Stina Lund Preiselbeertage

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Inhaltsangabe zu „Preiselbeertage“ von Stina Lund

Schweden: Das ist für Ariane das Land ihrer Kindheit, das Land mit dem roten Holzhaus ihrer Eltern am See, das Land der Preiselbeeren. Aber auch das Land, in dem sie nie wirklich zu Hause war, anders als ihre pragmatische Mutter und die lebensfrohe Schwester Jolante. Seit Jahren war Ariane nicht mehr in Schweden. Gleich nach der Schule ist sie nach Deutschland ausgewandert, die ursprüngliche Heimat ihrer Eltern. Die waren nach der Wende aus der DDR nach Småland gezogen und sprachen nur selten von ihrem alten Leben. Dann bekommt Ariane die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres Vaters - und von einem Manuskript, das er ihr vererbt hat. Doch das scheint spurlos verschwunden. Gegen jede Vernunft geht Ariane zurück nach Schweden und hofft, dort endlich herauszufinden, wohin ihr Herz gehört.

Spannend, interessant, DDR und Mauerfall!

— hannelore_bayer

Ein wunderschöner Roman

— claudia.bettina123

Hier werden Familiengeheimnisse aufgedeckt und Einblicke in die Machenschaften der DDR gewährt.

— sommerlese

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  • PREISELBEERTAGE. STINA LUND.

    Preiselbeertage

    buecherkompass

    13. October 2017 um 13:10

    INHALTNach dem Tod ihres Vaters beschließt Ariane an den Ort ihrer Kindheit zurückzukehren und einen Neuanfang zu wagen. So zieht sie – trotz der zahlreichen Ungereimtheiten, die zwischen ihr und dem Rest ihrer Familie stehen – zu ihrer Mutter zurück. Denn so schnell gibt Ariane nicht auf.Und schließlich möchte sie auch einem bislang gut gehüteten Geheimnis auf den Grund gehen.MEINUNGZwischen Ariane und ihren Eltern, so scheint es, existiert seit jeher eine Mauer. Allerdings ist es Ariane nie gelungen zu verstehen, wie es dazu kam.Schließlich sind es der Tod ihres Vaters und eine Reise zurück in den Ort ihrer Kindheit, die Licht ins Dunkel bringen. In Schweden möchte Ariane einen Neuanfang wagen, doch mit jedem Tag den sie hier verbringt, kommt sie ihrer Vergangenheit näher.In zwei parallelen Handlungssträngen (Gegenwart & Vergangenheit) führt Autorin Stina Lund den Leser so an eine tragische Familiengeschichte heran, die sich vor dem Hintergrund der Geschichte Deutschlands ereignete.Die Protagonisten haben ihre Ecken und Kanten, aber ohne entsprechende Charaktermängel gäbe es keine Geschichte, die zu erzählen es lohnen würde.Ein ruhiger, zurückhaltender Schreibstil steht im Kontrast zu den schockierenden Ereignissen der Vergangenheit, während überraschende Wendungen nicht auf der Strecke bleiben.Durch die Zweiteilung der Handlungsstränge erhält der Leser einen vertieften Einblick in die Situation der Protagonisten damals und heute. Über die Rückblenden werden zudem Emotionen aus der Vergangenheit in die Gegenwart befördert, sodass man unterschiedliche Stimmungslagen besonders gut einfangen kann.Eine lesenswerte Lektüre mit schwedischen Flair, durchbrochen von den Folgen menschlicher Fehltritte.

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  • Spannend ,interessant, DDR und Mauerfallmit Schweden kombiniert

    Preiselbeertage

    hannelore_bayer

    11. October 2017 um 22:28

    Der Titel und das minimalistische Cover haben mich schwer gereizt und auf der Innenseite geht es gleich weiter, ein Rezept zum nachbacken "Schwedische Kanelbullar".. Der Text auf dem Klappdeckel klingt interessant. Jetzt ran an´s Buch! Ich habe ein sehr interessantes, tiefgehendes, schwedisches, deutsch-deutsches Buch mit einer schwierigen Familiengeschichte und einem Geheimnis gelesen. Es ist hauptsächlich die Geschichte von Ina und ihrer Tochter Ariane und der ereignisreichen Zeit 19 86-Mauerfall in der DDR. Die Autorin versteht es dem Leser, die Geschehnisse der damaligen Zeitsehr eindringlich anhand der Geschichte von Ina, Jörg und Ariane nahe zubringen. Man mag es garnicht glauben, durch eine Republikflucht, die so nie stattgefunden hat, werden Ina und Ariane auseinandergerissen und die Eltern von Ina haben die Wahl, entweder ihre Tochter oder die Enkelin.So bricht der Kontakt auf Jahre ab. Es ist immer noch unglaublich, welche Methoden in der damaligen DDR herrschten!! Zur Geschichte: Ariane, die in Leipzig in der Nähe ihrer Großeltern lebt, muß nach Schweden fahren. Jörg, ihr Vater ist plötzlich verstorben. Sie hat ein bißchen Bedenken, einerseits liebt sie Schweden und die Preiselbeermarmelade ihrer Mutter, andererseits fühlt sie sich in Leipzig, bei ihren liebevollen Großeltern wohl. Zu ihrer Mutter hat sie kein besonderes Gefühl, sie weiß nicht so recht wie sie ihr begegnen soll. Die Beerdigung und die kurze Zeit danach dient dem gegenseitigen Abtasten. In Söderby gibt es aber auch noch Jolante und Viggo, bei denen sie sich schnell wohlfühlt. Ihr Vater hat den beiden Schwestern ein Manuskript hinterlassen. Laut Ina, der Mutter hat es das nie gegeben. Ariane entscheidet sich vorläufig nach Schweden in das Sommerhaus ihres Vaters zu ziehen, vielleicht taucht das Manuskript ja hier auf.In der Einsamkeit kommen sie und Viggo sich näher. Darf das überhaupt sein? Warum versteht sich Ariane mit ihrer Mutter nicht so gut, mit ihrer Schwester, dafür umso besser? Viele Fragen tauchen auf! Manche kriegt sie schnell gelöst, aber Ina, auf die Vergangenheit angesprochen, macht zu, gibt keine Auskünfte. Ariane erlebt eine schöne Zeit in Schweden und wir dürfen Schweden ein bißchen näher kennenlernen. Zusammen mit Viggo fährt sie nach Gränna, der Stadt der Zuckerstangen und auch die Schilderung des Elchparks ist so toll, man fühlt sich mit dabei. Ja und dann ändert ein Weihnachtsfest alles! Taucht das Manuskript auf? Spricht Ina endlich über die Vergangenheit? Erfährt Ariane endlich allesüber ihre Mutter und sich?Jolante ist auch sehr glücklich! Viggo gehört dazu und auch wieder nicht! Ein Tipp, lest es selber! Eine Topempfehlung   Benachrichtige mich, wenn neue Kommentare erstellt wurden.

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  • Was verschweigt Ina ihrer Tochter Ariane?

    Preiselbeertage

    Nabura

    07. October 2017 um 17:17

    Ariane hat vor Jahren Schweden, das Land ihrer Kindheit, verlassen. Seither lebt und arbeitet sie in Leipzig. Doch dann drängt ihr nicht allzu fester Freund sie, mit ihm zusammenzuziehen. Kurz darauf erhält sie die Nachricht von Tod ihres Vaters Jörg. Ariane beschließt, in ihre Heimat zurückzukehren und dort einen Neuanfang zu wagen. Eine Heimat, in der er ihre Schwester Jolante fremd scheint und ihre Mutter Ina Geheimnisse hütet. Warum verleugnet Ina die Existenz eines Manuskripts, deren Rechte Jörg an Ariane und Jolante vererbt hat? Als Ariane Nachforschungen anstellt, entdeckt sie Ungereimtheiten und drängt auf die Wahrheit. Doch sind die Beteiligten bereit, sich ihr zu stellen?Das Cover des Buches finde ich mit der rosa-weißen Grundierung und den Preiselbeeren als hervorstechendes Element schlicht, aber schick. Die Buchbeschreibung machte mir schnell Lust auf die Lektüre, denn ich war letztes Jahr zum ersten Mal in Schweden und freute mich, literarisch erneut in das Land einzutauchen. Zu Beginn des Buches ist Ariane in Leipzig, doch der Tod ihres Vaters und der Druck, den ihr mehr-oder-weniger-Freund auf sie ausübt, lassen sie einen Neuanfang in Schweden wagen. Diese Entscheidung trifft sie relativ spontan. Ob sie sich als die richtige herausstellen wird?Ariane als Protagonistin ist der Typ, der eher intuitiv reagiert als Pläne schmiedet. Als sie in Schweden  auf erste Geheimnisse stößt, was das Manuskript ihres Vaters angeht, beschließt sie, mehr in Erfahrung zu bringen. Auch wenn ihre Absichten aufrichtig sind lässt sie sich zu Schritten hinreißen, die bei mir auf Unverständnis trafen. Fingerspitzengefühl sieht anders aus. Doch ihre Beharrlichkeit ist es, die sie der Wahrheit schließlich näher bringt. Während Ina in die Defensive geht, näher sich Ariane mit der Zeit ihrer Schwester Jolante an. Die beiden verbringen mehr Zeit miteinander und entdecken sich als Schwestern neu, was ich sehr schön fand. Auch mit dem Wildhüter Viggo, der den örtlichen Elchpark leitet, verbringt Ariane zunehmend Zeit und fühlt sich zu ihm hingezogen. Ich persönlich habe mich gefreut, dass die beiden einen Ausflug in das Zuckerstangenstädtchen Gränna machen, das ich auch schon besucht habe. Doch ist Ariane nach dem ruhmlosen Ende ihrer letzten Beziehung, in der die Gefühle nicht stimmten, bereit, sich auf etwas Neues einzulassen?Parallel zu dem Handlungsverlauf in der Gegenwart gibt es immer wieder Rückblenden in die 80er Jahre. Hier lebt Ina mit der kleinen Ariane im Haus ihrer Eltern in der DDR. Ina wird schließlich die Ehre zuteil, mit ihrem Chor nach Schweden zu reisen. Von Beginn an merkt man als Leser, dass es einiges gibt, das Ariane nicht weiß. Aber warum hat man ihr das nicht erzählt? Man erfährt nach und nach immer mehr über Inas Vergangenheit und die damit verbundenen Geheimnisse. Diese Zeilen waren recht bedrückend und gleichzeitig plausibel und halfen mir als Leserin, Inas Agieren in der Gegenwart zu verstehen.  Arianes Leben in Schweden hält immer wieder schöne Momente für sie bereit, doch die Beziehung zu ihrer Mutter leidet durch ihr Nachbohren zunehmend. Schließlich müssen sich die Charaktere der Wahrheit stellen und entscheiden, was sie daraus machen. Hier findet die Autorin genau die richtigen Worte für die schwierige Lage der Beteiligten und führt das Buch zu einem wie ich finde gelungenen Abschluss.In „Preiselbeertage“ kehrt Ariane nach Schweden, das Land ihrer Kindheit, zurück, um dort neu anzufangen. Als sie bemerkt, dass ihre Mutter ihr etwas verschweigt, beginnt sie, nachzubohren. Das Thema Familie steht in diesem Roman im Mittelpunkt, Beziehungen zueinander wollen neu entdeckt werden und bedrückende Geheimnisse warten auf ihre Lüftung. Ich empfehle das Buch klar an alle weiter, die Familiengeschichten mögen!

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  • Ein wunderschöner Roman, der einen nicht mehr loslässt

    Preiselbeertage

    Ani

    07. October 2017 um 10:12

    Ariane ist mit ihren Eltern und ihrer Schwester Jolante in Schweden aufgewachsen. Trotzdem hat es sich für Ariane nie so angefühlt, als wäre dort ihre Heimat. Deshalb ist sie auch gleich nach der Schule nach Deutschland ausgewandert. Dort haben ihre Eltern bis zur Wende in der ehemaligen DDR gelebt. Über diese Zeiten zu reden, ist für Arianes Mutter ein absolutes Tabu. Als Ariane die Nachricht vom Tod des Vaters erreicht, der ihr ein geheimnisvolles Manuskript vererbt haben soll, das allerdings unauffindbar scheint, geht Ariane zurück nach Schweden. Sie versucht endlich herauszufinden, wohin sie gehört.... Der Einstieg in Stina Lunds Erzählung, die sich mit der deutsch-deutschen Geschichte beschäftigt, gelingt mühelos. Denn die Autorin versteht es hervorragend, Protagonisten und Handlungsorte so lebendig zu beschreiben, dass man sofort mitten im Geschehen ist und unbedingt erfahren möchte, was es mit dem geheimnisvollen Manuskript, oder vielmehr der Geschichte, die darin zu lesen sein wird, auf sich hat.  Die Handlung wird auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart beobachtet man die Hauptprotagonistin Ariane dabei, wie sie ihrem Leben in Deutschland den Rücken kehrt und in Schweden einen Neuanfang wagt. Arianes Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrer Schwester ist eher distanziert. Doch durch die Suche nach dem Manuskript, bzw. dem darin verborgenen Familiengeheimnis, gelingt es ihr, sich den beiden wieder anzunähern. Die andere Zeitebene gewährt Rückblicke in die Vergangenheit von Ina, Arianes Mutter, und umfasst den Zeitraum von 1986 bis 1990. Hier erfährt man nach und nach, was sich damals in Inas Leben zugetragen hat. Denn Ina bekam damals die einmalige Chance mit einem Chor aus der DDR für ein Festival nach Schweden auszureisen. Obwohl es niemals in ihrer Absicht lag, ihr Leben grundlegend zu ändern, schlug das Schicksal dann gnadenlos zu und beeinflusst damit noch immer das Verhältnis von Mutter und Tochter. Die Charaktere wirken glaubhaft und lebendig. Dadurch kann man sich ganz auf diese schicksalhafte Geschichte einlassen. Stina Lund beschreibt einfühlsam, die schicksalhafte Wende, die Inas Leben durch eine Verkettung ungünstiger Umstände nahm. Man kann die Gefühle der Protagonisten sowohl im aktuellen Handlungsstrang, als auch in der Vergangenheit glaubhaft nachempfinden. Der Schreibstil ist außerdem sehr flüssig und angenehm lesbar, sodass man unwillkürlich in den Sog des Geschehens gerät und das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag.  Ich habe mich beim Lesen dieser einfühlsam erzählten Geschichte sehr gut unterhalten. Eigentlich wollte ich das Buch nur mal kurz in die Hand nehmen und kurz reinschnuppern. Doch dann konnte ich mich nicht mehr davon lösen und habe "Preiselbeertage" an einem Nachmittag begeistert verschlungen. Deshalb vergebe ich auch alle fünf Bewertungssternchen und eine ganz klare Leseempfehlung.  

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  • Wenn Menschen Fehler machen

    Preiselbeertage

    flieder

    01. October 2017 um 20:50

    Ariane ist gerade im Zwiespalt. Ihr Freund David möchte mit ihr endlich in eine gemeinsame Wohnung ziehen. Sie mag ihn, aber von Liebe ist keine Spur. Deshalb beschließt sie kurzerhand einen Schlussstrich unter die Sache zu ziehen. Gerade in dieses Gefühlschaos platzt dann die Bombe, ihr Vater hatte einen Herzinfarkt den er nicht überlebt hat. Ariane verlässt ihre Wahlheimat in Leipzig und zieht zurück nach Schweden, wo ihre Mutter und Schwester leben. Ihr Vater hat den beiden Schwestern ein Manuskript hinterlassen, dass jedoch unauffindbar ist. Ihre Mutter Ina behauptet steif und fest, dass es ein solches Schreiben noch nie gegeben hat. Das es ein Geheimnis in der Familie gibt ist eine Tatsache, doch niemand will etwas dazu sagen. Aus diesem Grund macht sich Ariane selbst auf die Suche und muss schon bald feststellen, dass ihre ganze Kindheit eine einzige Lüge war. Eigentlich wollte ich am Sonntag morgen mal schnell ein paar Seiten zum Reinschnuppern lesen. Der Sonntagsspaziergang war dann schnell vergessen und abends gegen 18 Uhr habe ich die letzte Seite umgeblättert. Mit jeder Seite wurde ich mehr in die Geschichte gezogen, die sich mit den tragischen Ereignissen einer Republikflucht  beschäftigt. Stina Lund schildert eindringlich , was die Menschen in der ehemaligen DDR erdulden mussten und wie wenig ein Menschenleben wert war. Ihr spannender und flüssiger Schreibstil fesselt und fasziniert den Leser gleichermaßen. Ein tolles Buch, dass ich jedem Liebhaber dieses Genres gerne ans Herz lege. Gerne vergebe ich 5 wohlverdiente Sterne

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  • Ein wunderschöner Roman

    Preiselbeertage

    claudia.bettina123

    25. September 2017 um 20:35

    Schweden:Das ist für Ariane das Land ihrer Kindheit, das Land mit dem roten Holzhaus ihrer Eltern am See, das Land der Preiselbeeren. Aber auch das Land, in dem sie nie wirklich zu Hause war, anders als ihre pragmatische Mutter und die lebensfrohe Schwester Jolante.Seit Jahren war Ariane nicht mehr in Schweden. Gleich nach der Schule ist sie nach Deutschland ausgewandert, die ursprüngliche Heimat ihrer Eltern. Die waren nach der Wende aus der DDR nach Smaland gezogen und sprachen nur selten von ihrem alten Leben.Dann bekommt Ariane die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres Vaters - und von einem Manuskript, das es ihr vererbt hat. Doch das scheint spurlos verschwunden. Gegen jede Vernunft geht Ariane zurück nach Schweden und hofft, dort endlich herauszufinden, wohin ihr Herz gehört.Eine wunderschöne Familiengeschichte die in Schweden spielt. Das Buch ist mein erstes Buch der Autorin. Ich liebe diesen Schreibstil, sie nimmt einen vom Anfang bis zum Schluß dieses Buches mit unglaublicher Begeisterung es zu lesen mit und man möchte nur noch wissen um was für ein "Familiengeheimnis" es sich hier dreht. Ariane ist eine ganz warmherzige junge Frau die auf der Suche nach der Vergangenheit ist, was sie dabei alles herausfindet und warum ihre Mutter ihr gegenüber so gefühlskalt scheint, lest es selbst. Ich gebe diesem Buch 5 Sterne.Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar.

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  • Wenn Familiengeheimnisse gelöst werden

    Preiselbeertage

    sommerlese

    23. September 2017 um 20:43

    "Preiselbeertage" von Stina Lund ist ein Roman, der 2017 im Rowohlt Verlag erscheint.    Ariane verbrachte einige Jahre ihrer Kindheit in Schweden und zog nach ihrer Schulzeit nach Leipzig in die Nähe ihrer Großeltern. Arianes Eltern stammen aus Deutschland und sie waren noch vor der Wende nach Småland gezogen. Von ihrem alten Leben in der DDR sprachen sie nur selten. Als Ariane die traurige Nachricht vom Tod ihres Vaters bekommt, reist sie nach Schweden und merkt, dass ihre Mutter ihr unbedingt ein Geheimnis vorenthält, das mit einem vom Vater geerbten Manuskript zusammenhängen muss. Ariane bleibt in Schweden und entdeckt, wohin sie wirklich gehört.   "Deine Mutter hat die Wahrheit zwar ganz schön eingefroren, aber ich glaube, du kommst da nicht ran, indem du den Eispickel schwingst. Wart´s ab,... das Tauwetter hat schon eingesesetzt." Zitat Seite 282  Der Roman gibt informative Einblicke in die DDR vor der Wende. Die Reiseverbote ins benachbarte Ausland, zu dem auch die Bundesrepublik gehörte, galten für die meisten Bewohner. Nur in Ausnahmefällen konnten Personen für Sport- oder Musikveranstaltungen Nachbarländer besuchen. Angehörige der Stasi und staatstreue Genossen machten Nachbarn und Angehörigen von Republikflüchtlingen das Leben schwer. Es wurde gespitzelt, denunziert und degradiert.   Im Buch ist Arianes Familie in dieser leidgeprüften Situation, erst allmählich kommt Ariane hinter das Geheimnis ihrer Eltern und Großeltern. Ihre Mutter Ina versucht lange Zeit, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Aber Ariane möchte endlich Licht in dieses Kapitel ihres Lebens bringen. Warum fühlt sie sich zu ihrer Mutter nicht hingezogen und hängt so sehr an den Großeltern? Wieso ist ihre Schwester Jolante so anders als Ariane? Man ahnt anhand der Verwicklungen die dahinterliegende Problematik in Verbindung mit der Herkunft aus der DDR. In Rückblenden erfährt man die Geschichte von Ina von 1986 bis 1990, die die Probleme nach und nach deutlich macht.  Diese Zeit habe ich miterlebt, zwar auf westdeutscher Seite, aber mit Verwandten von "drüben". Etliche Kinder von Rebublikflüchtigen wurden in Heimen untergebracht.  Stina Lund zeigt die Grausamkeit der DDR sehr deutlich und besonders das Schicksal von Ina und ihrer Tochter Ariane geht mir sehr nahe. Mich hat diese deutsch-deutsche Geschichte sehr berührt, ich habe sie interessiert und gespannt gelesen habe, nur hatte ich Probleme mit einigen Figuren.  Wieso die eigene Herkunft nie von Ariane und Jolante erfragt wurde, gerade wo die Hintergründe in der DDR liegen, finde ich außerdem sehr fraglich. Wer sich mit der deutschen Geschichte auch nur ansatzweise beschäftigt, hätte doch wohl von allein schon Schlussfolgerungen gezogen, auch wenn die Eltern sich hier verwehrten.  Es musste ungeheuer schwer für Ina sein, mit einer Lüge zu leben und zu sehen, wie sich die Tochter ihr entfremdet hat. Die Protagonisten erscheinen sehr eindeutig in ihrer Charakterisierung, manches Verhalten konnte ich aber nicht nachvollziehen.     Preiselbeertage ist ein Buch, das sich mit der deutsch-deutschen Geschichte beschäftigt und auf berührende Weise Schicksalswege beschreibt, die Familien auseinanderrissen und für viel Kummer und Schmerz sorgte.

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  • Die Suche nach der eigenen Geschichte

    Preiselbeertage

    dermoerderistimmerdergaertner

    23. September 2017 um 13:09

    Inhalt: Gleich nach der Schule ist Ariane von Schweden nach Deutschland ausgewandert, dem Herkunftsland ihrer Eltern. Erst nach dem Fall der Mauer war die Familie von Leipzig (ehemalige DDR) nach Smôland gezogen. Doch Ariane hat sich dort aber nie heimisch gefühlt und immer ihre Großeltern vermisst, die noch in Leipzig leben. Als ihr Vater plötzlich stirbt und Ariane wieder in Schweden ist, erkennt sie, dass es ein Geheimnis gibt, das die Mutter ihr unbedingt verschweigen will.Meine Meinung: Der Einstieg in das Buch fiel mir wegen des flüssigen Schreibstils der Autorin sehr leicht.Die Handlung wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart geht es um Ariane, die das Geheimnis ihrer Herkunft lösen möchte, und in den Jahren von 1986 bis 1990 wird die Geschichte ihrer Mutter Ina erzählt, in der es um eine sogenannte Repubikflucht, deren Konsequenzen und um den Mauerfall geht. Stina Lund hat die Geschichte meiner Meinung nach sehr gut aufgebaut.Durch die Rückblicke in die Vergangenheit wird Inas Verhalten Ariane gegenüber erklärt und auch Arianes distanziertes Verhältnis zu ihrer Schwester Jolante und ihrer Mutter verständlich. Inas Geschichte finde ich sehr traurig und sie tat mir sehr leid. Beide Handlungsstränge werden im Laufe des Buches immer fesselnder und auch die Protagonisten, die mir zu Beginn noch ziemlich unnahbar vorkamen, entwickeln sich weiter und wurden mir zunehmend sympathischer. Die Handlung, die in der Zeit der Wende spielt, fand ich besonders interessant und berührend. Ich habe diese Zeit zwar miterlebt, aber nur auf westlicher Seite.Einen Kritikpunkt habe ich allerdings. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kinder nicht nach ihrer Herkunft, ihrem Geburtsort, dem Tag, oder den Umständen fragen. Erst recht nicht, wenn sie am Tag der Wende Geburtstag haben!Fazit: „Preiselbeertage“ hat mir wirklich gut gefallen und ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.Vielen Dank an den @rowohltverlag für dieses Rezensionsexemplar.

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  • Die Folgen der Vergangenheit

    Preiselbeertage

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    23. September 2017 um 11:56

    Ariane und Jolante sind Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können.Während Ariane in Leipzig, dem Geburtsort ihrer Eltern, wohnt, lebt Jolante genau wie ihre Eltern in Schweden.Als ihr Vater plötzlich stirbt, macht sich Ariane nach langer Zeit wieder auf den Weg nach Schweden, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Zu ihrer Mutter hat sie ein angespanntes Verhältnis, sie fühlt sich von ihr abgewiesen und ungeliebt, kann das aber nicht wirklich in Worte fassen.Laut Testament des Vaters erben Ariane und Jolante ein Manuskript, das Jörg, ihr Vater, geschrieben hat. Auf Nachfrage jedoch behauptet ihre Mutter, dass es dieses Manuskript nicht gibt. Es bleibt unauffindbar, trotz intensiver Suche.Aber nicht nur Ariane ist interessiert an dem Manuskript, es gibt auch andere Interessenten, wie Thomas Freund, ein Verleger.Nach seiner Aussage hat Jörg ihm das Manuskript bereits angeboten, eine Art Autobiographie, die den Zeitraum von 1986 bis zur Wende umfasst. Ein Werk, das ein neues Licht auf die ehemalige DDR werfen könnte.Ariane macht sich gezielt auf die Suche nach dem Manuskript, versucht Informationen von ihrer Mutter oder auch ihren Großeltern zu bekommen, aber sie stößt immer auf eine Mauer des Schweigens...Während Ariane versucht, in Schweden wieder Fuß zu fassen und das Manuskript zu finden, wird sie sich auch einiger Erinnerungslücken in ihrem eigenen Leben bewusst. Sie sucht Antworten und stolpert über die nächste Frage. Wer ist denn z.B. dieser Viggo, mit dem sich ihr Vater sehr gut verstanden haben soll? Ist er ein Freund von Jolante? Sie wird nicht recht schlau aus allem.Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen. Der Strang in der Gegenwart lässt den Leser Ariane auf der Suche nach dem Manuskript begleiten. Sie hat viele Fragen, die sie stellt, aber die wenigstens werden ihr beantwortet. Ariane ist gefrustet.Der zweite Zeitstrang umfasst die Jahre 1986 bis zur Wende und spiegelt damit genau die Geschehnisse wieder, die im Manuskript Eingang finden.Sie erzählen die Geschichte von Ina und Jörg, die das große Glück hatten, als DDR-Bürger mit einem Chor einmal ins kapitalistische Ausland reisen zu dürfen, das Ziel war Schweden.Ina, die zu dieser Zeit schon Mutter einer kleinen Tochter war, ließ diese bei ihren Eltern in Leipzig zurück, nicht wissend, dass eine lange Zeit vergehen würde, bis sie diese wiedersehen würde. Jörg und Ina haben in Schweden einen Verkehrsunfall und keine Möglichkeit, mit dem Chor wieder nach Hause zu reisen. Ihr Leben nimmt von diesem Tage an eine völlig andere Richtung.Beim Lesen des Buches fühlte ich mich zurückversetzt in eine Zeit, an die ich mich selbst noch gut erinnern konnte. Viele der beschriebenen Ereignisse brachten die Erinnerung zurück an ein Regime, in dem die Bürger nicht ins kapitalistische Ausland reisen durften. Nur Auserwählten war es gestattet. Kam einer der Reisenden nicht zurück, aus welchen Gründen auch immer, gab es klare Richtlinien, wie zum Beispiel mit Angehörigen verfahren wurde. Nicht selten wurden zurückgelassene Kinder in Heime gesteckt oder es fanden Zwangsadoptionen statt, Arbeitsplatzverluste bzw. Degradierungen waren die Folge.Der Autorin Stina Lund gelingt es mit diesem Buch hervorragend, diese vergangenen Zeiten wieder aufleben zu lassen. Die Ängste und Sorgen, die Verzweiflung der Menschen sind spürbar und nachvollziehbar.Diese vergangenen Zeiten brachten ganze Familien auseinander, ließen sie vergessen, dass sie einmal eine Familie waren und Misstrauen zwischen ihnen aufbauen. Man vergaß miteinander zu reden und Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.Stina Lund zeigt mit ihrem Buch, wie schwer und grausam so ein Leben sein konnte.Es zeigt aber auch, wie schwer man mit einer Lüge leben kann, welche Geheimnisse abgebaut werden müssen, um die volle Wahrheit zu erkennen.Es gab Stellen in dem Buch, bei denen mir die Tränen in den Augen standen, ich war betroffen.Die Protagonisten konnten mich alle überzeugen, wenn ich auch den ein oder anderen nicht ganz nachvollziehen konnte. Mein größtes Mitgefühl hatte Ina, die ich am liebsten in den Arm genommen hätte, denn sie hatte am meisten zu verlieren.Ein unglaublich berührendes Buch, das mich noch lange beschäftigt hat. Auch hat es mich wieder ein wenig an die Vergangenheit erinnert, die ich selbst so erlebt habe, die man aber nie vergessen sollte.Für dieses Buch spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus.

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