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mirimann

vor 3 Monaten

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Mit dem Klappentext war es schon getan und ich war neugierig auf dieses Buch. Es klang für mich direkt nach einer netten kleinen Fantasy-Romantik-Geschichte für einen gemütlichen Abend. Dies hat sich für mich auch mehr oder weniger beim Lesen bestätigt. Im Mittelpunkt steht Grace, welche ihrer Vergangenheit entfliehen möchte und einen Neustart mit ihrer Oma auf Bruny Island machen möchte. Ich kann durchaus anreißen, dass sie eine schwere Zeit hinter sich hat - ohne jetzt zu viel zu sagen. Sie probiert trotzdem immer stark zu sein und ich denke auch, dass sie so erscheinen sollte, aber so recht ist das bei mir nicht angekommen. Ich fand sie durchaus sympathisch, aber irgendwie fehlt ihr etwas für meinen Geschmack. Sie wirkt auf mich nicht so recht überzeugt mutig und tiefgehend vom Charakter her, wie sie aber bestimmt hätte sein sollen. Andererseits kann diese "Unsicherheit" auch mit der bereits erwähnten Vergangenheit zusammenhängen. Unterm Strich fand ich Grace als Protagonistin durchaus sympathisch, aber für meinen Geschmack war ihr Charakter etwas zu flach.  Die Erzählperspektive teilt sich Grace mit Nick und gelegentlich auch seinem Vater Henry. Generell sind die Kapitel sehr kurz gehalten, was ich kombiniert mit den verschiedenen Erzählperspektiven durchaus angenehm zum Lesen empfunden habe. Es ließ sich folglich sehr flüssig und gemütlich lesen. Nick erschien mir wie ein typischer netter Boy-Next-Door-Typ und hat im Nu meine Sympathie gewonnen. Dennoch stehen zwei Dinge der Beziehung von Nick und Grace im Weg - Zum einen ihre Vergangenheit, aber auch die Tatsache, dass Nick ein Gestaltwandler ist! Dieser Aspekt, der das Buch zu einem Fantasybuch macht, erschien mir zunächst sehr interessant, da ich relativ wenig über Gestaltwandlern zu lesen bekomme. Dennoch war ich etwas enttäuscht, denn schnell stellte sich heraus, dass die Liebesgeschichte der beiden in Vordergrund steht und die Gewichtung zwischen Liebe und Fantasy etwas zu sehr auf die Seite der Liebe fällt. Die Liebesgeschichte an sich hat mich sehr bewegt und war echt süß zu lesen - perfekt für einen ruhigen Abend mit Tee - aber der Fantasyaspekt kam mir zu kurz. Diese Geschichte hat mehr Potential durch das interessante Thema, jedoch wurde es nicht ganz ausgeschöpft wie es hätte sein können. Vieles war vorhersehbar für mich, aber es hatte auch etwas Vertrautes an sich. Dennoch gab es kaum Überraschendes, Aufregendes oder Spannendes für mich. Ich hatte mir definitiv etwas anderes vorgestellt und wurde so minimal enttäuscht, da der Fantasyaspekt zu kurz kam und es kaum Chliffhanger oder überraschende Ereignisse gab wie ich mir erhofft hatte. Es hat definitiv Luft nach oben, trotzdem muss ich auch gestehen, dass es insgesamt eine süße Liebesgeschichte ist, die sich locker und flott lesen lässt. Auch die Hauptcharakterin war nett, aber wie bei alles schien sie mir nicht Ganz.

Autor: Sue-Ellen Pashley
Buch: Am Abgrund des Himmels
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