Stuart Nadler Die Unzertrennlichen

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Inhaltsangabe zu „Die Unzertrennlichen“ von Stuart Nadler

Welche Rolle spielt die Familie, wenn es hart auf hart kommt? 'Die Unzertrennlichen' ist ein hochkomischer, exzellent geschriebener Roman über drei Frauen, Tochter, Mutter und Großmutter, die immer weiter im Chaos ihres Lebens versinken.Henrietta Olyphant hat gerade ihren Mann und fast all ihr Geld verloren, da droht eine weitere Katastrophe: Ihr Buch 'Die Unzertrennlichen' soll wiederaufgelegt werden. Viele Dekaden sind vergangen, in denen sie keinen Gedanken an ihren Bestseller wider Willen über die Sexualität der Frau verschwenden musste. Das umstrittene 'Handbuch für Besucher des weiblichen Körpers' mit sehr expliziten Zeichnungen von Geschlechtsorganen sollte ein feministischer Beitrag zum prüden Leben im Amerika der Sechzigerjahre sein, leider wurde es millionenfach von verklemmten Hausfrauen und lüsternen Männern gekauft und von der Kritik übel verschmäht. Oona, Henriettas Tochter und Chirurgin, ist gerade wieder nach Hause gezogen, nachdem sie sich von ihrem dauerbekifften Mann getrennt und jetzt eine Affäre mit dem Paartherapeuten angefangen hat. Ihre Tochter Lydia wiederum wird von der Schule suspendiert, weil ein Nacktfoto von ihr unfreiwillig die Runde gemacht hat.Die drei Olyphantfrauen müssen sich zusammen ihren Dämonen stellen, das Chaos wird allerdings immer größer statt kleiner. 'Die Unzertrennlichen' stellt auf hochkomische Art die Frage, ob man sein Leben wirklich planen kann und welche Rolle die Familie spielt, wenn es hart auf hart kommt.

Drei Generationen von Frauen einer Familie suchen ihren Weg

— Buecherfreundinimnorden

Als mir langweilig wurde, holte mich Nadler ab und bescherte mir ein unerhaltsames Lesevergnügen, doch nicht durch und durch.

— Binea_Literatwo

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  • Der Autor leistet Großes, leider nicht durchgehend

    Die Unzertrennlichen

    Buecherfreundinimnorden

    09. September 2017 um 19:04

    Eines vorab: ich finde, Stuart Nadler kann mit Worten umgehen. Sprachlich gehört er mit Sicherheit zum oberen Segment der Autoren, die ich so lese. Seine Handlung siedelt er an in der amerikanischen Mittelschicht: drei Frauen : Großmutter, Mutter, Tochter drohen in ihren persönlichen und wirtschaftlichen Problemen zu ersticken. Dass die einander großen Halt geben, wie der Klappentext verspricht, konnte ichnicht so wirklich spüren, aber das war es nicht , was mich störte: ich finde, der Autor gestaltet das Schicksal seiner Figuren oft zu schwarz. Damit lässt er auch dem Leser wenig Hoffnung. Natürlich, Geschichten mit allzu dick aufgetragenen Happy End können schnell kitschig sein. Doch das komplette Gegenteil ist auch nicht leicht zu verdauen. Ich hatte den Eindruck, Nadler eifert Elisabeth Strout nach, doch auch bei ihr vermisse ich manchmal den Silberstreif am Horizont. Mein Rat wäre: ein kleines bisschen mehr Optimismus. Und ein paar Rückblenden weniger, dann könnte es mein 5 Sterne Autor werden.

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  • Stecken geblieben

    Die Unzertrennlichen

    serendipity3012

    21. August 2017 um 17:42

    Stecken geblieben Drei Wellensittiche sind auf dem Cover zu sehen, sie unterscheiden sich, doch sie sind farblich aufeinander abgestimmt. Die unteren Teile gehören jeweils zu einem der anderen Vögel, es besteht also eine Verwandtschaft, eine Zugehörigkeit. Ein passendes Bild für die Geschichte um die drei Frauen – wobei eine von ihnen noch nicht erwachsen ist –, die uns Stuart Nadler in seinem neuen Roman „Die Unzertrennlichen“ erzählt. Henrietta ist seit kurzer Zeit Witwe und in Geldnöten, sie kann ihr Haus nicht halten und wird es wahrscheinlich verkaufen müssen. Ihre Tochter Oona hat sich von ihrem Mann getrennt und wird von ihrem Paartherapeuten umworben. Sie muss wiederum ihre Tochter Lydia von der Privatschule abholen, auf die diese seit einigen Monaten geht, weil ein Nacktfoto von ihr im Umlauf ist.Gemeinsam ist den dreien, dass sie sich in schwierigen Situationen befinden und dass Männer sie auf die eine oder andere Weise enttäuscht haben, wenn bei Henrietta die Enttäuschung auch „nur“ darin besteht, dass ihr Harold gestorben ist, ihre Ehe war weitgehend glücklich. Folgerichtig konzentriert Nadler sich in seinem Roman auf die drei Frauen und deren Versuche, Wege aus den Schwierigkeiten zu finden. Henriettas Geldsorgen zumindest könnten bald gelöst sein: Als junge Frau schrieb sie den Bestseller „Die Unzertrennlichen“, ein Roman über das Sexualleben einer Frau in den Sechziger Jahren mit sehr genauen Zeichnungen weiblicher Geschlechtsorgane. Das Buch soll nun wieder neu aufgelegt werden, wogegen Henrietta sich lange gewehrt hat, da sie eigentlich nicht daran erinnert werden will und es nach wie vor Scham in ihr auslöst. Es wurde von den Leserinnen geliebt, von der Kritik zerrissen und Henrietta war eigentlich froh, dass sie nicht mehr so häufig auf das Buch angesprochen wurde.Die Situationen, in denen es um das Buch geht, sorgen für ein wenig Heiterkeit in Nadlers Roman, aber „oft sehr laut lachen“ musste ich nicht, wie The New York Times Book Review es auf dem Buchumschlag verspricht. Leider konnte mich der Roman nicht packen, er hat mich leidlich unterhalten, letztlich bin ich nach der Lektüre ein wenig ratlos. Nadlers Charaktere sind durchaus überzeugend und lebendig, jedoch machen sie kaum eine Entwicklung durch. Nicht jede Situation muss abschließend gelöst werden und ich mag es sehr, wenn ich mir meine eigenen Gedanken machen, selbst interpretieren darf. Die drei Protagonistinnen in „Die Unzertrennlichen“ treten für mich aber letztlich nur auf der Stelle. Sie setzen sich mit ihren Problemen zwar auseinander, sie reden auch viel miteinander, wobei mir Nadlers Dialoge gefallen, sein von ihm entwickelter Kosmos scheint mir lebendig, und es ist schön zu lesen, wie die Familie versucht, zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu helfen. Aber irgendwo bleibt der Roman dann einfach stehen.Spannende Szenen gibt es, wenn Lydias Vater und Oonas Exmann Spencer ins Spiel kommt, der seiner Tochter versucht zu helfen, sich gegen den Jungen durchzusetzen, der das verhängnisvolle Foto von ihr in Umlauf brachte, doch sie werden meiner Meinung nach nicht überzeugend zu Ende geführt. Und dass Oona mit ihrem und Spencers Paartherapeut anbändelt, erschien mir weder ein neuer noch ein besonders origineller Gedanke zu sein und leider ist die Umsetzung hier in meinen Augen wie der Rest des Romans: Irgendwie nett, wenn auch ein wenig langweilig, irgendwie mag man die Protagonisten und wünscht ihnen, dass sie sich aus ihrem Schlamassel befreien, aber wirklich daran teilhaben möchte man dann doch nicht.Nach Nadlers Debütroman „Ein verhängnisvoller Sommer“, den ich mit Begeisterung gelesen habe, hat mich sein neuer Roman leider enttäuscht. Liebenswerte Charaktere, die in skurrile Situationen gebracht werden, machen noch keine überzeugende Geschichte. So wird „Die Unzertrennlichen“ mir wohl nicht lange in Erinnerung bleiben.

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