Sudhir Venkatesh Underground Economy

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Inhaltsangabe zu „Underground Economy“ von Sudhir Venkatesh

Sein Buch ist eine faszinierende Reportage aus einem Viertel, in dem mehr als 90 Prozent der Bewohner von Sozialhilfe leben. Wie lebt eine Gemeinschaft, die von Polizei, Regierung und städtischen Institutionen weitgehend aufgegeben wurde? Was sind die wirtschaftlichen Mechanismen in diesem Umfeld, wer kann womit Geld verdienen und wie arbeitet eine Gang von Drogendealern? Venkateshs Erlebnisse sind spannend, ergreifend und komisch zugleich ein faszinierender Einblick in eine fremde und dennoch durch und durch menschliche Welt.

Das Leben im amerikanischen Ghetto. Beherrscht durch Drogen, Prostitution, Unterdrückung, Korruption und Gewalt.

— saeski

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  • Eine soziologische Studie als Roman

    Underground Economy

    saeski

    25. April 2016 um 20:06

    Drogen, Prostitution, Unterdrückung, Korruption und Herrschaft durch Gewalt.

  • Rezension zu "Underground Economy" von Sudhir Venkatesh

    Underground Economy

    Eltragalibros

    21. February 2009 um 17:43

    Sudhir Venkatesh war Doktorand an der Universität von Chicago, als er eine Studie begann, die u.a. die sozialen Strukturen von armen afroamerikanischen Menschen in den Ghettos der Stadt beinhaltete. Dazu begibt er sich an die sozialen Brennpunkte und erfährt – naiv wie er ist – schnell, dass man das Vertrauern der Schwarzen nicht so einfach gewinnen kann. Die Schwarzen in den Ghettos von Chicago stehen einem Doktoranden der Universität feindlicher gegenüber, als Herr Venkatesh vermutet hätte. Ein junger Schwarzer, namens J.T., bringt den unerfahrenen Soziologen darauf, dass Fragebögen in dieser gefährlichen Gegend von Chicago herumzureichen keine gute Idee ist und erklärt ihm, dass man mit den Menschen hier leben und sprechen muss, um sie zu verstehen. Sudhir bekommt die Chance Zeit mit J.T. und seiner Gang zu verbringen. Diese Zeit umfasst beinahe zehn Jahre. Nach und nach erfährt er mehr über die Geschichte der Schwarzen im Ghetto aus Sicht genau dieser Schwarzen. J.T. nimmt ihn unter seine Fittiche und durch ihn lernt Sudhir nach und nach das „Gangster-Vokabular“ kennen und erfährt wie eine Gang strukturiert ist. Sie besteht aus einer strikten Hierarchie, in der J.T. versucht weiter nach oben zu kommen. Sudhir bekommt Einblicke in Drogenhandel und wie genau die Häuser, welche unter J.T.‘s Herrschaft stehen, organisiert sind. Underground Economy ist ein unterhaltsames Buch über ein ernstes Thema. Sudhir Venkatesh begibt sich gemeinsam mit dem Leser ein zweites Mal in die Ghettos von Chicago und erzählt von seinen Erfahrungen, die er dort gemacht hat. Für Neulinge ist der Einstieg in so ein Thema kein Problem, denn der Autor beschreibt alles sehr gut. Das „Gangster-Vokabular“ beherrscht man schnell, es wird nie langweilig und wenn man einmal liest, dann liest man und liest man und liest man. Sudhir Venkateshs Schreibstil fängt eine ungewöhnliche Atmosphäre, allein durch seine Beschreibungen, ein. Beim Lesen kann man sich die Ghettogebäude, in denen J.T. operiert, sehr gut vorstellen, auch wenn dem Leser diese Welt noch so unbekannt ist. Sudhir Venkatesh schreibt von Erfahrungen, die aus dem Leben gegriffen sind, weshalb jede Seite spannend und interessant bleibt, da der Leser kaum erraten kann, was ihm als nächstes passieren wird. Er ist selbst ahnungslos und gerät dadurch auch in Schwierigkeiten, weil er die Konsequenzen eines einfachen Gesprächs nicht abschätzen kann. Underground Economy ist ein kein trockenes Sachbuch, sondern ein unterhaltsamer Bericht über das Leben der armen Afroamerikaner in den Ghettos von Chicago.

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  • Rezension zu "Underground Economy" von Sudhir Venkatesh

    Underground Economy

    glowinggloom

    10. January 2009 um 22:36

    Der Soziologe Venkatesh beschreibt hier die Feldstudie, die er zwischen 1989 und 1995 in den Robert Taylor Homes, einem ausschließlich von Schwarzen bewohnten Sozialbaugebiet (amerik. umgangssprachl.: project), in Chicago betrieben hat. Die Studie war nur möglich, weil es ihm gelang, das Vertrauen des Bandenchefs der Black Kings, J.T., zu erlangen, der seinerseits Geschichte und Politik studiert hatte, seinen Job jedoch aufgab, weil es ihn ärgerte, daß geringer qualifizierte Weiße schneller befördert wurden als er. In den Robert Taylor Homes lebten 30.000 Menschen in Hochhäusern. 90 % der Bewohner waren Sozialhilfeempfänger, 40 % Drogenkonsumenten. In der Regel erschloß man sich illegale Verdienstmöglichkeiten (Drogenhandel, Prostitution, Hehlerei, Schwarzarbeit, Wahrsagerei, illegale Verkaufsläden). J.T.´s Bande hatte ca. 200 Mitglieder. Man erfährt, was es heißt, eine Bande zu managen. J.T. muß die Mitglieder führen, anlernen und disziplinieren, die Geschäfte genau überwachen, dafür sorgen, daß die Kunden nicht verschreckt werden, das heißt, für Ruhe und Ordnung in seinem Territorium sorgen, damit auch die Polizei keinen Anlaß hat aufzutauchen. Aber die Polizei hält sich normalerweise sowieso von den Projects fern und reagiert nicht auf Notrufe der Bewohner. Gleiches gilt für Krankenwagen. Gelegentlich kommt es zu Streit mit anderen Banden, wobei es meistens um Territoriumsgrenzen geht. Ein beliebtes Mittel um einen Bandenkrieg auszufechten ist das drive-by-shooting: man überrascht den Gegner und fährt, aus allen Rohren feuernd, mit dem Auto vorbei.Nach 4 Jahren bekommt der Autor überraschend die Hefte mit den detaillierten Aufzeichnungen der Finanzen der Black Kings von T-Bone, dem Buchhalter der Bande, anvertraut. Die Einnahmen kommen aus dem Drogenverkauf, Erpressung von Schutzgeldern, Gebühren der Prostituierten und Sonstigem. Unter den Ausgaben finden sich der Einkauf von Drogen und Waffen, Bestechungsgelder für Polizisten und Behörden, Beerdigungskosten, Gehälter der Bandenmitglieder.Für $ 10.000 kaufte man für 1 Jahr, die Gunst eines Stadtrates.Das Portionspäckchen Crack-Kokain kostete $ 10.Das Jahresgehalt der Banden-Offiziere betrug $ 30.000.Die einfachen Bandenmitglieder erhielten weniger als den gesetzlichen Mindestlohn, hatten aber die Perspektive in der Hierarchie aufzusteigen und den Status als Mitglied der mächtigen Bande.Schockierend sind auch die kriminellen Machenschaften der Chicagoer Polizisten. Am Schwarzen Brett der Polizeistation konnten sich die Beamten in Listen eintragen, um bestimmte Parties zu überfallen, auf denen Banden verkehrten. Die Partygäste wurden mit Waffen in Schach gehalten, notfalls zusammengeschlagen und dann ausgeraubt. Auch war es bei der Polizei Usus, Autos anzuhalten, in denen mutmaßliche Bandenmitglieder fuhren und von allen Mitfahrern Geld und Schmuck einzusammeln oder gleich das ganze Auto zu nehmen. Es gab auch Polizisten, die von "professionellen" Autodieben Schutzgeld erpressten.Das Buch bietet einen seltenen und tiefen Einblick in erschreckende soziale Verhältnisse. Ich fand es sehr interessant, es ist spannend erzählt und ließt sich fast wie ein Roman.   

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