Susan Abulhawa

 4.4 Sterne bei 266 Bewertungen
Autorenbild von Susan Abulhawa (© Richard Alexander)

Lebenslauf von Susan Abulhawa

Kind vieler Länder: Susan Abulhawa, geboren 1970, wuchs als Kind palästinensischer Flüchtlinge in Kuwait, Jordanien und den USA auf. Als Zehnjährige kam sie in ein Waisenhaus in Jerusalem, mit 13 zog sie erneut in die USA, wo sie bis heute mit ihrer Tochter lebt. 

Abulhawa machte dort einen Highschool-Abschluss und studierte anschließend Biologie, Medizin und Neurologie. Jedoch entdeckte sie bald das Schreiben für sich und verfasste mehrere Kurzgeschichten und kürzere Romane, während sie journalistische Tätigkeiten ausübte. Ihr Debütroman »The Scar of David« von 2006 wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt. In Deutschland erschien er 2014 unter dem Titel »Während die Welt schlief«.

Seit einer Reise nach Palästina im Jahr 2000 engagiert sich die Autorin aktiv für die Menschenrechte und die Lebensumstände von palästinensischen Kindern in besetzten Gebieten. 

Neue Bücher

Nahrs letzter Tanz

 (1)
Neu erschienen am 22.04.2019 als Hardcover bei Diana.

Alle Bücher von Susan Abulhawa

Cover des Buches Während die Welt schlief (ISBN:9783453356627)

Während die Welt schlief

 (204)
Erschienen am 09.04.2012
Cover des Buches Als die Sonne im Meer verschwand (ISBN:9783453359147)

Als die Sonne im Meer verschwand

 (52)
Erschienen am 11.10.2016
Cover des Buches Nahrs letzter Tanz (ISBN:9783453292185)

Nahrs letzter Tanz

 (1)
Erschienen am 22.04.2019
Cover des Buches Als die Sonne im Meer verschwand (ISBN:9783837130591)

Als die Sonne im Meer verschwand

 (3)
Erschienen am 18.05.2015
Cover des Buches Mornings in Jenin (ISBN:9781408813553)

Mornings in Jenin

 (4)
Erschienen am 01.01.2010
Cover des Buches The Blue Between Sky and Water (ISBN:9781408865125)

The Blue Between Sky and Water

 (2)
Erschienen am 07.04.2016
Cover des Buches Ochtend in Jenin / druk 1 (ISBN:9789462371088)

Ochtend in Jenin / druk 1

 (0)
Erschienen am 09.03.2015

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Neue Rezensionen zu Susan Abulhawa

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Rezension zu "Während die Welt schlief" von Susan Abulhawa

Politisch und thematisch interessant, aber zu nahe am Kitsch!
ulrikerabevor 2 Monaten

Ein Hod ist ein idyllischer Flecken Erde im Palästina der 1940er Jahre. Olivenhaine prägen die Landschaft. Die Leute dort leben traditionell von Landwirtschaft. Als Hasan Abulhija das schöne und ungewöhnliche Beduinenmädchen Dalia heiratet, wissen die Menschen in Ein Hod noch nichts von ihrem tragischen Schicksal. Hasan und Dalia bekommen zwei Söhne, Yussuf und Ismael. Bei einem Überfall Israeli sicher Soldaten werden die Menschen heimatlos, verbringen ihr Leben fortan im Flüchtlingslager Jenin. Seit jenem schrecklichen Tag wird Ismael vermisst. Amal, die jüngste Tochter von Hasan und Dalia, wird im Lager geboren. Armut, Krieg und Furcht beherrschen den Alltag der Vertriebenen.

Während die Welt Schlief ist ein Roman, der ein Thema aufgreift, das in der Literatur eher vernachlässigt scheint: Der grausame Krieg zwischen Israelis und der arabischen Bevölkerung aus der Sicht der palästinischen Bevölkerung. Das macht den Roman von Susan  Abulhawa politisch und thematisch durchaus interessant. Doch leider vermittelt die Autorin die Geschichte der Abulhijas mit einer Sprache, die so sehr am Kitsch schrammt, dass bei aller Brisanz die Story zu einer Schicksalsschmonzette verkommt.  Auch der willkürliche Wechsel vom allwissenden Erzähler zur Ich-Perspektive verwundert. Vielleicht hätte weniger an Ausschweifung dem Roman zu mehr Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit verholfen. So wandert das Buch alsbald aus meinem Bücherregal.

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Rezension zu "Während die Welt schlief" von Susan Abulhawa

grausam, spannend, unfassbar tragische Familiengeschichte in Palästina
Petra54vor 4 Monaten

Die unfassbar tragische Geschichte einer palästinensischen Familie über vier Generationen hat mich vom ersten Augenblick an gepackt. Es geht nicht um die Übernahme eines Landes durch eine fremde Macht, auch nicht um Vertreibung, was es beides in der Geschichte immer wieder gab. Es geht um Völkermord, Massaker, Folter von Menschen, die nie etwas Böses getan haben, von der Welt vergessen werden und worüber zu allem Überfluss falsch berichtet wird.


Aus einer palästinensischen Familie raubt ein israelischer Soldat ein Baby, das liebevoll in seiner Familie aufwächst und spät von seiner wahren Identität erfährt, was ihn und sein unmittelbares Umfeld in Verwirrung und sogar Hass stürzt. Die Autorin versteht es, dass der Leser mit allen Beteiligten mitfühlt und hofft, dass diese beiden Welten einen Weg finden, sich gegenseitig zu verstehen und sogar zu vergeben.


Auch ich habe versucht, das völlig Unverständliche zu verstehen, wie ein Mensch, der selbst Schlimmes erlebte wie z.B. Juden, die deutsche und polnische Konzentrationslager überlebten oder aus anderen Ländern von den Siegermächten nicht geduldet und vertrieben wurden, selbst zu unvorstellbaren Grausamkeiten an ihnen völlig unbekannten Männern, Frauen und Kindern in der Lage ist.

Die Geschichte ist sehr schwer auszuhalten. Sie beginnt 1947 mit der Gründung des Staates Israel und endet nach mehreren Kriegen und Massakern in Flüchtlingslagern im Jahr 2003 in Amerika.

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Rezension zu "Während die Welt schlief" von Susan Abulhawa

Ein wichtiges Buch
Schlehenfeevor 5 Monaten

Seit Generationen bewirtschaftet Familie Abulhija ihr Land im Dörfchen Ein Hod in der Nähe von Haifa, als 1948 der Staat Israel gegründet wird. Kurz darauf werden sie und alle anderen Dorfbewohner mit Waffengewalt vertrieben, ein Baby verschwindet. Im Flüchtlingslager Jenin wird die Tochter Amal geboren, die dort eine relativ glückliche Kindheit verlebt, bis Jenin und das Westjordanland im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt werden. Fortan prägen Gewalt und Tod ihr Leben. Auch wenn Amal schließlich Palästina verlässt, bleiben das Land und das Schicksal ihres Volkes immer bei ihr.


„Während die Welt schlief“ ist ein sehr wichtiges Buch meiner Meinung nach, da der Nahostkonflikt und seine Entstehung hier einmal aus palästinensischer Sicht dargestellt werden. Wie oft hören wir in den Nachrichten davon, doch was die Palästinenser seit 1948 alles erleiden mussten geht dabei meist unter.

Was ich der Autorin etwas vorwerfe, ist die einseitige Parteinahme für die Palästinenser. Diese werden als gut, freundlich und dem Land verbunden dargestellt. Natürlich gibt es auch gute Israelis in diesem Roman, aber der Staat Israel wird durchweg als gewalttätiges Regime und Eroberer dargestellt.

Ich sehe den Staat Israel ebenfalls sehr, sehr kritisch und empfinde die israelische Politik als sehr zynisch und menschenverachtend, doch auch ich denke, dass die Wahrheit bei vielen der hier dargestellten Ereignisse vermutlich dazwischen liegt. So herrschte im Libanon bereits ein Bürgerkrieg, das Land wurde nicht durch israelische Besetzung und Einmischung zerrüttet.

Auch wenn ich dem Empfinden der Autorin, dass Israel nun einen Holocaust an den Palästinensern durchführt nicht ganz zustimme, so bin ich doch der Meinung, dass die Palästinenser durch die israelische Politik ebenso in die Welt vertrieben werden und verfolgt werden, wie es einst die Juden jahrhundertelang erfahren mussten.

Abgesehen davon hat mich „Während die Welt schlief“ zum kritischen Hinterfragen angeregt, mir Gelegenheit zur Recherche und zur Weiterbildung geboten und mich beim Lesen oft fassungslos gemacht. Der Nahostkonflikt, der sonst nur eine Schlagzeile ist, wurde mir in seiner ganzen Bandbreite bewusst gemacht.

Was mich letztendlich zur vier-Sterne-Bewertung veranlasst hat, war der Schreibstil der Autorin Susan Abulhawa, den ich oft als zu blumig/schwülstig und zu gewollt empfunden habe.


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Susan Abulhawa wurde am 03. Juni 1970 in Jerusalem (Israel) geboren.

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