Stiff Chainey Nihilistic Degenerator

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Inhaltsangabe zu „Nihilistic Degenerator“ von Stiff Chainey

Nihilistic Degenerator ist ein intensives Portrait verdrängter Realität: Eine brachiale Momentaufnahme, die zugleich Spiegelbild einer kaputten Gesellschaft, als auch die Demontage jedes moralinsauren Gutmenschentums ist. Fade Begriffe wie "Gesellschaftskritik" greifen hier nicht und sind auch zu einfach, denn sie erfassen das subversive Wesen des Degenerators nicht. Stiff Chainey ist weder naiver Moralist, noch gutgläubiger Reformist. Er gibt keine selbstgerechten Antworten. Er will den gesamten Status Quo dekonstruieren. Die Gesellschaft und das Individuum erschüttern. In das narrative Zentrum rückt Chainey Individuen, die er als „Abschaum und Untermenschen“ bezeichnet. Es sind diejenigen Menschen der Masse, die sich dumpfer Befriedigung hingeben, die ihr Leben nicht als „Delikatesse“ begreifen wollen, sondern lieber der Lüge von Sicherheit erliegen und sich mit den vielschichtigen modernen Versionen von Brot und Spielen betäuben. Seine Vision ist tatsächlich die des Übermenschen, im Sinne eines selbstbemächtigten, frei denkenden Individuums, der sich keinem Massenzwang und keiner Sklavenmoral unterwirft. Im tiefsten Herzen ist Stiff Chainey ein ambivalenter Anarchist, der unpopuläre Meinungen und Ansichten vertritt. Er ist heimatlos, keiner Szene zugehörig, mit einem sehr eigensinnigen, aus diversen Subkulturen inspirierten Stil. Die transgressive Natur seiner Werke polarisiert und stößt manchen unbedarften Leser ab. Niemand hat jemals behauptet, Stiff Chainey schreibe für den Mainstream. Er schreibt für, wie er es nennt, a few outstandig individuals, die seine Vision teilen.
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  • Rezension zu "Nihilistic Degenerator" von Stiff Chainey

    Nihilistic Degenerator
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. February 2011 um 12:41

    Das VIRUS-Magazin hat dieses Buch mit "einem modernen und tiefschwarzen Fänger im Roggen" verglichen, und da dachte ich: Moment! Vielleicht etwas vergriffen, dieser Vergleich? Ich meine ja nur, Salinger und ein Underground-Autor? Gelesen, und...Chapeau! Ich will den Vergleich nicht kommentieren, weil es, meiner Meinung nach, auch nicht möglich ist. Der Autor ist jedenfalls definitiv KEIN Menschenfreund, sondern ein echter Nihilist und Misantroph, und das liest man in jeder Zeile. Moral sucht man hier vergebens, eher ist es der Zerfall und die Dekadenz, die in den Kurzgeschichten haarfein beschrieben wird. Ist das Gesellschaftskritik? Der Begriff erinnert ja irgendwie immer an die Grünen und irgendwelche schlimmen Weltverbesserer, die einem erklären, das Fleisch essen böse und Migrantenkinder per se immer gut sind. Nein. Dieses Buch ist ziemlich subversiv, eben weil es keinen moralinsauren Anspruch und dem Leser eine Interpretation selbst überlasst. Das große Plus ist, das der Autor keine Antworten gibt. Die Kurzgeschichten haben thematisch eine große Bandbreite, handeln vom Coming of Age, von Sex, Liebe, unterdrückter Homosexualität, Schuld und Sühne. Große Themen, die allesamt ein zerstörtes Bild des Zeitgeistes hinterlassen.

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  • Rezension zu "Nihilistic Degenerator" von Stiff Chainey

    Nihilistic Degenerator
    xxWintersoulxx

    xxWintersoulxx

    Nihilistic Degenerator ist ein intensives Portrait verdrängter Realität: Eine brachiale Momentaufnahme, die zugleich Spiegelbild einer kaputten Gesellschaft, als auch die Demontage jedes moralinsauren Gutmenschentums ist. Fade Begriffe wie "Gesellschaftskritik" greifen hier nicht und sind auch zu einfach, denn sie erfassen das subversive Wesen des Degenerators nicht. Stiff Chainey ist weder naiver Moralist, noch gutgläubiger Reformist. Er gibt keine selbstgerechten Antworten. Er will den gesamten Status Quo dekonstruieren. Die Gesellschaft und das Individuum erschüttern. In das narrative Zentrum rückt Chainey Individuen, die er als „Abschaum und Untermenschen“ bezeichnet. Es sind diejenigen Menschen der Masse, die sich dumpfer Befriedigung hingeben, die ihr Leben nicht als „Delikatesse“ begreifen wollen, sondern lieber der Lüge von Sicherheit erliegen und sich mit den vielschichtigen modernen Versionen von Brot und Spielen betäuben. Seine Vision ist tatsächlich die des Übermenschen, im Sinne eines selbstbemächtigten, frei denkenden Individuums, der sich keinem Massenzwang und keiner Sklavenmoral unterwirft. Im tiefsten Herzen ist Stiff Chainey ein ambivalenter Anarchist, der unpopuläre Meinungen und Ansichten vertritt. Er ist heimatlos, keiner Szene zugehörig, mit einem sehr eigensinnigen, aus diversen Subkulturen inspirierten Stil. Die transgressive Natur seiner Werke polarisiert und stößt manchen unbedarften Leser ab. Niemand hat jemals behauptet, Stiff Chainey schreibe für den Mainstream. Er schreibt für, wie er es nennt, a few outstandig individuals, die seine Vision teilen. Leseprobe: http://www.esoterick.net/esoterick/leseprobedegenerator.htm

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. February 2011 um 17:59