Susan Beth Pfeffer The Dead and The Gone

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Inhaltsangabe zu „The Dead and The Gone“ von Susan Beth Pfeffer

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  • Eine gelungene Dystopie und toller zweiter Teil!

    The Dead and The Gone
    Katja_Wolke

    Katja_Wolke

    21. April 2014 um 20:08

    Klappentext: Ob es jemals wieder so wird wie früher? Täglich stellt sich Alex diese Frage. Denn seit der Mond aus seiner Umlaufbahn verschoben wurde, geht es im New Yorker Alltag ums nackte Überleben. In den Fenstern der Hochhäuser brennt kein Licht mehr; kaputte Autos verstopfen die Kreuzungen; Plünderer ziehen durch die Straßen auf der Suche nach den letzten Lebensmitteln. New York ist eine Insel der Armen geworden - wer konnte, hat die Stadt längst verlassen. Verzweifelt kümmert sich Alex um seine Schwestern Briana und Julie. Doch eine Frage wagt er nicht zu stellen: Was, wenn ihre Eltern nicht nur vermisst sind, sondern Schlimmeres passiert ist? Meinung zu... ...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung: Das Cover finde ich sehr gut gelungen, es passt zum Inhalt und vermittelt eine düstere Stimmung. Auch der Titel ist sehr gut gewählt. Ebenso der Klappentext passt sehr gut, verrät aber vielleicht schon etwas zu viel. Das Buch ist unterteilt in mehrere Kapitel und diese wiederum in die einzelnen Tage. ...Grundidee & Verlauf: Die Idee gefällt mir wirklich gut! Der Mond wird von einem Asteroiten getroffen und gelangt aus seiner Umlaufbahn, wo durch es zu gewaltigen Naturkatastrophen kommt, die auch vor New York City nicht Halt machen. Alex muss ums Überleben kämpfen, aber nicht nur für sich sondern auch für seine Schwestern Bri und Julie. Die Idee lässt viel Spannung versprechen und die gibt es auch. Ich war sehr gefesselt von der Geschichte und musste weiter lesen, jedoch gab es auch manche Stellen, die sich etwas gezogen bzw wiederholt haben. Das fand ich beim Lesen etwas störend, passte aber eigentlich zu der Geschichte. Die Geschichte hat mit dem ersten Teil nicht wirklich etwas zu tun, sondern ist mehr eine andere Sichtweise auf die Katastrophe, die sehr realistisch dargestellt wird mit all ihren Problemen und den Ängsten und Hoffnungen der Charaktere. ...Schreibstil: Der Schreibstil ist eher einfach gehalten, so dass sich das Buch gut lesen lässt. Dennoch kommt Spannung auf und man möchte es nicht mehr beiseite legen, bis auf ein paar Wiederholungen. Die Autorin schafft es, die Situation von Alex und seinen Schwestern so unglaublich authentisch und real darzustellen, dass ich beim Lesen manchmal wirklich Gänsehaut hatte. Außerdem konnte sie mich emotional sehr gut berühren und an manchen Stellen musste ich einfach weinen, weil es so traurig oder auch schön war und ich mich einfach so für die drei gefreut habe. ...Charaktere: Alex, Bri und Julie, Kevin... Alex ist ein wirklich starker Junge, der sich für seine Schwestern aufopfert und alles tut, damit sie überleben. Er entwickelt sich im Laufe des Buches, was mir sehr gut gefallen hat und sehr authentisch dargestellt war. Das Gleiche gilt aber auch für Julie, trotz ihres jungen Alters wird sie sehr schnell erwachsen und lernt, worauf es ankommt. Bri hingegen bleibt eher etwas naiv, aber auch das fand ich toll! Kevin ist einfach nur ein toller Kerl, er hilft Alex und unterstützt ihn und die Schwester und will nichts dafür zurück. Weitere Teile: 1.) Life as we knew it 2.) The dead & the gone 3.) This world we live in Fazit: Eine gelungene Dystopie und ein toller zweiter Teil! Die Autorin schafft es, diese ausweglose Katastrophe und die Situation von Alex und seinen Schwestern so toll und authentisch zu schildern! Leider gab es im Spannungsbereich jedoch Durchhänger, wo die Geschichte dann so vor sich hinplätscherte. Dennoch empfehle ich dieses Buch jedem, der eine tolle Dystopie sucht, die einen emotional berührt und durch tolle starke Charaktere überzeugt!

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  • Moon Crash Series 02

    The Dead and The Gone
    MrsFoxx

    MrsFoxx

    20. March 2014 um 21:02

    Alex Morales' Leben ist geprägt von seinem Streben nach einem Stipendium und einem Studienplatz auf einer renommierten Universität. Er geht gerade seinem Job in einem Pizzarestaurant nach, als auf einmal der Fernseher dunkel wird. Es ist der 18. Mai und der Asteroid hat gerade den Mond aus seiner Umlaufbahn katapultiert. In Alex' Heimatstadt New York bricht das Chaos aus und der siebzehnjährige muss sich plötzlich alleine um zwei jüngere Schwestern kümmern...  Im 2. Teil der Moon-Crash Reihe von Susan Beth Pfeffer begleitet man die Morales-Kinder in New York. Es gibt erst mal keinen Zusammenhang mit Mirandas Familie in Pennsylvania, die ja bereits aus dem 1. Teil bekannt sind. Einzig die Tatsache dass ein Asteriod im Mond eingeschlagen hat, verbindet die beiden Bände miteinander.  Alex geht etwas blauäugig an die Sache heran, zumindest kommt das dem Leser, der um die Naturkatastrophen weiß, die da im Anmarsch sind so vor. Die Hoffnung auf baldige Rückkehr der Eltern ist wohl zu groß, doch die drei Geschwister sind erst einmal auf sich alleine gestellt.  Alex ist sofort sympathisch, auch wenn man den Jungen manchmal schütteln und zur Vernunft bringen möchte.  Bei seinen jüngeren Schwestern Briana und Julie bin ich zwiegespalten. Die Kleine, Julie, mausert sich im Lauf der Geschichte zu einer starken und überraschend cleveren Begleiterin. Bri jedoch, in die Alex eigentlich mehr Vertrauen hat, wird mit Fortschreitender Seitenzahl immer nerviger. Ihre übertriebene Frömmigkeit und Naivität was das Schicksal der beiden Eltern betrifft, störten mich manchmal schon sehr. Aber die Amerikaner sind da eben... speziell.  Der Spannende und direkte Stil und das einfach gehaltene Englisch lassen das Buch trotz Fremdsprache locker flockig weglesen. Dieses Mal wird die Geschichte nicht als Tagebuch erzählt, aber das hätte ich auch nicht erwartet. Denn welcher Junge schreibt schon Tagebuch??  Das Buch endet zwar nicht mit einem Cliffhanger und man könnte das getrost so stehen lassen, aber da ist bei mir schon noch eine gewisse Neugierde darauf, wie es mit Alex und seinen Lieben weitergeht. Und auch, ob man von Miranda und ihrer Familie noch mal was "hört"...  Reihenfolge:  01. Life as we knew it  02. The Dead and the Gone  03. This World we live in  04. Shade of the Moon  Fazit: Eine gelungene Fortsetzung der etwas anderen Art. Ganz vom Hocker gerissen hat mich auch der 2. Teil der Reihe nicht. Aber die Autorin kann sich ja noch steigern.  Eine Leseempfehlung spreche ich für dieses Englische Buch aber gerne aus.

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  • Wie andere die gleiche Tragödie erleben

    The Dead and The Gone
    joleta

    joleta

    26. February 2014 um 21:55

    Klappentext: Susan Beth Pfeffer's Life as We Knew It enthralled and devastated readers with its brutal but hopeful look at an apocalyptic event—an asteroid hitting the moon, setting off a tailspin of horrific climate changes. Now this harrowing companion novel examines the same events as they unfold in New York City, revealed through the eyes of seventeen-year-old Puerto Rican Alex Morales. When Alex's parents disappear in the aftermath of tidal waves, he must care for his two younger sisters, even as Manhattan becomes a deadly wasteland, and food and aid dwindle.With haunting themes of family, faith, personal change, and courage, this powerful novel explores how a young man takes on unimaginable responsibilities. Hier der Klappentext zum deutschen Buch „Die Verlorenen von New York“: Ob es jemals wieder so wird wie früher? Täglich stellt sich Alex diese Frage. Denn seit der Mond aus seiner Umlaufbahn verschoben wurde, geht es im New Yorker Alltag ums nackte Überleben. In den Fenstern der Hochhäuser brennt kein Licht mehr; kaputte Autos verstopfen die Kreuzungen; Plünderer ziehen durch die Straßen auf der Suche nach den letzten Lebensmitteln. New York ist eine Insel der Armen geworden - wer konnte, hat die Stadt längst verlassen. Verzweifelt kümmert sich Alex um seine Schwestern Briana und Julie. Doch eine Frage wagt er nicht zu stellen: Was, wenn ihre Eltern nicht nur vermisst sind, sondern Schlimmeres passiert ist? Ich meine dazu: Besser, als der erste Teil. Die Katastrophe ist uns bereits aus dem ersten Teil bekannt: Der Mond wurde durche einen Asteroiden aus seiner Umlaufbahn näher an die Erde verrückt. Der zweite teil von Susan Beth Pfeffer spielt in etwa demselben Zeitraum, wie schon der erste. Dort durften wir Miranda und ihre Familie beobachten, wie sie die Katastrophe und ihre Auswirkungen erleben, jetzt lernen wir noch eine andere Perspektive kennen. Der 17jährige Alex, der mit seinen jüngeren Schwestern und seinen Eltern in einer New Yorker Erdgeschoßwohnung lebt, jobbt gerade im Pizzaimbiß, als der Strom weg bleibt. Nur langsam erkennt er, die Ursache und erfährt so allmählich ihre Auswirkungen. Er fühlt sich in der Pflicht, die Verantwortung für seine jüngeren Schwestern zu übernehmen, denn seine Eltern kommen nicht nach Hause... Ich persönlich war zunächst etwas überrascht, da ich erst dachte, der zweite Teil knüpft am ersten Teil an. Aber als ich dann mitbekam, daß es sich um ein weiteres Schicksal im gleichen Zeitraum handelt, war ich doch sehr schnell in der Geschichte drin. Ich fand es sogar äußerst spannend, einen weiteren Bericht aus dieser Zeit zu lesen, sind doch die Gegebenheiten völlig anders. Und ich meine gelesen zu haben, daß beide Familien im dritten Teil aufeinander treffen werden, was meine Neugier natürlich ohne Ende schürt... Auch diesen Teil habe ich mit Manu und Sabine auf englisch gelesen. Und auch in diesem Buch behielt die Autorin ihren leicht zu lesenden, spannenden Schreibstil bei. Die Geschichte ist auch auf deutsch erhältlich, das Taschenbuch dieses zweiten Teils „Die Verlorenen von New York“ erscheint im Frühjahr. Wie schon in der Rezi zum ersten Teil erwähnt: Die Thematik ist erschreckend vorstellbar. Was wäre, wenn...? Alex wird sich nur recht langsam bewußt, wie ernst die Lage wirklich ist... Trotz vieler Einwohner lebt man doch recht isoliert in einer Großstadt wie New York, nur gut, wenn man ab und an weiß, wen man ansprechen kann, auch wenn sich selbst das nicht immer als einfach erweist... Im Zuge der Nahrungsbeschaffung und in Zeiten, wo auch eine Rolex nichts weiter ist, als eine Uhr, muß Alex zu Mitteln greifen, die einem durchaus schon mal die Haare zu Berge stehen lassen... Und die Verantwortung für zwei pubertierende Schwestern zu übernehmen, ist auch nicht immer das, was man mit 17 Jahren tun möchte... Dieses Buch kommt von mir einen Platz auf der Favoritenliste und die Reihe eine absolute Leseempfehlung für Erwachsene und ich denke auch, daß mein Sohn sich für den zweiten Teil als Taschenbuch vormerken läßt... Auch diesen zweiten Teil könnte man gut als beendet sehen oder gar als Einzelbuch lesen.

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  • Rezension zu "The Dead and The Gone" von Susan Beth Pfeffer

    The Dead and The Gone
    Thaila

    Thaila

    14. December 2011 um 19:33

    In ihrem Jugendbuch Die Verlorenen von New York beschreibt Susan Beth Pfeffer die Großstadt nach einer gigantischen Naturkatastrophe. Durch den Einschlag eines Meteoriten ist der Mond näher an die Erde gerückt worden. Die Folge sind Überflutungen, Vulkanaussbrüche und gravierende Klimaveränderungen. New York ist aufgrund seiner geographischen Lage besonders hart betroffen. Im Mittelpunkt der Familie steht die Familie Morales, die durch die Kathastrophe auseinandergerissen wurde. Die Kinder Alex, Bri und Julie sind auf sich alleine gestellt und müssen um ihr Überleben kämpfen. Nach und nach bricht die Versorgung in der Stadt immer mehr zusammen. Essen wird immer knapper, die letzten Versorgungseinrichtungen schließen, die Stadt wird aufgegeben. Mittendrin versuchen die drei Geschwister zu überleben. Das Szenario ist düster, aber auf eine eher unspektakuläre Weise. Die ersten Leichen auf der Straße erscheinen eher beiläufig. Die Autoren ist sehr dicht an den Figuren und beschreibt deren Alltag. Da geht es um den alltäglichen Kampf um Essen, um Konflikte untereinander und um den Trost, den die Geschwister immer wieder aneinander finden. Alex, die Hauptfigur und der älterste der Geschwister, ist eine Heldenfigur aber kein Heiliger. Voller Hingabe kümmert er sich um seine Schwestern und versucht sie vor dem Schlimmsten zu bewahren. Er ist aber auch immer wieder überfordert und verhält sich ungerecht und irrational. Ich fand diese unaufgeregte Sichtweise auf ein apokalyptisches Szenario sehr beeindruckend. Mich hat das Buch sehr mitgenommen und ich würde es eher für ältere Jugentliche empfehlen. Es geht um die großen Fragen: Was gibt uns die Kraft weiterzuleben? Worin finden wir Trost? Gibt es Mitgefühl und Freundschaft angesichts des Grauens? Die Verlorenen von New York ist der zweite Teil einer Reihe. Die Handlung ist aber vom ersten Band Die Welt, wie wir sie kannten unabhängig und beide Bücher müssen nicht unbedingt nacheinander gelesen werden.

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  • Rezension zu "The Dead and The Gone" von Susan Beth Pfeffer

    The Dead and The Gone
    serpent

    serpent

    05. March 2011 um 10:46

    New York ist die erste Stadt, die einem in den Sinn kommt wenn man an Fortschritt, Moderne, Möglichkeiten und Geld denkt. In „The Dead and the Gone“ allerdings erleben wir New York von einer ganz anderen Seite… Alex Morales lebt mit seinen zwei jüngeren Schwestern Bri und Julie und seinen Eltern in einem kleinen Apartment im ärmeren Teil der Großstadt. Gerade geht er noch zur Schule, hat es sogar mit einem Stipendium auf eine christliche Schule mit exzellentem Ruf geschafft. Abgesehen von seinem Nebenjob in einer Pizzeria beschäftigt ihn also hauptsächlich die Frage auf welche Uni er später einmal gehen kann. An diesem Maitag jedoch verändert sich alles für den 17-jährigen. Seine Mutter wird zur Arbeit gerufen, sein Vater ist im Ausland auf einer Beerdingung und Alex findet sich auf dem Rückweg von der Pizzeria zwischen lauter Sirenen und aufgebrachten Einwohnern New Yorks wieder. Erst am nächsten Tag dringen so langsam richtige Informationen zu den drei Jugendlichen durch und sie erfahren, dass der Mond durch einen Meteor aus seiner Umlaufbahn geworfen wurde. Was zunächst als harmloses Spektakel erscheint, wird aber schnell Ernst als klar wird, dass Alex Eltern nicht zurückkommen werden und die Stadt den Naturlaunen ausgesetzt einem unausweichlichen Verfall entgegen strebt. Die Nahrung wird knapp, Seuchen breiten sich aus, die Menschen fliehen – wenn sie können… Bei Susan Beth Pfeffers „The dead and the gone“ handelt es sich mehr oder weniger um den zweiten Teil der Mondkatastrophen-Reihe, die mit „Life as we knew it“ ihren Auftakt hatte. Eher weniger eine Fortsetzung, da wir hier mit vollkommen neuen Charakteren in einem vollkommen neuen Umfeld vertraut gemacht werden – und dennoch ist es ein zweiter Teil, weil einfach nicht mehr viele Erklärungen zur Katastrophe selber gegeben werden. Hat mich „Life as we knew it“ noch tief beeindruckt und mitgenommen, so war dieses Buch sehr enttäuschend. Zum einen liegt das an den Charakteren dieses mal. Alex ist eindeutig der Protagonist, da sich die Geschichte auf seine Sicht der Dinge stützt. Allerdings konnte ich absolut keine Verbindung zu ihm aufbauen und habe dadurch weder mit ihm zusammen gelitten noch überhaupt irgendetwas beim Lesen empfunden. Ich bin absolut keine übertriebene “Emanze” und auch nicht wirklich der Antichrist… aber das Verhalten des Siebzehnjährigen empfand ich als äußerst unangenehm. Er kommandiert seine jüngeren Schwestern (13 und 15) die ganze Zeit über nur rum. Während er zum „Nachdenken“ auf sein Zimmer geht, herrscht er seine Schwestern dazu an zu putzen, zu kochen, zu waschen, aufzuräumen oder schwere Einkaufstüten zu schleppen. Mag daran liegen dass er in einer sehr christlich-katholisch geprägten Familie aufgewachsen ist und noch an „alten Werten“ hängt aber ist für mich als Leserin nicht nachvollziehbar und ärgert mich geradezu. Auch, dass er immer wieder Gedankengänge hat die beinhalten seine Schwester hungern zu lassen weil sie ungehorsam oder nervig ist, hat mich fast zur Weißglut getrieben. Er mag zwar auch Verantwortungsgefühl haben und versuchen in der schweren Zeit ohne Eltern nach der Katastrophe alles richtig zu machen, doch diese sich wiederholenden Szenen wo er seine „männliche Überlegenheit“ ausspielt, haben verhindert, dass ich mich auch nur ansatzweise mit ihm als Protagonist anfreunden konnte. Seine Schwestern werden übrigens dafür nur sehr oberflächlich gezeichnet. Die Ältere, Bri, taucht kaum mehr als mal am Rande der Geschichte auf und hat eher die Rolle eines lästigen Nebencharakters, der in keinster Weise zur Geschichte beiträgt. Ebenso wird die Jüngste von ihrem Bruder immer als nervig, kindisch und dümmlich beschrieben. Wie gesagt hat Alex zwar auch Momenten in denen er nur Nettes über seine Schwestern sagt, aber zumindest gefühlt überwiegt das Rumgemecker – was letztendlich dazu führt, dass man keinen der Charaktere wirklich mag. Ebenfalls gestört hat mich am Buch, dass es nicht länger in Tagebuchform geschrieben ist (so, wie es der 1. Teil noch war) – das nimmt leider die persönliche Dramatik etwas heraus und trägt ebenfalls nicht dazu bei, dass man mit den Charakteren warm wird. Dadurch, dass die Geschichte dieses Mal in New York spielt verliert sich der Katastrophencharakter auch etwas. Im ersten Teil der Reihe hat man als Leser hautnah miterlebt wie die Charaktere hungerten und um ihr Leben bangten während das hier zu kurz kommt. Zwar wird erwähnt, dass sie Probleme haben Lebensmittel zu besorgen (und müssen sogar recht drastisches Maßnahmen ergreifen um noch welche zu bekommen), doch wirkt alles nicht ganz so dramatisch wie im 1. Teil und wird nicht so ausführlich-quälend beschrieben. Ich hatte beim Lesen eher das Gefühl, dass die Autorin hier ein paar Schreckenszenarien einfach oberflächlich runtergerattert hat um schnell davon zu überzeugen wie sehr die Protagonisten leiden. Hat nur leider nicht geklappt. Auch der Schluss kam mir dann viel zu unspektakulär und überstürzt daher. Am Ende saß ich etwas unschlüssig da und komme seitdem nicht um das Gefühl herum ein Buch gelesen zu haben, das mir gar nichts gebracht hat. Es war weder aufwühlend, noch mitreißend, spannend oder hatte liebenswürdige Charaktere. Für Fans von Naturkatastrophen oder religiösem Kitsch vielleicht noch empfehlenswert, für alle Anderen eher Zeitverschwendung. Ich hoffe inständig, dass der dritte Teil („This world we live in“) wieder an den Ersten heran kommt.

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