Stewart O'Nan Letzte Nacht

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Inhaltsangabe zu „Letzte Nacht“ von Stewart O'Nan

'An diesem kleinen Buch stimmt alles.' (NZZ)

Ein grauer Winterabend Ende Dezember. Zum letzten Mal öffnet Manny, der Leiter eines kleinen Restaurants, die Tür, kontrolliert die Fritteuse, den Grill und die Eismaschine. Zum letzten Mal kommen die Angestellten zur Arbeit und binden sich ihre Schürzen um. Zum letzten Mal geht das Leben der Menschen im 'Red Lobster' seinen gewohnten Gang, bevor es sich für immer verändern wird.

Natürlich grandios geschrieben und voller unterschwelliger Botschaften, doch im Grunde leider irgendwie langweilig

— Amilyn

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  • Rezension zu "Letzte Nacht" von Stewart O'Nan

    Letzte Nacht

    Arizona

    05. November 2012 um 09:38

    Ein verschneiter Winterabend im Kettenrestauarnt "Red Lobster" in einem Einkaufszentrum in den USA, und zwar der 20.12., der letzte Abend vor der Schließung der Filiale. Wir begleiten Manny, 35, den Geschäftsführer und einige seiner Angestellten durch diese letzte Nacht. O´Nan beschreibt die Tätigkeiten, die im Service anfallen, putzen, kellner, kochen, Schnee fegen - und nebenbei erfährt man so einige über die Bezieungen, die zwischen den Leuten bestehen. Es ist ein leiser, ruhig erzählter Roman, die Atmoshpäre wird sehr schön eingefangen an diesem Winterabend, sehr melancholisch. Es war mein erstes Buch von O´Nan, aber es werden noch mehr folgen.

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  • Rezension zu "Letzte Nacht" von Stewart O'Nan

    Letzte Nacht

    Duffy

    27. May 2012 um 15:09

    An einem kalten, schneereichen Winterabend kurz vor Weihnachten eröffnet ein kleines Restaurant der Red-Lobster-Kette gegenüber dem großen Einkaufszentrum zum letzten Mal seine Türen, bevor es wegrationalisiert wird. Restaurantchef Manny versucht den letzten Tag auf eine sachliche Art und Weise routiniert abzuwickeln. Doch eine gewisse Wehmut stellt sich ein, der Kreis der Mitarbeiter reagiert unterschiedlich auf die Schließung. Mit der Beschreibung dieses letzten Abends in einem Restaurant beschreibt O'Nan mit sensiblem Händchen für menschliche Schicksale eine Situation, die in der heutigen Zeit gehäuft vorkommt. Arbeitslosigkeit und persönliche Probleme, die sich auftürmen können und aus den Menschen erst Schicksale machen, verbunden mit den Gefühlen privater Natur, bestimmen oft den Alltag eines jeden von uns, wenn er nicht das Glück hat, abgesichert zu sein. Der Autor hat daraus eine rührende Geschichte gemacht, die fernab von kitschigen Klischees ist und sich damit in die Herzen von Tausenden Lesern geschrieben.

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  • Rezension zu "Letzte Nacht" von Stewart O'Nan

    Letzte Nacht

    tedesca

    23. January 2012 um 12:10

    O'Nan erzählt kurz und bündig und ohne unnötige Verzierungen eine melancholische Geschichte, passend zu diesem Wintertag, an dem es nie wirklich hell wird. Vor allem eines ist das Buch: amerikanisch. Ich seh dieses Restaurant richtig vor mir, diese Ketten, wo eines aussieht wie das nächste, wo so mit Gewalt auf Atmosphäre gemacht wird und trotzdem keine zustande kommt. Restaurants, die bei uns kein Mensch je für eine Feier aussuchen würde, in denen sich alte Damen nie zum Mittagessen treffen würden. Und diese Unterwürfigkeit des Personals, ohne die man in den USA seinen Dienstleistungsjob keinen Tag lang behält. Viel erfahren wir nicht von Manny und seinen Mitarbeitern, ihr Schicksal hat mich kaum berührt, sie bleiben schemenhaft, sind nicht einmal besonders sympathisch. Und dann ist da noch die Liebesbeziehung zwischen Manny und Jacquie, deren Ende mit dem Schließen des Restaurants besiegelt ist. Eine bezeichnende kleine Skizze, schön geschrieben, angenehm zu lesen.

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  • Rezension zu "Letzte Nacht" von Stewart O'Nan

    Letzte Nacht

    Archibald Pynchon-Light

    31. December 2010 um 12:01

    Vier Tage vor Weihnachten öffnet Manny DeLeon zum letzten Mal vor der endgültigen Schließung die Filiale der Red-Lobster-Restaurantkette. Die melancholische Eröffnungsszene, in der er alle Maschinen und Geräte überprüft, immer im Bewusstsein, dieses Ritual zum letzten Mal durchzuführen, gibt die Grundstimmung des Buches vor. Manny ist ein guter Filialleiter, er liebt seine Arbeit und befolgt die Anweisungen der Zentrale. Die meisten Mitarbeiter sind an diesem Tag nicht mehr zur Arbeit erschienen und von denen, die gekommen sind, werden noch einige vor Ablauf ihrer Schicht verschwinden. Manny tut alles, um einen geregelten Ablauf zu sichern, so als handele es sich um einen ganz gewöhnlichen Tag. Vor dem Lokal herrscht ein Schneesturm, dem sich ohnehin niemand freiwillig aussetzen würde, und so sind die letzten Gäste eine Busladung chinesischer Touristen, die sich beim Muschelessen in einem anderen Restaurant den Magen verdorben haben und nur die Toilette benutzen möchten. Trotzdem wird der Abend nicht langweilig. Alte Feindschaften, interne Streitereien und Eifersüchteleien, kleine Racheakte, Liebeskummer und ein Stromausfall halten die Besetzung des Red Lobster auf Trab, ebenso wie diebische Großmütter, zänkische Mütter mit ihren verzogenen Kindern, unzuverlässige Schneeräumdienste, Trinkgeldknauserer und Gutscheinfuchser. Manny bekommt alles unter die Nase gerieben und jahrelang gehütete Dinge werden gesagt. Er begegnet allem gleichmäßig freundlich und stoisch. Doch in dieser Nacht wird er auch ein ums andere Mal über seinen Schatten springen. In den letzten Minuten vor Geschäftsschluss warten sie gemeinsam vor dem Fernseher auf die Ziehung der Lottozahlen, immerhin geht es um einen Jackpot von 325 Millionen Dollar. Die Gelegenheit für einen billigen Knalleffekt bleibt vom Autor glücklicherweise ungenutzt. Es braucht keine Naturkatastrophe oder einen Lottogewinn, um die Dramatik in dieser Nacht deutlich zu machen. Als Film wäre „Letzte Nacht“ einer jener bittersüßen Kleinstadtfilme, die mitten ins Herz treffen. Für die Verfilmung wünsche ich mir dann folgendes Ende: Die Kamera fährt sachte von den erleuchteten Fenstern rückwärts in die Dunkelheit, während die orchestrale Musik langsam verklingt und vom Einsatz eines Dylan-Songs abgelöst wird. Abspann.

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  • Rezension zu "Letzte Nacht" von Stewart O'Nan

    Letzte Nacht

    Cibo95

    06. January 2010 um 08:52

    Die Angestellten des Red Lobster bereiten sich auf ihre letzte Schicht vor. Das Restaurant einer amerikanischen Kette ist nicht rentabel und wird daher geschlossen. Manny, der Geschäftsführer ist bis zur letzten Minute loyal und zuverlässig und öffnet den Laden für die letzte Schicht so wie er es immer getan hat. Die meisten Angestellten erscheinen pünktlich zu ihrer Schicht und beginnen zu arbeiten. Zuerst sieht es so aus, als wäre alles wie immer und die Vorbereitungen laufen an ... doch ein Schneesturm zieht über New York, so dass kaum noch Gäste kommen. Zeit für die Angestellten, die miteinander erlebten Zeiten Revue passieren zu lassen, alte Freund- und Feindschaften zu überdenken. Manny kann den Laden nicht loslassen, so wie er die alte Liebe zu einer ehemaligen Angestellten, Jaquies, nicht loslassen kann. Er hofft auf ein Zeichen von ihr, dass es für sie beide noch eine Chance gibt. Sie erscheint auch zu ihrer letzten Schicht. Doch alles ist vorbei, die Zeit im Lobster und die Zeit mit ihr. Eigentlich müsste er sich auf seinen neuen Job freuen, den er in der nächsten Woche antritt und seine derzeitige Lebensgefährtin Deena lieben, die ein Kind von ihm erwartet. Aber er hängt an der Vergangenheit. Ein wunderbar feinfühlige Geschichte, die man an einem Nachmittag oder zwei kurzen Abenden lesen kann. Absolut empfehlenswert :-)

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  • Rezension zu "Letzte Nacht" von Stewart O'Nan

    Letzte Nacht

    Beagle

    23. November 2009 um 08:15

    Was würde man tun, wenn man weiß, dass dies sein letzer Arbeitstag ist? Wenn der Ort, an dem man lange Jahre gearbeitet hat, am nächsten Tag für immer geschlossen ist? Manny, der Geschäftsführer des Red Lobster steht vor diesem Problem. Manche seiner Mitarbeiter kommen gar nicht zur Arbeit, andere sind demotivert - verständlich. Stewart O´Nan erzählt die betrübte, melancholische Geschichte des letzten Tages im Red Lobster, der auch noch von einem starken Schneesturm gezeichnet ist. Erzählt wird auch von der Liebe Mannys zu der Bedienung Jaquie, die nur einen Sommer währte, von dem ehemaligen Trainer, der Stammgast im Lokal ist, von Ty, dem Koch und den anderen Angestellten. Eddy, der mit in die neue Arbeit kommt, ein leicht behinderter Junge, der froh ist, wenn er über den Tag etwas zu tun hat. Eine Geschichte, die das Leben geschrieben haben könnte / hat.

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  • Rezension zu "Letzte Nacht" von Stewart O'Nan

    Letzte Nacht

    asita

    18. January 2009 um 15:17

    die letzte nacht im lobster house vor elf jahren war stewart o’nan, damals 35, in der liste der 20 besten amerikanischen autoren unter vierzig. es war eine unglaubliche liste: lorrie moore, jeffrey eugenides, jonathan franzen, david guterson, um nur einige zu nennen. fast alle sind realisten mit einem hang zur satire. o’nan schrieb fleißig weiter, z. b. speed queen, sommer der züge, die armee der superhelden, halloween, Engel im Schnee und eine gute ehefrau. er wird oft gelobt für ‚seine gewöhnlichen menschen’ in außergewöhnlichen situationen, seine achtung für seine figuren, seine klaren linien und elegante anhäufung von details. er hat eben dieses talent. und wie manny, seine hauptfigur im neuen roman: ‚die letzte nacht’, hat er keine angst vor harter arbeit. manny, 35, ist manager in einem restaurant der red lobster kette. es ist die letzte schicht der belegschaft, bevor die filiale geschlossen wird. wie so viele frühere bücher von o’nan, spielt auch dieser im winter. o’nan führt uns ein kleines universum. wie mit einer kamera in der hand, beschreibt er bis ins detail jede bewegung und jeden schritt der mitarbeiter bei deren arbeit. was mir besonders gefiel, wie o’nan die arbeit hinter den kulissen beschreibt. jeder einzelne mitarbeiter hat ‚seinen platz’ in dieser vorstelleung: die kellnerinnen jacquie und roz, der ehemalige soldat und koch ty, der bäcker rich und der küchenhelfer leron. “ein zutiefst bewegender roman darüber, wie wir arbeiten, wie wir leben – und wie wir den nächsten tag erreichen, ohne den verstand zu verlieren“. (stephen king)

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  • Rezension zu "Letzte Nacht" von Stewart O'Nan

    Letzte Nacht

    Wolkenatlas

    01. September 2008 um 14:39

    Winterliches Nature Morte Viel Handlung wird man bei Stewart O'Nan nie wirklich finden, Speed Queen ist da eher die Ausnahme. Die absolute Stärke seiner Romane und Erzählungen ist seine Beobachtungsgabe, eine bewusst reduzierte, bzw. unspektakuläre Prosa. So auch "Letzte Nacht". Ein wirklich perfektes Prosabild, ich habe dieses Buch, ein Roman ist es nicht, eine Novelle auch nicht, Stewart O'Nan verzichtet auf eine nähere Bezeichnung, wie ein "im Moment des Betrachtens zum Leben erwachendes Nature Morte empfunden". Es sind die kleinen Dinge, die so faszinieren, Blicke, Gesten, zwischenmenschliche Spannungen, Tristesse und eine große Menschlichkeit, die aus jeder Zeile dieses kleinen Prosajuwels funkelt. Der letzte Tag im Red Lobster kurz vor Weihnachten, bevor es für immer geschlossen wird. Der Chef Manny, seine Mitarbeiter, von denen er nur wenige zu seiner neuen Arbeitsstätte mitnehmen kann, aber auch die Gäste dieses besonderen Tages, "gerade heute muss alles perfekt sein" und das Wetter, dichter Schneefall und Verwehungen, nur wenige Gäste verirren sich ins Red Lobster. Persönliche Spannungen, verlorene Liebe, Entscheidungen fürs Leben, die Suche nach dem Weihnachtsgeschenk für die schwangere Freundin, während man sich von einer verflossenen Leidenschaft zu lösen versucht. Wer kommt an diesem letzten Tag noch zur Arbeit, wer kommt nicht, wieso erscheint man, wenn man eigentlich nicht müsste? Stewart O'Nans sympathisch unspektakuläre Helden, bzw. Protagonisten, sind Menschen wie Du und ich, sie machen uns bekannte Fehler, sie treffen uns bekannte Entscheidungen, sie haben Wünsche und Hoffnungen wie wir, sie könnten unser Nachbar, die Kellnerin im Stammbeisel (bzw. Stammkneipe), der Tankwart unseres Vertrauens, oder unser Postbote sein. Ein Buch, das sich einfach lesen lässt, das den Leser nicht mehr loslässt, ein Buch, dessen wahre Schönheit wir erst zur Gänze wahrnehmen, wenn wir das Buch nach den 157 Seiten zuklappen, in dem Augenblick, in dem Stewart O'Nans winterliches Nature Morte wieder erstarrt.

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  • Rezension zu "Letzte Nacht" von Stewart O'Nan

    Letzte Nacht

    variety

    10. January 2008 um 16:06

    Natürlich schreibt O'Nan wieder in seinem typischen Stil, der einen zum Weiterlesen beinahe zwingt, und sind seine Figuren plastisch vor meinen Augen zu sehen. Leider fehlt etwas zum Maximum an Punkten. Ist es die fehlende Tiefe beim Ausloten der Beziehungen? Selbstverständlich wird einiges klar, aber mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn einige der Geschichten aus der Vergangenheit konkreter und ausführlicher beschrieben worden wären. Gut fand ich, wie er die Schliessung beinahe nüchtern über die Bühne gehen lässt.

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