Stewart O'Nan Abschied von Chautauqua

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Inhaltsangabe zu „Abschied von Chautauqua“ von Stewart O'Nan

„Das wirkliche Leben findet in diesem Roman statt.“ (taz)

Emily Maxwells Mann ist gestorben. Nun soll das Sommerhaus am Lake Chautauqua im Staat New York verkauft werden. Ein letztes Mal trifft die ganze Familie dort zusammen – eine alte Tradition. Eine Woche Ruhe will man, aber die Harmonie ist brüchig, mit Emilys Tochter Meg, der Alkoholikerin, deren Bruder Ken, der beruflich vor dem Absturz steht, seinem schwierigen Sohn Sam und seiner Tochter Ella, die sich unversehens in ihre Cousine verliebt. Nicht zu vergessen: Rufus, der Hund, der ganz eigene Sorgen hat.

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    Abschied von Chautauqua

    Saphir610

    29. July 2016 um 22:07

    Ein altes Sommerhaus am Chautauqua See im Staat New York. Seit langer Zeit im Besitz von Emily Maxwell und ihrem Mann. Nun ist dieser gestorben und das Haus soll verkauft werden. Die ganze Familie kommt dort noch einmal zusammen. Harmonie ist allerdings anders. Emilys Tochter ist Alkoholikerin, der Sohn steht beruflich vorm Aus. Diese Geschichte hat mich interessiert, ich dachte an eine interessante Familiengeschichte, umrahmt von einer sommerlich, angenehmen Umgebung, neben einem gemütlichen Sommerhaus. Doch ich habe dann aufgegeben. Von einem Ansatz von Sommerhausatmosphäre war für mich gar nichts zu spüren. Emily kam mir zu kurz und dass da eine Form von Trauer vorhanden war, konnte ich nicht erlesen. Ich weiß auch nicht, ob Emily das Haus überhaupt verkaufen möchte, sie wirkt seltsam fremd. Ihre Kinder, mitsamt dem Nachwuchs, alle voller Probleme. Das ist an sich nicht schlimm, in einer Familie hat wohl jeder seine Probleme, aber hier war es einfach nur extrem runter ziehend. Die Personen blieben mir fremd, auch der Schreibstil konnte sie mir nicht näher bringen. Selbst das Haus wirkte ungeliebt, ist vor Jahrzehnten stehen geblieben. Ich habe das Buch abgebrochen, es konnte mich in keinster Weise irgendwie packen. Und Bücher, durch die ich mich nur quälen würde, lese ich dann doch nicht.  

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. 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  • Rezension zu "Abschied von Chautauqua" von Stewart O'Nan

    Abschied von Chautauqua

    FrankMariaReifenberg

    Eine der ganz großen Familiengeschichten, aber auf ganz kleinem zeitlichen Raum erzählt. Fürs Buch braucht man schon ein bisschen, aber keine der vielen Seiten ist langweilig. Obwohl nicht wirklich viel passiert, entwickelt die Erzählweise einen ganz eigenen Sog. Aus vielen Perspektiven meisterlich erzählt, sogar der Hund bekommt einmal und kurz seinen eigenen Abschnitt.

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  • Rezension zu "Abschied von Chautauqua" von Stewart O'Nan

    Abschied von Chautauqua

    MerlinundPaula

    18. July 2012 um 17:58

    Wie jedes Jahr im Sommer trifft sich Familie Maxwell im Sommerhaus in Chautauqua. Mit dabei wären Emily mit ihrem Hund Rufus, die Besitzerin des Hauses und Mutter von Margaret (Meg) und Kenneth (Ken). Die haben natürlich auch gleich ihre Familie mitgebracht. Ken reist mit seiner Frau Lise und den Kindern Ella und Sam an. Meg bringt nur ihre Kinder Sarah und Justin mit, da sie gerade erst von ihrem Mann Jeff geschieden wurde. Und nicht zu vergessen Arlene, die Schwägerin von Emily. Alle zusammen werden sich für ein letztes Mal dort treffen, um sozusagen Abschied zu nehmen. Da Emilys Mann Henry gestorben ist, wird das Haus verkauft. Der Aufenthalt der Maxwells dauert genau eine Woche – von Samstag zu Samstag, deswegen ist das Buch auch gleich in Tagen aufgeteilt. Dadurch, dass jeder Tag genau ausgeführt wurde und auch immer wieder zwischen allen Beteiligten inklusive Hund gewechselt wurde, ist es sehr detailliert beschrieben. Einerseits hilft das wirklich, um ganz in die Geschichte einzutauchen, zum anderen wirkte es aber manchmal einfach zu detailliert, sodass ich zwischendurch dachte, ich lese ein Drehbuch. Außerdem konnte ich nicht richtig herauslesen, worauf das Buch hinaus will, es war mehr eine Aneinanderreihung von den Geschehnissen an dem jeweiligen Tag, versetzt mit ein paar Gedanken. Da aus verschiedenen Ich-Perspektiven erzählt wird, bekommt man einen besseren Einblick in die Gefühlswelt der jeweiligen Person und könnte somit eine gute Charakterbeschreibung erstellen. Lobend muss ich erwähnen, dass O‘Nan es verstanden hat, die Komplexität einer Familienstruktur gut darzustellen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass es übertrieben oder erzwungen gewirkt hat. Was mich allerdings gestört hat, war die Länge des Buches. Ich lese sehr gerne dicke Bücher, allerdings finde ich es negativ, wenn man wirklich merkt, dass es sehr lang ist. Bei um die 700 Seiten und kleiner Schrift hat es sich zwischendrin doch ziemlich gezogen. Teils wird das auch an der zu detailgetreuen Beschreibung gelegen haben. Meiner Meinung nach hätte man das Buch gut kürzen und trotzdem die Kernaussagen der Geschichte beibehalten können.

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  • Rezension zu "Abschied von Chautauqua" von Stewart O'Nan

    Abschied von Chautauqua

    Skrutten

    23. July 2011 um 20:07

    eins der schwierigsten Bücher von ihm - bislang ...

  • Rezension zu "Abschied von Chautauqua" von Stewart O'Nan

    Abschied von Chautauqua

    Die Buchprüferin

    11. September 2010 um 17:31

    Es ist eine Woche, genau eine Woche, die diese 699 Seiten füllt, eine Woche Familienurlaub, eine Woche Abschiednehmen von einem Sommerhaus, das es so für die Familie bald nicht mehr geben wird. Die Familie: Emily und ihre Schwägerin Arlene, Emilys Sohn Ken mit seiner Frau Lise und den Kindern Ella und Sam, und Kens Schwester Meg mit ihren Kindern Justin und Sarah. Neun Menschen von jung bis alt, die alle ihre eigenen Probleme haben. Mit diesen Problemen wird man aufs Eindringlichste vertraut gemacht: Emily vermisst ihren Mann Henry, der vor einem Jahr starb, Arlene vermisst in ihm ihren Bruder und fühlt sich dabei hinter Emilys Kummer zurückgesetzt; Ken empfindet sich eigentlich als Fotograf, betrachtet sich darin aber mehr oder weniger als gescheitert, seit er in einem Fotogeschäft arbeitet; Lise mochte Emily noch nie, weil diese sie nicht zu mögen scheint, und versucht sich (meist erfolglos) ihre bissigen Bemerkungen zu verkneifen; Meg wurde vom Vater ihrer Kinder verlassen und bemüht sich obendrein, weiter trocken zu bleiben; Ella hat sich in ihre Cousine Sarah verschossen und ringt mit sich, ob sie der für diverse Jungs schwärmenden Schönheit ihre Gefühle anvertrauen soll; Sam gilt als offizielles Problemkind, weil er unter anderem gerne klaut; Justin wird von 1000 Ängsten gequält und darf bei weitem nicht so viel Game-Boy spielen, wie er will; und Sarah, die eigentlich mit Mark geht, versucht in Chautauqua diesen einen vielversprechenden Jungen wiederzufinden, der ihr vorgestern begegnet ist. Der Autor wechselt die Perspektiven so akkurat wie maßgeschneiderte Kleider und lässt jede seiner Figuren ausführlich zu Wort kommen. Und jeder Figur nimmt man ihre Probleme und ihre Perspektive ab, aus der heraus sie sich mit den anderen Familienmitgliedern herumschlägt, und fühlt sich sofort auf ihrer Seite, sobald sie das Ruder im Erzählstrom übernimmt. Bloß warum, habe ich mich nach etwa der Hälfte des Buches gefragt, legen alle dabei den gleichen Pessimismus an den Tag? Ken fühlt sich als Versager, Meg als Versagerin, von Ella, die sich neben Sarah wie das sprichwörtliche hässliche Entlein vorkommt, ganz zu schweigen. Justin geht vor seinen Ängsten in die Knie. Emily und Arlene sind offenbar zu alt, um noch so etwas wie Zuversicht zu empfinden, Sam langweilt sich, und wenn er sich mit irgendwas mal nicht langweilt, wird es ihm verboten; Sarah schließlich ist als Pubertierende quasi von Berufs wegen verzweifelt. Und Lise? „‘Wie ist es?‘ rief er, und sie entdeckte ihn – er stand in seiner albernen superkurzen Shorts auf dem Bug. ‚Schön‘, sagte sie, obwohl es gelogen war.“ Es ist also gelogen. Alles Schöne ist irgendwie unwahr, Glück gibt es nicht. Nur an einer Stelle: Als Justin am Minigolfplatz den Preis fürs Einlochen mit einem einzigen Schlag bekommt: „Hinten eingequetscht, hielt Justin die Karte hoch und las im Scheinwerferlicht der hinter ihnen fahrenden Autos, was draufstand. Dabei sah er, wie der Ball von der hinteren Begrenzung abprallte, sich langsam drehte und in einem Bogen aufs Loch zurollte, und er bekam wieder eine Gänsehaut und war vollkommen glücklich. Das würde er nie vergessen.“ Auch die Leserin wird es womöglich nie vergessen, ist das doch der einzige Lichtblick im ganzen Roman, und sei er auch noch so banal. Das passt insofern ganz gut, als das Buch von Banalitäten nur so überströmt. Und eigentlich liebe ich das. Ich liebe es, aus den Banalitäten das Besondere herausgefiltert zu sehen, das Leben in seiner ganzen Plattheit, die gleichzeitig seine Schönheit bedeuten kann. Aber unter der niederdrückenden Stimmung, die jede Figur beherrscht, wird die Schönheit für mich nicht sichtbar: Nicht einmal – oder erst recht nicht – unter den peinlich genau geschilderten Blicken durch Kens Kamera, die er zu Lises Verdruss ständig mit sich herumschleppt. Denn was er sieht, ist Chaos: „Die Werkbank war ein einziges Durcheinander; einen Augenblick lang brachten ihn nicht nur die grellen Schatten, sondern auch das viele Gerümpel aus der Fassung – Werkzeuge, Benzinkanister und Verlängerungsschnüre, Sägen und Holzspäne, eine zusammengefaltete Luftmatratze, Kästen mit farblich sortierten Pfandflaschen. Er erkannte ein paar vertraute Sachen: eine vom Alter schwarz gewordene Rohrzange, die Backen silbrig, eine Chock full o’Nuts-Dose mit ausgetrockneten Pinseln und Rührstäben (…) Schläuche, Seile, Eimer, Bretter – es war einfach zu viel. Es war wie bei einem Umzug, er wusste nicht, wo er anfangen sollte.“ Dutzende solcher und ähnlicher Aufzählungen – natürlich nicht nur von Ken – gilt es im Roman zu bewältigen, ein Sammelsurium unbrauchbar gewordener Dinge, hoffnungsloser Reminiszenzen, für immer vergangener Eindrücke zieht an einem vorbei, und genau an der zitierten Stelle finde ich wieder, wie das auf mich wirkt: Es ist einfach zu viel. Der Sinn erschließt sich mir nicht. In einer Flutwelle aus Vergangenheit dümpelt die Gegenwart wie eine verlorene Inselgruppe, wird ab und an überrollt und ist immer in Gefahr, komplett zu versinken. Diese Vergangenheit ist aber nicht nur eine gestaltlose Wassermasse, sondern, umso bedrängender, eine Anhäufung einzelner Tropfen, deren jeder der Betrachtung würdig ist, nein, betrachtet werden muss, aufs Genaueste studiert, gedreht und gewendet. Wohlgemerkt: Wenn eine einzelne Figur so denkt und fühlt, finde ich das spannend. Dass alle es tun, finde ich unglaubwürdig, weil es für mich das ganze Buch, die so sorgfältig angelegte Aufteilung in die vielen Perspektiven infrage stellt. Vielleicht ist da nur ganz natürlich, wenn sich in einem derart von Vergangenheit und ihren Details überwölbten Universum praktisch keine Entwicklungen ergeben, von minimalsten Zuckungen abgesehen. Vielleicht ist es ganz natürlich, wenn in einer Welt, die vom Vergangenen lebt, nichts auf die Zukunft deutet, nichts aus dem Status quo herausführt, wenn sich niemand wirklich ändert, keiner das Steuer herumreißt, keiner aufmuckt, endlich mal was anders macht. Wenn alle sich ducken unter dem Joch vergangener Tage, der Last gemeinsam festgeschriebener Traditionen und Rituale. Stewart O’Nan hat ohne Zweifel mit großer Präzision und unglaublicher Beobachtungsgabe etwas Alltägliches abgebildet: die Struktur von vielen Familien, das Verharren in eingespielten Zuständen, die stumme Verzweiflung, die hilflose Wut, das Abgekapseltsein in die eigene Misere. Auf das, was für mich einen Roman ausmacht – Entwicklungen von einem oder mehreren Protagonisten, die ihre Grenzen überschreiten, daran scheitern oder weiterkommen, aber vor allem den Versuch unternehmen –, kam es ihm vielleicht gar nicht an. Nur zu gerne hätte ich diesen Roman, empfohlen von zwei lieben FreundInnen hier, gefeiert. Aber irgendwie scheinen wir nicht kompatibel zu sein, der Autor und ich.

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  • Rezension zu "Abschied von Chautauqua" von Stewart O'Nan

    Abschied von Chautauqua

    Dilbertine

    10. August 2010 um 15:10

    Die virtuose Sezierung des Innenlebens einer Familie ***************** „Vermutlich kamen sie deshalb jedes Jahr her, wegen dieses Gefühls von Ewigkeit und Zuflucht“ **************** Familien kommen in der Regel an Feiertagen zusammen. Die Familie Maxwell, bestehend aus drei Generationen, trifft sich jährlich am Chautauqua Lake im eigenen Sommerhaus. In diesem Jahr ist dieses Treffen vom Abschied gekennzeichnet, das Familienoberhaupt Henry ist gestorben, das Sommerhaus steht zum Verkauf. Angereist sind die Witwe Emily, ihr Sohn Ken mit Frau Lise und den Enkelkindern Sam und Ella, ihre Tochter Margaret mit den Enkelkindern Justin und Sarah, ihre Schwägern Arlene und nicht zu vergessen ihr Hund Rufus. Jedes der neun Familienmitglieder reist mit eigenen Sorgen, Problemen, Konflikten und Krisen im Gepäck an. **************** Die jüngste Generation der Familie schlägt sich mit den Problemen der Adoleszenz. Sarah und Justin haben die Trennung ihrer Eltern zu verkraften. Sam nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau, klaut ganz gern mal und seine Schwester Ella hat sich unverrichteter Dinge in ihre Cousine Sarah verliebt. Die vier Kinder eint der Frust gegen ihre Eltern, die sie heimlich die „Wachspuppen“ nennen. ***************** Die Geschwister Ken (39 Jahre) und Margaret (42 Jahre) verbinden das Sommerhaus mit der Erinnerung an ihre gemeinsame Kindheit und Jugend, ihren Träumen und Zielen. Der in sich gekehrte, von Selbstzweifeln zerfressene Ken, träumt trotz seiner Erfolglosigkeit immer noch von der großen Karriere als Fotograf. Die chaotische und rebellische Margaret, eine trockene Alkoholikerin, die ihre Sucht mit Kiffen kompensiert, steht kurz vor ihrer Scheidung, hat finanzielle Sorgen und Angst vor dem bevorstehenden Neuanfang. Beide Kinder eint das Gefühl hinter den Erwartungen der Eltern geblieben zu sein. Lise, die Frau von Ken, fühlt sich im Kreise der Familie Maxwell überflüssig und zieht sich im Verlauf der Woche immer mehr in ihre eigene, verworrene Gedankenwelt zurück. Ihre krankhafte Eifersucht macht weder vor der Schwester noch vor der Kamera ihres Mannes halt. Ihre Schwiegermutter Emily straft sie mit Nichtachtung. ************ Die dominante Emily, die ein wenig selbstherrlich und herrschsüchtig scheint, ist unsicherer und einsichtiger als ihre Familie annimmt. Ihre Schwägerin Arlene, eine pensionierte Lehrerin, die nur einmal in ihrem Leben verliebt war, sinniert über verlorenes, versäumtes und vergessenes, zieht Bilanz ihres Lebens. Beide eint der Verlust des geliebten Mannes und Bruders und die Angst vor dem immer näher rückenden Lebensende. Und dann wäre da noch Rufus, der 14 Jahre alte Spaniel, das wohl einzig ausnahmslos glückliche Wesen in dieser Familie. ************ Die gemeinsame Woche, die als erzwungene Intimität empfunden wird, ist von unterschwelligen Vorwürfen, Enttäuschungen, unerfüllten Erwartungen, Generationskonflikten, unausgesprochenem Ärger und Wut ihrer Protagonisten überschattet. Es wird viel oberflächlich geredet, dafür aber tiefgründig nachgedacht. Der Handlungsrahmen des 700 seitigen Buches beschränkt sich im Großen und Ganzen auf die angestrengt geplanten Freizeitaktivitäten der Maxwells, um die Zeit der Ferienwoche zu füllen. Und da bin ich genau bei dem Reiz dieses Buches, der sich aus seiner Multiperspektive ergibt. Stewart O´Nan lässt jeder einzelnen Person ausreichend Platz für eigene Gedanken, Gefühle und Sorgen. Für den Leser bleibt im Gegensatz zur Familie nichts im Verborgenen (O´Nan macht hier selbst vor der intimsten Verrichtung keinen Halt). Er kennt das innere Drama jeder einzelnen Person, ihre ambivalenten Gefühle, ihre Widersprüche, ihre Auseinandersetzung mit der Erinnerung und Vergangenheit und ihre Sorgen über die Zukunft und den unwiederbringlichen Neuanfang. Stewart O´Nan erzählt meisterhaft langsam, kontrolliert und detailliert, ist dabei aber nicht in einer Sequenz langweilig oder gar langatmig. Er schafft ohne größeren Rahmen eine melancholische, magische August-Stimmung. Gern hätte ich noch mindestens eine Verlängerungswoche mit den Maxwells gebucht. Ich vergebe 6 von 5 Sternen für einen leisen, subtilen, starken und so menschlichen Familienroman, der ganz ohne exzentrische, überzogene Persönlichkeiten und große Krawalle auskommt.

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  • Rezension zu "Abschied von Chautauqua" von Stewart O'Nan

    Abschied von Chautauqua

    Babscha

    18. November 2009 um 20:33

    August. Ferienzeit. Ein Sommerhaus am Lake Chautauqua im Staat New York. In festgemeißelter Tradition hat Emily Maxwell auch in diesem Jahr wieder ihre ganze Familie für eine gemeinsame Urlaubswoche eingeladen. Und alle kommen: Ihr Sohn Kenneth mit Ehefrau Lisa und den Kindern Ella und Sam, ihre Tochter Margaret mit Sarah und Justin und ihre Schwägerin Arlene. Wie schön. Könnte man meinen. Aber es ist anders. Nach dem Tod ihres Mannes vor einem Jahr hat Emily das Haus bereits gegen den Willen ihrer Familie verkauft und möchte die gemeinsame Woche eigentlich nur noch als eine Art „Abschiednahme“ zelebrieren. Das geht schief. Jahrzehnte alter unterdrückter und verleugneter Familienzwist kocht hoch und führt zu einer brodelnden Atmosphäre aus Ablehnung, Unverständnis, Aggression und Traurigkeit auf allen Seiten. Stewart O´Nan, der Meister der leisen Töne mit dem unnachahmlichen Blick für das Kleine, Bedeutungsvolle, entführt den Leser in seinem 700-seitigen Werk in die Welt einer an sich selbst zerbrochenen Familie, deren einzelne Mitglieder nicht unterschiedlicher sein können und die nur noch von gesellschaftlichen Konventionen zusammen gehalten wird, denen sich die verschrobene Mutter gerne und deren Kinder notgedrungen unterordnen. Hier Ken, der schwache Sohn, lebenslang von seiner übermächtigen Mutter dirigiert, ein Phantast mit künstlerischen Ambitionen, handlungsunfähig erdrückt zwischen massiven finanziellen Sorgen aufgrund seines Jobverlusts und seiner eigenen, sprachlosen Ehe mit einer ebenfalls komplizierten Frau, die nie einen Zugang zu ihrer Schwiegermutter gefunden hat. Dort Margaret, die von klein auf rebellische Tochter mit Hang zu Cholerik und Selbstzerstörung, kurz nach einer abgeschlossenen Alkoholikerkarriere und unmittelbar vor ihrer Scheidung stehend, ebenso verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung ihrer finanziellen Probleme. Daneben die ungeliebte und unverstandene Mutter, empfindlich und stur, rückblickend auf ihr emotional unausgefülltes Leben an der Seite eines eigenbrötlerischen Mannes, der zuletzt ebenfalls nur noch Zuflucht vor ihr in seinen Hobbys sucht. Der Autor lotet in zahlreichen Erinnerungen und Rückblenden die komplizierten emotionalen Verbindungen der einzelnen Familienmitglieder untereinander bis in die tiefsten Tiefen aus und macht dem Leser damit deren jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt, nicht zuletzt die Sicht der unmittelbar betroffenen und mit leidenden Kinder, transparent und nachvollziehbar. Wie oft bei O´Nan gibt es keinen wirklich Schuldigen und auch keine reinen Opfer, kein Schwarz und Weiß, dafür aber viel viel Grau. Alle Handelnden sind geprägt durch ihre individuellen guten wie schlechten Eigenschaften in Wechselwirkung zu ihrer Umwelt und hier der Familie. Gerade das macht den speziellen Reiz des Buches aus, es bleibt dem Leser letztlich selbst überlassen, auf wessen Seite er sich denn schlagen will. Neben all dem beschriebenen Elend gelingt es dem Autor aber auch diesmal wieder, mit seinen hellwach beobachteten, wunderbaren Beschreibungen von Natur und Umwelt wie auch der „kleinen Begebenheiten“, z.B. der plötzlichen, aber unerfüllten Liebe der jungen Ella zu ihrer Cousine, den Leser auf Nebenschauplätze zu führen, in die man einfach nur abtauchen kann. Ein schönes und entspannendes Buch für Leser, die die „langsame“ Erzählkunst des Autors lieben.

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