Stewart O'Nan Die Chance

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Inhaltsangabe zu „Die Chance“ von Stewart O'Nan

Ein heiteres, sogar tröstliches Hörbuch über Zuversicht, Verzeihen und letzte Chancen.

Gemeinsam machen Marion und Art Fowler eine Busreise zu den Niagarafällen, wohin sie dreißig Jahre zuvor auch ihre Hochzeitsreise geführt hat. In ihrem Gepäck befindet sich ihr gesamtes restliches Barvermögen. Als hochverschuldete Arbeitslose, die das Haus, in dem ihre Kinder großgeworden sind, verkaufen müssen, haben sie nichts mehr zu verlieren. Ihre Ehe, von Seitensprüngen untergraben, steht vor dem Aus. Und dann greifen sie nach dem letzten Strohhalm und setzen alles auf eine Karte: Im Casino!

Toller Schreibstil-bewegende und tiefgründige Geschichte. Mehr davon.

— MarieChristinS

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  • Die Wahrscheinlichkeit ein glückliches Leben zu führen

    Die Chance

    Buecherschmaus

    Sehr leise und bescheiden kommt dieser neue Roman von Stewart O´Nan daher, in der Printausgabe knapp über 200 Seiten. Und behandelt doch einige ganz wichtige Themen. Da ist zum einen der Niedergang der (nicht nur) amerikanischen Mittelklasse in Folge der Finanz-/Immobilienkrise. Zum anderen ganz allgemein, wie leicht Lebenspläne scheitern können, wie Träume platzen, wie man trotzdem mit Würde weitermachen kann. Die Geschichte ist ein Kammerspiel zwischen zwei Eheleuten, Art und Marion Fowler. Ein Kammerspiel, das eine ganz unerhörte Begebenheit schildert und von daher auch eine Novelle ist und auch so beginnt: "Getrieben von hohen Schulden, von Unschlüssigkeit und, törichterweise, von der unterschwelligen Erinnerung an ihre Untreue, flohen Art und Marion Fowler am letzten Wochenende ihrer Ehe aus dem Land." Die beiden stehen vor der privaten Insolvenz, beide arbeitslos geworden, können sie die Hypotheken auf ihr repräsentatives, aber immer schon eine Nummer zu großes Haus nicht mehr bedienen, kratzen sämtliches verfügbares Bargeld zusammen und machen sich auf den Weg nach Niagara-Falls, das Ziel ihrer Flitterwochen, zugleich aber auch Inbegriff jener Abzocke, die ein ganzes Land, ja eine ganze Gesellschaft ergriffen hat. In den Spielcasinos hier will Art auf eine von ihm im Internet als todsicher getestete Methode beim Roulette gewinnen und damit ihre Finanzen doch noch retten. Gelebt wird auf Kreditkarte in dem sicheren Wissen, das das Ganze sowieso nicht bezahlt werden kann. Allerdings nicht nur finanziell stehen die beiden vor dem Ruin. Auch ihre 30jährige Ehe ist nach zwei Affären angeknackst und nicht nur aus finanziellen Gründen die Scheidung geplant. Art hofft aber auch hier auf eine letzte Chance, Marion ist innerlich schon abgerückt. Und hier kommt ein weiterer Aspekt der Geschichte zum Tragen. Im Original "The odds. A love story" betitelt, erzählt O´Nan eben auch von einer in die Jahre gekommenen Liebe, von den Krisen und Enttäuschungen, aber ebenso von der Vertrautheit und der Nähe, die durch die Zeit gewachsen sind. Das Ende kommt recht unvermittelt, ist überraschend positiv. Doch der erfahrene Leser ahnt, dass noch nichts entschieden ist.Der Autor spielt bei den Kapitelüberschriften mit verschiedenen Wahrscheinlichkeiten, z.B. der Wahrscheinlichkeit, dass ein Amerikaner Privatinsolvenz anmeldet. Die Wahrscheinlichkeit, ein glückliches, gelungenes Leben zu führen, ist weiterhin unbekannt. Stewart O´Nan ist nicht nur ein großer Menschenkenner, der seine Protagonisten tief durchschaut und beleuchtet, sondern auch ein großer Menschenfreund, denn so schonungslos er hinschaut, so wenig verrät er seine Figuren, so liebevoll und mitleidend begleitet er sie. Das ist manchmal schmerzhaft, aber nie sentimental. Dagegen beugt schon sein grandioser Stil vor, der knapp und prägnant und in überzeugenden Dialogen von all den großen und kleinen Verlusten berichtet, die sein Personal stellvertretend erleidet, von den mehr oder weniger gescheiterten Lebensentwürfen, ja und auch von der Würde, die in jedem einzelnen Leben trotz allem steckt. Christian Brückner liest wie immer souverän und großartig.

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    Floh

    30. August 2014 um 05:03
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