Sue Klebold Liebe ist nicht genug

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Inhaltsangabe zu „Liebe ist nicht genug“ von Sue Klebold

„Am 20. April 1999 betraten Dylan Klebold und Eric Harris ausgerüstet mit Gewehren und Sprengstoff die Columbine Highschool. Dort töteten sie zwölf Schüler und einen Lehrer, verletzten vierundzwanzig weitere Menschen und nahmen sich dann selbst das Leben. Es war der schlimmste Schul-Amoklauf der Geschichte. Dylan Klebold war mein Sohn.“ 16 Jahre nach dem Amoklauf ihres Sohnes Dylan erzählt Sue Klebold von ihrem Ringen mit der Frage, ob sie die Tat hätte verhindern können, wenn sie nur aufmerksamer, liebevoller gewesen wäre. Sue Klebold ist durch die Hölle gegangen, aber an der Tat ihres Sohnes nicht zerbrochen. Sie hat einen Weg gefunden weiterzuleben und hofft, anderen Eltern zu helfen, das zu verhindern, was sie selbst nicht aufhalten konnte.Von einem ist sie fest überzeugt: Elterliche Liebe allein reicht nicht aus, um Kinder und Jugendliche vor den Folgen unerkannter psychischer Erkrankungen zu schützen.Ein starkes Memoir einer Mutter, der das Unvorstellbare passiert ist. Sue Klebold spendet alle Einnahmen an Forschung und Hilfsorganisationen für Opfer und Angehörige psychisch Kranker.

Lässt Einen nachdenklich zurück....ein Buch, das sehr berührt

— MellieS
MellieS

Der glaubhafte und berührende Bericht einer hinterbliebenen Mutter, der dem Leser neue Sichtweisen aufzeigt. Sehr lesenswert!

— Kathycaughtfire
Kathycaughtfire

Das Buch verändert, schenkt neue Sichtweisen, ein neues Bewußtsein u leistet einen wesentlichen Teil zur Präventationsarbeit! Bewegend!

— Raven
Raven

Das ergreifende Statement einer Mutter, die ihren Sohn durch einen erweiterten Suizid verloren hat und tiefen Schmerz und Schuld empfindet.

— Krimine
Krimine

Ich bin bewegt, erschüttert, traurig & alarmiert. Dieses Buch hat mich sehr in den Bann gezogen und es ist ein wichtiger Beitrag Aufklärung!

— Floh
Floh

phasenweise mehr als langatmig, am Anfang sehr berührend.

— Gute_Miene
Gute_Miene

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2017

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Die Themen-Challenge geht 2017 in eine weitere Runde und jeder ist herzlich eingeladen, dabei zu sein! Wenn ihr eine besondere Leseherausforderung sucht, dann seid ihr bei dieser Challenge genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach:Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich (Marina) oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt dazu eine persönliche Nachricht hier auf LovelyBooks an mich mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2017 bis 31.12.2017. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man schon vor der Anmeldung zur Challenge im Jahr 2017 gelesen hat.Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen:Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt.Hier findet ihr eine Themen-Übersicht zum Ausdrucken :) Ein Buch, in dem der Protagonist ein Haustier hat Ein Buch, auf dessen Cover ein Fahrzeug zu sehen ist (Flugzeug, Auto, Zug, etc.) Ein Buch, welches in einem Land spielt, in dessen Name kein "a" vorkommt Ein Buch eines bereits verstorbenen Autors Ein Buch, dessen Titel mit demselben Buchstaben beginnt und endet Ein Buch über eine wahre Begebenheit Ein Buch, das einer deiner Freunde bei LovelyBooks in seiner Bibliothek als bereits gelesen gelistet und auch zumindest mit Sternen bewertet hat. (Wenn du noch keine Freunde hast, findest du hier in der Challenge bestimmt ganz schnell welche :-)) Ein Buch, dessen Autor aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt Ein Buch, welches in der Stadt spielt, in der du wohnst (bzw. in der nächstgrößeren Stadt oder in einer Stadt, in der du 2017 mehrmals warst) Ein Buch, dessen Cover vorrangig grün ist Ein Buch, das hauptsächlich in den USA spielt, jedoch nicht in New York Ein Buch, auf dessen Cover die untere Hälfte einer Person abgebildet ist (Beine oder Füße) Ein Buch, welches eine Landkarte enthält Ein Buch, das mindestens 500 Seiten lang ist Ein Buch, dessen Autor im selben Jahr geboren ist wie du Ein Buch, das mindestens 50 LovelyBooks-Mitglieder in ihrer Bibliothek haben. (Du findest die Anzahl, wenn du auf der Buchseite oben mit der Maus über die Sternebewertung fährst.) Ein Buch eines Literatur-Nobelpreisträgers Ein Buch, das du 2016 begonnen, aber nicht zu Ende gelesen hast Ein Buch, das der jeweilige Autor als erstes veröffentlicht hat - das Debüt des Autor Ein Buch, dessen Titel eine Zahl (ausgeschrieben oder in Ziffernform) enthält Ein Buch, dessen Titel nur aus einem Wort besteht Ein Buch, das nicht in unserer Welt spielt (sondern in einer Fantasy-Welt, im Weltraum, etc.) Ein Buch, das maximal 3 cm dick ist Ein Buch, das noch keine einzige Sterne-Bewertung auf LovelyBooks hat. (Auf der Buchseite sind in diesem Fall die Sterne oben grau und nicht gelb.) Ein Buch, das von zwei oder mehr Autoren geschrieben wurde Ein Buch, bei dem Vor- und Nachname des Autors mit demselben Buchstaben beginnt. Ein Buch, bei dem ein Wort (Gegenstand) aus dem Buchtitel auch auf dem Cover abgebildet ist Ein Buch, das du in einer stationären Buchhandlung zum regulären Preis gekauft hast. (Nicht online oder als Mängelexemlar) Ein Buch, das du als E-Book gelesen oder als Hörbuch gehört hast Ein Buch, das auf LovelyBooks mit durchschnittlich 4 Sternen bewertet ist. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch, das höher als 22 cm ist Ein Buch, auf dessen Cover mehrere Streifen zu sehen sind Ein Buch aus einem Verlag, aus dem du 2017 bisher noch kein Buch gelesen hast Ein Buch, dessen Titel nur in Großbuchstaben geschrieben ist Ein Buch, dessen Titel kein "e" enthält Ein Buch, dessen Verfilmung 2017 ins Kino kommt Ein Buch, zu dem es eine Leserunde auf LovelyBooks gibt, an der ihr auch teilgenommen habt (mindestens 5 Beiträge in Leseabschnitten wurden geschrieben). Ein Buch, dessen Hauptfigur über 50 Jahre alt ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 5 Wörtern besteht Ein Buch, in dessen ISBN (ISBN-13) eine Zahl genau 4-mal vorkommt Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen:* Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt!* Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung* Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen.* Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden.* Wichtig ist, dass man das Buch 2017 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal (außer bei Aufgabe 18).* Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com* Jedes Buch kann nur bei einem Thema genutzt werden Wer sein Jahresziel erreicht hat, schreibt bitte kurz eine persönliche Nachricht dazu an mich und gibt auch die Anzahl der geschafften Themen mit an. Teilnehmerliste: A AberRushAcida-2Adujaadventurouslyaga2010AglayaAgnes13AleidaaljufaAlondriaANATALandymichihellianna1911AnnaboAnnaKatharinaKathiAnne42AnneMayaJannikaAnni04Ann-KathrinSpeckmannAnrubaapfelkindchen123Arachn0phobiAArgentumverdeAspasiaatsabhasi2Azalee (23/20) B ban-aislingeachbandmaedchenBeaSurbeckBecky_BloomwoodBeeLubellast01Bellis-Perennisbeyond_redemptionBiancaWoebine174B_iniBioinaBirkentochterblack_horseBlacksallyBluebell2004BlueSunsetbookgirlbook_lover_6booksaremybestfriendsBosniBrixiaBuchgespenstBuechermomente C Caillean79capcolacarathisCarigosCaroasChattysBuecherblog (20/20)CherryGraphicsChrissisBücherchaosChucksterClaudia-MarinaCode-between-linesConnyKathsBooksCrazy-Girl6789crimarestricrimesscrumbCWPunkt D daneegold (40/40)Darcydaydreamindia78DieBertadiebuchrezensiondigraDion (20/20)Dirk1974divergentDonnaVividownblackangelDreamcatcher13dreamily1Dubdadda E Ela_FritzscheEldfaxiElkeel_loreneelmidiEmotionenEngelchen07 (30/30)engineerwifeEnysBookserazer68Ernie1981Even F _franziiiiiii_faanieFantwordFairy-KittenFeniFjordi93FlamingoFornikafranzziFrau-AragornFreelikeaBirdFrenx51Fulden G GelisglanzenteGluehsternchenGrOtEsQuEgst H hannelore259hannipalanni (30/30)happytannyHenny176Herbstmondhexe959753HeyyHandsomehisterikerHisuiHaruHortensia13 I IamEveIcelegsichundelaineIgelmanu66imago_magistriIMG_1001Isar-12isipisi J Jacky_JollyJadrajala68JamiijanakaJanina84Janna_KeJasBlogjasaju2012Jashrinjenvo82Johanna_TorteJosy-Julchen77Jule16JulesWhethetherJulia_liestjuli.buecherJulie209 K kalestrakalligraphinKarin_KehrerKasinkatha_strophekatjalovesbookskattiiKayvanTeeKerstinTh (30/30)kingofmusicKleine1984kleinechaotinkleine_welleKleinerKometKnoppersKnorkekn-quietscheentchenKodabaerkornmuhmeKuhni77Kurousagi L LaDragoniaLadyIceTeaLadyMoonlight2012LadySamira091062LaLectureLaMenschLandbieneLarii-MausiLarryPiLaurax3lehmaslenicool11LeonoraVonToffiefeelesebiene27LeseJetteLese-KrissiLeseLottiLeseMama82Leseratz_ 8Lesezirkelleyaxlieberlesen21LilawandelLilli33LimitLesslinda2271lLissyLit-TripLiz_MacSharylizzie123LooooraLostHope2000louella2209Lovely90LrvtcbLuilineLuzi92lyydja M mabuereleMali133marpijemartina400MarveyMary2Mary-and-Jocastamelanie1984MelEMelvadjamia0503miahMiamouMichicornMimasBuchweltMinniMira20 (30/30)MiracleDaymiramiepMiriSeemisanthropymisery3103MissErfolgmiss_mesmerizedMissMoonlightMissSnorkfraeuleinMissStrawberryMissSweety86mistellormondymonstahasimrc0mrsCalemmmingsMrs_Nanny_OggMurphyS91 N NachtorchideenaninkaNelebooksnemo91NewspaperjunkieNightflowerniknakNisnisnoitaNookinordbrezeNynaeve04 O once-upon-a-timeOnlyHope1990Ophiuchus P Pachi10pamNpardenPaulamybooksandmepeedeePhilipPhiniPiiPinkie31PinocaPippo121PMelittaMPucki60 Q QueenelyzaQueenSize R rainbowlyRitjaRoni88 S sakuSakukosameaSanjewelSarah9070schafswolkeScheckTinaSchlehenfeeSchluesselblumeSchneeeule129SchnutscheschokokaramellSeelensplitter (Blog) (20/20)ShineOnSickSikalSkybabesolveigSomeBodysommerleseSnordbruchSophiiiespozal89StarletStaubfinger12StefanieFreigerichtstefanie_skySteffi1611Steffi_LeyererSteffiZiStehlbluetensteinchen80sternblutsunlightSuskaSxndy_03 T TalathielTalliannaTaluziTamileinTanja13TatsuThe iron butterflyTheBookWormthelauraverseTina2803Tine13Tini_STiniSpeechlesstintentraumweltToniarwTraubenbaerTraumTante U ulrikeuulrikerabe V Valabevalle87vanystefvb90Veritas666Vivy_navk_tairenVroniMarsVucha (34/30) W wampyWaschbaerinwerderanerWermoewewidder1987WilliaWolly X Y YaBiaLinaYolandeYvetteH Z zazzleszessi79

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    • 4261
  • Der größte Albtraum aller Eltern

    Liebe ist nicht genug
    Lilli33

    Lilli33

    08. January 2017 um 22:01

    Broschiert: 432 Seiten Verlag: FISCHER Taschenbuch (22. September 2016) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3596034314 Originaltitel: A Mother’s Reckoning: Living in the Aftermath of Tragedy Preis: 16,99€ auch als E-Book erhältlich Der größte Albtraum aller Eltern Am 20. April 1999 betraten Dylan Klebold und Eric Harris ausgerüstet mit Gewehren und Sprengstoff die Columbine Highschool. Dort töteten sie zwölf Schüler und einen Lehrer, verletzten vierundzwanzig weitere Menschen und nahmen sich dann selbst das Leben. Es war der schlimmste Schul-Amoklauf der Geschichte. Dylan Klebold war mein Sohn. (S. 21) Mit dieser schockierenden Aussage beginnt Sue Klebold ihr Buch, in dem sie die Ereignisse um den Tod ihres Sohnes zu verstehen und zu verarbeiten versucht. Als sie von der Schießerei in der Highschool, die ihr Sohn Dylan besucht, hört, durchlebt sie einen Albtraum in der Sorge um ihren geliebten Sohn. Hoffentlich ist ihm nichts passiert, hoffentlich konnte er sich vor den Tätern in Sicherheit bringen. Als sie erfährt, dass Dylan kein Opfer, sondern ein Täter dieses Amoklaufs ist, bricht ihre Welt zusammen. Beim besten Willen kann sie das Bild eines netten und unkomplizierten siebzehnjährigen Jungen, der von seiner Familie geliebt wird und viele Freunde hat, nicht mit dem Bild eines gewalttätigen, grausamen Monsters in Übereinstimmung bringen. In der Folge des Amoklaufs werden Stimmen laut, die den Eltern die Schuld gegeben. Sue Klebolds Familie schlägt ein immenser Hass entgegen, wofür Sue aber alles Verständnis der Welt hat. Wäre ihr Kind eines der Opfer, hätte sie wohl genauso gedacht: „Wieso haben die Eltern ihr Kind nicht richtig erzogen?“ Aber Sue hat Dylan geliebt, hat sich um ihn gekümmert, hatte ein gutes Verhältnis zu ihm, ebenso wie sein Vater Tom und sein Bruder Byron. Und doch haben sie feine Anzeichen nicht richtig gedeutet oder übersehen. Anzeichen, die wohl die meisten von uns nicht als das erkennen würden, was sie sind. In den Jahren nach der Tragödie an der Columbine Highschool versucht Sue Klebold zu verstehen, was sie eventuell falsch gemacht hat, wo sie anders hätte reagieren können und sollen. Ihr Sohn Dylan war meistens gut drauf, und doch hatte er allem Anschein nach eine schwere Depression und Suizidgedanken, wie im Nachhinein aus seinem Tagebuch hervorgeht. Für die Eltern war dies bei aller Liebe nicht zu erkennen. Jugendliche sind wahre Meister darin, ihrer Familie und ihren Freunden etwas vorzumachen. Aus Liebe zu seinen Kindern neigt man dazu, auffälliges Verhalten zu ignorieren oder schönzureden, insbesondere wenn es sich um ein eigentlich „braves Kind“ handelt, zu dem man ein gutes Verhältnis hat. Es kostet Überwindung, Probleme klar zu benennen und zu handeln, wenn einem etwas auffällt. Doch wer es unterlässt, wird sich das niemals verzeihen. (S. 304) Mit dem Aufspüren vieler Kleinigkeiten, die etwas bedeuten können, aber natürlich nicht müssen, bringt Klebold Eltern dazu, noch aufmerksamer zu sein, um Depressionen bei ihren Kindern zu erkennen und sich um professionelle Hilfe zu bemühen. Als Mutter hat mich dieses Buch sehr betroffen gemacht. Sue Klebold erzählt schockierend offen über ihre Gefühle und Gedanken, über ihre Ängste und ihre Trauer – Trauer um ihren Sohn Dylan, den sie trotz seiner abscheulichen Tat immer noch liebt und jeden Tag vermisst, und auch Trauer um die Menschen, denen Dylan jede Zukunft genommen hat. Auch wenn es einige Wiederholungen gibt, weil bestimmte Details aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden, ist das Buch äußerst fesselnd und lässt sich sehr flüssig lesen. Fazit: Eine schockierende und berührende Erzählung über die tragischen Ereignisse an der Columbine Highschool in Littleton, Colorado, am 20. April 1999. Ein Versuch, die Ursachen für den Amoklauf zu verstehen. Ein Anstoß für alle Eltern, sich noch aufmerksamer um ihre Kinder zu kümmern. Meine Empfehlung: Lesen! ★★★★★

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  • Bewusstseinserweiterndes Werk!

    Liebe ist nicht genug
    Raven

    Raven

    14. November 2016 um 23:24

    Das Buch "Liebe ist nicht genug" von Sue Klebold ist 432 Seiten lang und beim Fischerverlag erschienen. Die Leseseiten sind schön dick, aber das Buchcover hat wirklich eine miserable Softcoverqualität, die den Neupreis von fast 17 Euro nicht rechtfertigt. Leider kommen trotz vorsichtigem lesen sehr schnell Leserillen in das Buch. Sue Klebolds Sohn Dylan war einer der zwei Amokläufer auf der Columbine High School am 20.04.1999. Sue hatte bisher in der Öffentlichkeit immer nur kurze Statements abgegeben. Doch mit diesem Werk stellt sie sich der Öffentlichkeit. Sie spendet das Honorar von diesem Buch an Hirnforschung, Organisationen für Suizidprävention und zur Unterstützung von Menschen mit psychischen Krankheiten. Als erstes wenn man sich einen Amoklauf eines Jugendlichen und Suizid vor Augen hält, fragt man sich "Warum?". Mir geht es da nicht anders wie den Meisten. Allerdings sollte man eher fragen "Wie?", denn eine einfache Antwort wie die Schuld der Eltern oder Vernachlässigung, sind nicht immer der ausschlaggebende Punkt, besonders nicht bei einem Amoklauf. Sue ist fassunglsos als ihre Welt an einem Tag völlig zerbricht. Sie kann es erst nicht glauben was ihr Sohn getan hat, der in einem liebevollen zu Hause mit Freunden und Familie groß geworden ist und nie besonders auffällig war. Dennoch macht Sue sich schwere Vorwürfe und würde ihr Leben für jeden der Kinder geben, die bei dem Amoklauf durch ihren Sohn ums Leben kamen. Sie macht sich auf die Suche nach Anzeichen und versucht Hinweise zu rekonstruieren, mit denen man vielleicht die Tat hätte verhindern können. In der Biographie, werden Tagebucheinträge, einige Familienfotos und die komplette Tragödie mit dem Bruch einer scheinbar glücklichen Familie und den Reaktionen des Umfelds offen gelegt. Als Mutter war ich zunächst selbst absolut schockiert und kann mir kaum ausmalen, was die Familie mitgemacht haben muss. Es macht mich zutiefst betroffen, denn Sue hat recht wenn sie sagt das wie bei physischen Krankheiten die psychischen Krankheiten in Präventionsmaßnahmen und Vorsorgeuntersuchungen in engen Kontrollen in Schulen und bei Hausärzten durchgeführt werden sollten, um gerade bei Heranwachsenden vielleicht solche Taten und Suizid zu verhindern. Ich selbst wusste zB nicht das depressive Jugendliche meistens keine Trauer zeigen, sondern überdreht, gereizt, aggressiv, launisch und faul sein können. Alles was man auch auf die Pubertät zurückführen könnte. Mir ist dann eingefallen das ich selbst als Jugendliche extrem depressiv gegen alles rebellierte, mich selbst verletzte aber auch die Welt hasste und total manipulativ wirklich fast alles tat, wenn ein damaliger Freund nur mit dem Finger schnippte. In diesen Freund war ich damals auch noch unglücklich verliebt, was das Ganze noch mehr zuspitzte. Heut erscheint mir mein Verhalten und meine Gedanken wie zur damaligen Zeit völlig abstrakt und nicht mehr real. Aber auch ich flüchtete mich in eine ganz eigene Welt, wo die Grenzen zunehmend zur Realität verschwammen. Was kann in so Phasen oder bei psychisch kranken Jugendlichen, die das Pech haben und von anderen Faktoren oder Umfeld noch zusätzlich negativ beeinflusst werden, nicht alles passieren, wenn dann kein Erwachsener aufmerksam wird? Sue Klebold hat nach Jahrzehnten immer noch keinen Frieden gefunden, aber es ist therapeutisch für sie und sicherlich auch für die Opfer wichtig, alles in Schrift zu benennen und sich für andere Betroffene einzusetzen und besonders auch Präventationsarbeit zu leisten, denn sie ist in mehreren Organisationen tätig. Mich hat das Buch emotional und gedanklich zutiefst berührt. Ich habe mir zusätzlich zum Buch noch Fotos und Dokumentationen im Internet rausgesucht, die mich absolut bestürzten und betroffen machten. Ich wünsche allen die bei dem Amoklauf ums Leben kamen Frieden und werde eine Kerze für sie anzünden und auch der Familie Klebold wünsche ich Frieden und Liebe und ich hoffe das in Zukunft solche Taten verhindert werden können durch Prävention und Aufklärung. Fazit: Ein gedanklich und emotional zutiefst bewegendes Werk, welches für immer in den Gedanken verankert bleibt. Ein Buch das aufrüttelt, einen verändert und das eigene Leben danach beeinflusst, denn man erhält komplett neue Sichtweisen und ein neues Bewusstsein zum Thema Suizid und Aggression. Das Werk trägt einen wesentlichen Teil zur Aufklärung und Präventation bei und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung!

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    • 3
  • Liebe ist nicht genug

    Liebe ist nicht genug
    Krimine

    Krimine

    31. October 2016 um 21:42

    Am 20. April 1999 geschieht etwas Unfassbares. An der Columbia Highschool findet ein Amoklauf statt, bei dem zwölf Schüler und ein Lehrer starben und vierundzwanzig Menschen teilweise schwer verletzt wurden. Die beiden Jugendlichen, die für das grausame Massaker verantwortlich waren, nahmen sich im Anschluss selbst das Leben.Sechzehn Jahre danach veröffentlicht die Mutter eines der Amokläufer ein Buch, in dem sie ihre Suche nach Antworten beschreibt, ihre Scham, ihr Entsetzen und ihre Trauer und dem sie die Hoffnung äußert, dass ihre Erkenntnisse vielleicht jemanden weiterhelfen können. Sue Klebold, die bis zum 20. April 1999 in dem Glauben lebte, dass ihre Familie dem ganz normalen Durchschnitt entspricht und die beiden Söhne ihren Weg gehen werden, ist eine starke Frau. Denn mit einem solchen Thema an die Öffentlichkeit zu gehen, sich ihr preiszugeben und sich der Meinung vieler Leser zu stellen, beweist eine ordentliche Portion Mut. Ungeschönt mit vielen Gedanken und Gefühlen unter Zuhilfenahme von Auszügen aus ihren Tagebüchern und den Fakten, die unumstößlich sind, geht sie dabei vor und eröffnet ihren Lesern einen Einblick in die Zeit vor dem Amoklauf und in die Zeit danach. Ein Prozess der Erkenntnis, in dem sie erfährt, dass sie zwar im Nachhinein nichts ändern kann, der ihr aber einige Erklärungen dafür liefert, was geschehen ist. Dabei wird sie von vielen Menschen unterstützt, die ihr Hilfe und Mitgefühl entgegenbringen und ein Ausgleich für die Menschen bieten, die mit Anfeindungen und Schuldzuweisungen reagieren. Vor dem Hintergrund der entsetzlichen Tat ihres eigenen Sohnes und infolge ihrer danach stattfindenden Entwicklung engagiert sich Sue Klebold nun schon seit vielen Jahren für die Suizidprävention und für Hilfsmassnahmen, die psychisch Kranken zugute kommen.Fazit:„Liebe ist nicht genug“ ist das ergreifende Statement einer Mutter, die ihrem Sohn bei einem erweiterten Suizid an der Columbia Highschool verloren hat und noch immer einen tiefen Schmerz und eine erdrückende Schuld empfindet.

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    • 2
  • Halloween-Lesemarathon mit LovelyBooks vom 28.10. - 01.11.2016

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Schaurig-schöne Lesestunden mit dem Halloween-Lesemarathon bei LovelyBooks! Unser letzter gemeinsamer Lesemarathon ist schon eine ganze Weile her, deswegen wird es nun höchste Zeit, sich einmal wieder ein paar Tage am Stück explizit Zeit zum Lesen zu nehmen. Und die kommenden Feiertage eignen sich dafür doch perfekt, findet ihr nicht auch? Wenn draußen Herbststürme das Laub von den Bäumen fegen und die Straßen sich in ein buntes Blättermeer verwandeln, können wir es uns drinnen mit einem guten Buch gemütlich machen. Oder vielleicht sogar mit zwei guten Büchern. Oder drei! ;) Und alle, die gern Halloween feiern, finden sicherlich auch bei allen den vielen "Süßes, sonst gibts Saures!"-Rufen Zeit, sich mit einem guten Buch in eine gruselige Stimmung zu versetzen!Deswegen: Macht euch bereit für 5 schaurig-schöne Lesetage mit dem Halloween-Lesemarathon bei LovelyBooks! Was ist ein Lesemarathon?Bei unserem Lesemarathon vom 28.10. bis 01.11.2016 möchten wir uns Zeit dafür nehmen, endlich einmal längere Zeit am Stück zu lesen. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 5 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 5 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon gehen wir wieder gemeinsam für den Lesemarathon in die Startlöcher. Wir freuen uns auf viele aufregende, romantische, fantastische, magische, lustige – und am allerwichtigsten – wunderschöne Lesestunden mit euch!P.S.: Sagt auch gern bei unserer Facebook Veranstaltung zu und ladet eure Freunde ein! Je mehr mitlesen, desto besser wird es! https://www.facebook.com/events/1099059300211150/

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    • 2132
  • Bewegend, ehrlich und engagiert berichtet die Mutter eines Amokläufers von ihrem Leben Danach!

    Liebe ist nicht genug
    Floh

    Floh

    30. October 2016 um 02:41

    Zu diesem Buch bleibt mir nur eins zu sagen: Vielen Dank liebe Sue Klebold, dass Sie versuchen, mit diesem Buch, mit dieser Biografie, all die Dinge zu verarbeiten, die dieser Amok von einer Sekunde auf die andere aus dem Leben der Familie Klebold und dem Leben der Opfer gemacht hat… Sue Klebold ist die Mutter eines Amokläufers, der mit einem Kumpanen am 20. April 1999 die Highschool von Columbine betrat und um sich schoss. Beide Täter nahmen sich anschließend das Leben und hinterließen mehr als 12 Tote und mehr als 24 Verletzte und unzählige weitere Opfer und einen Scherbenhaufen für die Familien. In diesem Scherbenhaufen beginnt nun mit „Liebe ist nicht genug“, die Mutter eines der Amokläufer, die Mutter von Dylan Klebold, nach Antworten zu suchen. Eine verzweifelte Suche um sich Anfeindungen, Beschimpfungen und Vorwürfen der Gesellschaft zu rüsten. Vergebens. In diesem Buch schildert sie alles hautnah. Wir lernen die Familie Klebold vor dem Attentat und nach dem Attentat kennen, wir laufen auf Scherben und müssen versuchen weiter zu gehen, um nicht auf Scherben zu stehen… Tragisch, emotional, gefühlvoll und sehr bewegend… Es ist für mich unfassbar was einem Menschen, einer Familie, einem Umfeld alles passieren kann. Die Erzählung hat mich tief geschockt und fassungslos gemacht. Eine normale Bewertung ist mir für dieses Buch nicht möglich, denn den Inhalt kann man unmöglich bewerten. Man kann es nur lesen und einen Weg für sich finden damit klar zu kommen und das geschilderte für sich zu verarbeiten. Mich hat das Buch sehr viel zum Nachdenken gebracht. Eine sehr private Geschichte mit der ich noch nicht so richtig umzugehen weiß und die als Mahnmal für ähnliche Taten und Konflikte steht.Erschienen bei s. Fischer Verlage (http://www.fischerverlage.de/)Inhalt / Beschreibung:„„Am 20. April 1999 betraten Dylan Klebold und Eric Harris ausgerüstet mit Gewehren und Sprengstoff die Columbine Highschool. Dort töteten sie zwölf Schüler und einen Lehrer, verletzten vierundzwanzig weitere Menschen und nahmen sich dann selbst das Leben. Es war der schlimmste Schul-Amoklauf der Geschichte. Dylan Klebold war mein Sohn.“ 16 Jahre nach dem Amoklauf ihres Sohnes Dylan erzählt Sue Klebold von ihrem Ringen mit der Frage, ob sie die Tat hätte verhindern können, wenn sie nur aufmerksamer, liebevoller gewesen wäre. Sue Klebold ist durch die Hölle gegangen, aber an der Tat ihres Sohnes nicht zerbrochen. Sie hat einen Weg gefunden weiterzuleben und hofft, anderen Eltern zu helfen, das zu verhindern, was sie selbst nicht aufhalten konnte.Von einem ist sie fest überzeugt: Elterliche Liebe allein reicht nicht aus, um Kinder und Jugendliche vor den Folgen unerkannter psychischer Erkrankungen zu schützen.Ein starkes Memoir einer Mutter, der das Unvorstellbare passiert ist.“Das erwartet uns:Sehr lange hat die Mutter Sue Klebold, Mutter einer der Amokläufer von Columbine, sich kurz gehalten und der Presse wenig Auskunft gegeben, bzw. sich großen Interviews und Reportagen und Statements entzogen. Nach über 15 Jahren nach der tödlichen Tat ihres Sohnes Dylan, beginnt Sue Klebold über den Amok Lauf der Geschichte zu berichten und findet somit einen Weg die Dinge und vor allem die Anschuldigungen und Verfeindungen zu verarbeiten. Offen, ehrlich, privat und sehr intensiv findet Sue Klebold Worte um all die Gefühle und Lebenssituationen zu beschreiben und für Außenstehende, oder auch für die Hinterbliebenen und Opfer verständlich, wenn auch nicht immer begreifbar oder begründet, zu machen. Mit diesem Buch bietet Sue Klebold einen Einblick in die Familie eines Amokläufers, einer unerkannten Gefahr im Haushalt. Die Mutter spricht von Schuld, Schuldzuweisungen, Zweifel, Selbstzweifel, Was wäre wenn, Ausgrenzung, Stigmatisierung, Scherben und einem Leben was sich von einem Tag auf den anderen in das Leben einer anderen Person verwandelt hat. Einen Albtraum aus dem sie niemals wieder erwachen wird, den ihr ihr Sohn beschert hat. Mit Bildern aus dem privaten Familienalbum, mit berühmten Zitaten, mit Erzählungen und Rückblenden in eine harmonische Zeit, die Kindheit Dylans von seiner Geburt bis zu seiner Jugend und seinem Suizid. Der Weg der Familie Klebold zurück in ein neues, anderes Leben. Ihr Umgang mit dem Attentat und das Leben danach. All die Fragen und vor allem die Suche nach Antworten und dem Warum…. Autorin Sue Klebold geht in ihrer Erzählung und Biografie in die Offensive. Mit einem sehr klärenden Vorwort von Andrew Solomon, das einiges an Zündstoff und Feuer dem Buch vorwegzunehmen versucht. Dann beginnt die Mutter über ihr Buch zu sprechen und beschreibt in der Einleitung, warum sie es gerade jetzt veröffentlicht. Später gliedert sich diese Biografie in zwei Hauptteile mit einzelnen Unterkapiteln. Im Glossar gibt es ein berührendes Nachwort und Erklärungen, zudem ein Quellenverzeichnis und weitere Hilfsangebote und Literaturtipps, sowie Internetlinks zu Organisationen. In diesem Buch erleben wir biografische „True Crime“, wie es sie nicht geben sollte, aber immer wieder im Alltag stattfinden könnte. Die Nachrichten weltweit sind voll mit ähnlichen Meldungen und Verzweiflungstaten. Hilferufe einer kranken und einsamen Seele. „Für alle, die sich hoffnungslos, einsam und verzweifelt fühlen – selbst in den Armen, derer, die sie lieben.“ Mit dieser berührenden Widmung leitet die Autorin Sue Klebold ihre (Familien-)Geschichte und ihr Erlebtes und Auferlegtes ein. Hier ist der Punkt, wo der Leser erstmalig schlucken und sinnieren muss. Ein Wachrüttler… Zunächst wird die Polizeimeldung einer Schießerei geschildert und das tödliche Massaker berichtet. Niemand wusste zu der Zeit, dass Dylan eine Waffe besaß und einer der beiden Täter war. Unvorstellbar, unfassbar, völlig von der hand zu weisen. Doch mit dramatischen Szenen muss die Familie Klebold erfahren, dass ihr Sohn die Highschool betreten hat und um sich geschossen hat um sich anschließend selbst das Leben zu nehmen. Danach war es nie wieder wie zuvor… Dann gehen wir zeitlich im Buch zurück und erfahren von Dylans Kindheit, seiner Geburt, seiner Schullaufbahn, seinem liebevollen Leben in der Familie mit seiner Mutter, seinem Vater, seinem Bruder und all der Liebe im Hause Klebold. Aber wie bestattet man einen Amokläufer, der so viele unschuldige mit sich in den Tod gerissen hat? Wäre es angemessen gegenüber den Hinterbliebenen der Opfer ihn auf dem Friedhof beizusetzen, wo all die anderen Schüler, Mitschüler und Lehrer ihr Leben viel zu früh beerdigen müssen? Was zieht man einem so friedlich und lieblich aussehenden Toten an, der noch wenige Tage zuvor mit seiner Waffe so viele Leben genommen hat? Welche Ehre erweist man diesem Selbstmörder und Täter? Darf diese Familie um ihren Sohn trauern? Darf sie den gleichen Schmerz fühlen wie andere Eltern, die ihr Kind verloren haben?... Neben der Verarbeitung innerhalb der Familie, dem Umgang mit der Trauer, den Anschuldigungen und Selbstzweifeln, der Suche nach Antworten und dem Presserummel geht es im späteren Verlauf dieser Biografie darum, das Thema psychische Störung, Selbstmordgedanken, Hass, Verzweiflung und Motivation zu solchen Taten zu analysieren. Berichte von Ärzten, Experten und Psychologen, die Sue Klebold aufgesucht und befragt hat. Kleinste Anzeichen und die Verarbeitung von eigenen Schuldzuweisungen, die völlig unangemessen sind und bereinigt werden müssen, um ein Leben nach dieser Tat wieder aufzunehmen und die restliche Familie zusammenzuhalten, ehe auch diese daran zerbricht…. Wir erhalten als Leser authentische und reale Einblicke in das Familienleben der Klebolds, in ihr Schicksal und in die Trauerbewältigung, stets mit Blick und Mitgefühl für die anderen Opfer (welcher Art auch immer…). Später schildert Frau Klebold ihre Arbeit und ihr Engagement, ihre Arbeit einer Hilfsorganisationen, in die Strukturen und Forschung. Rückschläge erfahren, Hilfestellung bieten und Toleranz üben, sowie ganz viel Geduld. Das alles erleben wir hautnah an der Seite der Familie der Autorin. Sie hat den Schritt gewagt und bringt ihre Empfindungen und Gefühle zu Papier. Sue Klebold erzählt aber auch, welche Schwierigkeiten und emotionalen Hindernisse sie sogar noch 15 Jahre später behutsam und sensibel bestreiten muss. Dieser Amoklauf hat nicht nur Geschichte geschrieben (was für ein übles und überflüssiges Aushängeschild…) dieser Amok hat die Familie der Autorin geprägt und gezeichnet. Diese Eindrücke erfahren wir hier mit schönen, aber auch mit erschreckenden Bildern der Realität… Metaphern, Zitate, Wunschbilder, Illusionen und die nackte Wahrheit. Schon nach wenigen Seiten habe ich mir so viele Passagen und Textstellen mit Post it´s markiert, dass mein Buch beinahe wie in beflügelter Vogel aussah. Entstanden sind zum Buch auch ein aufschlussreiches und hilfreiches Glossar und Fußnotenverweise, Tatsachenberichte, Internetquellen, Literaturverweise, Bemerkungen, Anmerkungen und jede Menge Hintergrund aus Faktoren, die zu solchen Taten führen könnten. Am Ende des Buches bedankt sich die Autorin ehrlich und fair bei denen, die immer an sie geglaubt haben. Ein Türöffner! Meinung:Worum es bei dieser wahren Geschichte geht, sieht man auf den ersten Blick und man weiß auch schon vor dem Lesen, dass es sicher nicht leicht sein wird, all diese sensiblen und berührenden , äußerst tragischen und verkehrten Momente zu verarbeiten und nachzuempfinden. Autorin Sue Klebold schreibt sehr bewegend, poetisch und bleibt dabei doch sehr klar und ehrlich, man spürt hier sehr, dass sie beim Schreiben alles erneut durchlebt und rekapituliert hat. Ehrlich, nah, ungefiltert und bewundernd. Die Mutter eines Amokläufers, eines Mörders. Ich bin nach Beenden des autobiografischen Romans sehr bewegt und auch sehr gerührt, wie offen und ehrlich Mutter Sue Klebold ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit ihren Lesern teilt, wie genau und klar sie das Leben vor uns nach der Tat beschreibt, das Leben mit Dylan und das leben nach seinem Suizid. Ich bereue keine einzige Zeile ihrer Geschichte und Lebensgeschichte und die ihrer ganzen Familie erfahren zu haben, auch wenn ich mir natürlich wünschte, sie wäre nie passiert und dieses Buch wäre rein fiktiv. Ist es leider nicht, denn dieser Schulamok beschäftigte ein ganzes Land, die ganze Welt. Mittendrin in diesem blutigen Scherbenhaufen: Sue Klebold mit der Familie. Man überdenkt, wie wichtig unbedeutende Signale psychischer Störungen sind, wie feinporig diese aussehen können, dass man sie kaum erkennt. Wie wichtig frühe Hilfe ist und wie wichtig es ist, nicht die Schuld bei sich selbst oder in der eigenen Familie zu suchen, wenn man nach bestem Wissen und Gewissen die Erziehung und das Familienleben gestaltet hat. Wie befriedigend, aber auch wie alarmierend. In Sue, als Mutter, und ihrer Erzählung findet man eine besondere Partnerin im Buch, die einen ein ganz anderes Leben und eine ganz andere Sinnesempfindung beschreibt und so gut wie möglich erklärt und nahe bringt. Zu selten befasst man sich als Außenstehender mit den Problemen und Begebenheiten, da sie so weit weg erscheinen. Sue Klebold mit ihrer Lebensgeschichte bietet uns die Möglichkeit dazu. Wie gesagt, sie baut eine Brücke zwischen den Hinterbliebenen, den Opfern und Angehörigen, eine Brücke zwischen verzweifelten Welten, jede mit ihrer eigenen Last und Trauer. Sie möchte berichten, wachrütteln, aufklären und mit Vorurteilen und Nichtwissen, sowie Stigmatisierung und Schubladendenken aufräumen. Sie möchte verarbeiten und bearbeiten. Frau Klebold will sich und ihre Ambitionen zeigen, sie will, dass ihre Sicht und Einstellung erkannt und akzeptiert wird, sie will gehört werden. Und dennoch entblößt die Autorin sich in ihrer Darlegungen nicht ganz und bewahrt sich etwas Privatsphäre für sich. Ich bewundere den Mut und auch die Stärke der respektvollen Autorin. Ich mochte gerne von ihrem Erlebten lesen und "freue" mich ihre Erfahrungen und ihr Schicksal und ihren ganzen Zugewinn (ja, den gibt es in dieser Tragödie tatsächlich…) nach dieser autobiografischen Reflektion und Arbeit und Verarbeitung zu diesem Buch erfahren zu haben. "Freuen" im Sinne von schön, dass die Autorin so fest hinter ihrem Vorhaben steht und noch immer Kontakte pflegt und diese Hilfsbereitschaft zeigt. Ich lobe es, dass sie ihrem Bedürfnis nachkommt, endlich ihr Erlebtes niederzuschreiben und dem Rückhalt und der Aufmunterung ihres engen Kreises folgt. Erschüttert haben mich die unerkannten Signale, die erst viel später zur Sprache kommen, als Ärzte, Psychologen und Experten diesen Fall aufrollen und zerhackeln und tief in der Familie und dem Umfeld zu graben beginnen. Aufgezeigten Missstände, Gewalt, Mobbing, Stress im Schulalltag, verdrängter Hass, Ausgrenzung und Verzweiflung, innere Qualen und heile Fassade. Später all die Vorurteile, Anschuldigungen, Beschimpfungen, bösen Blicke, Abwendungen, Diagnosen, Ärzterat, Schuldbildung sowie Unterschätzung. Aber was ich hier so besonders zu lieben und schätzen gelernt habe, sind die atemberaubenden Momente der Bilder, die beim Lesen entstehen. Ein Potpouri aus sandigen Tönen, Anekdoten, herzlichen Umarmungen, ganz viel Liebe und Hoffnung, Ehrgefühl und Muttersein. Glaube, Poesie, Geschichte und Lebensfreude. Freud und Leid, die so nah beieinander liegen. Sue Klebold gibt klare und schonungslose Einblicke in ihre Emotionen, Gedanken und in ihre Seele und die der unmittelbaren und mittelbaren Opfer. Hochs und Tiefs. Die Autorin schreibt sehr klar und verständlich, sie hat eine gewählte Sprache und einen intelligenten Ton, den sie gern in Poesie verpackt und in Sinnbildern und Wortkreationen widerspiegelt, sie erhält sich im Buch ihre eigenen Würde und man erkennt die Mauer, die sie sich gegen äußere Einflüsse errichtet hat. Zu all meiner Begeisterung habe ich aber dennoch wichtige Punkte, die mich beim Lesen etwas gestört haben. Manche Erlebnisse werden wiederholt dargestellt, zwar in anderen Jahren und an anderen Orten, aber dennoch sehr wiederkehrend. Es fallen Fachbegriffe, die erst sehr spät oder manchmal auch gar nicht weiter erklärt werden und einen unterbrechenden Blick ins Glossar erforderlich machen. Aber da zeige ich Verständnis, da es nicht leicht ist hier eine gelungene Gratwanderung zu schaffen. Die Autorin Sue Klebold spricht sehr viel von den unermüdlichen Bemühungen ihrer ganzen Familie. Sie selbst bleibt da manchmal leider etwas blass. In meinem Sinne kann sich die Autorin und Mutter gern etwas mehr ins starke Licht rücken. Nicht jede Frau und Mutter wäre dazu bereit, dieses Buch zu schreiben und ich zücke meinen imaginären Hut vor dieser starken Mutter und Frau. Vielleicht liegt es an dem Respekt, den sie den Opfern geben will und möchte sich mit ihrer Tätigkeit und dieser Biografie nicht brüsten oder feiern lassen. Was ich wiederum auch sehr gut verstehen kann. Dann auch noch die behördlichen Formulare und Zettelkrieg, die medizinische Situation, die Familienentwicklung (die eigene und die der anderen Opfer), Geburten, Tod, Politik, Religion, Kultur und Sitte, Mentalität und Lebensgeist…. Das Buch bezieht sich für meinen persönlichen Geschmack zu sehr auf Gott und Gebete. Das hat mich etwas abgeschreckt. Vielleicht ist die Familie Klebold sehr gläubig, oder (wieder) gläubig geworden, aber das erfährt man nicht explizit erwähnt, liest es nur aus beiläufigen Bezügen zu Gott und ihren Gebeten und missionarischen Ratschlägen. So, genug genörgelt, jetzt möchte ich nochmals auf die Vorzüge und Wichtigkeit eines solchen Buches, speziell diesen Buches zurückkommen. „Liebe ist nicht genug“ berührt nicht nur durch die Wahl des Titels und des Covers, es berührt und bewegt auf ganz sanfter aber mitfühlender Weise ohne Mitleid oder Bedauern zu erzeugen. Im Gegenteil, es blickt hoffnungsvoll und lebendig in die Zukunft und in die Erfüllung sehnlichster Wünsche und Ambitionen, auch wenn man sich als Mutter eines solchen Mörders kaum diesen Dingen und Hoffnungen hingeben mag. Hilfe muss gewährt werden, aber auch das Risiko und die Entbehrungen werden offen aufgezeigt. Jedoch muss ich ganz klar sagen, dass dieses sachliche Buch so voller Lebenseindrücke ist, die sich 1:1 auf den Leser übertragen und ihn vor Ort alles miterleben lassen. Von der blutigen Tat bishin zur Verarbeitung der Fetzen, die geblieben sind. Von den schönen bis zu den schlechten und tragischen Dingen. Dieses Buch weckt auf und geht ganz ganz nah. Ich trauere und leide mit der Autorin und Mutter für all ihre gesammelten und tragischen Erfahrungen. Ich bewundere ihren Weg zurück ins Leben und zurück in die Gesellschaft. Ja, trotz der Schicksale hat sie so viel von Wert erlebt und mitgenommen, dass ich meinen Respekt zolle und ihr ihre Eindrücke von ganzem Herzen gönne. Ein Apell und eine Aufforderung, ein Wachrütteln! Etwas, das ich zu gut nachempfinden und verstehen kann, ist die Willkür, die Anschuldigungen, die Hasstiraden, der Blick auf die Familie des Täters und dadurch die Problematik zur Hilfe, die man den Ärzten, Experten, Behörden und Gesetzen, sowohl als Betroffener als auch als Familienangehöriger, ausgeliefert ist. Das Buch hat mich sehr gut informiert und mir sehr viele Blickrichtungen geboten. Ich habe sehr viel Wissen und Tiefe erlangt. Für mich war es absolut wert mich mit dem Thema zu befassen und die Geschichten und Hintergründe zu erfahren und den ein oder anderen Link aus der Fußzeile zu öffnen und weiterzulesen. Frau Klebold hat ein gut organisiertes und strukturiertes Buch geschrieben, was sich auch im Aufbau wiederspiegelt. Die Erzählungen beginnen mit schlagfertigen Kapitelüberschriften, die Bezug zum jeweiligen Inhalt nehmen. Sue Klebold macht durch ihren Erfahrungsbericht Hintergründe und weitere Erklärungen sowie Fakten und Schlagzeilen zum Thema. Fußzeilen weisen Quellen und Erklärungen auf. Begleitet von Tod, psychischen Störungen, Hass, Mobbing, Ausweglosigkeit, Gewalt, Hoffnung und Mut. Auch wenn die junge Familie viel erlebt hat, auch Leid am eigenen Leibe erfahren hat, sich Anschuldigungen über Jahre und noch heute hinwegsetzen muss, so besinnt sich Frau Klebold, die Mutter von Dylan, darauf kein allzu emotionales und bewegendes Stilmittel zu nutzen. Sie schreibt eher einen Tatsachenbericht mit emotionalen Phasen und vielen vielen intensiven Bildern und Charakterisierungen. Hier sieht man, dass schon viel Vorarbeit geleistet worden ist und der Blick klar und ehrlich auf die Dinge zielt. Wunderbar gelöst finde ich es auch, dass Sue Klebold keine Partei oder rechtfertigung ergreift, dass sie den Lesern keine Meinung oder keinen Standpunkt auferlegt. Sie informiert und berichtet einfach von ihrem Leben und ihrer jetzigen Arbeit in der Organisation. Das ist ihr Anliegen. Dass, was der Leser für sich daraus macht und wenn, welche Schlüsse er zieht, dass bleibt ihm frei und selbst überlassen. Das lobe ich an ihrer Art der Berichterstattung und Aufklärung, sie ist mir als Autorin und Mensch im Buch sehr sympathisch geworden. Sie lädt uns dazu ein uns zu befassen und zu informieren. Das ist ihr gelungen und das möchte ich lobend hervorheben. Dieses Buch baut Brücken, klärt auf, informiert und bringt uns eine traurige Tragödie näher und zeigt die Wichtigkeit der Aufklärung und der frühen Hilfe und Wachsamkeit. Mutter Sue Klebold, in gewisser Weise selbst ein Opfer dieser Tat, legt mit ihrer Biografie, mit ihrem Plädoyer, eine umfassende, fundierte Ausarbeitung und Lektüre vor. Ein Tatsachenbericht mit viel Wert, unvergesslichen Emotionen aller Art, aber sehr viel Wissen, Hintergrund und Hoffnung. Zitate und Textstellen aus dem Buch, die mich besonders berührt haben:• „Zugleich setzten Tom und ich all unsere Hoffnungen auf die Autopsie, wir beteten, dass ein Drogentest positiv ausfallen möge. Drogenmissbrauch hätte uns wenigstens eine Erklärung dafür geliefert, wie Dylan in dieses grauenvolle Ereignis verwickelt sein konnte. Es war, als ob der Tod uns umzingelte und uns zu ersticken drohte. „ (Seite 73)• „Ich wünschte mir nichts sehnlicher, als meinen Sohn in den Arm zu nehmen – und außerdem noch eine Chance, ihn von seiner letzten, schrecklichen Handlung abzuhalten.“ (Seite 79)• „Tom war am Boden zerstört, weil Dylan sich nicht verabschiedet hatte. Es war eine Sache, dass er diese abscheuliche Tat begangen hatte, eine andere, dass er dafür nicht die geringste Erklärung hinterlassen hatte. Jede noch so dürftige kleine Notiz wäre besser als nichts gewesen.“ (Seite 85)• „Meiner Ansicht nach betrat Eric die Schule, um Menschen zu töten, und es war ihm egal, dass er dabei sterben könnte. Dylan hingegen wollte sterben und es war ihm egal, dass andere dabei ebenfalls umkamen.“ (Seite 257)• „Wir wollten Näheres wissen, doch sie (die Lehrerin) sagte nur, die Thematik sei sehr düster und die Ausdrucksweise teilweise anstößig gewesen. Um die Unangemessenheit von Dylans Text zu illustrieren, verwies sie auf Eric, der aus der Perspektive einer Gewährkugel geschrieben habe. „ (Seite 329/330)• „Mit den Jahren war die Distanz zwischen Tom und mir so groß geworden, dass wir keine Möglichkeit sahen, wieder zueinanderzufinden. Nach dreiundvierzig Jahren Ehe beschlossen wir 2014, uns zu trennen, wozu ich mich erst durchringen konnte, als mir klar geworden war, dass die Vorstellung, unsere Beziehung fortzusetzen, mich mehr belastete, als die Möglichkeit sie zu beenden. Wir zogen einen Schlussstrich unter unsere Ehe, um unsere Freundschaft zu retten, und ich weiß, dass wir immer füreinander da sein werden. Dafür bin ich dankbar.“ (Seite 393)Das Cover:Das gewählte Cover lädt zu vielerlei Interpretationen und Assoziationen ein, was ich unschlagbar gelungen finde. Auch beim lesen des Buches erwacht das Cover immer wieder neu und lässt sich auch immer wieder neu betrachten. Auch in den Seiten bietet die Autorin immer wieder Fotomaterial und kleine Vignetten und Piktogramme. Dylan Klebold war ein ganz normales Kind. Familie Klebold war eine ganz normale Familie. Die Columbine High war eine ganz normale Schule. Bis zum 20. April 1999. Der Tag, der alles veränderte und Geschichte schrieb. Ein so privates Cover, wie es uns hier gezeigt wird, lässt den Leser natürlich eher zu so einem Buch greifen. Das ist okay, denn das Buch soll und sollte gelesen und erfahren werden. Zur Autorin, Initiatorin und Mutter:"Sue Klebold (Jahrgang 1949) lebt heute in Colorado. Zum Zeitpunkt des Amoklaufs arbeitete sie an einem Berufskolleg in einem Programm zur Unterstützung von Erwachsenen mit Behinderung. Heute engagiert sie sich in mehreren Organisationen für Suizidprävention. Zum Amoklauf ihres Sohnes Dylan hat sie sich bisher nur in kurzen Statements öffentlich geäußert. Sue Klebold spendet ihr Honorar an Hirnforschung, Organisationen für Suizidprävention und zur Unterstützung von Menschen mit psychischen Krankheiten."Fazit:Schade, dass solche Bücher erst nach so einem überflüssigen und tragischen Attentat geschrieben werden können. Ich bin sehr bewegt, habe Tränen fließen vergossen und mit der Familie neue Hoffnungen geschöpft. Für mich bekommt diese traurige Biografie 5 respektvolle Sterne! Danke, liebe Sue Klebold, dass Sie dieses Buch aufgearbeitet haben. Gerne hier meine persönlichen Leseeindrücke und meine Lesechronik:https://www.lovelybooks.de/bibliothek/Floh/lesestatus/1318852901/

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