Susan Abulhawa Als die Sonne im Meer verschwand

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Inhaltsangabe zu „Als die Sonne im Meer verschwand“ von Susan Abulhawa

Palästina und Israel – eine Welt, in der es keine Unschuld gibt! Als die amerikanische Psychologin Nur von einem palästinensischen Kollegen eine Einladung nach Gaza erhält, werden die Erzählungen ihres Großvaters wieder lebendig. Vom Meer, von den Olivenfeldern, von den Menschen, die einst in Frieden lebten. Die Not der Flüchtlinge in Gaza ist für Nur ein Schock. Doch endlich lernt sie ihre Wurzeln kennen und spürt zum ersten Mal so etwas wie Geborgenheit. Immer tiefer taucht sie in die Geschichte ihrer Familie ein, die untrennbar mit dem politischen Konflikt zwischen Israel und Palästina verflochten ist. Und sie ahnt, dass sich ihr Leben in Gaza für immer verändern wird … Gefühlvoll interpretiert von Martin Bross. (2 mp3-CDs, Laufzeit: 11h 15)

Großartig auf der ganzen Linie!

— Irve
Irve

Absolute Leseempfehlung. Ein Buch das einen berührt und unter die Haut geht.

— Felidae65
Felidae65

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  • *+* Großartig auf der ganzen Linie *+*

    Als die Sonne im Meer verschwand
    Irve

    Irve

    18. June 2015 um 14:10

    *+* Die Originalrezension ist auf meinem Blog erschienen*+* Liebe Lauschfreunde, der Titel klingt sehr nach einem Abschluss, aber weit gefehlt! Die Geschichte hat nicht zu einem Abschluss gefunden, eher im Gegenteil…… Nachdem viele Dinge endlich Klarheit erfahren haben und nicht mehr wie schwelende Probleme zwischen den Menschen liegen, kann die Zukunft endlich beginnen. So wie die untergegangene Sonne am nächsten Tag wieder ihre Himmelsbahn ziehen wird…. Ich verstehe es zwar nicht ganz und ich erwarte auch nicht, dass Sie es verstehen, aber vielleicht können Sie wie ich daran glauben, dass es Wahrheiten gibt, die mit anderen Wahrheiten nicht zusammenpassen und die Zeit von innen her aufrollen. Dreh- und Angelpunkt des Romans ist Nur, die trotz ihrer palästinsensischen Wurzeln in Amerika aufgewachsen ist. Das Schicksal spielt ihr zunächst übel mit und die junge Frau droht sich selbst zu verlieren. Glückliche Fügungen spülen Nur schließlich in den Schoß ihrer Familie nach Gaza, wo sie Kraft schöpfen kann. Aber die neue Umgebung macht nicht alles leichter für sie, denn zu unterschiedlich sind die Kulturen, Traditionen und Lebensweisen in den USA und Palästina. So lernt Nur auf einer scharfkantigen Gratwanderung teilweise sehr schmerzhaft, wo sie wirklich hingehört. Dazu tragen sowohl ihre tragische Beziehung zu Jamal bei als auch ihre Familie, die sie liebevoll unter ihre Fittiche nimmt. Die Leute standen an einem Strand, der einst die Nahtstelle dreier Kontinente gewesen war. An dem Gewürze und Weihrauch gehandelt waren, noch bevor die Geschichte überhaupt geboren war. Jetzt war der Sand vom Blut rot verfärbt und das Wehklagen der Mütter lag über der Szenerie. Meine heimliche Hauptdarstellerin war Nazmiyya, die Schwester von Nurs Großvater. Im Laufe des Romans wurde Nazmiyyas Leben von Kindesbeinen an geschildert bis zu dem Zeitpunkt, in dem sie Nur in ihr Haus und Herz aufnimmt. Während ich dem Hörbuch lauschte, wurde mir aber nicht chronologisch aus diesem Leben berichtet. Aus zwei Perspektiven erfuhr ich von dem frühen glücklichen Zeiten der Jugend in Beit Daras, als Nazmiyye und ihre Geschwister noch Kinder waren. Diese schönen Erinnerungen wurden bald überdeckt von der Flucht nach Gaza und den Wunden, die dieser Einbruch in das Glück riss. Aber das Leben ging weiter. Die kluge Frau war stets in der Lage, aus allem das Beste zu machen, was ihr meinen tiefen Respekt einbrachte. Als die Toten begraben und alle Tränen geweint waren, dünnte sich die Zeit in eine Flüssigkeit aus, die über Gaza rann wie ein Fluss über Steine. Die Familie wuchs und erlebte somit unzählige Glücksmomente. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten und so schlug das Schicksal immer wieder zu. Nazmiyye stürzte oft, stand aber immer wieder auf und verzweifelte nie. Die Familie gab ihr Kraft, sie hielt zusammen, was auch immer passierte. Immer war jemand zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wurde. Die Liebe war groß und wuchs mit jedem neuen Familienmitglied. Jeder neuen Aufgabe wurde gemeinsam begegnet und jeder war jedem eine Stütze. Und wenn etwas aussichtslos schien, wusste Nazmiyye immer Rat und schenkte Hoffnung. Sie öffnete das Fenster der Erinnerung, damit Nur hindurchsehen konnte. Diese Philosophie war genau das, was Nur in ihrem bisherigen Dasein nicht kennengelernt hatte und sie tat sich anfangs schwer darin, sich diesem Familienlebensweg anzuschließen. Vielleicht auch, weil sie eine Zeit lang nicht wusste, ob sie es überhaupt wollte oder konnte. Als sie sich schließlich der Entscheidung stellen musste, verschwand die Sonne im Meer und gab Nurs neuem Leben die Gelegenheit, aufzugehen wie die Sonne am nächsten Morgen. Ob sie mit voller Kraft würde scheinen können oder sich möglicherweise gegen dicke Wolken durchsetzen müssen, das weiß man nicht. Das Ende des Romans ist offen gehalten….offen, wie das Leben nun einmal ist… Wir feiern, weil das Leben voller Magie steckt und uns eine zweite Chance schenkt. Nicht nur allein die Erzählung um die graoßartige Familie von Nazmiyye und ihren Nachkommen inmitten des Konflikts Israel-Gaza-Palästina hat mich sehr eingenommen. Auch die weit auseinanderklaffenden Vorstellungen von Moral, Lebensphilosophie und dem Begriff der Familie der beiden betroffenen Kulturen hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Als ob der Inhalt dieses wundervollen Romans nicht schon genug des Hörerglücks gewesen wäre, hat Susan Abulhawa mit ihrem großartigen Schreibstil dem Ganzen noch das Sahnehäubchen aufgesetzt. Voller Poesie und teilweise metaphernhaft schildert sie die Begebenheiten ihres Romans und ich spulte oft zurück, um mir manche Passagen mehrmals anzuhören und dem Zauber der Worte zu erliegen. Auch der Übersetzerin Stefanie Fahrner möchte ich ein großes Lob aussprechen. Sie hat es in ihrer Überführung des Textes vom Amerikanischen in das Deutsche geschafft, die Magie der Erzählung zu bewahren und mein Herz für die Worte zu öffnen. Halid sammelte die Wörter vom Boden auf. Es waren kleine Perlen, die überall verstreut lagen und fädelte sie auf einer Schnur zu einer Kette auf. Martin Bross hat zudem den Roman grandios in Hörbuchform übertragen. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt und der Sprecher verleiht diesen beiden Blickwinkeln überzeugende Emotionalität und konnte mich durch sein persönliches Eintauchen in „Als die Sonne im Meer verschwand“ während des Einlesens sehr überzeugen. Er übertrug seine Nähe zu der Erzählung während des Zuhörens zunehmend auf mich. Das Ende des Romans war sehr plausibel und guter Punkt, um einen Schlussstrich zu ziehen, dennoch hätte ich gerne noch länger den Worten der Autorin gelauscht. Inhalt: Als die amerikanische Psychologin Nur von einem palästinensischen Kollegen eine Einladung nach Gaza erhält, werden die Erzählungen ihres Großvaters wieder lebendig. Vom Meer, von den Olivenfeldern, von den Menschen, die einst in Frieden lebten. Die Not der Flüchtlinge in Gaza ist für Nur ein Schock. Doch endlich lernt sie ihre Wurzeln kennen und spürt zum ersten Mal so etwas wie Geborgenheit. Immer tiefer taucht sie in die Geschichte ihrer Familie ein, die untrennbar mit dem politischen Konflikt zwischen Israel und Palästina verflochten ist. Und sie ahnt, dass sich ihr Leben in Gaza für immer verändern wird … Die Autorin: Geboren als Kind palästinensischer Flüchtlinge wuchs Susan Abulhawa in Kuwait, Jordanien und Jerusalem auf. Als Teenager ging sie in die USA, wo sie heute gemeinsam mit ihrer Tochter lebt. Die Autorin engagiert sich aktiv für die Menschenrechte und die Lebensumstände von palästinensischen Kindern in besetzten Gebieten. Ihr Debüt »Während die Welt schlief« wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt und zum internationalen Bestseller. »Als die Sonne im Meer verschwand« ist ihr zweiter Roman. Der Sprecher: Martin Bross spielt und spricht für Bühne, Film, TV und Radio. Seit 2006 ist er als Gast am Theater an der Ruhr beschäftigt. Man hört ihn in zahlreichen WDR-Hörspielen und Hörbüchern von Random House Audio, oder sieht ihn im TV (z. B. „Späte Aussicht”, „Die Gustloff”). Quelle

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