Stewart O'Nan Engel im Schnee

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Inhaltsangabe zu „Engel im Schnee“ von Stewart O'Nan

'Ein grausiger Mord geschieht, keiner kennt den Mörder, aber jeder weiß von einer offenen Hintertür und Spuren im Schnee. Stewart O'Nan spürt die großen Tragödien menschlicher Verstrickungen auf. Meisterhaft beschreibt er kleine Demütigungen und Mißverständnisse im täglichen Leben, unerfüllte Hoffnungen rund um Liebe und Leid, die zu Dramen eskalieren. Sein spannendes Erzählwerk ist zum Heulen traurig und voller Schönheit, seine Sprache genau und von bestechendem Charme. Die literarische Szene ist um einen exzellenten Erzähler reicher geworden.' (Der Spiegel)

Ein Mörder geht um und niemand nimmt daran Interesse? Ein seltsame Betrachtung einer Kleinstadt!

— kassandra1010

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  • Die amerikanische Gesellschaft in den 1970ern

    Engel im Schnee

    PaulTemple

    15. September 2016 um 10:55

    Das Leben in einer amerikanischen Kleinstadt der 1970er Jahre steht im Mittelpunkt dieses leisen aber erzählerisch grandiosen Romans. Ein Mord an einer alleinerziehenden Mutter bildet den Ausgangspunkt des Buches. In Rückblenden und ihres Exmannes und einem befreundeten Teenagers als Protagonisten, werden die letzten Monate ihres Lebens erzählt. Streit, Beziehungen, Affären, der Tod ihrer Tochter - diese massiven Schicksale werden von den anderen Mitbürgern zwar wahrgenommen, doch Hilfe oder Trost bietet kaum jemand. Zu beschäftigt sind die Menschen mit ihren eigenen Problemen und Tragödien.So zeichnet O´Nan ein überwiegend düsteres, teilnahmeloses Portrait der amerikanischen Gesellschaft der 1970er.Sehr lesenswert!

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  • Hart aber ehrlich!

    Engel im Schnee

    kassandra1010

    09. July 2016 um 21:45

    In Butler geht ein Mörder um und Annie Marchard stirbt. Doch der Mörder geht seiner Wege und nichts ändert sich. Stewart O´Nan hat es geschafft, das man die Charaktere als Bekannte betrachtet, sie hasst und liebt zugleich und sich nach der letzten Seite nicht mal mehr wundert, das sich nichts getan hat. Hart aber ehrlich!

  • Rezension zu "Engel im Schnee" von Stewart O'Nan

    Engel im Schnee

    Skrutten

    20. January 2013 um 21:13

    Ein großer Autor, die auch in diesem Buch einiges an Einfühlung und Geduld verlangt. Belohnt wird mensch dafür mit einer beißenden, gut nachvollziehbaren Sozialstudie - zwar aus den USA, aber eigentlich nicht weit weg von uns.

    Besonders beeindruckt haben mich die oftmals (aus der Not heraus) einen silbrigen Antworten des Icherzählers auf Fragen seiner Eltern ...

  • Rezension zu "Engel im Schnee" von Stewart O'Nan

    Engel im Schnee

    Nostalgia

    02. January 2011 um 17:29

    1974 in der Kleinstadt Butler, Pennsylvania; ein verschneiter Winternachmittag. Der fünfzehnjährige Arthur Parkinson übt mit seiner High-School-Band. Plötzlich knallen Schüsse. Was Arthur da hört, ist der Mord an Annie Marchand, seiner früheren Babysitterin und dem Objekt seiner ersten erotischen Begierden. Annie ist eine hübsche junge Frau, der nichts im Leben gelingen will, nicht einmal, ihre Liebsten vor Schaden zu bewahren. Sie liebt ihren Mann Glenn und treibt ihn in den Alkoholismus; sie vergöttert ihre kleine Tochter Tara und mißhandelt sie beim geringsten Anlaß. Auch in Arthurs Leben geht manches schief. Seine Eltern lassen sich scheiden, seine Mutter fängt an zu trinken, er selbst wird zum Psychiater geschickt. Trotz seines fassungslosen Staunens über die unverständliche Erwachsenenwelt fängt er an, um sein Glück zu kämpfen, und wird mit der Liebe einer Schulfreundin belohnt. Indessen wenden sich die zerstörerischen Kräfte, die Annie gerufen hat, allmählich gegen sie selbst und ziehen sie in einen Strudel der Gewalt. Menschliche Ohnmacht und Unzulänglichkeit sind die treibenden Kräfte dieses bewegenden Romans. O'Nan schildert Annie Marchands unausweichliche Tragödie mit einer zarten Poesie, die unsentimentales Mitgefühl und genaueste Beobachtung verbindet. Ein sehr ergreifendes Buch das nachdenklich macht. Und einem wieder mal vor Augen führt, dass auf jede Aktion eine Reaktion folgt und somit jeder auf gewisse Weise sein Glück selbst in der Hand hat, oder eben sein eigenes Unglück!! So leise geschrieben und dennoch so intensiv!!! Sehr empfehlenswert! 4 1/2 Sterne

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  • Rezension zu "Engel im Schnee" von Stewart O'Nan

    Engel im Schnee

    Babscha

    15. December 2010 um 21:44

    Butler, eine typisch amerikanische Kleinstadt in der Nähe von Pittsburgh. Von ihr und einigen der Menschen, die dort leben, zusammenfinden, sich lieben, sich nicht mehr lieben, sich verzweifelt lieben, sich streiten, sich bekämpfen, sich hassen, sich betrügen, sich trennen, teils in Frieden, teils blutige Spuren hinterlassend, von Menschen, die hoffen, verzweifeln, durchdrehen, sich abkapseln, aufgeben, davon erzählt das Buch. Zwei Familien stehen im Mittelpunkt der von O´Nan in seiner typisch unaufgeregt, gleichförmig und ohne erkennbare Emotionen, gleichsam wie von einem am Thema nur mäßig interessierten Berichterstatter, erzählten düsteren Geschichte, die jedoch, und das bestätigt mal wieder die erzählerische Klasse des Autors, den Leser trotzdem durchdringt wie die gleißende Morgensonne den wallenden Frühnebel, die ihn –so er sich denn auf die Protagonisten und ihre Schicksale einlässt- erfasst und mitnimmt, runterzieht, traurig und betroffen macht und nach dem Zuklappen des Buches erstmal eine gewisse Zeit betäubt zurück lässt. Die kleinen Leute, der Durchschnitt, die von ihren eigenen Fehlern Überrollten, das sind die Menschen, von denen O`Nan am liebsten erzählt, und das sind hier einige, Annie und Glenn mit ihrem Töchterchen Tara, selbstverschuldet in den Abgrund stürzend, dann die Parkinsons, eine Nachbarfamilie mit den Eltern, an deren gescheiterter Ehe und ihren Folgewirkungen eine ganze Familie zerbricht. In der ganzen Düsternis und Hoffnungslosigkeit seiner Geschichten aber, und das ist so einzigartig am Schreibstil des Autors, glimmt immer, wenn auch oft nur kurz, ein heller Schimmer von Hoffnung und Menschlichkeit, Normalität, zwischen den Zeilen hervor, vom Leser bei all dem Elend dankbar aufgenommen. Das gelungene Erstlingswerk eines aus meiner Sicht sehr speziellen und hochtalentierten Autors.

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  • Rezension zu "Engel im Schnee" von Stewart O'Nan

    Engel im Schnee

    mehrsonntag

    14. June 2010 um 13:09

    Schau, wen wir da haben, im Dunkeln im Park. Er wird wachsen, der Wicht. Wird das Mutter gefallen? Das wissen wir nicht. Annie glaubt nicht, dass Glenn seine eigene Tochter entführt hat, trotz allem, was er Annie angetan hat, trotz seiner fanatischen Hinkehr zum Gott-Vertrauen, seiner irren Zitate. Vielleicht hat ihm die ganze Zeit nur die Kirche gefehlt. Er nimmt ja auch Medikamente, denkt Annie, fühlt ihren Schmerz und kann wegen des von ihm ausgeschlagenen Zahns nur Suppe löffeln. Aber da ganz tief in ihr drin glaubt sie nicht an ihn als Täter. Nur mit Bademantel bekleidet, mit angeklatschtem strähnigen Haar und in Pantoffeln stapft sie, von Angst und Panik getrieben hinten aus dem Haus, merkt nicht, wie sich die vertrockneten, an den Bäumen hängenden letzten Blätter in ihrer unpassenden Kleidung verfangen, spürt nicht die Kälte, nur die Angst, die sich ausbreitet in ihrem Innern, mit jedem Herzschlag verteilt sie sich überall in ihrem Körper. Seit wenigen Stunden wird Tara vermißt und schon ist das ganze Dorf in Aufruhr, Einsatzmannschaften der Polizei, der Feuerwehr und eine große Menge mehr oder minder Freiwilliger Helfer, die sich im verschneiten Waldstück von Butler, hinter Annies Haus zum Fluß runter, auf die Suche machen. ..und wie erkennt man die Probleme? Ganz leicht, antwortet er, du schaust einfach hin. Und da sind sie schon, die Probleme. Arthur ist verliebt. In Lila. Lila hat eine Zwillingsschwester, die heißt Lily. Und Lila trägt eine Brille und nachts stellt sich Arthur vor, wie sie ohne ihre Brille aussieht und wie sie ohne Brille aussieht wenn sie schläft. Arthurs Eltern haben sich getrennt, Arthur wohnt nun auch in Fuckwood. Jeden Morgen, wenn der Schulbus hält und er und die Zwillinge einsteigen, lachen die Anderen. Foxwood ist nunmal Fuckwood. Während die Highschool-Band probt, knallt ein Schuß und Annie ist tot. Annnie war früher das Kindermädchen von Arthur. Er erinnert sich. Schon lange hat er nicht mehr an sie gedacht. In wechselnden Perspektiven dringt man mit jeder Seite weiter vor in die trostlos dargestellten Verhältnisse von Glenn, Annie, Arthur, seinen Freunden und seinen Eltern, kommt dem Geheimnis um den Tod von Annie und Tara, ihrer Tochter auf die Spur. Zunächst scheinen die Zusammenhänge unklar, nebulös und verworren, geschickt verschafft Stewart O'Nan seinen Lesern nach und nach Einblick und Verständnis. In klaren, gefühlvollen und immer situationsgerecht treffenden Worten gelingt es ihm in "Engel aus Schnee" eine bedrückende Stimmung zu schaffen, eine nahezu aussichts- und hoffnungslose Geschichte zu erzählen die zwischen Familienzwist, Eskalation, Freundschaft, Mord und erster Liebe pendelt.

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