Stuart Turton

 4.1 Sterne bei 11 Bewertungen

Neue Bücher

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

Erscheint am 24.08.2019 als Hardcover bei Tropen.

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

Erscheint am 03.09.2019 als Hörbuch bei Audiobuch.

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Cover des Buches Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle (ISBN:9783608504217)

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

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Erscheint am 24.08.2019
Cover des Buches Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle (ISBN:9783958625310)

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

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Erscheint am 03.09.2019
Cover des Buches The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle (ISBN:9781408889541)

The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle

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Erschienen am 08.02.2018

Neue Rezensionen zu Stuart Turton

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Rezension zu "The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle" von Stuart Turton

Sind acht Leben genug?
TashaWintervor 6 Monaten

Sind acht Leben genug, wenn man versuchen muss, ein weiteres Menschenleben zu retten oder zumindest einen Mord aufzuklären? Besonders dann, wenn man in diesen acht verschiedenen Körpern immer nur jeweils den selben Tag wieder von vorne erlebt? 

Ich fand "The Seven Deaths or Evelyn Hardcastle" so mitreißend wie schon lange kein Buch mehr und habe es regelrecht verschlungen. Immer habe ich mich darauf gefreut weiterlesen zu können und war gespannt darauf, in welchen Körper der Protagonist als nächstes erwacht. Die finstere Atmosphäre von Blackheath fand ich unheimlich gut beschrieben und der behandelte Kriminalfall war vielschichtig und gut durchdacht. Ganz besonders interessant fand ich es zu lesen, wie der Protagonist sich in den unterschiedlichen Körpern, die er bewohnt fühlt und auch wie er sich jeweils verhält. 
Das Buch ist unglaublich komplex, wie man sich ja vorstellen kann, wenn acht Mal der gleiche Tag aus anderer Sicht erzählt wird. Dennoch fand ich es fast nie verwirrend, sondern immer nachvollziehbar und an keiner Stelle langweilig. Am Ende waren es mir fast ein paar zu viele Wendungen, aber ansonsten habe ich wirklich nichts auszusetzen, außer, dass ich es gerne ewig weitergelesen hätte. Absolute Empfehlung.

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Rezension zu "The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle" von Stuart Turton

Und täglich grüßt die Mörderjagd
TheRavenkingvor einem Jahr

Wieso ist bisher noch niemand auf die Idee gekommen die Zeitschleifenthematik mit einem Whodunit-Krimi zu verbinden? Nun, immerhin hat Stuart Turton nun genau dies getan.

Sein Protagonist erwacht desorientiert mitten im Wald, vernimmt die Angstschreie einer Frau und hört einen Schuss. Ein Mord! Doch der Täter scheint bereits geflüchtet und wo ist das Opfer? Unser Held hat eine Wunde am Kopf, jemand muss ihn niedergeschlagen haben; vielleicht liegt es daran, dass er sich an nichts mehr erinnern kann, er kennt nicht einmal seinen eigenen Namen. Wer ist er? Wo kommt er her? Wie kann er aus diesem dichten Wald hinausfinden? Während er noch benommen seine Kräfte sammelt, wird er gewahr wie sich von hinten eine Gestalt an ihn heranschleicht und etwas Schweres in seine Manteltasche fallen lässt. „Nach osten.“ – flüstert ihm der Unbekannte ins Ohr. Seine Finger ertasten einen runden Gegenstand, es ist ein Kompass, mit dessen Hilfe er den Weg durch die Bäume findet und ein Herrenhaus erreicht. Dort erfährt er, dass er Dr Sebastian Bell heißt, aber seine Geschichte über den Mord scheint man ihm nicht zu glauben.

Das ist nur der Auftakt zu einem wahrlich ungewöhnlichen Krimiabenteuer, das, soviel lässt sich zumindest mit Sicherheit sagen, aus der Masse herkömmlicher Thrillerunterhaltung heraussticht.

Die Familie Hardcastle hat eine Gesellschaft auf ihren Wohnsitz, Blackheath House eingeladen, um die Rückkehr ihrer Tochter Evelyn aus Frankreich zu feiern. Das ist zumindest die offizielle Begründung, denn fast jeder in diesem Haus scheint etwas zu verbergen zu haben. Das Verhältnis zwischen Eltern und Tochter ist vergiftet. Unter den geladenen Gästen finden sich Betrüger, Drogenhändler, Erpresser. Vor Jahren geschah hier ein furchtbares Verbrechen, dessen Schatten immer noch über dem Anwesen liegt. Nur einer der zwei Täter wurde damals gefasst. Ist sein Komplize zurückgekehrt, um sein blutiges Werk weiterzuführen?

Dieses unheimliche Herrenhaus ist in einer Zeitschleife gefangen, so dass sich der selbe Tag immer wieder und wieder abspielt. Doch der besondere Clou: jeden Tag erwacht die Hauptfigur im Körper eines anderen Menschen und hat in dieser „Form“ jeweils 24 Stunden Zeit einen Mord aufzudecken. Mal ist er ein Arzt, dann der Butler einer hochgestellten Persönlichkeit, ein Lord oder ein Maler. Seine Reise führt in quer durch sämtliche gesellschaftliche Schichten, nur die Geschlechtergrenze wird nicht überschritten, stets bleibt der Held ein Mann.

Wieso einfach wenn es auch überkompliziert geht? – muss sich Autor Turton gedacht haben. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen Krimi mit einer solch komplex strukturierten Handlung gelesen zu haben. Tatsächlich kratzt die Zusammenfassung, die ich vom Plot gegeben habe, gerade mal an der Oberfläche. Jedes Kapitel enthüllt weitere Regeln, welche unser Held auf der Suche nach der Wahrheit befolgen muss, und dabei werden ihm so zahlreiche Hürden in den Weg gelegt, dass seine Aufgabe fast schon unmöglich erscheint. Die von ihm „bewohnten“ Identitäten“ gehören vollkommen unterschiedlichen Charakteren. (Denn es ist nicht nur der Körper, sondern auch Teil der Persönlichkeit der ursprünglichen Person die auf ihn übergeht. Das ist jetzt nicht unbedingt einfach zu erklären, aber wenn er gerade eine etwas intellektuellere Person ist, fällt ihm das rationale denken und kombinieren einfacher, als wenn er sich in der Hülle eines oberflächlichen Lebemannes befindet. In einer Szene beginnt er automatisch mit seinen Fingern den Takt zu schlagen, als ein Orchester Musik anstimmt, weil sein gegenwärtiger „Wirt“ früher Violine gespielt hat und daher musikalisches Talent besitzt.) Er muss sich jeden Tag also zunächst mit den physischen und geistigen Fähigkeiten der Person vertraut machen, was schon sehr unterhaltsam ist. Die Geschichte steckt voller interessanter psychologischer Fragestellungen, immer wieder gerät die Hauptfigur in moralische Zwickmühlen, wenn er etwa herausfindet, dass die Person welche er gerade verkörpert eigentlich ein durchtriebener, hinterhältiger Mensch ist.

Als Kritikpunkt muss ich jedoch sagen, dass die Handlung stellenweise fast schon überfrachtet wirkte. Nichts gegen Originalität und überbordende Phantasie, aber eine etwas einfachere, geradlinigere Struktur hätte dem Buch gut getan. Es geschieht so viel, dass ich manchmal schon Mühe hatte den Überblick zu bewahren. Immer, wenn ich dachte, ich wüßte nun endlich, was gespielt wird, führte der Autor eine neue ebene oder eine weitere Problematik ein, deshalb war es geradezu anstrengend dieses Buch zu lesen.

Die Frage war natürlich auch, ob es ihm gelingen würde, alles zu einem überzeugenden Abschluss zu bringen.

Vielleicht trifft es nicht zu, dass jeder Krimi nur so gut ist wie seine Auflösung, aber in diesem Fall ist gerade das Finale meines Erachtens wenig überzeugend geraten, wobei vor allem die Erklärung für das Entstehen und der Ursache der Zeitschleife unbefriedigend bleibt.

Fazit: Ungewöhnlicher, wendungsreicher Thriller, der aber etwas zu komplex daherkommt und mit einem schwachen Ende enttäuscht.

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Rezension zu "The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle" von Stuart Turton

Sehr verwirrend und etwas lang
traumrealistinvor einem Jahr

The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle klang nach einem Buch, das mir richtig gut gefallen könnte – und das tat das Konzept im Prinzip auch. Nur die Umsetzung hat mir dann leider nicht ganz so gut gefallen, was vor allem daran lag, dass ich einen Großteil des Buches im Dunkeln getappt bin und verwirrt war und das nicht auf die gute Art und Weise. Ich rätsele bei solchen Geschichten sehr gerne mit und stelle selbst Theorien auf, aber durch die vielen Sprünge zwischen Aidens Wirten hatte ich meist schon Mühe überhaupt damit klarzukommen wer überhaupt wer war und mit wem wie zusammenhing und eigentlich hätte ich mir beim Lesen am besten ein Diagramm gezeichnet, denn so musste ich meist zurückblättern – und eigentlich bin ich recht gut mit Namen/Charakteren, aber hier waren es mir echt zu viele. Dazu kam, dass ich das ganze „Spiel“ nicht so wirklich verstanden habe. Aiden sollte den Mord an Evelyn auflösen, soviel hatte ich dem Klappentext entnommen, aber mit dem Pestdoktor und Lakaien kamen Rollen hinzu, deren Sinn ich einfach nicht verstanden habe – beziehungsweise wurde erst ganz am Ende aufgelöst, was das Ganze sollte und ehrlich, auf diese Lösung wäre ich im Leben nicht gekommen. Auch, wenn sie mir gut gefallen hat, das Ende war rasant, spannend und aufschlussreich und damit so ziemlich all das, was die ersten Dreiviertel des Romans leider nicht waren. Für mich hat sich die Geschichte sehr gezogen, es wurde lange auf der Stelle getreten und es ging bis kurz vor Schluss gefühlt nicht wirklich voran.
The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle war letztendlich einfach völlig anders als das, was ich aufgrund des Klappentexts erwartet habe, wobei ich glaube, dass ich auch dann noch von der Trägheit der Geschichte genervt wäre, wenn ich genauer gewusst hätte, was auf mich zukommt. Das Buch ist mit fünfhundert Seiten wirklich lang und gut die Hälfte davon waren mehr oder weniger eine Qual, die Lust das Buch zur Hand zu nehmen wurde von Seite zu Seite geringer. Wenn das Ende nicht so zufriedenstellend gewesen wäre, hätte das Buch sicherlich eine schlechtere Bewertung bekommen, aber so haben die letzten Kapitel noch einmal einiges rausgerissen und wieder wett gemacht – ich hätte mir nur gewünscht, dass der Rest des Buches mich genauso hätte überzeugen können.

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