Stewart O'Nan Halloween

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Inhaltsangabe zu „Halloween“ von Stewart O'Nan

„Wie alles von O’Nan – tief beeindruckend“ (Stern)

Halloween, Tag der lebenden Leichen. Die Geister dreier toter Teenager kehren aus dem Zwischenreich zurück nach Connecticut. Vor einem Jahr sind sie hier bei einem Unfall auf dem Highway gestorben. Nun sehen sie nach den Freunden, die überlebten: Kyle, entstellt und debil, und Tim, unverletzt, aber innerlich „längst tot“. Sie merken, dass Tim etwas Schreckliches vorhat.

„Ein Meister des Psychothrillers.“ (Die Weltwoche)

O’Nans "Halloween": Ein schauriger Blick in menschliche Abgründe

— RosaEmma

Kein herkömmlicher Thriller, aber auf seine ganz individuelle Art beklemmend...

— printbalance

Ein zutiefst verstörender und beeindruckender Roman mit einem besonderen und eigenwilligen Schreibstil. Absolut lesenswert.

— chuma

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  • Die Rückkehr der Geister

    Halloween

    RosaEmma

    01. December 2017 um 11:56

    Heute habe ich eine ganz besondere Buchempfehlung für euch, die es in sich hat. Wer jetzt jedoch angesichts des Titels einen blutigen Splatter-Roman erwartet, liegt falsch, denn Stewart O’Nans brillanter Roman Halloween ist ein vielschichtiger, gespenstiger Psychothriller, der unter die Haut geht. Bedrückende Schauereffekte unterstreichen die düstere Atmosphärik des Buches, die sich auch am fulminanten Ende nicht auflöst. Der Roman spielt in Avon/Connecticut: Es ist Halloween, und die Geister von drei Teenagern – Danielle, Chris, genannt Toe, und Marco – kehren zurück in ihre Heimatstadt, wo sie vor einem Jahr bei einem Unfall auf dem Highway ums Leben kamen, den sie selbst durch viel zu schnelles Fahren verursachten. Das Drama der Toten – das Schicksal der Lebenden Zwei ihrer Freunde – Tim und Kyle – überlebten damals das schreckliche Unglück, doch ihr Leben ist seitdem nicht mehr dasselbe: Kyle, der unkonventionelle Rebell, ist schwer entstellt und auf dem geistigen Stand eines 5-jährigen, während Tim mit seinen immer gravierender werdenden Schuldgefühlen kämpft und innerlich völlig leer und ausgebrannt ist. Beide halten sich mit einem Aushilfsjob in einem Supermarkt über Wasser, das unsichtbare Band des grauenvollen Geschehnisses schweisst sie wie Brüder zusammen. Doch während Kyle unfähig ist, sich zu erinnern und von einem Tag zum anderen lebt, bringt Halloween für Tim die schrecklichen Erinnerungen zurück. Gleiches gilt für Johnny Brooks, der Polizist, der sich damals eine wilde Verfolgungsjagd mit den fünf Jugendlichen auf dem Highway lieferte, als er versuchte, sie zu stoppen. Für den daraus resultierenden Unfall gibt er sich die Schuld, eine Last, die er kaum tragen kann. Seine Ehe scheiterte, und auch in seinem Job geht es abwärts mit ihm, denn die Bilder von damals verfolgen ihn mit derartiger Intensität, dass er halluziniert und sich in der Realität kaum noch zurecht findet. Immer wieder fährt er zum Unfallort und begutachtet den Baum, gegen den die Teenager mit so hoher Geschwingkeit prallten, dass Danielle, die aus dem Wagen geschleudert wurde, beinahe vollständig enthauptet wurde. Eine Rückkehr in sein altes Leben ist für Johnny ausgeschlossen, er fühlt sich als lebender Toter, der nur noch dahinvegetiert. Traurige Normalität Dies alles nehmen die drei Geister Danielle, Chris und Marco zur Kenntnis: Um Kyle und Tim tut es ihnen leid, doch nicht um Johnny. Mit einer gewissen Genugtuung beobachten sie sein Leiden und seinen aussichtslosen Kampf mit seinen Schuldgefühlen. Sie besuchen auch ihre Eltern und die ihrer Freunde und stellen fest, dass das Leben ohne sie weitergeht bzw. weitergehen muss. Während die Eltern von Tim und Kyle froh sind, dass ihre Kinder überlebt haben, versuchen die Eltern der Toten, mit ihrer Trauer fertigzuwerden. Es hat sich ein trauriger Automatismus eingestellt, der nach dem Verlust eines geliebten Kindes die einzige Chance auf Normalität und ein Antrieb zum Weitermachen ist. Ein schrecklicher Plan Der Tag neigt sich dem Ende, als Danielle, Chris und Marco bemerken, dass der in sich gekehrte Tim einen furchtbaren Plan gefasst hat, der auch Kyle und – wenn auch unbeabsichtigt – Johnny mit einbezieht. Sie müssen zusehen, wie sich an dem Tag, an dem sich ihr grauenhafter Unfall jährt, eine erneute Katastrophe anbahnt, die ihre Heimatstadt ein weiteres Mal erschüttern wird… O’Nans Halloween: Ein schauriger Blick in menschliche Abgründe Dieser Gänsehaut-Roman des amerikanischen Meistererzählers Stewart O’Nan ist wirklich eine Klasse für sich. Ich muss gestehen, dass ich kein großer Fan von Geistergeschichten bin, aber diese hat mich in ihren Bann gezogen. Der Autor lässt die Toten lebendig werden und sie mit der Welt der Lebenden verschmelzen. Doch während die Toten verstörend lebendig sind, wirken die Lebenden innerlich erloschen. Sie alle rekapitulieren auf ihre ganz eigene Weise die Nacht, die alles veränderte und die sie zu dem gemacht hat, was sie jetzt sind. Es gibt kein Zurück, sondern nur ein Hier und Jetzt, das von den dunklen Schatten der Vergangenheit dominiert wird. In seiner einzigartigen Geschichte thematisiert O’Nan mit seinem unnachahmlichen, soghaften Erzählstil die großen Themen Schuld und Verlust und gewährt einen schaurigen Blick in menschliche Abgründe. Die Psychogramme der Protagonisten Tim und Johnny sind dem Autor ganz besonders gelungen. Die erschreckende Intensität dieser Hauptfiguren macht den Roman zu einem unheimlichen Leseerlebnis sondergleichen, das bis zum dramatischen Ende in Atem hält.

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  • Halloween - Stewart O Nan

    Halloween

    printbalance

    05. October 2017 um 10:58

    Inhaltsangabe:In dem Buch geht es um den verschlafenen Ort Avon, in der Nähe von Connecticut an der Ostküste von Amerika. Vor ca. einem Jahr ist etwas schreckliches in dieser Kleinstadt passiert, was das Leben von fünf Jugendlichen und deren Angehörigen komplett verändert hat.Toe, Marco, Danielle, Tim und Kyle sind beste Freunde. An Halloween wollen sie etwas abenteuerliches erleben und sind abends mit einem Auto unterwegs. Toe, der Fahrer ist mit einer viel zu hohen Geschwindigkeit auf der Straße- und wie seine anderen Freunde komplett zugedröhnt, da sie heimlich einen Joint während der Fahrt rauchen.Polizeiofficer Brooks der an diesem Abend eine Straßenkontrolle durchgeführt hat, wird auf das Fahrzeug aufmerksam und nimmt die Verfolgung auf. Dabei beobachtet er, wie es zu dem fatalen Unglück kommt. Das Fahrzeug der fünf Jugendlichen gerät ins Schleudern und rast ungebremst auf einen Baum am Straßenrand zu. Bei diesem Aufprall wird eines der Kinder herauskatapultiert und zwei weitere ebenfalls tödlich verletzt. Die restlichen beiden von der Clique überleben- nämlich Tim und Kyle.Tim übersteht den Unfall ohne ernsthafte Komplikationen, hingegen Kyle schwer entstellt und durch die Kopfverletzungen geistig behindert bleibt.Der Polizeiofficer kommt über dieses Ereignis nicht hinweg, da ihn schwere Gewissensbisse plagen. Dies geht soweit, dass er seine Frau, das Haus und fast seinen Job verliert. Nicht nur Brooks nimmt dies alles sehr mit, auch der überlebende Tim ist nervlich am Ende. Dieser aber schmiedet einen schrecklichen Plan den er am 31. Oktober - an Halloween - genau ein Jahr später in die Tat umsetzen möchte.Brooks spürt, dass dieser Tag wieder eine Katastrophe für ihn bereithält. Und er soll Recht behalten....Eigene Meinung:Ich bin ein wahnsinniger Halloween-Fan und war positiv erfreut, als eine Onlineplattform mir dieses Buch als Vorschlag angegeben hat. Ich habe zwar den Klappentext gelesen, dieser war aber nichtssagend und somit für mich sehr interessant, da ich nicht wusste in welchen Bereich der Autor den Lesern führen wird.Das Cover ist relativ schlicht gehalten, sticht aber durch die typische Halloween-Farbkombination orange-schwarz- trotzdem heraus. Zwar war der Inhalt des Buches erschreckend und für mich wirklich verstörend, aber es war kein Psychothriller wie ich es ursprünglich vermutet habe oder sonst so kenne. Hierbei handelt es sich nämlich um ein tragisches Unglück, welches sich genau am 31.10 ereignet hat.Der Schreibstil ist zu Beginn ein wenig verwirrend, da zum einen ein alleswissender Erzähler mitwirkt, aber auch die verstorbenen Kinder, deren Seelen bisher noch keinen Frieden gefunden haben mitwirken. Die Geisterkinder unterhalten sich sowohl über den eigenen tödlichen Unfall, als auch über aktuelle Geschehnisse von Tim und Kyle. Auch die beiden überlebenden Jungen führen einen eigenen Erzählstrang.Mit der Zeit kommt man zwar zurecht,aber man muss trotzdem hin- und wieder aufpassen wer das Wort ergreift.Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

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  • Buchverlosung zu "Halloween" von Stewart O'Nan

    Halloween

    Raven

    ✨📚 Halloween Gewinnspiel 📚✨Da Halloween so schön ist und wir uns alle mächtig gruseln wollen, hab ich mir gedacht ich mache ein kleines Gewinnspiel!Zu gewinnen gibt es ein ungelesenes Mängelexemplar von Halloween 😊💕➡️Wenn du gewinnen möchtest:🌿Meinen Blog http://runars-welt.blogspot.de/ abonnieren💕🌿Auf meinem Blog unter dem Gewinnspiel http://runars-welt.blogspot.de/…/10/gewinnspiel-halloween.h… einen lieben Kommentar hinterlassen.🌿Das Gewinnspiel endet am Montag 06.11.16 um 20 Uhr📖 KlapptextHalloween, Tag der lebenden Leichen. Die Geister dreier toter Teenager kehren aus dem Zwischenreich zurück nach Connecticut. Vor einem Jahr sind sie hier bei einem Unfall auf dem Highway gestorben. Nun sehen sie nach den Freunden, die überlebten: Kyle, entstellt und debil, und Tim, unverletzt, aber innerlich „längst tot“. Sie merken, dass Tim etwas Schreckliches vorhat.~ Es wird nur innerhalb Deutschlands verschickt~ du musst mindestens 18 Jahre alt sein, oder die Erlaubnis deiner Eltern haben~Es gibt keinen Gewinnspielpartner ~keine Barauszahlung~der Rechtsweg ist ausgeschlossen~ pro Person bitte nur 1 Kommentar~wenn der Gewinner nach 24 Stunden nicht antwortet, wird neu ausgelost~Viel Glück!

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    • 4

    testmaus

    06. November 2016 um 22:09
  • Halloween - beklemmende Abendlektüre

    Halloween

    Sterny88

    01. November 2013 um 21:53

    Ich habe fieberhaft überlegt, was ich wohl zu Halloween lesen könnte. Eigentlich lese ich eher unabhängig von Feiertagen, aber diesmal gab es eine geniale Challenge von Krinkelkroken und deshalb begab ich mich auf die Suche nach passendem Lesestoff. „Als das Grauen begann“ von der Fear Street Reihe kam leider etwas spät zu mir nach Hause, denn ich habe diese Bücher als Kind geliebt. „Irre Seelen“ war auch in der engeren Auswahl, aber ich konnte letztendlich nicht widerstehen bei einem Buch, dass schlicht und einfach „Halloween“ heißt. Nun zur eigentlichen Rezi: Ein schrecklicher Unfall an Halloween verändert das Leben von fünf lebenslustigen Jugendlichen derart plötzlich, dass niemand die Zeit findet sich darauf einzustellen. Das Buch beginnt ein Jahr später, kurz vor Halloween. Brooks, ein Polizist vor Ort, war damals derjenige, der den Unfallhergang aufgenommen hat und wird seitdem Tag und Nacht von diesem Fall verfolgt. Er ist wie besessen davon. Dann bleiben noch die „Überlebenden“ – Tim, der seine geliebte Danielle verloren hat und Kyle, der Draufgänger der Truppe, der nun ohne Hilfe nicht mehr weiß, wie und in welcher Reihenfolge man sich eigentlich anzieht. Drei Freunde haben es nicht überlebt und beobachten nun aus der „Ferne“, was die anderen so machen… „Halloween“ von Stuart O`Nan ist ein äußerst beklemmendes Buch. Die drückende Atmosphäre, die in der Geschichte heraufbeschworen wird, geht einem unter die Haut. Eigentlich gibt es ausschließlich tragische Charaktere, die sich vom Leben nicht mehr viel versprechen. Toe, Danielle und Marco sind mittlerweile Geister, die alles mehr oder weniger zynisch kommentieren. Da wird auch über die peinlichen Fotos gelacht, die Kyles Mutter als Andenken ausgesucht hat am 1.Todestag. Das Leid der Lebenden ist dabei deutlich spürbarer, als das Empfinden von Mitleid mit den Toten. Ich denke aber, dass genau das gewollt ist. Tim verbringt immer noch viel Zeit mit Kyle, der ihm Tag für Tag vor Augen hält, was Tim alles verloren hat. Kyle ist eben nicht mehr der Kyle mit dem Tim mal um die Häuser ziehen konnte… Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da die Einwürfe der toten Jugendlichen in Klammern dargestellt werden und man manchmal den Anschluss verliert, was wirklich passiert ist oder was noch zu den Gedankengängen davor gehört. Es gibt auch eingebaute Rückblenden, die nicht klar vom Rest der Story abgetrennt sind – gerade diese Stellen führen zu neuen Erkenntnissen, die etwas mehr Licht ins Dunkel bringen. Wenn es auch etwas komisch klingen mag – die „Ereignislosigkeit“ im Buch ist gleichermaßen sehr spannend. Man setzt sich mit den Gedanken aller Figuren auseinander und wird so immer tiefer in den Sog der Verzweiflung gezogen. Irgendwie hat diese ganze Geschichte etwas zutiefst Verstörendes und zwar ganz ohne Splatter- oder Horrormomente. Man kann beinahe sagen, dass alles so real wirkt, dass man erleichtert das Buch schließt und froh ist nicht selbst Teil der Geschichte zu sein. Für mich eine sehr gelungene Halloweenlektüre :)

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  • Rezension zu "Halloween" von Stewart O'Nan

    Halloween

    Nostalgia

    06. February 2011 um 18:04

    Halloween, der Tag der lebenden Leichen. Die Geister dreier toter Teenager kehren aus dem Zwischenreich zurück nach Avon., Connecticut. Vor genau einem Jahr sind sie hier gestorben: eine rasende Tour über den Highway, die Smashing Pumpkins laut aus den Boxen, ein Joint, hinter ihnen ein Polizeiwagen mit heulender Sirene. Eine scharf Kurve. Ein Baum. Nun sehen sie nach den Freunden, die den Unfall überlebt haben: Kyle, entstellt und debil, und Tim, völlig unverletzt, aber innerlich "längst tot". So etwas merken Geister, und sie merken auch, dass Tim etwas Schreckliches vorhat. Doch sie können es nicht verhindern, gegen den Willen der Lebenden kommen sie nicht an. So nimmt ein neues Verhängnis seinen Lauf. "Geschrieben wie auf Speed" - so stehts im Klappentext, und da ist was Wahres dran. Nein das ist kein Horrorroman auch wenn der Titel das vielleicht suggerieren mag - es ist eine düstere verstörende Novelle von Schuld und Gewissen. Erzählt von einem Toten, Marco, kommentiert von Danielle und Toe, ebenfalls tot, die als Geister immer noch in dieser typischen amerikanischen Kleinstadt gefangen sind. Sie bringen dem Leser im Rückblick Schritt für Schritt die Umstände des Unfalles näher und führen die Überlebenden in ihrer hilflosen Gedankenwelt vor. So wird von Anfang an eine angespannte Atmosphäre geschaffen die sich zu einem Sog entwickelt um sich zwangsläufig im Unvermeidlichen zu verlieren. Mein zweiter "O´Nan" und ich bin ein weiteres Mal wirklich begeistert. Ein wunderbarer Beobachter, der detailgetreu wiedergibt und dem Leser einiges abverlangt. Einzig der Schreibstil ist ein wenig holprig, und durch den Einwurf der Kommentare, die sprunghafte Erzählung zwischen jetzt und damals wird der Lesefluss ein wenig blockiert, die Spannung beeinträchtigt das aber nicht. Beklemmend und nachhaltig!

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  • Rezension zu "Halloween" von Stewart O'Nan

    Halloween

    Holden

    09. January 2011 um 17:19

    Die Innenansicht einer furchtbaren Tragödie- schaurig, faszinierend, nicht aus der Hand zu legen!

  • Rezension zu "Halloween" von Stewart O'Nan

    Halloween

    glowinggloom

    07. March 2010 um 15:55

    Der Roman spielt in der heutigen USA, in einer Kleinstadt an der Ostküste. Halloween naht wieder; der Tag, an dem das Leben einiger Einwohner der Stadt, eine tragische Wendung nahm. Es hatte einen Autounfall gegeben, 3 Jugendliche starben, 2 überlebten, einer von ihnen bleibt schwer behindert. Das Leben der Überlebenden und ihrer Familien verändert sich grundlegend. Der Polizist Brooks hatte damals den Unfall aufgenommen. Seitdem geht sein Leben den Bach runter. Seine Frau verläßt ihn, er muß sein Haus verkaufen, er macht schwere Fehler auf der Arbeit, die ihn seinen Job kosten können. Die Geister der verunglückten Jugendlichen verfolgen das Geschehen. Was ist nur los mit Brooks? Anscheinend lastet etwas auf seinem Gewissen... Eigentlich eine originelle Geschichte, man kann ihr eine gewisse Spannung nicht absprechen. Mir hat der Roman jedoch trotzdem nicht gefallen. Bei Irrealem sinkt mein Interesse und wenn Geister eine Rolle spielen, sage ich mir dauernd: „so,n Quatsch“. Mit den Geistern hätte ich mich ja vielleicht noch abfinden können, wenn der Roman in einer ansprechenden Sprache verfaßt wäre, aber das ist leider nicht der Fall, finde ich. Die Sprache ist sehr simpel und unschön, die Geschichte wirr und teils unverständlich erzählt. Ich muß allerdings zugeben, daß ich ab Seite 100 nicht mehr sehr aufmerksam gelesen habe, da mich das Buch doch meistens eher genervt als interessiert hat. Nur weil es recht dünn ist, habe ich es zu Ende gelesen. Was mir gefallen hat, war die treffende Beschreibung des polizeilichen Alltags von Brooks. Ich war selbst viele Jahre in der Law Enforcement Abteilung einer US-amerikanischen Militärpolizei-Behörde und hatte beim lesen viele deja-vu Erlebnisse.

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  • Rezension zu "Halloween" von Stewart O'Nan

    Halloween

    Babscha

    26. August 2009 um 23:15

    Das Buch: Avon, eine typisch amerikanische Kleinstadt in Connecticut. Der Abend von Halloween. Die Spritztour von fünf Jugendlichen mit einem geliehenen Auto endet für drei von ihnen tödlich, sie sterben beim Aufprall des Wagens auf einen Baum am Straßenrand. Zwei überleben, der eine, Kyle, ist entstellt und debil, der andere, Tim, zwar äußerlich unversehrt, innerlich aber ebenfalls bereits tot. Nichts ist mehr, wie es war. Genau ein Jahr ist vergangen. Niemand außer seinen toten Freunden, die -immer noch ruhelos-aus ihrer Geisterwelt zurückkehren, ahnt, welchen schrecklichen Entschluss Tim wieder zu Halloween in die Tat umzusetzen gedenkt. Meinung: Eine interessant konstruierte story, die der Autor ruhig, manchmal etwas breit und dann etwas zu Lasten der Spannung erzählt. Nichsdestotrotz bleibt man dran, da O´Nan die Handlungsstränge bis zum überraschenden Ende hin ausbreitet und zuletzt gut auflöst. Gut gelungen ist vor allem die permanente Verschachtelung von realer und Geisterwelt, in der die drei frustrierten und teils zynischen Unfallopfer trotz ihrer paranormalen Fähigkeiten, z. B. Gedankenlesen, gefangen sind, und den Fortgang der Dinge aus ihrer eigenen Sicht laufend begleiten. Ein schönes Buch für Freunde des mystischen Thrillers, das man am besten liest, wenn im Herbst wieder der Sturm ums Haus tobt.

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  • Rezension zu "Halloween" von Stewart O'Nan

    Halloween

    Anja_Lev

    09. July 2009 um 10:08

    Halloween ist eine Geschichte von Schuld und Schuldgefühlen, von dem schlechten Gewissen des Überlebenden und des Mitverursachers eines Unfalls, bei dem drei Jugendliche starben. Das Buch umfasst nur 24 Stunden, der erste Jahrestag des Unfalls, Hauptpersonen sind der Überlebende Tim, der Polizist Brooks und die Mutter des behindert überlebenden Kyle. Alle drei plagen sich mit Schuldgefühlen, mit der Frage, wie sie weiterleben können und sollen und halten auch damit die Geister der Verstorbenen im Ort. Die Geschehnisse erklären sich erst langsam, einiges ist nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint. Zunächst ist der Stil etwas gewöhnungsbedürftig, denn wer sich ständig in den Bericht des Erzählers einmischt, sind die gestorbenen 3 Jugendlichen, die kommentieren und auch argumentieren. Hat man sich daran gewöhnt, ist es aber eine sehr spannende, auch bedrückende Geschichte, die man nicht so schnell wieder vergisst.

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  • Rezension zu "Halloween" von Stewart O'Nan

    Halloween

    Petra_84

    25. April 2009 um 20:18

    Ein durch und durch bewegendes Buch mit locker lässigem Witz.

  • Rezension zu "Halloween" von Stewart O'Nan

    Halloween

    bibliomane

    14. April 2008 um 19:13

    Super!!!

  • Rezension zu "Halloween" von Stewart O'Nan

    Halloween

    variety

    04. February 2008 um 12:50

    Lasst euch nicht verwirren: Stewart O'Nans Roman ist KEINE Horrorgeschichte im Stile eines Stephen King oder ähnlichen Schriftstellern. Er schildert in seinem Buch vor allem die Schicksale der Opfer eines Unfalls inklusive deren Familienangehörigen. Dabei wird einmal mehr der "amerikanische Traum" einer heilen (Familien-)Welt zerstört. Besonders packend war für mich das Gewissen von Brooks, dem Polizisten (schuldig oder nicht?). Interessant auch die verschiedenen Perspektiven: die "lebenden Toten" erzählen, daneben kommen die wirklich noch Lebenden zu Wort und alles wird aus dem Jetzt und der Vergangenheit heraus erzählt, und zwar zum Teil in Rückblenden und parallel aus den verschiedenen Blickwinkeln. Einfach keine falschen Vorstellungen und unvoreingenommen an das Buch heran gehen, dann lässt einem die Geschichte nicht so schnell los. Den 5. Stern verpasst das Buch knapp, denn mit der Zeit ermüden die ewigen Kommentare der Toten ein bisschen und ich wäre gerne bei der Hauptgeschichte geblieben.

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