Sue Halpern

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Das ganz normale Leben der Sasha Abramowitz, Memory! und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Das ganz normale Leben der Sasha Abramowitz" von Sue Halpern

Rezension zu "Das ganz normale Leben der Sasha Abramowitz" von Sue Halpern
Daniliesingvor 9 Jahren

Wenn die eigenen Eltern Profs sind, mit im Studentenwohnheim wohnen und Namen toll finden, die geistreichen Persönlichkeiten gehören, dann hat man es nicht leicht. Genau so ergeht es der Protagonistin im Buch "Das ganz normale Leben der Sasha Abramowitz", die mit vollem Namen Sasha Marie Curie Abramowitz heißt. Doch das ist für Sasha noch nicht das Schwierigste in ihrem Leben. Ihr Bruder hat das Tourette-Syndrom und es fällt ihr schwer, mit seinen Ticks und uneinschätzbaren Verhaltensweisen umzugehen.

Eigensinnige Eltern, ein unberechenbarer Bruder, ein dreibeiniger Hund, viele bedürftige Studenten, mit kleinen und auch größeren Problemen gepaart mit den ganz normalen Leiden eines elfjährigen Mädchens - das verspricht doch spannend zu werden. Und tatsächlich steckt dieser geistreiche Jugendroman voller Witz, Selbstironie und alltäglichem Wahnsinn. Entgegen möglicher Erwartungen ist Sasha kein Ausbund an Selbstmitleid. Zwar hat sie es ganz bestimmt nicht einfach, doch all das Chaos um sie herum lernt sie immer mehr zu schätzen und zu lieben.

Wie langweilig wäre das Leben ohne Überraschungen? Und davon hat gibt es in "Das ganz normale Leben der Sasha Abramowitz" reichlich. Seien es Sashas ehrliche und unverblümte Art, das rasante Tempo mit dem die Geschichte erzählt wird oder auch die ruhigen Momente, in denen man richtig mitfühlt: Dieses Buch strotzt nur so vor Charme und einer außerordentlichen Auffassungsgabe der Autorin.

Sue Halpern weiß genau, wie man schreiben muss und welche Themen für Jugendliche tatsächlich interessant sind. Dieser Roman fesselt den Leser auf jeder Seite. Passend zum turbulenten Inhalt ist auch das Buchcover sehr farbenfroh gestaltet. Auch hieran erkennt man, dass es sich insgesamt um ein sehr hoffnungsvolles, witziges und fröhliches Buch handelt, das gekonnt mit den weniger schönen Aspekten des Lebens umgeht bzw. dem Leser aufzeigt, wie aus anfänglichen Problemen mögliche Chancen und Freuden entstehen können.

Ein sehr kluges und einfallsreiches Buch!

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Binea_Literatwos avatar

Rezension zu "Das ganz normale Leben der Sasha Abramowitz" von Sue Halpern

Rezension zu "Das ganz normale Leben der Sasha Abramowitz" von Sue Halpern
Binea_Literatwovor 9 Jahren

Sasha oder besser Sasha Marie Curie Abramowitz ist 11 Jahre jung und besucht die 6. Klasse. Sasha würde aber lieber nur Sasha heißen, denn wer möchte schon einen Nobelpreisträgerinnennamen in seinem Namen zwischengeparkt haben? Sie auf jeden Fall nicht, sie möchte ganz normal bleiben und heißen. Mit ihren Eltern wohnt sie zusammen im Krieger-Studentenwohnheim, was zum Krieger College gehört. Als Professoren am College beschäftigen sich ihre Eltern sehr oft mit ihren Berufen, wobei die Mutter sich für Gehirne interessiert und ihr Vater für sein Leben gern dichtet. Sasha selbst träumt davon später mal Konditorin oder Schriftstellerin zu werden. Ihre beste Freundin will neuerdings gern Detektivin werden, nicht erst später sonden sofort. Beide gründen „Drew Hardy und Partner“. Prompt erregen Sie mit ihrem Namen die Aufmerksamkeit von Andrew Hardy, Student im achten Semester. Er benötigt dringend Geld und will unter seinem Namen als Zauberer agieren und Kartentricks vorführen. Mit diesen zwei fast identischen Namen wird aber sicher Verwirrung gestiftet. Kurzerhand springt Andrew deshalb an diesem Tag noch als „Babysitter“ für Sasha ein, denn ihre Eltern müssen zu einer Veranstaltung. Eigentlich war ja immer Jenny die Aufpasserin für Sasha und ihren Bruder Danny. Doch seit einem Vorfall ist Familie Abramowitz in das Wohnheim gezogen, Danny auf die Schule in Trannell versetzt worden und Jenny ist mit dem Bus auf und davon. Das Danny das Tourette-Syndrom haben könnte war damals für alle eine neue Situation und ist heute noch besonders.

Ein sehr erfrischender Schreibstil zeichnet dieses Buch aus. Sasha erzählt über ihr ganz normales Leben frei von der Leber weg, ganz unverblümt mit einer gehörigen Portion Ironie. Besonders witzig sind außerdem die regelmäßigen Verweise auf den Anhang wie auch die Fußnoten mit Sashas ganz speziellen Kommentaren. Alle Hauptcharaktere sind oft speziell und auf ihre Art sehr besonders hervorgehoben. Die erste Liebe, der Hass zu ihrem Bruder, der Umgang mit den nicht immer einfachen Eltern, aber auch der Bezug zu ihrem Psychologen werden gekonnt miteinander verknüpft. Gefühle eines heranwachsenden elfjährigen Mädchens könnten nicht offener aufs Papier gebracht werden. Die Krankheit ihres Bruders, aber auch ihre persönliche Entwicklung spielen eine große Rolle und werden in passenden Worten dargelegt.
Ein sehr berührender, aber auch mindestens genauso bunter und farbenfroher Inhalt von der Autorin Sue Halpern.
Mit einem im wahrsten Sinne des Wortes couragierten Ende und dem besonderen Anhang ist es nicht nur ein Jugendbuch, sondern auch für ältere Semester sehr aufschlussreich.

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