harz IV –Empfänger Hans gefunden, der sein Leben auch schon weggeschmissen hat, da es für ihn keinen Sinn mehr macht. Erst als er das kleine Mädchen in der Tonne findet, wendet sich das Blatt für ihn und natürlich auch für sie. Für beide heißt es eine zweite Chance zu bekommen und auch Leben! Beide sind so die Glückskinder. Der Roman von Steven Uhly ist ein starkes Werk, dass sich durch klare und präzise Beschreibungen auszeichnet. Eine schöne Sprache und sehr erkenntnisreich wie beispielsweise (Seite 101): „Er sieht, dass sie nichts wissen von ihrer Trauer, dass sie an ihr Glück glauben wie Blinde, die nicht ahnen, dass es das Sehen gibt.“ Oder auf Seite 140: „Aber manchmal vergisst der Kopf die Zeit und dient lieber den Gefühlen.“ Der Secession Verlag für Literatur hat aus dem Roman auch ein ansehnliches Buch gemacht mit einem schönen roten Cover und einer schemenhaften Abbildung. Dickes Papier runden das literarische Werk ab. Fazit: Ich war von diesem Buch rundum begeistert. Toll geschrieben und eine rührende Geschichte, die einen auch nach der Lektüre nicht loslässt. Man kann wieder an das Gute im Menschen glauben, wenn man diesen Roman gelesen hat.

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  • Rezension zu "Glückskind" von Steven Uhly

    Glückskind

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich habe ein neues Lieblingsbuch, das einen besonderen Platz in meinem Bücherregal erhält. "Glückskind" von Steven Uhly erzählt uns von einem Mann, der immer mehr verwahrlost, sich gehen und die Wohnung verkommen lässt. Eines Tages findet ihr im Hausmüll eine kleine, weggeworfene Puppe. Bei genauerem Hinsehen erkennt er, dass ein Baby im Müll liegt. Hans nimmt das Baby mit, kümmert sich, füttert es, rettet es und gleichzeitig rettet er sich selbst. Er ordnet sein Leben neu, trifft Menschen, die ihm helfen und zu Freunden werden und entscheidet letztlich, was mit der kleinen Felicitas geschehen soll. Dabei begibt er sich auf eine Reise, die ihn zu sich selbst führt und seine seelischen Verletzungen und auch seine Schuld in Bezug zu seiner eigenen Vergangenheit in ein neues Licht stellt. Hans stellt sich seinen Fehlern, die er seiner eigenen Familie gegenüber gemacht hat in gleichem Maße, in dem er Verantwortung für Felicitas übernimmt. Die Reflektionen zu lesen berührt unheimlich, zwangsläufig treffen sie den Kern des menschlichen Seins in allen Widersprüchen. Immer wieder schimmern Weisheiten durch, die man wieder und wieder lesen möchte. Steven Uhly schreibt schlicht und dennoch ergreifend und so positiv, dass ich nach dem Ende der Lektüre verzaubert war. Dieses Buch macht glücklich, denn mit Hans (im Glück) spürt auch der Leser eine leise Art von Glück. "Glückskind" ist eines der seltenen, unaufgeregten und warmherzigen Bücher, die einen besonderen Platz im Leserherzen einzunehmen verstehen. Ich wünsche dem Roman viele Leser, die sich gerne verzaubern und berühren lassen.

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    • 3

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. March 2013 um 15:59
  • Rezension zu "Glückskind" von Steven Uhly

    Glückskind

    LESE-ESEL

    26. October 2012 um 18:04

    Ein Mann lässt sich gehen, zieht sich immer mehr in seine verwahrloste Wohnung zurück und setzt alles daran seine Familie und seine Kinder zu vergessen. Ausgerechnet er findet ein ausgesetztes Baby beim Müll-Wegbringen. Dieses unglückliche Kind wird für ihn zum Glücksfall, denn er übernimmt ohne weiteres Überlegen Verantwortung für das Baby - und zunehmend auch für sich und seine Fehler in der Vergangenheit. Ein poetischer, jedoch niemals kitschiger Gegenwartsroman, der von einer zweifachen Rettung und der Kraft der zwischenmenschlichen Empathie erzählt - und dennoch kritische Fragen stellt. Unbedingt lesen!!

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