Das Glück der anderen

von Stewart O'Nan 
3,9 Sterne bei59 Bewertungen
Das Glück der anderen
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Familie, Glaube, Pflichterfüllung vor dem Hintergrund einer Seuche und Naturgewalten!

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Eine sehr spannende und anrührende Geschichte - wenn man sich erst mal an den sehr ungewöhnlichen Erzählstil gewöhnt hat

Alle 59 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Glück der anderen"

'Absolut unvergesslich.' (Brigitte)

In einer amerikanischen Kleinstadt bricht eine Seuche aus. Jacob Hansen, Sheriff, Leichenbestatter und Pastor, muss hilflos zusehen, wie die Bewohner seine Warnungen vor der Krankheit in den Wind schlagern und alle Quarantänemassnahmen missachten. Die Zahl der Toten wächst dramatisch, von der friedlichen Dorfidylle ist nichts mehr zu spüren. Panik bricht aus. Und Jacob Hansen muss sich entscheiden: zwisdchen der Verantwortung für die Gemeinschaft und der Rettung seines privaten Lebensglücks.

'Ein Roman, der die Phantasie des Lesers wie mit heißen Nadeln traktiert.' (Die Weltwoche)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499234309
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.06.2003

Rezensionen und Bewertungen

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    katermurrs avatar
    katermurrvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine sehr spannende und anrührende Geschichte - wenn man sich erst mal an den sehr ungewöhnlichen Erzählstil gewöhnt hat
    ich hasse titel

    Die Geschichte eines Sheriffs, gleichzeitig Prediger, in einer amerikanischen Kleinstadt, irgendwann, als es schon Fahrräder und Eisenbahn gab... Er gibt sein Bestes, aber er hat auch seine Grundsätze...., und bald muss er sich fragen, ob er nicht Fehler gemacht hat.
    Eine absolut spannende, anrührende, mitreißende Geschichte mit einem einzigen, schwerwiegenden Mangel: Was sich auf "amerikanisch" wahrscheinlich ganz locker liest (jeder Satz mit "you...."), wirkt auf Deutsch (jeder Satz mit "Du...") hauptsächlich seltsam (meine Meinung). 
    Ich hab das Buch trotzdem mehr oder weniger verschlungen, und so im letzten Viertel hatte ich mich auch an den Erzählstil einigermaßen gewöhnt...

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    FrauMaerzs avatar
    FrauMaerzvor 7 Jahren
    Rezension zu "Das Glück der anderen" von Stewart O'Nan

    Friendship heißt die Stadt, in der Jacob Hansen im 19. Jahrhundert Priester, Gesetzhüter und Bestatter zugleich ist. Es ist ein kleines Nest, irgendwo in Wisconsin, das viele Jahre einen idyllischen Frieden genoß. Entsprechend friedlich und gesittet verhalten sich die Bewohner. Doch so wird es nicht bleiben.
    Eine Diphterie-Epidemie erreicht das Dorf und, in einer Zeit ohne richtige Medikamente, ist jeder einzelne Bürger vom Tode bedroht.
    Es geht langsam los, gerade zu gemächlich. Aber: Schon zu Beginn des Romans ergriff mich ein leiser Horror - ich spürte: dies ist die Ruhe vor dem Sturm. Bald jedoch nimmt die Geschichte deutlich mehr an Fahrt auf und man wird immer schneller und unaufhörlich Richtung Katastrophe getragen. Die Sätze wirken wie ein Sog - man muss weiter und weiter lesen, obwohl man ahnt, dass es nichts besonders Schönes zu lesen geben wird. Jegliche Romantisierung des 19. Jahrhunderts, die manch Leser in seinem Kopf stecken haben wird, wird ausradiert, während immer mehr und mehr Menschen - ohne dass man etwas dagegen tun könnte - der Seuche zum Opfer fallen. Als eine zweite Katastrophe hereinbricht, verfällt das Dorf in Panik - und mit ihm der Leser. Fassungslos dreht man die Seiten und muss miterleben, wie die Menschen in ihrer Angst beginnen, ihre moralischen Grundsätze nach und nach abzulegen.

    Das Thema ist nicht das Besondere, aber die Umsetzung desselben ist das, was dieses Buch sehr viel intensiver macht, als Filme mit ähnlichen Problematiken. Die Du-Form, die der Autor für seine Geschichte gewählt hat, lässt alle Erlebnisse noch viel näher und persönlicher erscheinen. Die Vorwürfe des 'Erzählers' betreffen den Leser selbst und scheinen auch den Autor zu betreffen. Es ist, als handele man selbst. Als verliere man gerade Selbst jeglichen Verstand und jegliche Moral.

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    Babschas avatar
    Babschavor 9 Jahren
    Rezension zu "Das Glück der anderen" von Stewart O'Nan

    Friendship, eine amerikanische Kleinstadt irgendwann Ende des 19. Jahrhunderts. Mitten in der glühenden Hitze des Hochsommers bricht die Diphterie aus. Zunächst unerkannt, rafft sie erst wenige Menschen dahin und greift danach wie entfesselt um sich. Es gibt keinerlei Gegenmittel. Allein Jacob Hansen, Polizist, Reverend und Bestatter in einer Person und sein Freund „Doc“, der Arzt der Stadt, erkennen den Ernst der Lage und versuchen zu retten, was zu retten ist, aber der Erfolg bleibt aus. Wie immer unter akut lebensbedrohlichen Bedingungen versuchen die Leute ohne Rücksicht auf ihre Mitmenschen irgendwann nur noch, sich selbst zu retten. Bis zuletzt auch noch eine Feuersbrunst auf die Stadt zurast.

    Im Mittelpunkt der dramatischen und unter die Haut gehenden Geschichte steht der innerlich zerrissene Jacob, der sich einerseits bis zum Letzten für die Stadt und seine Bewohner aufopfert und den andererseits die Schicksalsprüfung, der auch seine eigene kleine Familie nicht entrinnen kann, in seinem christlichen Glauben zutiefst erschüttert. Das Buch ist zu aller erst Zeugnis eines Mannes, den die furchtbaren Geschehnisse mehr und mehr erdrücken und der in eine ganz sonderbare, schizophrene Geisteshaltung zwischen unbedingtem Pflichtbewusstsein und absoluter Verzweiflung getrieben wird.

    Eine O´Nan-typisch gemächlich beginnende, sich dann aber zunehmend zu einem Alptraum entwickelnde Geschichte über die Beschränktheit und Irrationalität der menschlichen Natur im Angesicht massiver äußerer Bedrohung.

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    andreadresslers avatar
    andreadresslervor 10 Jahren
    Rezension zu "Das Glück der anderen" von Stewart O'Nan

    Wenn ich schon 5 Punkte vergebe- was selten vorkommt- dann ist es absolut berechtigt!
    Ein Meilenstein der Literatur- unbedingt empfehölenswert !!!

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    joerniboernis avatar
    joerniboernivor 10 Jahren
    Rezension zu "Das Glück der anderen" von Stewart O'Nan

    Das Buch hat mich vom Plot an die Pest von Camus erinnert. Es ist moralisch, ohne überheblich zu sein. Mich hat es sehr gefesselt. Den Sprachstil finde ich persönlich sehr angemessen und gelungen. Die Anrede der Hauptfigur mit "Du" ist ungewohnt, entfaltet aber eine interessante Mischung aus Distanz und Identifikation.

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    Himmelfarbs avatar
    Himmelfarbvor 11 Jahren
    Rezension zu "Das Glück der anderen" von Stewart O'Nan

    Eine ganz schöne Parabel über Courage, Schuld und Verantwortung.
    Der Sprachstil ist für mich jedoch arg gestelzt und die ewige Religiosität macht mich etwas kirre!

    Kommentare: 1
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    Arunvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Familie, Glaube, Pflichterfüllung vor dem Hintergrund einer Seuche und Naturgewalten!
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    I
    Ichinbbvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, dennoch ein wunderbarer Roman der zum nachdenken anregt.
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Stewart o'Nan ist der Meister im Erzeugen beklemmender Gefühle. genau sowas mag ich sehr.
    G
    geena02vor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich ein herausragender Roman, vielleicht der beste O'Nan überhaupt!

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    Absolut unvergesslich

    Stewart O'Nan, ein Bewunderer Stephen Kings, ist zu einem großen Spezialisten für die Ängste und Alpträume Amerikas geworden.

    Ein kluges Buch über den Sieg der Instinkte gegen Vernunft und Moral: Der Mensch ist nicht zum Helden geboren.

    Ein Roman, der die Fantasie des Lesers wie mit heißen Nadeln traktiert.

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