Sue Gee Nachtstücke

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Inhaltsangabe zu „Nachtstücke“ von Sue Gee

Ein verwunschenes Tal im Borderland, dem wildromatischen Grenzland zwischen Wales und England, ist die Heimat der gleichermaßen begabten wie exzentrischen jungen Dichterin Gillian. Mit vier Jahren hat sie ihren Vater bei einer Überschwemmung verloren, und seitdem lebt Gillian mit ihrer Mutter Phoebe, die sich ganz der Schönheit ihres paradiesischen Gartens verschrieben hat, in schicksalhafter Zweismkeit.§Die subtile Balance dieses Mutter-Tochter-Verhältnisses gerät ins Wanken, als Neuankömmlinge in der Provinz auftauchen: die zwei Freunde Edward und Rowland aus London, der junge Musiker Phil und die sensible Therapeutin Nesta. Um die unkonventionelle und sehnsuchtsvolle, dabei völlig unerfahrene Gillian entwickelt sich ein Reigen an Beziehungen, ein Liebesspiel mit dramatischen Konsequenzen, die schließlich allen Beteiligten helfen, sich selbst neu zu finden und einen zweiten Anfang zu wagen.

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    Nachtstücke

    Anni7531

    22. September 2013 um 19:45

    Der Roman spielt im ländlichen, abgeschiedenen Wales, das Setting ist wunderschön: weite Felder und Wiesen, alte, verträumte Cottages und ein verschlafenes Dorf. Die Autorin hat sehr viel Wert darauf gelegt, die Umgebung zu beschreiben; ich hatte den Eindruck, dass der Roman zur Hälfte aus Landschaftsbeschreibungen bestand. Der Hauptcharakter Gillian lebt allein mit seiner Mutter und der Leser begleitet sie von ihrer Geburt an bis ins schätzungsweise mittlere Alter. Der Klappentext beschreibt sie als eine „begabte und exzentrische Dichterin“, eine sehr schöne Umschreibung dafür, dass sie scheinbar zurückgeblieben ist und alleine nicht zurechtkommt. Man wird über ihren geistigen Zustand im Dunkeln gelassen, dabei hätte mich sehr interessiert, was denn nun genau mit ihr los ist. Insgesamt gibt es in dem Buch vier Ich-Erzähler, von denen ich aber nur einen so wirklich gerne mochte, den übrigen Passagen habe ich weniger meine Aufmerksamkeit geschenkt. Der „poetische“ Schreibstil war streckenweise langweilig und zäh wie Kaugummi, er gefiel mir schlicht und einfach nicht. Das passiert mir sehr häufig bei ausgedehnten Beschreibungen von Wäldern, Wiesen und Gärten. Die versprochene Dramatik habe ich wohl auch irgendwo übersehen, gefesselt hat mich lediglich das nächtliche Lammen der Schafe, was einen der Ich-Erzähler sehr beschäftigt hat. Ich war oft, besonders am sehr gemächlichen Anfang, kurz davor, das Buch aufzugeben, aber da ich es hasse, ein Buch abzubrechen, habe ich durchgehalten. Die letzte Seite gefiel mir von allen am besten und das soll wohl was heißen. Fazit: Gott sei Dank war dieses Buch nur ausgeliehen.

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