Die Meerfrau

von Sue Monk Kidd 
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Die Meerfrau
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Eine von vielen Geschichten nach dem ewig gleichen Muster: Krise, Abenteuer, Läuterung.

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Inhaltsangabe zu "Die Meerfrau"

Eine idyllische Insel vor South Carolina: Nach langen Jahren kehrt die 40-jährige Jessie Sullivan in ihre alte Heimat zurück, weil ihre Mutter sie braucht. Schon bald gerät ihr geordnetes Leben aus der Bahn: Die verheiratete Frau verliebt sich in einen Mönch, der kurz davor steht, sein ewiges Gelübde abzulegen. Jessie will ihre Ehe nicht aufs Spiel setzen. Doch die Sehnsucht nach einem Seelenverwandten, nach Sinnlichkeit und Spiritualität, droht über die Vernunft zu siegen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442741076
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:504 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:19.04.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.12.2007 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    annewiegners avatar
    annewiegnervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine von vielen Geschichten nach dem ewig gleichen Muster: Krise, Abenteuer, Läuterung.
    Eine Frau auf der Suche nach sich selbst

    Jessie Sillivan, eine Frau Anfang vierzig, spürt nach dem Auszug ihrer Tochter Dee eine undefinierbare Leere in sich und so kommt ihr der „Unfall“ ihrer Mutter gerade recht, um aus ihrem liebgewonnenen, aber erstarrtem Alltag auszubrechen. Sie kehrt nach Egret Island, der Insel ihrer Kindheit zurück und damit in ihre eigene Vergangenheit, auf der ein dunkler Schatten liegt: der frühe Tod ihres über alles geliebten Vaters, an dem sie sich schuldig fühlt.

    Auch wenn jede Frau eines bestimmten Alters diese Midlifecrisis nachvollziehen kann, scheint sie mir unterdessen - hundertfach variiert, aber dennoch immer nach dem gleichen Muster – die Ausgangssituation zu vieler Frauenromane geworden zu sein, als dass sie noch Überraschungen bieten könnte. Und so weiß man bereits bei der ersten Begegnung zwischen Jessie und Thomas, dass sie sich ineinander verlieben werden, dass Jessie zu ihrer eigenen Sinnlichkeit und künstlerischen Kreativität zurückfinden wird, dass es einige Turbulenzen geben und die Heldin am Ende (Vorsicht Spoiler!) geläutert und von den alten Schuldvorwürfen befreit, in die Arme ihres verständnisvollen Ehemannes zurückkehren wird.

    Während ich mich am Anfang noch in Jessie hineinversetzen konnte, wurde sie mir zunehmend fremd und sogar unsympathisch in ihrem Egoismus, ihrem ständigen Selbstmitleid und ihrer Selbstverliebtheit in die eigenen Bilder. Sie verliert den Blick für die Realität und driftet teilweise in Klischees und Schwülstigkeit ab: Zum Beispiel: Sie ist Thomas erst zweimal kurz begegnet und sie haben nur ein paar Worte und Blicke getauscht, als sie bereits feststellt, „dass es die große Liebe war und dass ich mir, wenn ich mir diese Liebe versagte, auch mein Leben versagen würde.“ (S.163) „Ich hatte das Gefühl, man hätte mir eine Reihe tiefer Schnitte mitten ins Herz gesetzt:“ (S.164)  - Jessie ist 42 und nicht 16!

    Einzig spannend bleiben die Vorgänge um die Mutter, die ebenfalls schwer an der Vergangenheit trägt und ein Geheimnis bewahrt. Allerdings erschien mir dessen Auflösung am Ende dann doch recht konstruiert. Und ich glaube, ich habe noch keinen Roman gelesen, in dem mir eine solch uneinheitliche Sprache entgegentrat:

    Zum einen gibt es sehr poetische Stellen, wundervolle Vergleiche, die mich innehalten und darüber nachdenken ließen. Zum anderen stand ich vor völlig überzogenen Metaphern, die ich nicht entschlüsseln konnte: „Am Anfang unserer Beziehung war ich geradezu hungrig nach ihm gewesen, ein heißes, unstillbares Verlangen, das sich erst gelegt hatte, als Dee geboren wurde. Erst da war es allmählich abgeflaut und gezähmt worden. Wie bei Tieren, die man aus der Wildnis holt und in künstliche Habitate steckt, die ihnen ihre ursprüngliche Umgebung vorgaukeln und in denen sie genügsam und passiv werden, weil sie genau wissen, wann und woher ihre nächste blutleere Nahrung kommt.“ (S.38)

    Sehr gestört haben mich auch die sich mehrfach hintereinander wiederholenden Personalpronomen am Satzanfang: „Ich gab … Ich hörte … Ich bezweifelte … Ich hasste ...“ (in einem Absatz von 7 Zeilen – S.103) und Jessies Abgleiten ins Vulgäre, was überhaupt nicht in ihr Figurenbild als angepasste Hausfrau und konfliktscheue Ehefrau passt, z.B. „Ich hatte nicht genug Mumm in den Eiern ...“ (S. 118). Zudem benutzt sie jede Menge Fremdwörter, die man als normaler Leser erst einmal nachschlagen müsste: „das Reich der Apokryphen“, „Jurisdiktion“ u.a.

    Insgesamt blieb in mir ein Gefühl der Enttäuschung zurück, als ich den Buchdeckel nach der letzten Seite zugeschlagen habe.

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    yvonne_piochs avatar
    yvonne_piochvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Meerfrau" von Sue Monk Kidd

    Mein erster Roman von Sue Monk Kidd war DIE Entdeckung meines Urlaubs. "Die Meerfrau" ist keine leichte Sommerlektüre, sondern ein stark psychologischer Roman über eine Frau, die in ihrem Leben gestrandet ist und nur durch die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit wieder zu sich selbst finden kann.

    Die 42-jährige Jessie ist Ehefrau, Mutter und eine Künstlerin, die nicht mehr malt. Kurz: Sie hat sich in einem Leben eingerichtet, das mit ihrer Persönlichkeit nicht mehr viel zu tun hat, sondern sie auf traditionelle Rollenbilder reduziert. Sie wünscht sich auszubrechen aus diesem Alltag, doch was heißt das eigentlich? Ist ihre Ehe das Problem, obwohl ihr Mann, der Psychiater Hugh, doch alles für sie tut?

    Zum Nachdenken kommt sie erst, als sie ein Notruf von der Insel erreicht, auf der sie aufgewachsen ist. Ihre Mutter hat sich - oh Schreck - einen Finger abgeschnitten. Jessie fährt sofort auf die Insel, um ihre anscheinend senil werdende Mutter zu besuchen und deren Freundinnen beizustehen.

    Dass sie sich dabei in einen Mönch verliebt, der kurz davor steht, seine ewige Profess abzulegen, ist eigentlich Nebensache, obwohl es als das Hauptthema des Romans gilt. Denn im Grunde ist Bruder Thomas nur eine Station auf dem Weg zu Jessies neuem Ich. Viel wichtiger ist, dass Jessie endlich dem Geheimnis auf die Spur kommt, wie ihr Vater vor vielen Jahren tatsächlich gestorben ist und warum ihre Mutter sich selbst verstümmelt.

    Es ist erfreulich, dass die Midlife Crisis in Sue Monk Kidds Roman nicht mit dem Leitsatz "neuer Mann, neues Glück" abgeschlossen werden kann, sondern es wirklich darum geht, dass die Protagonistin selbst die Fallstricke in ihrem Leben und ihrer Persönlichkeit erkennt und sich diesen stellt. Daher kann ich es unbedingt weiter empfehlen.

    Nur der Titel wirkt etwas unstimmig, wenn man das Buch gelesen. Eigentlich geht es nicht um eine Meerfrau, sondern um (die Legende) eine(r) Meerjungfrau. Aber das hätte wohl zu sehr nach Kitsch geklungen - und Kitsch ist dieser Roman ganz sicher nicht.

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    Lichtscheues avatar
    Lichtscheuevor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Meerfrau" von Sue Monk Kidd

    Diese Geschichte ließe sich vielleicht am ehesten Frauen empfehlen, die gerade eine Ehe- bzw. Beziehungskrise durchleben oder zumindest durchlebt haben. Hier mag sich manche Frau wiedererkennen und es gibt gewisse Identifikationsmöglichkeiten. Da ich wohl auch zu diesem illustren Kreis gezählt werden kann, gab es durchaus Szenen und ausgewählte Momente, die es für mich Wert sind, dieses Buch zu lesen.
    Einschränkend muss ich sagen, dass eher junge Frauen wohl doch mit den teilweise etwas anitquierten Ansichten nichts werden anfangen können.
    Auch ich hatte spezielle Probleme, weil ich nicht im biblischen Sinne an Gott glaube. Da in dieser Geschichte auch ein Kloster im Mittelpunkt des Geschehens steht, hatte ich eben so gelegentlich Verdauungsprobleme mit dem Stoff.
    Vor Jahren (während meiner eigenen Krise) kam dieses Buch bei mir deutlich besser an, inzwischen war ich doch etwas irritiert, was ich seinerzeit so gut daran fand.

    Neben der Beziehungsproblematik wird die Kindheit der Hauptfigur und die Beziehung zur Mutter beleuchtet. Die Aufklärung familiärer Geheimnisse hätte für meinen Geschmack etwas spannender erzählt werden können, auch der Moment der Auflösung kam bei mir so an, als hätte die Autorin keinen anderen Weg zur Enträtselung gefunden. Schade eigentlich.

    Am Ende gibt es drei Punkte für schön geschriebenen Augenblicke, die durchaus Emotionen wachrufen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Meerfrau" von Sue Monk Kidd

    In dieses Buch taucht man ab und auf der letzten Seite will man noch nicht wirklich zurück an die Oberfläche. Man hängt den Dingen noch nach und lässt sich erst ganz langsam wieder zurück ins Hier befördern.
    Jessie ist auf der Suche nach ihrem Ich, jedoch bemerkt sie ihre eigene spirituelle Suche erst, als sie sich verliebt, bis dahin hat sie ihr Leben ( Ehe, Hausfrau, Mutter) gar nicht in Frage gestellt.
    Ich finde es sehr schwer mehr über dieses Buch zu erzählen, ich glaube jeder der es liest zieht seine eigene Botschaft aus den Zeilen, von daher: aufschlagen, abtauchen, geniessen..!

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    claudiaausgrones avatar
    claudiaausgronevor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Meerfrau" von Sue Monk Kidd

    Jessie Sullivan, Künstlerin, verheiratet und Mutter erwachsener Kinder, kehrt mit gemischten Gefühlen in ihre Heimat zurück - seit dem Tod des Vaters ein Ort der Trauer und der Schuld für sie - um eine Weile bei der Mutter zu bleiben und sich auch für sich selbst ein wenig Zeit zu gönnen.In dieser Situation begegnet ihr ein Mann, der ihr Leben von Grund auf durcheinander bringt.Sue Monk Kidd hat viel hineingepackt in dieses Buch, fast zu viel: Vergangenheitsbewältigung für Mutter und Tochter und Thomas, den Mönch; Glaubensfragen; Identitätssuche bei Jessie und Ehekrisenbewältigung.Es ist sehr emotional geschrieben, sehr amerikanisch, trotzdem konnte ich es nicht aus der Hand legen, ein richtiger Reißer, Gott sei Dank am Kitsch vorbeigeschliddert. Aber manchmal braucht frau auch einfach was fürs Herz.

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    carusos avatar
    caruso
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    Literaturlandvor 2 Jahren
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    Janine_Kavor 5 Jahren
    Krings avatar
    Kringvor 6 Jahren
    Michaela_Abreschs avatar
    Michaela_Abreschvor 6 Jahren

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