Der Totenversteher

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Zum Brüllen komisch!

Vampir989s avatar

unterhaltsamer und lustiger Krimi

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Inhaltsangabe zu "Der Totenversteher"

Alles könnte so einfach sein! Eine üppige Erbschaft hat Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen aus seinen finanziellen Nöten befreit. Doch mit dem guten Leben ist es bald vorbei. Hasi, wie der Graf von allen genannt wird, erweist sich nicht nur als leichtes Opfer für einen Investmentbetrüger, sondern gerät auch noch einem skrupellosen Auftragskiller in die Quere.
Auf Trab gehalten durch seine verstorbene Tante, die ihm Nachrichten aus dem Jenseits schickt, von einer Nachbarin als Medium für Séancen eingespannt und in ständiger Bedrängnis durch einen gerissenen Kunsthändler, bemerkt Hasi zu spät, dass er in Lebensgefahr schwebt…

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783898095501
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:bebra verlag
Erscheinungsdatum:13.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Gisevor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Zum Brüllen komisch!
    Hasi im Glück

    Hasi, eigentlich Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen, ist durch eine üppige Erbschaft von seinen Geldsorgen befreit. Doch nicht lange, denn bald stellt sich heraus, dass seine geerbte Villa einem Investmentbetrüger zum Opfer gefallen ist. Kurzerhand kann er in der Dachgeschosswohnung einer Nachbarin unterkommen. Doch wie das Schicksal es so will, kommt er einem skrupellosen Auftragskiller in die Quere. Und immer wieder taucht die tote Tante bei ihm auf, sie hat eine Botschaft für ihn, aber die muss er erstmal enträtseln. Wenn er nur wüsste, wie wichtig die für ihn wäre…!

    Mit der Figur des Hasi hat das Autorenduo Sue und Wilfried Schwerin von Krosigk einen echten „Hans im Glück“ ins Leben gerufen: Was auch immer geschieht, Hasi verliert nicht seine gute Laune und sieht in allem das Positive. Dieses Verhalten treiben die Autoren so auf die Spitze, dass manche Szene ein einziger Lacher ist, von Anfang bis Ende. Überhaupt schreiben die beiden die Geschichte mit einem Augenzwinkern. Die Figuren sind so skurril entworfen wie es nur geht, auch hier sind die Charakterisierungen überspitzt, so dass schnell klar wird, hier geht’s nicht bitter ernst zu. Das völlig Unerwartete an diesem Buch ist einfach köstlich, nichts scheint hier unmöglich, jederzeit kann eine neue Wende eine ganz andere Richtung in der Geschichte vorgeben. Und so ganz nebenbei gibt’s noch einen Schuss Gesellschaftskritik, lustig verpackt und zum Äußersten getrieben.

    Wer an einem völlig überdrehten, skurrilen Krimi interessiert ist, der seine Handlung überhaupt nicht ernst nimmt, dafür aber mit viel schwarzem Humor aufwartet und bei dem es ganz und gar nicht wichtig ist, den Täter zu erwischen, der ist hier genau richtig. Bitte unbedingt die Lacher, gar Brüller einkalkulieren, die manche Szenen hervorrufen werden! Ein Buch für alle Gelegenheiten, unbedingt empfehlenswert!

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 3 Tagen
    Kurzmeinung: unterhaltsamer und lustiger Krimi
    unterhaltsamer Krimi

    Klapptext:


    Alles könnte so einfach sein! Eine üppige Erbschaft hat Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen aus seinen finanziellen Nöten befreit. Doch mit dem guten Leben ist es bald vorbei. Hasi, wie der Graf von allen genannt wird, erweist sich nicht nur als leichtes Opfer für einen Investmentbetrüger, sondern gerät auch noch einem skrupellosen Auftragskiller in die Quere.
    Auf Trab gehalten durch seine verstorbene Tante, die ihm Nachrichten aus dem Jenseits schickt, von einer Nachbarin als Medium für Séancen eingespannt und in ständiger Bedrängnis durch einen gerissenen Kunsthändler, bemerkt Hasi zu spät, dass er in Lebensgefahr schwebt…

    Dies ist nun schon der 3.Teil einer sehr unterhaltsamen Krimireihe mit Hasi.Das Buch kann aber auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger gelesen werden.
    Ich kannte die Vorgänger schon.Deshalb waren meine Erwartungen natürlich groß.Und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.
    Wieder einmal hat mich das Autorenduo in den Bann gezogen.
    Der Schreibstil ist leicht,locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.
    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab so viele orginelle und spezielle Charaktere,welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonsers sympatisch fand ich wieder Hasi.Ich habe ihn gleich in mein  Herz geschlossen.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Es hat einfach Spaß gemacht Hasi bei seinen Ermittlungen zu begleiten.Dabei habe ich spannende und interessante Momente erlebt.Aber die Autoren haben es auch verstanden mich auf ihre eigene Art und Weise zum Lachen und Schmunzeln zu bringen.Trotzdem blieb die Spannung in der Geschichte erhalten.Natürlich fehlten die gesellschaftskritischen Themen auch nicht.Da ging es um überhöhte Mietpreise und Investmentbetrüger.Geschickt baute das Autorenduo dies in die Handlung ein.Fasziniert haben mich auch die sehr ansprechenden und bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.So hatte ich das Gefühl selbst an den Orten zu sein und alles mit zu erleben.Zu keiner Zeit wurde mir langweilig und viel zu schnell hatte ich das Buch beendet.

    Das Cover finde ich sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte und rundet das geniale Werk ab.
    Wieder einmal hatte ich viele unterhaltsame und lesenswerte Momente mit dieser Lektüre.Für Leseliebhaber von Kriminalromanen mit etwas Humor ist diese Lektüre sehr empfehlenswert.Ich vergebe glatte 5 Sterne und freue mich schon auf einen weiteren Fall mit Hasi.

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    booklovings avatar
    booklovingvor 4 Tagen
    Tolle Fortsetzung der humorvollen Krimireihe

    INHALT
    Alles könnte so einfach sein! Eine üppige Erbschaft hat Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen aus seinen finanziellen Nöten befreit. Doch mit dem guten Leben ist es bald vorbei. Hasi, wie der Graf von allen genannt wird, erweist sich nicht nur als leichtes Opfer für einen Investmentbetrüger, sondern gerät auch noch einem skrupellosen Auftragskiller in die Quere.
    Auf Trab gehalten durch seine verstorbene Tante, die ihm Nachrichten aus dem Jenseits schickt, von einer Nachbarin als Medium für Séancen eingespannt und in ständiger Bedrängnis durch einen gerissenen Kunsthändler, bemerkt Hasi zu spät, dass er in Lebensgefahr schwebt…
    (Quelle Klappentext bebraverlag)


    MEINE MEINUNG
    Mit »Der Totenversteher« hat das Autorenduo Sue und Wilfried Schwerin von Krosigk nach den beiden Vorgängerbänden »Der Minutenschläfer« und »Die Pergamon-Morde« nun den dritten Band ihrer humorvollen Kriminalroman-Reihe herausgebracht, in dem wir uns über ein Wiedersehen mit dem unnachahmlichen Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen - kurz Hasi –freuen können. Für einen Einstieg in die Reihe ist es jedoch nicht notwendig, den die beiden Vorgängerbände gelesen zu haben. Dieser Berlinkrimi ist erneut ein außergewöhnliches Lesevergnügen, das mich mit seinem schwarzen Humor, dem netten Berliner Lokalkolorit, vielen herrlich skurrilen Figuren bestens unterhalten konnte und mit seiner Extraportion subtiler Gesellschaftskritik bisweilen auch sehr nachdenklich stimmte.
    Sowohl die sehr gelungene Hauptfigur Hasi als auch die übrigen Charaktere sind sehr facettenreich angelegt und werden hervorragend vom Autorenduo eingeführt, so dass man sehr rasch in die aus verschiedenen Perspektiven erzählte Handlung hineinfindet. Allein die sehr originelle, lebendige Mischung an liebenswerten, urigen und teilweise auch sehr speziellen Figuren macht das Buch lesenswert, wobei viele ihrer Charaktereigenschaften schon recht skurril und teilweise stark überzeichnet sind. Mein besonderes Highlight ist natürlich der überaus sympathische Hasi, der mit seinen guten Manieren und seiner beinahe kindlichen Unbedarftheit in so manche Notlage und sogar in Lebensgefahr gerät.
    FAZIT
    Ein sehr humorvoller Berlin-Krimi der etwas anderen Art - mit viel Lokalkolorit, subtiler Gesellschaftskritik und einem hohen Unterhaltungswert. Mich hat das Buch wirklich bestens unterhalten können.

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    M
    MK262vor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Buch mit viel Ironie das den Leser mit in seine eigene Welt nimmt.
    Krimi mit Witz

    Ein spanneder Krimi bei dem auf eine große Portion Ironie und schwarzen Humor nicht verzichtet wird und genau das macht Ihn so besonders. Der Schreibstill ist flüssig und leicht zu verstehen genau das Richtige für ein gemütliches Wochenende auf dem Sofa oder so wie es bei beim mir war in der Sonne auf dem Balkon. Man darf hier alles nicht zu verbissen sehen und um das eine oder andere Kopfschütteln oder schmusen kommt wahrscheinlich kein Leser herum. 

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    reni1950s avatar
    reni1950vor 10 Tagen
    Sehr gute Unterhaltung

    Hasi macht eine richtig große Erbschaft, doch nur kurze Zeit später ist alles davon weg. Er hat eine Menge Probleme, die auf ihn zurollen, aber er hat auch Freunde, die ihm zur Seite stehen, wie eine tote Tante. Wie der kurze Inhalt schon beschreibt, geht es in dem Buch drunter und drüber. Ich habe mich wunderbar unterhalten und richtig viel gelacht. Die Figuren sind sehr sympathisch und auch detailverliebt gestaltet worden. Besonders Hasi wächst einem schon nach kurzer Zeit ans Herz. Das Cover fand ich auch schön. Der Schreibstil hat mich sehr gut gefallen. Ein wunderbares Buch für vergnügliche Stunden und ich könnte mir gut weitere Abenteuer mit Hasi vorstellen.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Wieder ein Krimi mit Humor, der ungeahnte Geheimnisse zu Tage fördert.
    Lauf, Hasi, lauf ...

    In diesem nun dritten Krimi rund um Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen, der von allen nur Hasi genannt wird, scheint er anfänglich doch einmal auf die Butterseite des Lebens gefallen zu sein. Tante Pudel hat ihm Haus und Vermögen hinterlassen. 

    Doch bekanntlich kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt. Nur, dass der Störenfried nicht der Nachbar, sondern ein windiger Vermögensberater ist, der nicht nur Hasis sondern das Vermögen der halben Berliner High Society veruntreut hat. So ist Hasi so arm wie ehedem und muss sich noch mit einen niederträchtigen Galerie-Besitzer herumschlagen, der ihm die geerbten Gemälde für einen Pappenstiel abschwatzen will. Doch dann erhält er Hilfe von unerwarteter Seite und steht gleich einmal zwischen zwei Frauen. Und Tante Pudel gibt aus dem Jenseits gute Ratschläge, die Hasi leider nur ansatzweise versteht. 

    Als wäre das nicht schon genug für unseren narkoleptisch veranlagten Grafen, ist auch noch ein etwas planloser Auftragskiller hinter ihm her. Zwar ist Hasi nicht sein ursprüngliches Ziel, doch kreuzt er blöderweise mehrmals die Wege des etwas in die Jahre gekommenen Mörders. Der hinterlässt eine signifikante Spur des Todes, die letztlich KHK Torsten Nagel auf einen uralten Bekannten aufmerksam werden lässt. 

    Meine Meinung: 

    Wie es sich für ein Buch aus den Federn der beiden Autoren gehört, sind einige Marotten gehörig überzeichnet. Bei der Szene auf dem Kasernenhof, wo Hasi einen Schnellkursus für militärisches Auftreten erhalten sollte, habe ich Tränen gelacht. Auch Hasis grenzenlose Naivität gehört dazu. Immerhin scheint er mit Benny nun doch einen kleinen Anker in seinem Leben gefunden zu haben. Schauen wir einmal, was aus den beiden wird. 

    Wieder schwingen gesellschaftskritische Elemente mit. Es geht um betrügerische Investments, die Alt-68-er und/oder um die Mitglieder der Berliner Hausbesetzerszene.

    Besonders Torsten denkt an seine Zukunft, als ihn seine eigene unrühmliche Vergangenheit unter anderem in Form von Conny, seiner neuen Staatsanwältin, einholt. Er reflektiert sein bisheriges Leben und ich bin schon auf seine weitere Entwicklung gespannt. 

    Wie immer ist der Schreibstil flüssig und ohne Schnörkel. Schwarzer Humor darf hier genauso wenig fehlen wie Hasis perfekte Manieren, wie sie nur in alten Adelshäusern anzutreffen sind. 

    Fazit: 

    Ich habe mich hier wieder bestens unterhalten und hoffe auf ein Wiederlesen. Gerne gebe ich 5 Sterne.

     


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    kingofmusics avatar
    kingofmusicvor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Erstklassig!
    Aller guten Dinge sind (hoffentlich mehr als) drei

    In schöner Regelmäßigkeit bedient das Autorenduo Sue und Wilfried Schwerin von Krosigk ihre „Fangemeinde“ mit Kriminalromanen rund um Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen (kurz Hasi). Und ebenso urkomisch (so viel sei als Fazit an dieser Stelle schon verraten) wie seine beiden Vorgänger, ist auch der neueste Fall der Serie, „Der Totenversteher“.


    Die wieder in Berlin angesiedelte Story geizt nicht mit Kritik am System der Investmentbetrüger und skrupellosen Immobilienhaien, die das Leben in Großstädten durch horrende Mietpreise immer unbezahlbarer machen, stellt den Leserinnen und Lesern Opfer des Systems vor, lässt gestandene Polizisten an ihrer Aufgabe, dem (diesem) Staat zu dienen, zweifeln und stellt so die Frage nach „Auf welcher Seite stehe ich?“ in den Raum.


    Trotz aller Ernsthaftigkeit kommt natürlich auch der schräge Humor der Autoren nicht zu kurz. Im Gegenteil: in „Der Totenversteher“ jagt ein Schmunzelgag der nächsten Lachattacke, die Hauptperson Hasi brilliert mit (kindlicher) Naivität und führt so die „Bösewichter“ und Wichtigtuer richtiggehend vor und erweist sich nebenbei noch als ungemein geschickter Vermittler zwischen getrenntlebenden Partnern. Die Dialoge sind mal britisch-humorig, mal tragikomisch und leicht philosophisch, dann aber auch im passenden Moment zurückhaltend reduziert. Die Esoterik- und Geisterbeschwörer-Szene bekommt auch diesmal wieder kräftig einen auf die (humorige) Mütze, was die Autoren aber nicht davon abhält, die im letzten Band „Die Pergamon-Morde“ gestorbene zweite Kultfigur (Hasi´s Tante Pudel) als Geist wiederauferstehen und kräftig mitmischen zu lassen. Ich habe echt Tränen gelacht.


    Ich kann nur hoffen, dass es mit Hasi weitergeht und empfehle allen, die humorvoll-ernsthafte und trotz aller Toten unblutige Krimis lieben, dieses Buch zu lesen! Großes Kino!

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    ElisabethBulittas avatar
    ElisabethBulittavor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Buch mit wirklich gutem hintergründigem Humor, für einen Krimi aber leider zu wenig Spannung.
    „Nicht das hellste Licht im Lampenladen“ – aber einfach liebenswürdig

    Sue und Wilfried Schwerin von Krosigks Berlinkrimi „Der Totenversteher“ ist 2018 im be.bra Verlag erschienen und umfasst 269 Seiten.

    Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen, von allen nur Hasi genannt, könnte so glücklich sein, hat er doch ein Vermögen geerbt, das ihm ein sorgenloses Leben ermöglicht. Doch Pustekuchen: Statt das Geld sicher zu investieren, fällt er einem Betrüger zum Opfer. Aber es soll noch dicker kommen: Bald darauf gerät er unverschuldet in das Visier eines Auftragsmörders.

    Mit Hilfe seiner verstorbenen Tante, die ihm aus dem Jenseits zur Hilfe eilt, und seiner illustren Freundesschar versucht er, aus dem Schlamassel wieder hinauszukommen und tritt dabei von einem Fettnäpfchen in das nächste …

    Die Geschichte ist solide und in sich stimmig konstruiert. Anfangs werden zwei an sich getrennte Handlungsebenen erzählt, die im Laufe des Geschehens zusammenlaufen und am Ende als Einheit aufgelöst werden.

    Die Zahl der Charaktere ist überschaubar, alle Personen werden detailliert charakterisiert und gewinnen ihren Liebreiz aus ihren je persönlichen Marotten. Wie es sich für „komische“ Literatur gehört, sind sie teils überzeichnet, sodass man beim Lesen immer wieder mit dem Kopf schütteln muss und sich fragt, ob das Gelesene wirklich wahr sein kann, ob es so viel Naivität gibt. Kriminalhauptkommissar Torsten Nagel präsentiert sich dabei am tiefgründigsten, da er sich am besten reflektieren kann und sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt.

    Das Buch enthält sehr viele gesellschaftskritische Aspekte, so zum Beispiel illegale und unsoziale Investmentpraktiken, Alt-68-er und Mitglieder der Hausbesetzerszene, die ihre Ideale verraten haben, das elitäre Gehabe der Kunstszene und die fast schon religiös anmutenden Riten der Esoterik- und Bio-Anhänger. Auf humorige Weise werden diese Gesellschaftsschichten aufs Korn genommen und teils ad absurdum geführt. Geschickt greifen die Autoren dabei auch auf schwarzen und britischen Humor zurück und sorgen damit beim Leser für sehr viele Lacher.

    Dass das Autorenduo seine Wahlheimat Berlin gut kennt und liebt, kann man den zahlreichen Wegbeschreibungen durch die bundesdeutsche Hauptstadt entnehmen. Dass der Handlungsort möglichst naturgetreu dargestellt wird, macht den Reiz von Regionalkrimis aus und sollte so sein.

    Die Sprache der Verfasser ist flüssig, schnörkellos und leicht zu lesen. Wie es sich für einen Regionalkrimi gehört, hat sich auch der ein oder andere Berlinerische Ausdruck eingeschlichen.

    Einziger Wermutstropfen beim Lesen war, dass es mir persönlich doch sehr an Spannung fehlte. Zwar gibt es einen Spannungsbogen, der allerdings durch den Humor überlagert wird, weshalb mir dieses Moment des nicht mehr Aufhörenkönnens oder Nägelkauens vor Spannung fehlte.

    Insgesamt handelt es sich bei diesem Regionalkrimi um ein wirklich intelligent und hintergründig verfasstes Buch, das der Gesellschaft und somit auch dem Leser auf teils groteske Weise den Spiegel vorhält und kriminalistische Elemente enthält. Für Anhänger des schwarzen Humors eine wahre Freude, diejenigen, die mehr Wert auf Spannung legen, werden möglicherweise enttäuscht sein. Mir hat das Buch letztendlich einige lustige, unterhaltsame und nachdenkliche Lesestunden beschert.

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    trancemitters avatar
    trancemittervor 15 Tagen
    Köstlich

    Mir hat das Buch von Anfang an richtig gut gefallen. Das Cover vermittelt auf den ersten Blick war einen anderen Eindruck, aber das Buch ist richtig witzig und unterhaltsam geschrieben mit einem sehr guten Schreibstil. Im Mittelpunkt steht Hasi, der erst richtig fein raus ist durch eine hohe Erbschaft, gleich darauf aber wieder alles verliert. Er hat es nicht leicht. Eine verstorbene Tante steht ihm zur Seiten, die mit Hilfe der Nachbarin als Medium Kontakt zu ihm aufnimmt. Plötzlich schwebt er auch noch in Lebensgefahr. Das Buch war wirklich ein Knaller. Unterhaltsam von der ersten bis zur letzten Seite, aber auch spannend und amüsant. Der Humor war genau mein Geschmack. Die Figuren waren sympathisch und skurril, aber auch authentisch. Man konnte sich mitunter sehr gut mit ihnen identifizieren. Ich habe großen Lese-Spaß und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

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    Wedmavor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Insg. recht gut. Leicht humorig: musste paarmal auflachen, gesellschaftskritisch, mit sympathischem Prota. Aber auch recht viel Esoterik.
    Ein netter, leichter, humoriger Krimi.

    Den humorigen Krimi um die Abenteuer von Hasi, wie der Held dieser Reihe Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen genannt wird, habe ich insg. ganz gern gelesen.

    Klappentext beschreibt den Inhalt recht gut: „Alles könnte so einfach sein! Eine üppige Erbschaft hat Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen aus seinen finanziellen Nöten befreit. Doch mit dem guten Leben ist es bald vorbei. Hasi, wie der Graf von allen genannt wird, erweist sich nicht nur als leichtes Opfer für einen Investmentbetrüger, sondern gerät auch noch einem skrupellosen Auftragskiller in die Quere.
    Auf Trab gehalten durch seine verstorbene Tante, die ihm Nachrichten aus dem Jenseits schickt, von einer Nachbarin als Medium für Séancen eingespannt und in ständiger Bedrängnis durch einen gerissenen Kunsthändler, bemerkt Hasi zu spät, dass er in Lebensgefahr schwebt…“

    Man darf hier gegen die Esoterik und dergleichen nicht viel haben, denn aus dieser Ecke kommen hier paar Gestalten und treiben zwecks der Erleuchtung ihre skurrilen Praktiken. Auch Tante Pudel erscheint Hasi als Geist in regelmäßigen Abständen und versucht ihn auf den rechten Weg zu bringen. Aber wie der Hasi so ist: Ein sympathischer, liebenswürdiger Kerl, etwas simpel gestrickt, wodurch ihm der nötige Durchblick fehlt, nutzen die Bemühungen der Tante aus dem Jenseits wenig und er geht den Schurken auf den Leim. Wie er die Situation dennoch zu retten weiß, ist schon ein Fall für sich.

    Ich musste im Laufe der Geschichte paarmal auflachen, denn das Ganze ist mit Humor und Augenzwinkern dargeboten worden. Paarmal musste ich auch den Kopf ob der fragwürdigen Handlungswendungen schütteln, aber alles in allem war dieser Krimi eine nette, leichte Unterhaltung, die auch einige Botschaften moralischer Natur in sich trägt und diese bildhaft wie spielerisch an die Leser vermittelt.

    Fazit: Ein netter, leichter, humoriger Krimi, der sich flüssig lesen lässt, und den man gut als Feierabendlesen oder zum Überstehen eines verregneten Sonntags nehmen kann. Vier Sterne gibt es von mir.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    SchwerinvonKrosigks avatar

    Serienkiller und Séancen

    Autoren oder Titel-Cover

    Alles könnte so einfach sein! Eine üppige Erbschaft hat Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen aus seinen finanziellen Nöten befreit. Doch mit dem guten Leben ist es bald vorbei. Hasi, wie der Graf von allen genannt wird, erweist sich nicht nur als leichtes Opfer für einen Investmentbetrüger, sondern gerät auch noch einem skrupellosen Auftragskiller in die Quere.
    Auf Trab gehalten durch seine verstorbene Tante, die ihm Nachrichten aus dem Jenseits schickt, von einer Nachbarin als Medium für Séancen eingespannt und in ständiger Bedrängnis durch einen gerissenen Kunsthändler, bemerkt Hasi zu spät, dass er in Lebensgefahr schwebt…

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    Die Autoren

    Autoren oder Titel-CoverDas Autorenpaar Sue & Wilfried Schwerin von Krosigk schreibt seit über zwanzig Jahren gemeinsam Drehbücher für das Fernsehen. Geprägt sind beide von langjährigen Auslandsaufenthalten in New York und London, von wo sie unter anderem ihre Vorliebe für den angelsächsischen Humor mitgebracht haben. Inzwischen leben sie in Berlin, und wenn sie nicht in ihrer Charlottenburger Wohnung vor den Computerbildschirmen sitzen, dann erforschen sie die Stadt, die sie jeden Tag aufs Neue überrascht.

    Im Buchtrailer geben die Autoren einen kurzen, aber tiefsinnigen Einblick in die Gefahren des Schreibens – Vorsicht! Nichts für schwache Gemüter:

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