Alles, was bleibt

von Sue Black 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Alles, was bleibt
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Absolute Leseempfehlung für alle von uns, die sich genauer mit dem Thema Tod auseinandersetzen wollen, auf wissenschaftliche Art und Weise

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Inhaltsangabe zu "Alles, was bleibt"

'Eine einzigartige Mischung aus Autobiografie und Monografie, die Einblicke in eine erstaunliche Welt erlaubt.'
VAL MCDERMID

›Alles, was bleibt‹ ist eine unsentimentale und doch berührende Annäherung an den Tod. Die weltweit führende forensische Anthropologin und Anatomin Sue Black zieht hier das Fazit ihrer bahnbrechenden Karriere. Sie setzt sich mit den Spielarten des Todes, ihren Ängsten, dem Sterben ihrer Eltern und ihrer eigenen Sterblichkeit auseinander und plädiert für einen anderen Umgang unserer Gesellschaft mit dem Tod. Dabei erzählt sie von ihrem außergewöhnlichen Werdegang, der mit einem Ferienjob in einem Schlachthaus begann.Aber auch über ihre Einsätze für die Vereinten Nationen und mit dem British Forensic Team berichtet sie. So war sie 1999 im Kosovo, später in Sierra Leone und Grenada sowie 2005 nach der Tsunami-Katastrophe in Thailand, um die Identitäten der Verstorbenen zu ermitteln.
Sue Black porträtiert in ›Alles, was bleibt‹ die verschiedenen Gesichter des Todes, die sie kennengelernt und erforscht hat. Wie in der Forensik rekonstruiert auch ihr Buch die Geschichte des gelebten Lebens durch den Tod, und so handelt es ebenso vom Leben wie vom Tod – diesen unzertrennlichen Teilen des großen Ganzen.

'Da mich der Tod täglich bei meiner Arbeit begleitet, habe ich begonnen, ihn zu akzeptieren. Er gibt mir keinen Grund, mich vor seiner Anwesenheit zu fürchten.'
Sue Black

Sachbuch-Bestenliste des DLF Kultur, des ZDF und der Zeit

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832195762
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:13.09.2018

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    Buchraettinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Absolute Leseempfehlung für alle von uns, die sich genauer mit dem Thema Tod auseinandersetzen wollen, auf wissenschaftliche Art und Weise
    Das Thema Tod und Sterben

    Das Cover zieht schon die Blicke auf sich. Ich kann schon verraten, die Autorin hat das Skelettbild auch in Bezug auf seine Kennzeichen hin ein wenig untersucht. Die Autorin des Buches hat hier ein sehr interessantes Buch geschrieben, in dessen Mittelpunkt der Tod, das Sterben steht. Dennoch ist es ihr gelungen einen zarten Humor einzuflechten und was mir sehr gefallen hat, sie hat einen wirklich tollen Erzählstil und sie berichtet auch distanziert, aber dennoch auch einfühlsam über dieses Thema.
    Sue Black lebt in Schottland und ist forensische Anthropologin. Sie berät auch Krimiautoren. Ich mag in einem Sachbuch vorn ein Inhaltsverzeichnis vorzufinden. Da bekomme ich als Leser einen ersten Überblick über die Themen im Buch. Das Buch gliedert sich für mich in verschiedenen Abschnitten. Anfangs erzählt sie vom Tod. Warum wir dieses Thema gern vor uns herschieben, verdrängen, ihm Spitznamen geben, obwohl wir wissen, dass wir alle ihm irgendwann begegnen.
    Sie erklärt zu Beginn auch den Unterschied zwischen Pathologen und Anthropologen, diese arbeiten in Großbritannien mehr als Wissenschaftler, als als Arzt.
    Mir haben einige Szenen sehr gefallen. Wie z.B. der Mann, der später seinen Körper als Körperspende der Anatomie zur Verfügung stellen möchte, für die makroskopischen Anatomiekurse im Medizinstudium. Ich denke, dieses Buch kann ich wirklich für alle angehenden Medizinstudenten empfehlen. Ich kenne das Unbehagen, der erste Tag im Makroskopischen Anatomiekurs. Da bietet das Buch schon eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema Tod, den Umgang mit den Leichen, der Gedanke, dass es Menschen waren, das fand ich sehr gut beschrieben und es lädt zum Nachdenken ein.
    Das Buch unterteilt sich in Kapitel. Abgetrennt mit einem Deckblatt findet man hier auch Fotos. Auch Fotos von verstorbenen Familienmitgliedern der Autorin und sie geht auch auf deren Sterben und dem Umgang damit ein. Sie berichtet auch sachlich über dieses Thema, aber auch immer wieder emotional und sie regt den Leser an darüber nachzudenken.
    Aber auch medizinische Dinge, anatomische Details beschreibt sie. Ich denke, es ist gut ein wenig medizinisches Vorwissen zu haben, aber ich glaube, auch Laien, die Interesse an diesen medizinischen Dingen haben, können das Buch dennoch gut lesen.
    Es geht in diesem Buch auch um die „Physiologie des Todes“. Wie läuft Sterben ab? Wie verwest der Körper. Für mich ist es ein wissenschaftliches Buch, es gibt für mich keine metaphysischen Details.
    Sie berichtet auch von Todesfällen, auch gerade unbekannte Tote, wie wichtig es ist, für die Angehörigen, dass diese Gewissheit bekommen, was passiert ist. Im Anhang des Buches gibt es in Bezug dazu noch eine Beschreibung eines verstorbenen Mannes, wo auch um Hinweise gebeten wird mit einer genauen Beschreibung des Mannes. Hinten findet sich auch ein Register.
    Sie beschreibt am Ende des Buches auch Gründe, warum sie dieses Buch geschrieben hat und führt hier auf, dass ihr Vater ein wunderbarer Geschichtenerzähler war- ich finde, die Autorin ist auch eine tolle Erzählerin. Mir hat das Sachbuch sehr gefallen. Es ist sehr interessant, informativ, macht nachdenklich und ist auch spannend und gefühlvoll erzählt.
    Absolute Leseempfehlung für alle von uns, die sich genauer mit dem Thema Tod auseinandersetzen wollen, auf eine wissenschaftliche Art und Weise. Auch besonders für angehende Medizinstudenten sehr zu empfehlen.

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