Die Handlung setzt Anfang des 19. Jahrhunderts im Süden der USA ein. Die Sklaverei ist noch lange nicht abgeschafft. Zu ihrem 11. Geburtstag bekommt Sarah ihre eigene Sklavin als persönliche Zofe geschenkt, die etwa gleichaltrige Hetty. Die beiden kommen sich näher, trotz ihrer ganz unterschiedlichen Positionen. Sarah sieht zunehmend die Sklaverei als solche als unmenschlich an und verspricht Hettys Mutter, dass Hetty eines Tages frei sein wird.
So spannt sich ein weiter Bogen über ca. 30 Jahre, der immer aus zwei Sichtweisen erzählt wird: aus Sarahs und aus Hettys. Und das gelingt der Autorin so gut, dass regelrecht Bilder vor meinen Augen entstanden sind. Die Geschichte ist sehr emotional und berührend, und sie macht teilweise auch wütend.
Die beiden Hauptfiguren hätten richtige Freundinnen werden können, wenn nicht ihr komplettes Umfeld dagegen gestanden hätte. Und trotzdem halten sie die Verbindung, nachdem Sarah einem Ruf in den Norden gefolgt ist. Im Handlungsverlauf lernt man einiges über die Gepflogenheiten dieser Epoche und bekommt die ersten Bestrebungen nach gleichen Rechten für Frauen mit.
Es handelt sich um eine vollständige Lesung mit ca. 13,5 Stunden Laufzeit. Inka Friedrich und Bibiana Beglau wechseln sich ab. Es kommt dem Stoff zugute, dass den beiden Hauptpersonen auch jeweils passende Stimmen zugeordnet wurden.
Fazit: Nochmals eine ganz neue Herangehensweise an einen altbekannten Stoff.























