Sue Townsend

 3,8 Sterne bei 570 Bewertungen

Lebenslauf

Sue Townsend wurde 1946 in Leicester geboren. Mit 15 Jahren brach sie ihre Schulausbildung ab und hielt sich mit verschiedenen Jobs über Wasser. 1978 begann sie, erste Bühnenstücke zu schreiben. Mit den Tagebüchern des Teenagers Adrian Mole wurde sie zu einer der meistgelesenen Autorinnen Englands. In ihren Romanen setzte sie sich immer wieder satirisch-kritisch mit der Monarchie und Klassengesellschaft in England auseinander. 2001 erblindete die Autorin infolge einer Diabetes-Erkrankung, sie blieb aber zeit ihres Lebens beim Schreiben. Sue Townsend starb 2014 an den Folgen eines Schlaganfalls.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sue Townsend

Cover des Buches Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre (ISBN: 9783570300091)

Das Intimleben des Adrian Mole, 13 3/4 Jahre

 (101)
Erschienen am 01.04.2002
Cover des Buches Adrian Mole und die Achse des Bösen (ISBN: 9783453401914)

Adrian Mole und die Achse des Bösen

 (51)
Erschienen am 06.03.2006
Cover des Buches Die Cappuccino-Jahre (ISBN: 9783453810914)

Die Cappuccino-Jahre

 (58)
Erschienen am 04.06.2007
Cover des Buches Die Frau, die ein Jahr im Bett blieb (ISBN: 9783492305983)

Die Frau, die ein Jahr im Bett blieb

 (42)
Erschienen am 19.11.2014
Cover des Buches Die Queen und ich (ISBN: 9783442422555)

Die Queen und ich

 (22)
Erschienen am 01.01.1993
Cover des Buches Downing Street Number 10 (ISBN: 9783453590229)

Downing Street Number 10

 (23)
Erschienen am 04.06.2007
Cover des Buches Queen Camilla (ISBN: 9783453405356)

Queen Camilla

 (19)
Erschienen am 08.02.2008
Cover des Buches Die verschollenen Tagebücher des Adrian Mole (ISBN: 9783453407435)

Die verschollenen Tagebücher des Adrian Mole

 (16)
Erschienen am 02.11.2009

Neue Rezensionen zu Sue Townsend

Cover des Buches The Public Confessions of a Middle-Aged Woman: (Aged 55 2/3) (ISBN: B002RI9CXO)
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Rezension zu "The Public Confessions of a Middle-Aged Woman: (Aged 55 2/3)" von Sue Townsend

Durchaus lustig, aber nicht so wie Adrian Mole
KarinJvor 2 Monaten

Es handelt sich hier um Kolumnen, die Sue Townsend zuvor in Zeitschriften publiziert hatte. Beim erneuten Reinlesen wurde mir rasch klar, wieso ich das Buch beim ersten Lesen nicht gemocht hatte. Es hat einfach nicht die Energie und Stimmung der Adrian Mole-Reihe. Eigentlich sollte man es positiv sehen, wenn jemand unterschiedliche Dinge kann. Und die Texte sind ja auch unterhaltsam, wenn man dafür offen ist, nicht Adrian Mole, sondern Sue Townsend kennenzulernen. Aber tut man das denn tatsächlich? In der Einleitung schreibt sie ausdrücklich, dass es öffentliche Bekenntnisse sind. Im Gegensatz dazu würden die privaten nie zu Papier gebracht werden. Ausserdem ist manches derart skurril, dass es kaum wahr sein kann. Eine einzige Bemerkung zieht oft die ganze Begebenheit in Zweifel, die eben noch authentisch gewirkt hatte. Und eigentlich mag ich das, dass Sue Townsend ihre Darstellung immer wieder bricht durch einen Scherz, einen dummen Spruch oder Ignoranz einer der Figuren. Allerdings in diesem Buch hätte ich Klartext bevorzugt; dass sie dem Leser über sich mitteilt, was ihr angenehm ist. Ich fühle mich hier mehr an der Nase herumgeführt. Andererseits, Kolumnen sollen unterhalten. Und Sue Townsend hat nach meiner Meinung versucht, dies durch kontroverse Aussagen zu erreichen, wo man sich fragt: ist sie wirklich so? Jedenfalls ist die Themenvielfalt gross in den 90+ Kolumnen. The Times meinte, das Buch sei "proof, once more, that Townsend is one of the funniest writers around". Von mir erhält sie hier 3 Sterne.

Cover des Buches Die verschollenen Tagebücher des Adrian Mole (ISBN: 9783453407435)
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Rezension zu "Die verschollenen Tagebücher des Adrian Mole" von Sue Townsend

Adrian, wie man ihn kennt und mag: hypochondrisch, dramatisch, naiv, spöttisch
KarinJvor 2 Monaten

Inhalt:

Nachdem Adrians Haus im letzten Teil (Cappuccino Years) abgebrannt ist (wie gewonnen, so zerronnen), lebt er zunächst mit seinen beiden Söhnen Glenn (13) und William (7) gemeinsam in einem Raum im Haus der Mutter Pauline. Diese ist immer noch mit Ivan Braithwaite verheiratet, so dass Adrian und seine Angebetete, Pandora jetzt Stiefgeschwister sind. Und zwar zu 100%, denn auch Adrians Vater George und Pandoras Mutter Tania sind miteinander verheiratet. Allerdings haben beide Familien keine Lust auf Adrian und die Enkel. Also muss er in eine Sozialwohnung einziehen, gelegen in einem sozialen Brennpunkt. Man schlägt sich so durch in der Nachbarschaft, mit den Kindern, im Job und in der Liebe. Und Adrian schreibt alles nieder, was ihn bewegt, und behält dabei auch Politikgeschehen und Kultur im Auge.

Meine Bewertung:

Ich mag auch diesen Band der Adrian Mole-Serie ausgesprochen gern. Einziges Manko sind die vielen Bezüge zu britischen Promis und Ereignissen. Das war diesmal etwas viel und mir entgeht dort so mancher Witz. Aber an diesem Buch ist trotzdem noch genug, über das man lachen kann. Die Figuren sind so schrill und dramatisch und Sue Townsend gab ihnen ein Leben, das die Handlung des Buches unterhaltsam chaotisch macht. Allen voran Adrian, der sich schnell verliebt und aus unglücklichen Beziehungen schwer lösen kann. Andererseits kann Adrian einem (wenn man ihn quasi von kleinauf kennt) leidtun mit seiner anhaltenden Suche nach Bindung. Auch die beiden Kinder sind neben Wutanfällen und pubertären Dummheiten rührend dargestellt mit ihren Sorgen und Nöten und ihrer Zuneigung zu Adrian. Zudem übt Sue Townsend eine geschickt in die Handlung verflochtene und humorvoll verpackte Sozialkritik. "A satire of our times ... very funny indeed" hat die Sunday Times dazu geschrieben. Von mir erhält dieses Buch 5 Sterne.

Cover des Buches True Confessions of Albert Adrian Mole (ISBN: 9780141046440)
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Rezension zu "True Confessions of Albert Adrian Mole" von Sue Townsend

Durchaus lustig, aber man fragt sich auch, was das denn alles soll
KarinJvor 3 Monaten

Inhalt:

Es handelt sich bei diesem Buch um den 3. Teil der Adrian-Mole-Reihe. Ein paar Monate, nachdem der 16jährige "extremely heavy petting" mit seiner angebeteten Pandora hatte und dabei eine mächtige Last von ihm abfiel, ist die damals gewonnene Leichtigkeit immer noch vorhanden. Diese trägt ihn durch ein Weihnachtsfest mit den Großeltern mütterlicherseits und durch die Gestaltung einer Sendung des BBC Radio 4, in der Adrian ausführlich über Kunst, Kultur, Politik, eine Moskau-Reise und seinen Lifestyle redet. Weiterhin erfährt man, wie Adrian aus dem Elternhaus auszieht und seinen ersten Job macht. Außer den Tagebuch-Einträgen sind im Buch Briefwechsel enthalten, die Adrian mit einem amerikanischen Brieffreund und seinem ehemaligen Mitschüler Barry Kent führt; und die Briefe, die er Fergie schickt, um sie von der Heirat mit Prinz Andrew abzubringen. Insgesamt wird der Zeitraum abgedeckt, in dem Adrian zwischen 16 3/4 und 21 1/4 Jahre alt ist. Bis dahin sind mit diesem ersten Teil etwa 60% des Buchumfangs gefüllt. Danach wird den "wahren Geständnissen" von Susan Lilian Townsend und Margaret Hilda Roberts Platz eingeräumt. Im zweiten Teil schreibt Sue Townsend über einen Mallorca-Aufenthalt, über das Schreiben fürs Fernsehen, ein Schriftsteller-Treffen in Moskau und warum sie England mag. Der dritte Teil ist dann wieder "diary fiction". Die 14jährige Margaret Hilda Roberts, die wir besser als Margaret Thatcher kennen, schreibt über ihren Alltag.

Meine Bewertung:

Mich hat der Aufbau des Buches irritiert. Einmal innerhalb des Teils von Adrian Mole; andererseits insgesamt mit der Idee, "wahre Geständnisse" dreier Personen in ein Buch zu packen. Zunächst dachte ich, es wäre mir lieber gewesen, Adrians Tagebuch "normal" weiterzulesen. Aber die beiden anderen Teile haben tatsächlich etwas mit Adrian zu tun, wenn ich darüber auch nur spekulieren kann und mir dazu nicht viel eingefallen ist. Einerseits soll wohl dem Ganzen ein hauchdünner Anstrich von Realität gegeben werden. Als wäre Adrian Mole eine reale Person. Sue Townsend habe die Tagebücher ("full of sex and scandal") gestohlen und ausgebeutet. Falls die "wahren Geständnisse" von Sue Townsend denn tatsächlich wahr sind, teilt die Autorin andererseits mit Adrian die Begeisterung für Russland und das Mittelmeer, die Liebe zu England und dass diese keinen Abbruch daran nimmt, dass man über England meckert. Und viel zu meckern gibt es im Land von Maggie Thatcher. Im dritten Teil macht die Autorin ihre Meinung über die Premierministerin sehr deutlich. Thatcher mache Politik wie ein 14jähriges Kind, das, beeindruckt von simplen, unzulänglichen Lehren, empathielos unmenschliche Leistung von anderen fordere, die außer ihr keiner erfüllen kann. Das habe ich aus diesem Teil als Sue Townsends Meinung herausgehört. Margaret Hilda Roberts gleicht in dieser Verständnislosigkeit Adrian Mole. Für ihn sind die Dinge auch oft klar, obwohl seine Erkenntnisse und Forderungen dem Leser lächerlich und absurd erscheinen. Eine positive Entwicklung für Adrian ist, dass er viele seiner Ängste abgelegt hat. Hypochondrisch ist er zwar immer noch. Er wirkt jedoch nun auf mich glücklicher und gleichmütig, fast schon stoisch. In der Fortsetzung der Reihe wird ihm diese Entwicklung zum Verhängnis; aber das ist wortwörtlich eine andere Geschichte. Die Familie dagegen ist gewohnt chaotisch. Das macht auch diesen Teil abwechslungsreich und gibt ihm Fahrt. Die Briefe fand ich nicht alle interessant. Gerade der erste, wo es um den amerikanischen Brieffreund geht. Das ist wohl mehr als Glossar für die früheren Bücher zu verstehen. Der Briefwechsel mit Barry Kent (The Skinhead Poet) enthält jedoch ein bewegendes Gedicht über die Ungerechtigkeit der Strafverfolgung. Auch die absurden Gedichte von Adrian Mole gefallen mir. Sue Townsend hat es verstanden, bei Adrians Gedichten die Erwartungen anfangs zu heben, bevor sie den Text dann ins Lächerliche abgleiten lässt. Seine Briefe an Fergie sind ebenfalls sehr lustig. Sie betonen das Dramatische, Hysterische und Überhebliche seines Charakters. Andererseits kann er einem auch leid tun mit seiner Idee, dass aus diesem Crush etwas werden könnte. Er ist und bleibt eben immer naiv. Anders kann man sich seine Radio-Sendung nicht erklären, in der er redet, als könnte ihn nicht das ganze Land hören. Diese Vorstellung legte einen wohligen Schauer über das Radio-Kapitel. Zusammengefasst fand ich das Buch recht lustig, wenn auch den Teil über Sue Townsend weniger. Mir hat auch etwas die Anleitung gefehlt, wie man die drei Teile des Buchs integrieren soll, oder was die beiden anderen Teile für die Adrian Mole-Serien tun. Ich bewerte dieses Buch insgesamt mit 4 Sternen.

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