Sue Black

 4,4 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Sue Black

Sue Black, geboren 1961 im schottischen Inverness, ist weltweit eine der bedeutendsten forensischen Anthropologinnen. Ihre Fachkompetenz hat entscheidend zur Lösung vieler berühmter Kriminalfälle beigetragen und die Arbeit des British Forensic Teams bei Fällen unterstützt, die sowohl im Vereinten Königreich als auch weltweit für Aufsehen gesorgt haben. Sue Black berät seit vielen Jahren Krimiautoren.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sue Black

Cover des Buches Alles, was bleibt (ISBN: 9783832165154)

Alles, was bleibt

 (6)
Erschienen am 14.10.2019
Cover des Buches Forensik in 30 Sekunden (ISBN: 9789463590860)

Forensik in 30 Sekunden

 (2)
Erschienen am 04.06.2018

Neue Rezensionen zu Sue Black

Cover des Buches Alles, was bleibt (ISBN: 9783832165154)Radagasts avatar

Rezension zu "Alles, was bleibt" von Sue Black

Alles was bleibt
Radagastvor einem Jahr

Mit einem etwas mulmigen Gefühl bin ich an dieses Buch gegangen. Weniger hatte ich ein mulmiges Gefühl über das Thema, sondern dass es eine Anthropologin mit wissenschaftlichen Ehrgeiz geschrieben hat, wo das menschliche auf der Strecken bleibt. 

Ich wurde eines besseren belehrt und überrascht! Mit viel Empathie und Respekt gegenüber den Verstorbenen und Hinterbliebenen schreibt sie ihre Erfahrung als forensische Anthropologin nieder. Sie gewährt uns Leser einen Einblick in ihren Arbeitsalltag, was sich kaum einer von uns vorstellen kann zu tun. Dieser Einblick ist nicht schauderhaft. Es wirkt nüchtern und doch facettenreich. Durch verschiedene Kriminalfälle und ihre Zeit im Kosovo, Sierra Leone, Grenada und 2005 nach der Tsunami-Katastrophe in Thailand, bekam ich einen anderen Blick auf die noch lebenden Menschen. Ich stellte mir während dem Lesen oft die Frage: Wie grausam und einfältig ist der Mensch? 

Für viele ist der Tod etwas endgültiges, für Sue Black nicht unbedingt. Sie sieht den Kreis des Lebens damit geschlossen, wenn sie verstorben ist, sich der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Der nächsten Generation von Studenten als stumme und leblose "Lehrerin" da zu sein. Darüber nach zu denken kann einem den Schauer über den Rücken laufen lassen, aber für mich kam nach der kleinen Gänsehaut ein Lächeln über die Lippen. Es ist ein schöner Gedanke auch nach dem Sterben noch von nutzen zu sein. 

Ich kann dieses Buch ohne schlechten Gewissen weiter empfehlen. Es ist mit viel Herzblut geschrieben worden. Über ein Thema, worüber viel zu wenig gesprochen wird und viel zu sehr unter den Teppich gekehrt wird. Es wird Zeit dass auch der Tod wieder in sein rechtes Licht gerückt wird.


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Cover des Buches Alles, was bleibt (ISBN: 9783832165154)H

Rezension zu "Alles, was bleibt" von Sue Black

Vom Leben der Toten
hanna_ecuvor einem Jahr

Zum Inhalt: Sue Black ist eine der führenden Anthropologinnen der Welt. In jahrzehntelanger Forschung hat sie unschätzbare Wissen zur Forensik und Anatomie beigetragen und geholfen, Tote zu identifizieren und Verbrechen aufzuklären. In diesem sehr persönlichen Buch schreibt sie über ihren Werdegang, ihre Einsätze bek Naturkatastrohen und Kriegsverbrechen sowie ihr Verhältnis zum Tod, zum Teil mit sehr intimen Einblicken.


Meine Meinung: Ich interessiere mich schon lange für verschiedene Bereiche der Forensik und die Wissenschaft dahinter. Dies ist ein Buch über die reale "Bones", welche ungeschminkt auch über die Abgründe und Verantwortung schreibt, die ihre Arbeit mit sich bringt. Wer dies ebenfalls spannend findet, und sich mal mit der realen Verbrechensverfolgung beschäftigen möchte, ist hier genau richtig. Allerdings gibt es auch viele berührende Erfahrungen, die nichts für schwache Nerven sind!

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Cover des Buches Alles, was bleibt (ISBN: 9783832195762)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Alles, was bleibt" von Sue Black

‚Todeserfahrungen verändern nicht nur die Einstellung zu den Dingen [...].‘
sabatayn76vor 2 Jahren

‚Todeserfahrungen verändern nicht nur die Einstellung zu den Dingen, sondern manchmal sogar ganze Lebenswege.‘ (Seite 102f)

Sue Black ist weltweit eine der bedeutendsten forensischen Anthropologinnen. In ‚Alles, was bleibt‘ erzählt sie in einer Einführung von der Bedeutung des Todes in der heutigen Gesellschaft, von unserem Umgang mit dem Tod, jedoch auch von ihrem eigenem Leben und von ihrem Weg in die Anatomie und in die forensische Anthropologie.

In den nachfolgenden Kapiteln bietet Black tiefe Einblicke in ihr Fachgebiet, berichtet unter anderem von Verwesungsstadien, dem eigenen Umgang mit Sterben und Tod, Beerdigungsriten, Sterbehilfe, Kannibalismus, Möglichkeiten der Identifizierung von aufgefundenen Toten durch Geschlechts-/Alters-/Abstammungs- und Größenbestimmungen, Kosovokrieg und Massenkatastrophen.

Black beschreibt extrem detailreich, wie sie bei der Untersuchung von Leichen vorgeht, was sie beobachtet, wie sie ihre Beobachtungen deutet. Dadurch ist das Buch nichts für schwache Nerven und empfindliche Gemüter.

Das Buch ist jedoch viel mehr als ein Gruselschocker, der außer unappetitlichen Details nichts zu bieten hat, denn Black ist ein sehr informatives Buch gelungen, das nicht nur Erstaunliches über das Sterben, den Tod und den Verfall zu Tage bringt, dadurch fasziniert und durchweg viel Wissen vermittelt, sondern das mich aufgrund der Beschreibungen eigener Erfahrung mit Tod und Sterben im privaten Umfeld auch bewegt und berührt hat.

Für mich war forensische Anthropologie bisher ein Fach, das ich spannend und faszinierend fand, doch erst Blacks Buch hat mir auf überzeugende Weise nahebringen können, wie unglaublich komplex das Fachgebiet ist, auf wie viel Wissen man als Anthropologe zurückgreifen, wie viele Überlegungen man anstellen muss, wie viel Respekt Anthropologen letztendlich für ihre Arbeit gebührt.

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