Stina Lund

 4.3 Sterne bei 71 Bewertungen
Autorin von Preiselbeertage, Die Frauen von Skagen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Stina Lund

Stina Lund hat eine deutsche Mutter und einen schwedischen Vater und wurde 1970 in Vimmersby, einer Kleinstadt in Schweden, geboren. Ihre Eltern hatten dort eine Buchhandlung und sie verbrachte viel Zeit darin, was ihr bei ihrer Buchbinderlehre nach dem Abitur und einem anschließenden Studium der Buchwissenschaften zugute kam. Sie arbeitete eine Zeit lang als freiberufliche Restauratorin und widmete sich nach der Geburt ihrer Zwillinge ganz dem Schreiben. Heute lebt sie mit ihrem Mann und Kindern in der Nähe von Münster.

Alle Bücher von Stina Lund

Cover des Buches Preiselbeertage (ISBN:9783499291449)

Preiselbeertage

 (43)
Erschienen am 22.09.2017
Cover des Buches Die Frauen von Skagen (ISBN:9783499291883)

Die Frauen von Skagen

 (16)
Erschienen am 19.11.2019
Cover des Buches Ein Weihnachtsfest in Småland (ISBN:9783499275487)

Ein Weihnachtsfest in Småland

 (10)
Erschienen am 23.10.2018
Cover des Buches Preiselbeertage (ISBN:9783956392986)

Preiselbeertage

 (2)
Erschienen am 22.09.2017

Neue Rezensionen zu Stina Lund

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Rezension zu "Die Frauen von Skagen" von Stina Lund

Eindrucksvoller Ausflug in die Künstlerkolonie
lesefreude_bookvor einem Monat

Stina Lund gelingt es sehr schnell mich abzuholen und mit in das 19. Jahrhundert zu nehmen. Der Zauber entfaltet sich und ich fühlte mich in der Zeit zurückversetzt. Marie Triepke führt ein behütetes Leben. Eigentlich bräuchte sie nie arbeiten zu gehen, sondern lediglich gut situiert heiraten, Kinder bekommen und die Haushälterin und Angestellten einzuteilen. Doch Marie will selbstständig sein und sich der Malerei vollends hingeben.


Diese zarten Schritte der Emanzipation waren spannend zu beobachten. Vielleicht wäre es Marie gelungen, wenn da nicht die Liebe dazwischengefunkt hätte. Und was für eine! Stina Lund bereitet das volle Maß dieser toxischen, brutalen und zerstörerischen Liebe vor uns. Nicht umsonst heißt es, dass Liebe und Hass die stärksten Gefühle sind.


Besonders gut haben mir die Einblick in die Welt der Künstlerkolonie Skagen gefallen. Die Beschreibungen dieser Ortschaft sind wunderbar ausdrucksstark, so wie ich es von Stina Lund gewöhnt bin – insofern man beim zweiten Buch schon von Gewohnheit sprechen kann.


Der zweite Erzählstrang rund um Vibeke zeigt, wie eine Frau in der heutigen Zeit versucht ihren eigenen Weg zu gehen und unabhängig von Konventionen ihrer Leidenschaft zu folgen. Vibeke besucht eine Malschule und wir bekommen kleine Einblick in die Technik, die hinter der Malerei steckt.


Die Welt durch die Augen von Vibeke und der Malerei zu betrachten eröffnet völlig neue Blickwinkel. Durch Vibekes Augen die vielen Details und Besonderheiten in ganz alltäglichen Situationen zu sehen, schärft den eigenen Blick. Das Meer und den Himmel in allen seinen Facetten und jeden Tag in anderen Farben aufs neue zu entdecken, ist eine tolle Erfahrung.

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Rezension zu "Die Frauen von Skagen" von Stina Lund

Ein Künstlerroman, der einen mit nach Skagen nimmt
schafswolkevor einem Monat

Skagen, 1983:
Die junge Asta wird für Marie Triepckes als Gesellschafterin angestellt. Marie ist immer gewohnt, dass zu bekommen, was sie möchte und so setzt ihren Kopf durch und steht dem Maler Peder Severin Krøyer Modell. Keiner ahnt, wie sehr ihr Leben noch miteinander verknüpft sein wird.

2018 führt Vibekes Weg sie nach Skagen, dort möchte sie Malerei studieren. Der Wunsch ihres Vaters ist allerdings ein ganz anderer, denn Vibeke soll seine Farbenfabrik übernehmen. 

Die Geschichte liest sich sehr leichtgängig und wer schon mal in Dänemark war, der fühlt sich auch direkt dorthin zurückversetzt. Dabei kommt den Künstlern näher und ich habe mich nach Ende des Buches auch gleich mal mit denen ein wenig beschäftigt. Maries und Astas Leben sind sehr dicht miteinander verflochten und gerade bei diesen Passagen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, da entwickelte siche eine Dynamik. der ich mich schlecht entziehen konnte.

Das Buch wird in zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, wobei mir der Teil um Marie, Asta und Sören sehr gut gefallen hat und dafür würde ich auch 5 Sterne geben, allerdings fand ich Vibekes Geschichte nicht ganz so stark. Der künstlerische und malerische Ausflug ins schöne Skagenso bekommt insgesamt 4 Sterne von mir, gleichzeitig bekommt das Buch aber auch eine unbedingt Leseempfehlung für alle, die gerne unterhaltsame Romane über Künstler und ihr Leben lesen.

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Rezension zu "Die Frauen von Skagen" von Stina Lund

Schöne Geschichte mit ein wenig Kitsch
Buchinavor einem Monat

Als ich ein halbes Jahr in Kopenhagen gelebt hatte, habe ich mich sofort in die Bilder der bekannten Skagener Maler allen voran Peder Severin Krøyer verliebt. Das Coverbild des Romans hat mich sofort an meine schöne Zeit in der dänischen Hauptstadt erinnert, obwohl das Bild nicht von Krøyer ist, sondern einem anderen berühmten Skagener Maler Michael Ancher.

Im Mittelpunkt des Romans stehen drei Frauenschicksale auf zwei Zeitsträngen. Zum einen geht es um das Leben von der späteren Marie Krøyer von Ende des 19.Jh bis zu Beginn des 20.Jh. Ihr Leben wird aus der Sicht ihrer angestellten Gesellschafterin Asta erzählt, dabei erfährt man natürlich auch das Leben von Asta selbst, die zu einer der wichtigsten Personen beider Krøyers wird.

Der zweite Erzählstrang beschäftigt sich mit der jungen Vibeke im heutigen Frankfurt. Sie entstammt einer gutsituierten Familie und möchte gegen den Willen ihres Vaters Malerin werden. Zusammen mit ihrer Mutter, die selbst mal Künstlerin werden wollte, fahren sie nach Skagen, um Inspiration zu finden.

Beide Erzählstränge erzählen die Emanzipation der jungen Frauen, die mal mehr oder weniger erfolgreich gelingt. Dabei gibt es immer wieder starke Parallelen zwischen den Geschichten, obwohl sie in ganz unterschiedlichen Zeitepochen spielen. Durch den Wechsel der Handlungsebenen bleibt es spannend und abwechslungsreich.  Besonders der Handlungsstrang aus der Sicht von Asta hat mir sehr gefallen. Vibekes Charakter dagegen empfand ich als etwas oberflächlich dargestellt. Da kam Spannung erst so im zweiten Drittel auf. Das Ende empfand ich nach dem Aufbau der verschiedenen Erzählstränge doch etwas zu schnell gelöst, da hatte ich nach dem langen Spannungsaufbau mehr erwartet, gerade bei Vibeke lösten sich die Probleme allzu schnell auf.

Insgesamt hat mir der Roman aber gefallen, besonders die Beschreibungen von Skagen sind sehr gelungen. Man merkt, dass die Autorin vor Ort war und sich auch in den Ort verliebt hat. Außerdem habe ich jetzt richtig Lust ein paar Biografien der Skagener Maler zu lesen, denn es wurden ein paar sehr interessante Maler*innen Charaktere vorgestellt.

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