Stuart MacBride Totenkalt

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Inhaltsangabe zu „Totenkalt“ von Stuart MacBride

Martin Milne wird bereits seit drei Tagen vermisst, als Sergeant Logan McRae und sein Team eine Leiche finden. Der Tote liegt nackt, gefesselt und mit einer Plastiktüte über dem Kopf in einem Wald nahe der schottischen Küste. Doch es ist nicht Milne – es ist dessen Geschäftspartner. Ganz in der Nähe hatte man kurz zuvor die Studentin Emily Benton erschlagen aufgefunden. Hängen die Fälle womöglich zusammen? Die Ermittlungen leitet DCI Roberta Steel, die mit ihren Leuten aus Aberdeen in das Küstenstädtchen Banff kommt. Steel war früher McRaes Vorgesetzte, und das Verhältnis der beiden ist äußerst angespannt. Nun müssen sie sich zusammenraufen, um die beiden Morde aufzuklären. Oder sind es längst drei Morde? Von Martin Milne fehlt nämlich noch immer jedes Lebenszeichen …

Leider nicht so spannend und mitreißend, wie man es von Stuart Macbride gewohnt ist.

— Booklove10

Der 10. Teil der Serie macht es Neueinsteiger schwer, glänzt aber wieder mit vielen abgedrehten Wendungen und trockenem Humor.

— SalanderLisbeth

Durch das interessante Cover und die spannende Zusammenfassung hatte ich mer erwartet.

— Laura_2017

Kein roter Faden zum eigentlichen Kriminalfall. Hauptrolle spielt der Ermittler in allen Facetten. Grob, ordinär teilweise oberflächlich.

— Nasti1973

In diesem Buch gibt es Morde, die aber nebensächlich sind. Das Hauptaugenmerk liegt auf Logans Kampf gegen viele Rabauken.

— sydneysider47

Diese Geschichte fordert alles von MacRae. Nicht nur der Fall selbst.

— c_awards_ya_sin

Super Unterhaltung, aber kein Thriller bei dem man den Atem anhält!

— gedankenbuecherei

Ein spannender Thriller, der mich trotzdem nicht ganz überzeugt hat

— Bibliomarie

viele Ereignisse in kurzer Zeit

— Sigrid1

Gewöhnungsbedürftig, aber durchaus spannend

— Matzbach

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  • Logan in der Provinz

    Totenkalt

    SalanderLisbeth

    21. February 2018 um 13:08

    Ein schwarzer Plastik-Müllbeutel entfaltet sich knisternd und flattert einen Moment lang über ihm wie der Flügel einer riesigen Fledermaus. Dann wird er ihm mit einem Ruck über den Kopf gezogen. Das ratschende Geräusch von Paketklebeband zerreißt die Stille. Und jetzt endlich bringt er die Luft zum Schreien auf. (Auszug Seite 7) Verbannung in die Provinz Im zehnten Teil der Serie um den Ermittler Logan McRae ist dieser aus dem dreckigen, düsteren Aberdeen in die schottische Provinz verbannt worden. Er muss wieder in Uniform in einem kleinen, verschlafenen Nest seinen Dienst schieben. In dem Hafenstädtchen Banff wird in einem Waldgebiet eine übel zugerichtete Leiche gefunden. Nackt, gefesselt und vor dem Tod brutal misshandelt mit einer Plastiktüte über dem Kopf deutet alles auf ein Verbrechen im Gangstermilieu hin. Es ist aber nicht der seit einigen Tagen vermisste Martin Milne sondern sein Geschäftspartner. Parallelen zeigen sich zu einer ermordeten Studentin, die erschlagen im Wald aufgefunden worden war. Aus Aberdeen kommt eine Sonderermittlungsgruppe rund um DC Inspector Roberta Steel als Verstärkung. Und so trifft Sergeant Logan McRae wieder auf seine ehemalige Chefin. Vielmehr kann man über den äußerst verflochtenen Plot gar nicht verraten. Dieser zerfällt in zahlreiche kleine Subplots, wobei der eigentliche Kriminalfall dabei in den Hintergrund rückt. Die im Klappentext erwähnte erschlagene Studentin kommt zum Beispiel erst wieder auf den letzten Seiten vor. Private Schicksalsschläge Das Hauptaugenmerk liegt auf Logan McRae, dem Protagonisten dieser Serie und seine privaten Dramen. Stuart MacBride entwickelt sehr viel Einfallsreichtum und lässt McRae körperlich wie seelisch einiges einstecken. Seine Freundin Samantha liegt seit fünf Jahren im Koma und die lebenserhaltenden Maschinen sollen jetzt abgeschaltet werden. Um für die hohen Kosten ihrer Behandlung aufzukommen, hatte sich McRae mit dem Unterweltkönig Hamish Mowat eingelassen. Als dieser jetzt verstirbt und McRae als Hauptbegünstigter in dessen Testament aufgeführt wird, passt das dem potenziellen Nachfolger nicht. Der sadistische Reuben Kennedy trachtet McRae nach dem Leben, der auch noch damit beschäftigt ist, vor den Kollegen seine Beziehung zu den Kriminellen zu verschleiern. Und dann ist da noch der Chef der Dienstaufsicht, Chief Superintendent Napier, der den Fall eines Kinderschänders untersucht und Logan um Hilfe bittet, indem er Roberta Steel ausspioniert. Zwischen Logan und seiner ehemaligen Chefin besteht so eine Art Hassliebe. Während die laute, derbe und unfassbar ordinäre Roberta mal wieder alles versucht, um den fähigen Ermittler auszunutzen, ist sie andrerseits auch diejenige, die ihm bei seiner Trauer um Samantha beisteht. Und schließlich hatte Logan durch Samenspende Roberta und ihrer Frau zu zwei Kindern verholfen. Resümee Totenkalt ist eine abgeschlossene Geschichte einer zehnteiligen Serie und der Schwerpunkt liegt auch hier wieder auf der überzeugenden Schilderung des Polizeialltags. Ein großes Figurenensemble tummelt sich durch die Handlung. Alle werden vom Autor mit vielen Eigenheiten überspitzt dargestellt. Neben der Überzeichnung seiner Charaktere setzt MacBride Vulgarität als Stilmittel ein. Steel putzt ihre Untergebenen ständig mit sexistischen Bemerkungen runter, die grundsätzlich im genitalen Bereich angesiedelt sind. Trotzdem wachsen einem die Figuren in ihrer individuellen Verrücktheit ans Herz. Viele Bezüge zu vorangegangenen Teilen machen es dem Neueinsteiger nicht leicht, in die Story reinzufinden. Ich kannte die ersten beiden Bände und konnte mich allerdings an den Plot nicht mehr richtig erinnern, aber daran, dass das Wetter eine gewichtige Rolle spielte. Die Atmosphäre des nasskalten Wetters wird auch in diesem Band gut eingefangen. Stuart MacBride glänzt in diesem Werk wieder mit vielen unkonventionellen und abgedrehten Wendungen. Ich mag auch den absurden und aberwitzigen Humor, muss aber auch gestehen, dass aufgrund der Vielzahl der Erzählebenen der Spannungsbogen fehlte und ich mich doch teilweise durch die fast 630 Seiten gequält habe.

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  • Nicht spannend genug

    Totenkalt

    Laura_2017

    24. October 2017 um 18:24

    Das wirklich schöne und interessante Cover mit spannendem Titel und Zusammenfassung und eine wirklich gelungene Einleitung in das Buch haben meine Erwartungen ziemlich hochgesetzt, die am Ende garnicht erfüllt wurden. Es kam mir so vor, als wären die beiden Morde, die parallel vollbracht wurden, nur eine Nebensache, was mir nicht gut gefallen hat, weil es doch eigentlich ein Krimi/Thriller ist. Es ging eher nur um Logan und seine privaten Probleme. Die Atmosphere in diesem Buch hat mir leider auch nicht ganz gefallen. Es gab viele banale und (fast schon) sexistische Kommentare.Da ich mich sehr auf das Buch gefreut habe war es sehr entäuschend, möglicherweise ist es aber garnicht so schlimm, wenn man von Anfang an nicht so hohe Erwartungen hat. Dann wiederum finde ich, dass das Genre "Thriller" nicht so gut passt. Insgesamt kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen, weil es einfach nicht spannend genug war und würde mir vielleicht eher seine anderen Bücher näher anscahuen, die waren (meiner Meinung nach) nämlich viel gelungener.

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  • Leserunde zu "Totenkalt" von Stuart MacBride

    Totenkalt

    m_exclamationpoint

    Ein neuer Fall für Schottlands Elite-Ermittler Der Fund zweier Leiche raubt einem unscheinbaren Städtchen an der Küste Schottlands den Atem. Doch schon bald ist nicht sicher, ob die beiden Leichen die einzigen Geheimnisse sind, die es zu enthüllen gibt...Entdecke mit uns in der Leserunde zu "Totenkalt" Detective McRaes neuesten und nervenaufreibendsten Fall! Bist du bereit den mörderischen Rätseln auf den Grund zu gehen? Über das Buch:Martin Milne wird bereits seit drei Tagen vermisst, als Sergeant Logan McRae und sein Team eine Leiche finden. Der Tote liegt nackt, gefesselt und mit einer Plastiktüte über dem Kopf in einem Wald nahe der schottischen Küste. Doch es ist nicht Milne – es ist dessen Geschäftspartner. Ganz in der Nähe hatte man kurz zuvor die Studentin Emily Benton erschlagen aufgefunden. Hängen die Fälle womöglich zusammen? Die Ermittlungen leitet DCI Roberta Steel, die mit ihren Leuten aus Aberdeen in das Küstenstädtchen Banff kommt. Steel war früher McRaes Vorgesetzte, und das Verhältnis der beiden ist äußerst angespannt. Nun müssen sie sich zusammenraufen, um die beiden Morde aufzuklären. Oder sind es längst drei Morde? Von Martin Milne fehlt nämlich noch immer jedes Lebenszeichen …>> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!Über den Autor:Stuart MacBride wurde am 27. Februar in Dumbarton, Schottland geboren. Er wuchs in Aberdeen auf und studierte an der University of Edinburgh. Seinen bislang größten Erfolg feierte er mit seiner Krimireihe um den Detective Seargeant Logan McRae, die auch vollständig in deutscher Sprache erschienen ist. MacBride ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Aberdeen, Schottland.Gemeinsam mit dem Goldmann Verlag vergeben wir in unserer Leserunde 30 Exemplare von "Totenkalt".  Was ihr tun müsst, um bei der Leserunde dabei zu sein? Bewerbt euch bis einschließlich 13.07. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Wenn du als Ermittler tätig wärst, in welchem Bereich würdest du gerne arbeiten? Morde aufklären, Drogenbosse schnappen oder Steuerhinterziehern auf die Spur kommen?Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen. Psst...Aufgepasst! Alle Leserundenteilnehmer, die bis zum 18.08 eine Rezension zu dem Titel verfassen und diese zusätzlich in einem Online-Shop oder ihrem eigenen Blog posten, haben die Chance auf eines von 3 Buchpaketen! Mehr Infos findet ihr im passenden Unterthema.  Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.  

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    • 535
  • Ich hatte mehr Krimihandlung erwartet

    Totenkalt

    sydneysider47

    04. September 2017 um 20:49

    Die Handlung: Sergeant Logan McRae und sein Team finden im Wald eine Leiche. Der Kopf der Leiche ist so entstellt, dass sie lange Zeit denken, es handle sich um den verschwundenen Geschäftsmann Martin Milne. Doch als Martin Milne wieder auftaucht, kommt heraus, dass es sich bei dem Toten um den Geschäftspartner von Milne handeln muss. Doch wer hat den Mord begangen? Parallelen zeigen sich zu dem Mord an der Studentin Emily Benton. War hier vielleicht ein und derselbe Mörder tätig?   Meine Meinung: Da dieses Buch ziemlich düster ist, wollte ich es nicht mit in den Urlaub nehmen. Mein Mann und ich haben einen schwerbehinderten Sohn, zudem pflegen wir die Schwiegermutter – da haben wir kaum Urlaub! Und im Urlaub will ich positivere Lektüre lesen! Und so habe ich vor dem Urlaub „nur“ zwei Drittel des Buches gelesen – nach meinem Urlaub dann denn Rest. Bei dem Buch „Totenkalt“ handelt es sich nicht um einen Krimi im üblichen Sinn. Am Anfang wird zwar eine Leiche gefunden, bei der man sich nicht sicher ist, wer es ist. Martin Milne, den man zuerst vermutet, ist es nicht. Die Aufklärung dieses Mordfalls rückt dann aber in den Hintergrund. Auch der Mord an der Studentin Emily ist eher unwichtig. Wichtig ist es dem Autor, die Konflikte zwischen Logan und diverser Bösewichte sowie seiner Kollegin DCI Roberta Steel zu schildern. Manchmal ist die Situation für Logan sogar so gefährlich, dass er um sein Leben fürchten muss. Darüber hinaus muss sich Logan noch um Samantha, seine Partnerin, kümmern. Sie liegt schon lange im Wachkoma, und die lebenserhaltenden Apparate sollen bald abgestellt werden. Logan ist innerlich oft damit so beschäftigt, dass er immer wieder ihre Stimme in seinen Gedanken hört. Das ist irritierend für den Leser, der deswegen immer wieder denkt, Samantha sei gesund und sitze direkt neben Logan. Der Umgangston in diesem Roman ist überaus derb, ordinär und teilweise sexistisch, was mir gar nicht gefallen hat. Manchmal hatten die Laute, die ausgestoßen wurden, sogar Ähnlichkeit mit einem Comic. So las ich beispielsweise mehrfach das Wort „aaaaargh!“ Meine anfängliche Begeisterung für dieses Buch nahm schnell ab. Die Lektüre war zäh und für mich meistens nicht spannend. Die Figuren waren mir unsympathisch.   Mein Fazit: „Totenkalt“ von Stuart McBride ist ein Buch, in dem ein Ermittler gegen allerhand Bösewichte kämpft. Es gibt auch zwei Morde, aber die sind nebensächlich. Wichtiger sind der ordinäre Umgangston der in dem Buch vorkommenden Personen, Prügeleien sowie Logans private Probleme. Mir hat das Buch nicht gefallen. Ich vergebe zwei Sterne (einen Pflichtstern und einen Stern für den verheißungsvollen Krimi-Anfang) und empfehle es nicht weiter.

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  • Ein neuer Fall in Schottland

    Totenkalt

    c_awards_ya_sin

    03. September 2017 um 17:15

    Ein neuer Fall für Logan MacRae. Für alle die, die die Vorgängerbände nicht kennen macht dieser Fakt schon viel aus. Denn während der Fall leicht zugänglich ist, packt Stuart MacBride viele Anspielungen auf vergangene Begebenheiten und bereits bekannte Personen, die hier aber gar nicht auftauchen. Doch wer sich dem Anfang stellt, der kann auch ohne die Vorgängerbände gut unterhalten werden. Man muss DCI Steels Art erst mal sacken lassen, denn sie ist recht derb, manchmal vulgär. Doch man merkt, dass sie wenn es drauf ankommt ein wahrer Freund ist. Überhaupt werden die Charaktere hier regelrecht überspitzt dargestellt. Die Verschrobenen aus dem hohen Norden. Doch mit der Zeit fand ich grade das sehr unterhaltsam. Die Handlung selbst wird sehr von MacRaes Leben und dem Zusammensein auf dem Präsidium bestimmt. Der Tod von Shepard und der jungen Emily ist fast schon eine Seitenhandlung. Alles in allem hat mir dieser Krimi sehr zugesagt, da es sich nicht um einen 08-15 Krimi handelt. Sonderlich realistisch ist die Polizeiarbeit hier zwar nicht, aber dafür besticht das Buch durch seine eigenwilligen Charaktere.

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  • Mörder oder Opfer?

    Totenkalt

    Booklove91

    02. September 2017 um 11:44

    Inhalt:Martin Milne wird bereits seit drei Tagen vermisst, als Sergeant Logan McRae und sein Team eine Leiche finden. Der Tote liegt nackt, gefesselt und mit einer Plastiktüte über dem Kopf in einem Wald nahe der schottischen Küste. Doch es ist nicht Milne – es ist dessen Geschäftspartner. Ganz in der Nähe hatte man kurz zuvor die Studentin Emily Benton erschlagen aufgefunden. Hängen die Fälle womöglich zusammen? Die Ermittlungen leitet DCI Roberta Steel, die mit ihren Leuten aus Aberdeen in das Küstenstädtchen Banff kommt. Steel war früher McRaes Vorgesetzte, und das Verhältnis der beiden ist äußerst angespannt. Nun müssen sie sich zusammenraufen, um die beiden Morde aufzuklären. Oder sind es längst drei Morde? Von Martin Milne fehlt nämlich noch immer jedes Lebenszeichen …Meine Meinung:Das Cover gefällt mir sehr gut und macht neugierig.Jedoch ist der Sprach- und Schreibstil des Autoren weniger überzeugend, auch wenn einige Sätze durchaus humorvoll und sympathisch wirkten."Da läuft ein Serienmörder frei rum, und unsere einzige Hoffnung, ihn zu schnappen, sind Tweedledee, Tweedledum und ihr Chef Tweedle-Dümmer". (ZITAT)Die Story ist langgezogen und für mich kaum spannend. Erst das Ende hat nochmal Interesse geweckt und Spannung aufflammen lassen. Dies war mein erstes Buch des Autoren und ich habe mir schwer getan, in die Story hineinzufinden, da anscheinend viel von den vorherigen Bänden der Reihe darin noch eine Rolle spielt, was nicht nochmal komplett in diesem Buch aufgeklärt wird und einiges meiner Meinung nach viel zu spät."Sie haben mich gezwungen zuzuschauen. ...Sie haben mich nicht Abschied nehmen lassen, aber sie haben mich gezwungen zuzuschauen." (ZITAT)Demnach kann ich leider keine Leseempfehlung geben.

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  • Super Unterhaltung!

    Totenkalt

    gedankenbuecherei

    01. September 2017 um 12:21

    MEINE MEINUNG: Die Handlung wird von einem personalen Erzähler vermittelt und der Protagonist um den sich alles dreht ist in diesem Thriller Sergeant Logan McRae. Wie der Klappentext schon preisgibt, gehört er einem Ermittlerteam an, das einen grausamen Mord aufklären soll. Dabei muss er mit seiner ehemaligen Chefin Roberta Steel zusammenarbeiten. Das Verhältnis zwischen den beiden ist angespannt und schnell wird dem Leser auch bewusst wieso – Steel scheint nun wirklich nicht die umgänglichste Person zu sein. Wir bekommen einen Einblick in Logans Leben und das dreht sich nicht nur um die Aufklärung der Morde, deswegen ist auch noch ein weiterer Erzählstrang in die Geschichte integriert. Logan hat nämlich außerdem mit zwielichtigen Gangstern zu kämpfen und das ganz alleine, schließlich muss er als Polizist seine Beziehungen zu den Kriminellen verschleiern. Durch den Kampf in seinem Privatleben rückt die eigentliche Geschichte ziemlich in den Hintergrund. Vor allem die auf dem Klappentext erwähnte Emily Benton wird in der Geschichte beinahe komplett vergessen und taucht erst am Ende in der Auflösung des Mordfalls wieder auf. Trotzdem wird es nicht langweilig, Logan steht immer wieder vor scheinbar unüberwindbaren Hindernissen und die Spannung kommt in diesem Thriller garantiert nicht zu kurz! Das einzige, was mir ein wenig fehlte, war das Miträtseln. Dadurch, dass es kaum Hinweise bezüglich der Morde gab, da diese eher zweitrangig behandelt wurden, hat der Leser nicht wirklich die Chance den wahren Täter zu entlarven. Die Charaktere haben mir ausgesprochen gut gefallen. Logan McRae zeichnet sich als gewitzter, gerechtigkeitsliebender Held aus, mit einem Hang zu Ironie, was ihn mir sehr sympathisch werden ließ. Die zweite Figur die hier auffällt ist seine Chefin Roberta Steel, eine angriffslustige, starke Frau, die immer einen blöden Spruch parat hat, der so gut wie immer sehr vulgär ist. Mit ihrer vorlauten Art empfand ich sie auch als witzig, wobei man hier sagen muss, dass es teilweise schon grenzwertig war. Ihr derber Gesprächston zeichnet Steel nun mal aus und macht sie besonders. Daran muss man sich wirklich erst mal gewöhnen und entweder man mag sie, oder man findet sie total bescheuert. Ich empfand die beiden, die eine seltsame Hassliebe verbindet, sehr unterhaltsam. Da es sich bei diesem Buch um den zehnten Teil einer Reihe handelt und ich keines der vorherigen Bücher kenne, war es teilweise schwierig die Vielzahl an Charakteren zu durchschauen, was aber nicht allzu schlimm war, denn die wichtigsten Figuren konnte ich sehr schnell einordnen. Ich glaube das, was mich an dieses Buch so fesseln konnte, war allerdings nicht die Handlung an sich, sondern MacBrides Schreibstil, der mich voll und ganz überzeugen konnte. Wie schon erwähnt zeichnet die Charaktere – vor allem Steel – ein besonderer Gesprächston aus und auch die Art, wie die Polizisten im Team miteinander umgehen, war sehr erfrischend und locker. Vor allem spielte auch Schottland eine sehr große Rolle und die Details der Erzählung nehmen sehr viel Platz ein. Aber im positiven Sinne, denn so hat man immer ein genaues Bild vor Augen und ist immer mit dabei. FAZIT: Obwohl es sich hier um einen Thriller handelt, hatte ich mehr das Gefühl durch die Charaktere und ihre witzige Art an das Buch gefesselt zu sein. Die Spannung spielte für mich keine allzu große Rolle, obwohl ich natürlich mitfieberte und wissen wollte, wie das ganze private Drama für Logan McRae endet. Dieser Thriller bekommt eine klare Empfehlung, aber nur im Sinne der Unterhaltung. Das eigentliche Aufklären der Morde spielt nämlich eher eine Nebenrolle und auch die Auflösung wirkt fast schon banal. Trotzdem werde ich sicher noch einen weiteren Teil der Reihe lesen, da die Charaktere wirklich super ausgearbeitet waren und mich die detaillierten Kleinigkeiten überzeugen konnten.

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  • Abgründe

    Totenkalt

    Bibliomarie

    30. August 2017 um 08:16

    Logan Macrea ist Sergeant bei der schottischen Polizei. Er ist das, was man einen „harten Hund“ nennt, der sich aber einen Blick für Gerechtigkeit bewahrt hat. Was seltsam anmutet, denn er hat eine verhängnisvolle Nähe zum Chef einer Bande, die den Drogenhandel und andere lukrative Unterweltgeschäfte in der schottischen Stadt fest in der Hand hält.Sein Verhältnis zu Vorgesetzten ist gespalten, ganz besonders zu Roberta Steel, einer Frau, die auf wirkte wie ein Dobermann auf Drogen: angriffslustig, sexistisch und vulgär. Dass Logan per Samenspende Roberta und ihrer Frau zu Nachwuchs verholfen hat, ist ein aberwitziger Dreh in der Beziehung.Ein Toter wird im Wald gefunden, sein Mord trägt die Handschrift eines Killers, doch Logans Bauchgefühl lässt ihn nicht an so eine einfache Lösung glauben. Vor allem, da der Tote Geschäftspartner des seit Tagen vermissten Martin Milnes war. Aber bei der Sonderermittlungstruppe steht er mit seinen Vermutungen allein, außerdem hat er an mehreren privaten Fronten zu kämpfen.Meine Schwierigkeiten hatte ich mit dem Sprachstil. Vulgarität ist ein häufig eingesetztes Stilmittel. Die sexistischen Bemerkungen der Vorgesetzten zu ihren Mitarbeitern sind grundsätzlich im genitalen Bereich angesiedelt. Einzig, dass es sich um weibliche Chefs handelt, die ihre männlichen Kollegen so runterputzen, könnte man als Augenzwinkern ansehen. Der Autor liebt außerdem lautmalerische Einsprengsel, die mich durch die ständigen Wiederholungen nervten. Die „Aaaaarghs“ konnte ich bald nicht mehr zählen.Die Handlung des backsteinschweren Thrillers rast geradezu durch die Geschichte. Wer die Vorgängerbände kennt, ist bei der Vielzahl von Personen und deren Verflechtungen klar von Vorteil. Nach dem ersten Drittel ist mir erst klar geworden, dass ich irgendwann auch mal einen Band gelesen hatte, der mir allerdings nicht sonderlich im Gedächtnis geblieben ist. Die Handlung nimmt im zweiten Teil der Geschichte noch einmal rasant an Tempo auf und die Handlungsstränge werden genial verbunden. Ein rabenschwarzer und böser Thriller, der mich trotz meinen Kritikpunkten bis zum Schluss in Bann gehalten hat.    

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    • 2
  • Totenkalt

    Totenkalt

    jackdeck

    30. August 2017 um 07:42

    Es handelt sich bei “Totenkalt” um den 10. Band der McRae Reihe. Womit wir schon beim ersten Problem wären. Ich habe nämlich keinen der Vorgänger Bände gelesen. Mein Fehler.Dementsprechend schwierig war es für mich in die Geschichte reinzukommen.Klar bleiben die Verstrickungen der Polizeikollegen untereinander noch etwas im Dunkeln und die Geschichte von Logan mit Samantha kann man auch nur erahnen, ebenso die mit DI Steel. Dass Logan scheinbar nicht nur der "saubere Bulle" von nebenan ist, scheint spätestens dann klar zu werden, als er vom kranken Mafiaboss Hamish ein doch recht ungewöhnliches Angebot bekommt als neuer Mafiaboss die „High Crime Scene“ zu regeln. Ob und wie er sich entscheiden wird und welche Folgen seine Entscheidung haben wird, wird im weiteren Verlauf spannend und zugleich sehr zufriedenstellend geschildert.Spannungstechnisch wurde ich sofort von dem Roman abgeholt und bis zum Ende begleitet. Die Handlung ist gut aufgebaut und man kann als Leser auch ein bisschen mitdenken, ohne selbst darauf zu kommen, wie der Fall ausgehen wird (ich bin es zumindest nicht). Neben dem eigentlichen Fall, den es zu lösen gilt, hat Logan McRae auch noch privat mit nicht wenigen Konflikten zu kämpfen, die ihm ganz schön zu schaffen machen. Wir bekommen einen tiefen Einblick in das Seelenleben des Protagonisten und das auf ganz raffinierte Art und Weise.

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  • spannend bis zum Schluß

    Totenkalt

    Sigrid1

    29. August 2017 um 19:33

    Ich fand das Buch alles in allem sehr gut. Es ist ein spannender und unterhaltsamer Krimi. Ich finde, es passiert sehr viel in kurzer Zeit. Über die erste gefundene Leiche, das ganze Geschehen rund um Samantha, die Verwicklungen um Logan und sein Verhältnis zum Gangstermilieu. Und und und. Aber das will ich jetzt nicht alles aufschreiben. Denn das Buch soll ja noch voller Überraschungen bleiben. Man kann die ganzen Ereignisse gut verfolgen. Es ist einfach spannend Vermutungen anzustellen, bevor man weiter liest. Ich habe immer um Logan gezittert, wenn es um seine "privaten" Probleme ging. Wie entscheidet er sich ? Wo ist die Grenze zum illegalen und was würde der Leser eigentlich selber in der gleichen Situation machen. Es lässt sich gut lesen. Und das Buch hat auch viele starkte Frauen z.B. Steel oder auch Harper. Und gerade hier werden sie als viele verschiedene Persönlichkeiten dargestellt. Sie lassen sich nichts sagen und setzen sich in einer Männerwelt durch. Was mir immer sehr gut gefällt, ist das Aufzeigen von Problemen, die jeder Mensch hat. Die Polizisten sind auch nur Menschen - so ungefähr. Die Personen werden oft auch mit ihrer privaten Seite dargestellt. Ob nun positiv oder negativ - spielt keine Rolle. Ich jedenfalls baue so immer ein besonderes Verhältnis zu den einzelenen Charakteren auf. Die Fälle sind alles sehr interessant und werden recht einfallsreich dargestellt und gelöst. Das liest man gerne. Allerdings muss ich sagen, die ewige Flucherei, Schimpferei und die vielen Sätze unter die Gürtellinie, hemmen mich eigentlich immer im Lesefluß. Sie lenken mich vom wahren Geschehen ab. Mir ist es manchmal zu viel. Genau wie die genauen Beschreibungen von Tätigkeiten wie in der Achselhöhle rumbohren. Das könnte was weniger sein. Würde dem Buch gut tun. Was mir aber immer besonders gut gefällt, sind die witzigen Episoden. Z.B die Übergabe des ersten Mordes an das Sonderkommando (die Sache mit dem heiligen Stab). Hier und auch noch an anderen Stellen kommt der Humor zu vorschein und lockert das ganze auf.  Aber alles in allem wieder ein super Krimi um Logan McRae und sein Team. Lesenswert und ich freue mich schon auf neue Fälle.

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  • Anregende Lektüre

    Totenkalt

    michael_lehmann-pape

    26. August 2017 um 12:36

    Anregende Lektüre Da hat Logan MacRae in dieser privaten Tragödie mit seiner Lebensgefährtin, die seit Jahren im Wachkoma liegt und nur von Maschinen am Leben gehalten wird, gut und erschöpfend innerlich zu tun. Die „Abschaltung“ seiner Lebensgefährtin steht unmittelbar bevor.Gut, dass er sich aus dem hoch fordernden und im Umgangston stets rauen Stress mit seiner ehemaligen Chefin, DS Steel ein stückweit zurückziehen konnte. Wenn natürlich auch die privaten Verbindungen zu Steel und ihrer Lebenspartnerin ob der beiden Kinder, an denen Logan nicht unwesentlich beteiligt ist, im Raum verbleibt.Doch, der Leser ahnt es, zu früh gefreut, was die Ruhe angeht.Eine Leiche im Wald. Übel zugerichtet. Plastikplane über den Kopf als Todesursache. Ganz die Handschrift eines auswärtigen Gangsterbosses. Und da in Person von Martine Milne ein örtlicher Geschäftsmann vermisst gemeldet wurde, könnten das hier die Überreste des Mannes sein. Was man nicht weiß, denn auf keinen Fall soll die Pläne vom Kopf entfernt werden, bis der Gerichtsmediziner vor Ort ist. Was dauern kann. Wie alles dauert. Im Regen, im Schnee, bei durchgehend miesem Wetter in diesem neuesten Thriller von MacBride, der im Gesamten, wie immer, ein flüssiges, ironisch bis zynisches und spannendes Lesevergnügen darstellt.Das nun Sonderermittlungskommandos eintreffen, dass deren Superintendentin Logan umgehend zeigt, wo die Harke hängt und diesen zum „Kaffee-Mädchen“ sich erzieht (mit Folgen für die Qualität des Kaffees, wie der Leser staunend miterleben wird), dass unbedingt Steel selbst sich hier nicht abhalten lassen will von Ermittlungen und Ruhm, dass der Chef der Dienstaufsicht eine ganz besondere Aufgabe für Logan noch bereit hält, das alles ergibt in dem larmoyanten Tonfall, den trockenen Sprüchen der Ermittler untereinander und dem immer undurchschaubarer werdenden Gewimmel von Rauschgift-Razzia, Mördersuche, überraschenden neuen Erkenntnissen (bei denen eine Ehefrau zur Furie wird) einen temporeichen und stringenten Thriller.Dass daneben Logan mit der Ortsgröße des organisierten Verbrechens nicht unvertraut ist, dieser im Sterben liegt und Logan gerne zu seinem Nachfolger bestimmen würde, den Polizisten gar zu seinem Nachlassverwalter samt üppigem Legat aus dem Erbe bestimmt und Reuben, der sich als eigentlich legitimen Nachfolger geriert, darüber nicht begeistert ist, fügt den Ereignissen eine zweite, ebenso spannende und anregende Erzähl-Ebene hinzu, die den Leser und mehr daran zweifeln lässt, dass sich Logan aus diesen vielfältigen Bedrohungen von Dienstaufsicht einerseits und „Gewerbe“ andererseits noch einmal wird befreien können.Das Gehege mit äußerst hungrigen und aggressiven Schweinen auf jeden Fall wartet schon. Fragt sich nur, auf wen der vielfältigen Protagonisten,Und auch wenn es nicht gleich die Schweine sein sollten, nicht nur Logins Karriere hängt am seidenen Faden, auch Steel könnte es in ihrer ganz eigenen Art des Umgangs mit den Regeln zu weit getrieben haben.Je weiter die Ereignisse Fortschreiten, je mehr Prügel stecken Logan, aber auch Steel ein, je derangierter muss er sich aufrecht halten mit Wunden und Blutergüssen, die irgendwann jede Stelle seines Körpers betreffen.Sei es eine Flasche Whiskey für neunundvierzigtausend Pfund, sei es mehr als ein Kater bei Logan und Steel, seien es die überraschenden neuen Erkenntnisse über Logans Familie, seien es die teils brüllend komischen Dialoge gerade mit und um die Person Steel herum, bis hin zum unterirdisch stinkenden Informanten, MacBride schreibt voller Lust und Lebendigkeit, so dass die Seiten nur so verfliegen.Ein hervorragender Thriller, wieder einmal, der Reihe um Logan und Steel (die in gewisser Form vielleicht als Zusammenarbeit der beiden auch an ein Ende kommen könnte am Ende des Buches).

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  • Sergeant Logan McRaes Welt droht einzustürzen

    Totenkalt

    Matzbach

    26. August 2017 um 08:52

    Es kommt knüppelhart für Sergeant Logan McRae. Zuerst steht der Tag an, an dem die lebenserhaltenden Maßnahmen für seine seit mehreren Jahren im Koma liegende Freundin abgestellt werden sollen. Dann stirbt ein Aberdeener Unterweltboss, mit dem er verbandelt war und der ihm eine Viertelmillionen, aber auch das Angebot, das Unterweltimperium weiterzuführen hinterlässt. Zwar hat McRae nicht das geringste Interesse daran, aber ein anderes Mitglied der Gang, das sich selbst zum Nachfolger ernennt, sieht in ihm einen Rivalen, den es auszuschalten gilt, was unvermeidlich auf einen Showdown hinausläuft. Da spielt es kaum noch eine Rolle, dass er anlässlich einer Ermittlung in die Abteilung seiner ehemaligen Vorgesetzten Steel versetzt wird, mit der ihn so einiges verbindet, u.a. die Tatsache, dass er der Samenspender ihrer Kinder war. Ein Spediteur wird vermisst, kurze Zeit später wird eine Leiche gefunden, doch wider Erwarten ist es nicht der Vermisste, sondern sein Geschäftspartner. Die Art und Weise, wie er ermordet wurde, trägt eine typische Unterwelthandschrift, was sich zu bestätigen scheint, als der Vermisste wieder auftaucht und von Schulden bei einem Unterweltboss spricht. Somit scheint eigentlich alles klar zu sein, der Kampf um die Nachfolge des gestorbenen Aberdeener Clanchefs ist entbrannt, was Logan McRae um so mehr in die Bredouille bringt. Sein Abwehrkampf an vielen Fronten bringt ihm so manche Blessuren und Verwundungen bei, aber letztendlich geht er als Sieger hervor. "Totenkalt" ist Teil einer Reihe, wie sich an einigen Stellen insofern bemerkbar macht, als dass der Leser nicht immer sofort Bezüge erkennen kann sondern sich aus Andeutungen die  Bezüge zusammenreimen muss. Aber das ist nicht das große Problem, im Großen und Ganzen gelingt dies dem Leser. Ärgerlich ist eher der bisweilen mehr als schnoddrige Umgang der Protagonisten miteinander. McRaes Vorgesetzte macht den Eindruck, als ob sie am Tourett-Syndrom leide. Und die ständigen Verwundungen, die McRae davonträgt, sind nach meinem Dafürhalten einfach zu viel des Guten, so viel kann ein Mensch gar nicht aushalten, zumindest nicht ohne längeren Krankenhausaufenthalt. Aber das Stehaufmännchen McRae verarztet sich selbst und steht am nächsten Morgen wieder dienstbereit auf der Matte. Das ist mir dann doch etwas zu dick aufgetragen, es passt er in die 40er Jahre "Hard-boiled" Romane aus den USA als in einen modernen Thriller. Dennoch überzeugt das Buch, hat man die ersten irritierenden Hürden übersprungen, durch die vermittelte Spannung.  

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  • Totenkalt

    Totenkalt

    miah

    17. August 2017 um 12:23

    Inhalt:In einem Wald wird die Leiche eines Mannes gefunden. Er ist nackt, gefesselt und hat eine Plastiktüte über dem Kopf. Ist es der verschwundene Geschäftsmann Martin Milne? Und hängt dieser Fall mit dem Mord an einer Studentin zusammen, deren Leiche ganz in der Nähe gefunden worden war?Meine Meinung:Es handelt sich um den 10. Band der Reihe um Sergeant Logan McRae. Für mich war es das erste Buch und ich muss zugeben, dass ich zu Beginn große Schwierigkeiten hatte, mich in die Geschichte reinzufinden. Denn statt der Ermittlungen stehen hauptsächlich die Protagonisten im Vordergrund. Dabei werden Vorkenntnisse vorausgesetzt, die ich leider nicht hatte. Dadurch haben mich die vielen Namen und Beziehungen doch erstmal etwas verwirrt. Doch so nach und nach konnte ich mich besser reinfinden.Hat man sich erstmal mit den Protagonisten vertraut gemacht, kommt man mit dem Lesen auch recht schnell voran. Es lohnt sich, zu Beginn konzentriert bei der Sache zu sein, um die Hintergründe doch irgendwie nachvollziehen zu können. Der Schreibstil ist gut, flüssig und interessant, sodass sich die Geschichte nach und nach immer besser lesen lässt.MacBrides Art, einen Krimi aufzubauen, halte ich für ungewöhnlich. Die Ermittlungen gehen nur langsam voran, dafür passiert nebenher noch so einiges. Nicht nur Logans private Angelegenheiten (seine Freundin liegt seit Jahren im Koma), sondern auch seine Beziehungen zur örtlichen Verbrecherszene und das Verhältnis zwischen ihm und seinen Kollegen nehmen sehr viel Raum ein. Um dies alles zu verstehen, wäre es definitiv hilfreich, die Vorgängerbände zu kennen. Die Ermittlungen im Fall Martin Milne werden quasi zur Nebensache, auch wenn die Auflösung spannend und überraschend war.Der Umgangston auf dem Revier ist rau, für meinen Geschmack aber häufig zu derb und vulgär. Einiges Verhaltensweisen waren regelrecht eklig. Insbesondere Logans Vorgesetzte Steel fiel mir immer wieder negativ auf. Meine Sympathie für sie hielt sich häufig in Grenzen, auch wenn sie zwischenzeitlich auch mal besser wegkam.Was ich von Logan halten soll, weiß ich noch immer nicht. Einerseits machen ihne seine Art und seine Selbstgespräche sympathisch. Andererseits gerät er von einer lebensbedrohlichen Situation in die nächste und obwohl er stets schwer verletzt scheint, gelingt es ihm fast mühelos, sich wieder aufzuraffen, der Situation zu entkommen und einfach am nächsten Tag zur Arbeit zu gehen. Das wirkte schon recht unrealistisch.Die vielen Handlungsstränge sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Logan kommt nie zum Durchatmen, genausowenig wie der Leser. So lassen sich die über 600 Seiten doch ziemlich schnell lesen. Am Ende gibt es noch einen Cliffhänger, der mich allerdings nicht dazu bringen wird, weitere Bände der Reihe zu lesen.

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  • Schottischer Krimi mit Witz und schrägem Personal

    Totenkalt

    Xirxe

    16. August 2017 um 22:08

    Im winterlichen Schottland wird ein übel misshandelter Toter aufgefunden - offensichtlich ein Verbrechen im Drogenmilieu, das abschrecken soll. Oder ist der Geschäftspartner des Ermordeten dafür verantwortlich, der seit Tagen spurlos verschwunden ist? Ein Sonderermittlungsteam übernimmt den Fall, geleitet von Detective Chief Inspector Roberta Tiberius Steel, eine frühere Chefin von Sergeant Logan McRae. Auf ihren Wunsch und gegen seinen Willen wird er ihrem Team zugeteilt ...Es ist der 10. Band um Sergeant Logan McRae, für mich war es jedoch der erste dieser Reihe. Im Großen und Ganzen bereitet es keine Schwierigkeiten mit diesem Teil einzusteigen; bei aufmerksamem Lesen werden bald die besonderen Beziehungen klar, die zwischen den Protagonisten bestehen. McRae ist der Vater der beiden Kinder seiner Chefin, wobei er vermutlich eher als Samenspender für die ostentativ bekennende Lesbe diente. Es herrscht ein derber, teilweise in die Fäkalsprache abrutschender Gesprächston zwischen den Beiden, wobei in erster Linie Steel dafür verantwortlich zeichnet; ein Charakter, bei dem ich beständig zwischen Zu- und Abneigung hin und her schwankte.Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Es ist ein Regionalkrimi bzw. -thriller. Doch während bei vielen Büchern dieser Art die Landschaft, in der sie spielen, meist nur als touristische Kulisse missbraucht wird, ist Schottland hier ein fester Bestandteil der Geschichte. Schottische Namen, Bräuche, Riten usw. werden hier wie selbstverständlich genutzt und führten zumindest bei mir gelegentlich zu kleinen Verwirrungen, da sie für deutsche Ohren doch ungewöhnlich klingen: Wee Hamish Mowat oder Cthulhu beispielsweise oder Ausdrücke wie 'Foos yer doos...' - keine Ahnung, was sie bedeuten. Aber egal, ich habe mich Schottland selten so nah gefühlt wie bei dieser Lektüre.Die Sätze sind meist sehr knapp gehalten, es wirkt, als ob man McRae direkt beim Denken zusieht. Seine Neigung zu Selbstgesprächen mag auf den ersten Blick skurril wirken, doch wer ist davon gänzlich frei? Insbesondere dann, wenn es darum geht, schwierige Entscheidungen zu treffen bzw. sich zu Dingen aufzuraffen, die man eigentlich lieber vermeiden möchte. Und davon hat er mehr als genug. Obwohl sein Hang, sich den übelsten Situationen auszusetzen, fast schon etwas überzogen wirkte (er muss sein Freundin im Koma 'abschalten'; er wird Testamentsvollstrecker eines verstorbenen 'Mafia'bosses; er soll für die Innere Abteilung gegen eine Kollegin spionieren; wenn er nicht jemanden umbringt, wird er umgebracht bzw. korrupt), wurde mir Sergeant McRae immer sympathischer. Wohl auch deshalb, weil das Alles nicht ohne Witz passiert. Es hat schon fast etwas Slapstickhaftes an sich, wenn der Held halbtot unverschuldet schon wieder in die nächste lebensgefährliche Situation hineingerät und noch lädierter daraus hervorgeht. Auch sonst finden sich immer wieder Szenen, die mich zumindest zum Grinsen brachten: Wie der Polizeineuling Tufty seinem Chef die Zeit erklärt ('Die Zeit ist eine sekundäre Eigenschaft eines entropischen Feldes.') oder als Steel für die Mutter McRaes gehalten wird.Der eigentliche Fall wirkte auf mich eher nebensächlich, in der Hauptsache ging es um McRae und seine Schwierigkeiten, die wirklich lebensbedrohlich sind. Die Klärung des Mordes war zwar überraschend, wirkte aber fast schon banal. Dass damit so ganz nebenbei noch mehr geklärt wurde, machte das Ganze auch nicht besser. Trotzdem: Es hat mir gefallen, weniger wegen der Lösung des Verbrechens, sondern wegen der Figuren und ihrer Verwicklungen, die erfrischend anders auf mich wirkten.

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  • Der 10. Teil der Reihe um Sergeant Logan McRae - ein anderer Thriller !

    Totenkalt

    Tom_Read4u

    15. August 2017 um 22:16

    Martin Milne wird seit Tagen vermisst als Sergeant Logan McRae und sein Team eine gefesselte, mit einer Plastiktüte über dem Kopf, nackte Leiche im Wald nahe der schottischen Küste finden. Wie sich recht zügig herausstellt, ist das Opfer nicht der gesuchte Martin Milne, sondern dessen Geschäftspartner. Somit geht die Suche nach Martin Milne weiter. Die Ermittlungen leitet DCI Roberta Steel, Logans Ex-Vorgesetzte, mit der er nicht gerade ein einfaches Verhältnis pflegt. Doch es heißt nun zusammenraufen und gemeinsam den Täter schnappen. Was bei den Ermittlungen noch alles ans Licht kommt, wird nicht nur das Team überraschen, sondern auch uns Leser. Da es für mich der erste Logan McRae Fall ist, hatte ich natürlich anfangs etwas Schwierigkeiten gut in die Story reinzukommen, da doch etliche Charaktere auftreten und mir natürlich ein bisschen aus den vorangegangenen Bänden die Hintergrundgeschichten fehlen. Jedoch muss ich sagen, dass relativ schnell soweit alles klar war, worauf es hinausläuft und mit weiterem Voranschreiten, wird auch deutlich, wer mit wem kann und wer nicht. Klar bleiben die Verstrickungen der Polizeikollegen untereinander noch etwas im Dunkeln und die Geschichte von Logan mit Samantha kann man auch nur erahnen, ebenso die mit DI Steel. Dass Logan scheinbar nicht nur der "saubere Bulle" von nebenan ist, scheint spätestens dann klar zu werden, als er vom kranken Mafiaboss Hamish ein doch recht ungewöhnliches Angebot bekommt als neuer Mafiaboss die „High Crime Scene“ zu regeln. Ob und wie er sich entscheiden wird und welche Folgen seine Entscheidung haben wird, wird im weiteren Verlauf spannend und zugleich sehr zufriedenstellend geschildert. Das Buch gefiel mir sehr gut, auch wenn ich etwas mehr Eingewöhnungszeit als üblich gebraucht hatte. Die Dialoge sind teils grob und pervers, dann aber auch wieder sehr lustig. Doch dieser Wechsel gefällt und ist mal was komplett anderes. Die Spannung bricht trotz der Vielzahl an Personen und Szenenwechsel nicht ab. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig, auch wenn manche Stellen etwas derber sind. Mich überzeugt vor allem der Mix aus personalem Erzählstil und erlebter Rede. Hier wurde ein perfekter Mix aus beidem gewählt und das macht die Geschichte lebendig. Die Dialoge mit Samantha sind spannend und gut platziert, wodurch wir Leser einen guten Einblick in das Seelenheil unseres Protagonisten Logan McRae bekommen. Die 635 Seiten sind schnell gelesen, da immer wieder gut gesetzte kleinere Wendungen und die Cliffhanger am Ende der Kapitel uns Leser in den Bann ziehen, sodass an ein Aufhören und Weglegen kaum zu denken ist. Stuart MacBride hat mich definitiv als Fan gewonnen, und die vorangegangenen Bücher sind bereits auf meiner Wunschliste vermerkt.

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