Mein Fazit:
Kann man mit solch einer Vergangenheit, mit solch einer Geschichte und den tragischen Erlebnissen, die Mitka erlebt hat, Frieden schließen? Man fragt sich: Wie konnte Gott diese unschuldigen Menschen so leiden lassen? Kann es Vergebung geben für diese Verbrechen? Der Autor gibt darauf Antworten, denn er erzählt die berührende Lebensgeschichte von Mitka Kalinski in sehr einfühlsamen und bewegenden Worten und wie er am Ende seines Lebens den Weg zu Gott fand.
" Ich war doch noch ein Junge " ,ist eines der bewegendsten Bücher, die ich je über Holocaustüberlebende gelesen habe. Es ist 1941 : Der kleine Mitka lebt in einem ukrainischen Kinderheim und instinktiv merkt er, dass etwas anders ist als sonst. Er flieht mit einem anderen Jungen und überlebt somit die Ermordung der Kinder aus umliegenden Konzentrationslagern und diesem Heim. Selbst Soldaten, die die Kinder laut Befehl erschießen sollten, hatten Bedenken und weigerten sich. Später wurden sie vor Gruben aufgestellt und erschossen. Dieses Schicksal blieb Mitka erspart … weil er seinem Instinkt folgte.
Zitat: " Die Körper fielen ins Grab. Das Wimmern und Schreien war unbeschreiblich. Viele wurden vier-oder fünfmal getroffen, bevor sie starben".
Seine Flucht aus dem Kinderheim, er wurde aufgegriffen und überlebte dabei ein Erschießungskommando und etliche Konzentrationslager, die Todesfahrten in Viehwaggons, die Versklavung bei einem Offizier und seiner prügelnden Familie … All diese tragischen Erlebnisse behielt Mitka 30 Jahre für sich, bis er zusammenbrach und endlich seiner Frau und seinen 4 Kindern die Wahrheit über sein Leben offenbarte …
Dieses literarische Werk überzeugt durch seine Offenheit, seine Präsenz in der heutigen Zeit, durch gut recherchierte Ereignisse, die in die Geschichte eingebaut wurden, durch eine tragische, aber auch faszinierende Lebensgeschichte, die betroffen macht. Wie stark die Kraft von Familie ist, wenn die Seele heilen muss, und der Glaube an Gott.





